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Verfasser
Daniel
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Anzahl der Antworten 5
heute 10:28

Junghund beißt bzw. zwickt in die Ferse/Wade

Hallo zusammen und einen schönen Sonntag.
Wir haben seid 3 Wochen einen kleinen Havanesen, knapp 6 Monate alt, und seit etwa einer Woche zwickt oder beißt er meiner Frau in die Ferse/Wade.
Da es meist dann passiert wenn er aufgedreht ist und spielen möchte haben wir es versucht sofort das Spielen zu unterbrechen und weg zu gehen allerdings ohne Erfolg denn er rennt hinterher und macht weiter. Da er sich meine Frau als Bezugsperson ausgesucht hat kann sie auch nicht mal den Raum verlassen ohne das dann gleich das jaulen und bellen anfängt.
Ich weiß das der kleine noch viel Zeit benötigt um sich an alles zu gewöhnen aber gibt es nicht eine Möglichkeit ihm schon jetzt das beißen abzugewöhnen?
Vielen Dank im voraus
und einen schönen Sonntag
 
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Tina
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heute 08:39
Ich denke man muss hier zwei Themen differenziert betrachten:

1. Das Beissen nach dem Spielen: hierbei handelt es sich um ein völlig hochgedrehtes Nervensystem. Das Wegehen bringt nichts, da ein solches gereiztes Nervensystem durch Bewegung getriggert wird.

2. Das Weggehen der Bezugsperson: da Spielen vermutlich Trennungsangst und Kontrollverlust eine Rolle. Vermutlich aus Unsicherheit.

Hier liegen nach der ersten Schilderung einige Probleme vor. Primär würde ich mich zu erst um das belastende Nervensystem kümmern. Da er bereits beisst, muss man das zwingend vor Ort anschauen. Ihr braucht einen guten Trainer. Wichtig bei der Trainerwahl: keine Symptombehandlung durch räumliche Begrenzung, das erhöht den Frust. Passende Auslastung und genauer Erklärung vor Trainingsbeginn.

Es schwingt auch im Text mit, dass ihm keine Grenzen gesetzt wurden, das wäre typisch. Nach ca. drei Wochen kommt ein unsicherer Hund an und testet seine Grenzen.
 
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Petra
heute 08:30
Wenn er diese Verhalten in einen Moment zeigt, wo längere Zeit davor schon mit ihm gespielt wurde,
Dann ggf. Das Spiel schon etwas früher beenden. Je müder der kleine, desto stärker beißt er und um so mehr dreht er auf.
Vielleicht würde es helfen sein „Spiel“ umzulenken.
Deine Frau weiß ja nun schon das er dieses Verhalten nach gewissen Routinen zeigt. Wenn der Jungspund wieder an ihre Beine will ggf schnell ein kleines Stück getrockneten Pansen…. Irgendwelche kausticks anbieten. Das ist als Ablenkung/ bzw. Umlenkung gedacht. Dabei ruhig bleiben, nicht laut werden. Kann natürlich sein, das ihm dies nicht interessiert, da müsst ihr etwas kreativ werden.
Bei meinem Rüden war es auf dem Spaziergang immer so extrem.
Er lies sich nicht umlenken.
Er fand es toll, an den Hosenbeinen oder an der Leine zu ziehen. Es ging ihm darum, sich da voll rein zu stemmen und anzuziehen. Hab dann einfach immer die Leine losgelassen. An den Beinen hab ich meine alten Reitchaps nur bisschen mit Klett befestigt, so das er die runter reißen konnte. Er ist dann damit abgestaubt wie ein König. Tragen oder klauen fand er dann aber nicht so lustig, da eben auch keine Reaktion von mir kam. Das Problem war dann recht schnell erledigt.
Also auch überlegen, worum es euren Junghund bei dem Verhalten überhaupt geht.
Viel Spaß mit ihm weiterhin!
 
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Claudia
heute 08:34
An was soll er sich denn gewöhnen? Ja!! ☺️ an eure Regeln.
Und eine davon ist: Nicht beißen! Klar sollt ihr ihm direkt Grenzen setzen.

Dazu braucht es etwas mehr Infos. Was kann er schon? Wo kommt er her/was hat er erlebt? Ist das euer erster Hund?

