War bei Rocket auch so als er noch klein war, manchmal kann so Will to Please auch too much sein.😅
Gegen ersteres hilft abbrechen sobald der Hund anfängt aufzudrehen und/ oder abzuspulen, ihn dann nicht beachten und warten bis er wieder klar im Kopf ist und zurück ins Gespräch kommt, dann kannst du ihm nochmal erklären was du möchtest.
Ruhiges Verhalten immer ruhig stimmlich bestätigen.
Am besten ohne Leckerlies arbeiten und nur mit ruhiger verbaler Bestätigung währenddessen da Leckerlies hochpushen.
Wenn du fertig bist mit der Einheit kannst du dann zum Abschluss auch nen Leckerlie geben.
Hütis sind so Arbeitssuchtis das die sich normal so schon freuen zu arbeiten, Leckerlies sind da zu viel des guten.
Generell grad was draußen angeht sowohl Ruhe, Konzentration und mehr Fokus auf mich statt Umwelt Scan hab ich hinbekommen indem ich ihm mehr Führung und Sicherheit gegeben hab.
In der Welpenzeit hatte ich leider typische Anfängerfehler gemacht wodurch ich ihm beigebracht habe das er verantwortlich ist.
Dadurch war er dann auch total im Außen, meinte alles zu regeln, hat vermeindlich nicht gehört und war mit der ganzen Verantwortung völlig überfordert wodurch er reaktiv, stressig und hibbelig wurde.
Vorallem arbeite ich nach Katrin Scholz, Dog University und Dog Life Coaching, also über Raumverwaltung und soziales Miteinander möglichst wie Hunde miteinander kommunizieren.
Seit ich das angefangen hab ist er ruhiger und entspannter geworden, hört mehr zu und ist mehr bei mir und mit mir, statt direkt alles selbst zu regeln fragt er nach und holt sich bei mir Hilfe statt sich in Überforderung zu stürzen und ich fühle unsere starke Bindung umso mehr.
Grad auch nach dem letzten Hundekongress konnte ich wieder viel mit nehmen, grad von Katrin Scholz.
Ich hab ihm draußen jetzt explizit den Raum hinter mir zugeteilt um ihn mehr aus dem verantwortlich fühlen rauszuholen und anfangs hat er natürlich sehr nachgefragt weil ich ihm erstmal zeigen musste das ich kompetent führen kann, aber seitdem nochmal n ganz anderer Hund.
Nicht mehr reaktiv, gestresst und ich kann ganz fein mit ihm kommunizieren weil er bei mir ist und zuhört.
Immer wieder hab ich gelernt das hier Führung und Sicherheit unser Schlüssel für unseren Probleme war.
Hütis neigen halt eh dazu sich verantwortlich zu fühlen, wenn man sie dann sich selbst überlässt reißen sie alles an sich und überfordern komplett.
Was auch noch hilft, weg von dem "der Hund muss aber dies und das", das erzeugt Druck und darauf reagieren die total allergisch.
Bei mir wars ja sehr schwer von diesem Mindset abzulassen weils für mich halt auch überlebenswichtig ist das mein Assistenzhund halt gewissermaßen auch funkionieren muss, aber genau diese Gefühle hatten ihn noch mehr weggedrückt, er ging noch mehr ins Außen, Scannen, kontrollieren und absichern und ich wurde frustriert und sauer.
Vielleicht kennst du sowas ja auch, oder andere die mitlesen... daher wollte ich das nochmal mitgeben.
Das sind so vermeindliche Kleinigkeiten und machen einfach suuuper viel aus.