Ihr braucht ein klares Abbruchsignal. Das kann man auch mit einer Hausleine verstärken.
Ich bin aber für die Variante, erstmal zu schauen, wann er das konkret macht und diese Situation für ihn langsam aufzulösen. Z.b das Spiel. Ein abruptes Ende führt zu Frust. Es gilt, das Erregungslevel langsam runterzufahren. Spielen, massieren/kuscheln, hinlegen, etwas kauen.

Ihr bestimmt, wann gespielt wird. Aber ich finde es auch wichtig, dem Bedürfnis des Hundes gerecht zu werden.
Ihr steigt also nicht in das Spiel des Hundes ein, sondern überlegt euch, was ihr machen möchtet. Ein bisschen was trainieren, ein kleines Schnüffelspiel, ein bisschen zergeln. Das ist Qualitätszeit und dabei geht es nicht um die Länge, sondern darum, dass der Hund eure volle Aufmerksamkeit bekommt. Danach ist erstmal Ruhe.
 
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Tina
heute 08:39
Ich denke man muss hier zwei Themen differenziert betrachten:

1. Das Beissen nach dem Spielen: hierbei handelt es sich um ein völlig hochgedrehtes Nervensystem. Das Wegehen bringt nichts, da ein solches gereiztes Nervensystem durch Bewegung getriggert wird.

2. Das Weggehen der Bezugsperson: da Spielen vermutlich Trennungsangst und Kontrollverlust eine Rolle. Vermutlich aus Unsicherheit.

Hier liegen nach der ersten Schilderung einige Probleme vor. Primär würde ich mich zu erst um das belastende Nervensystem kümmern. Da er bereits beisst, muss man das zwingend vor Ort anschauen. Ihr braucht einen guten Trainer. Wichtig bei der Trainerwahl: keine Symptombehandlung durch räumliche Begrenzung, das erhöht den Frust. Passende Auslastung und genauer Erklärung vor Trainingsbeginn.

Es schwingt auch im Text mit, dass ihm keine Grenzen gesetzt wurden, das wäre typisch. Nach ca. drei Wochen kommt ein unsicherer Hund an und testet seine Grenzen.
 
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Daniel
heute 09:56
Ja die Attacken kommen direkt nach dem Spaziergang oder wenn sie sich im Bad fertig machen möchte allerdings auch einfach aus dem nichts nach einem Nickerchen oder so.
Er kommt von einer Züchterin die mehrere Hunde hat mit denen er ausgiebig rumtollen konnte. Und er war sehr auf seine Mutter fixiert ohne ihr ging er nirgends hin.
 
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Petra
heute 10:28
Ja die Attacken kommen direkt nach dem Spaziergang oder wenn sie sich im Bad fertig machen möchte allerdings auch einfach aus dem nichts nach einem Nickerchen oder so. Er kommt von einer Züchterin die mehrere Hunde hat mit denen er ausgiebig rumtollen konnte. Und er war sehr auf seine Mutter fixiert ohne ihr ging er nirgends hin.
Vielleicht auch Rituale aufbauen, z.b. nach dem Spaziergang bekommt er sein Futter. Dann ist er also auf sein Futter fixiert und frisst erstmal. Ggf. Hat er danach selbst das Bedürfnis sich hinzulegen. Aber da kann man echt nur ausprobieren, da jeder Hund eben anders tickt.
Ich bezweifle das Abbruchsignale da schnell Abhilfe schaffen. Diese müssen eben auch aufgebaut werden und wenn der Hund nun mal Flausen im Kopf hat und nicht auf sein abbruchsignal hört, was kommt dann?
Wenn du ein Abbruchsignal verwendest, dann muss es so fest sitzen, dass er es in dem Moment durchführen kann. Ist das nicht der Fall, nimmt er dich nicht ernst und du „verbrauchst“ dieses „Kommando“.
Entweder du setzt es dann mit Gewalt um, wovon ich definitiv abraten würde! Oder er weiß eben, ist nicht so ernst gemeint.
Eher dann mal so agieren, dass er z.b. das Bad nicht betreten darf. An der Tür kann man ihn gut begrenzen, und wenn er dann draußen wartet auch wieder gut belohnen.