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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 21. Dez.

Intrinsische Motivation - Leinenführigkeit?

Hallo liebe Hundemenschen, Ich bin durch einen anderen Thread darauf gestoßen, dass man Leinenführigkeit mittels intrinsischer Motivation beibringen kann. Intrinsische Motivation bedeutet das es der Hund von sich aus macht, es macht ihm Spaß und führt es für sich bzw. sein Wohlbefinden aus. Also zum Beispiel ist bei meinem Münsterländer das Jagen eine intrinsische Motivation, die ich mir für die Arbeit zunutze mache. Ich trainiere viel mit meinen Hunden und natürlich auch die Leinenführigkeit. In aller Regel machen das meine Hunde aber nicht aus eigener intrinsische Motivation. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich die Jahre falsch gemacht habe, dass meine Hunde anscheinend nicht aus intrinsischer Motivation neben mir her spazieren. Habt ihr eine Idee wie man das aufbaut, dass er Hund das aus intrinsischer Motivation macht? Ist dies überhaupt möglich?
 
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Sigi
19. Dez. 17:12
Es kommt auf die Gruppe an bzw. auf das Rudel selber. Nicht jedes Rudel ist glücklich über einzelne Rudelmitglieder. Nicht jeder Hund passt auch in jedes Rudel. Es gibt Rudel da werden alte Hunde zerfetzt, dann gibt es Rudel wo drauf aufgepasst wird. Es gibt Mutter und Tochter Konstellation die gar nicht funktionieren und es gibt welche die wunderbar funktionieren.
Nein!Sorry! So war das nicht gemeint.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 17:16
Nein!Sorry! So war das nicht gemeint.
Ja doch weil ja deine Frage u.a. ob Hunde sich an Gruppenmitglieder orientieren oder am Menschen etc. 😊
Deswegen schrieb ich kommt auf das Rudel an.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 17:24
Nunja nicht ganz. Es gibt ja auch unterschiedliche Charaktere.
 
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Sigi
19. Dez. 17:28
Ich beschreibe mal die zusammen führung von Snow und meiner Katze 😁.
Also Snow und Katze habe ich ohne einwirkung von mir(keine Leckerlies,bestrafung,wegschicken, etc) einfach machen lassen. Beide haben ihr verhalten hinsichtlich vertragen intrinsisch geändert? Verstehen sich seitdem sehr gut.
Soweit so gut.
Dann müsste Snow ja von sich aus gelernt haben sich katzen dem entsprechend zu nähern (kein Stress). Ist aber bei fremden katzen nicht so.
Oder hab ich da wieder nen denkfehler?
 
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Sigi
19. Dez. 17:37
Ja doch weil ja deine Frage u.a. ob Hunde sich an Gruppenmitglieder orientieren oder am Menschen etc. 😊 Deswegen schrieb ich kommt auf das Rudel an.
Es war die frage eines rudels (3 Hunde die sich vertragen ) im gleichen HAUSHALT ob diese sich am menschen (wegen sicherheit/orientierung) oder am charkter des Hundes der sich nicht entfernt intrinsisch orientieren und deshalb in der nähe bleiben.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 17:55
Es war die frage eines rudels (3 Hunde die sich vertragen ) im gleichen HAUSHALT ob diese sich am menschen (wegen sicherheit/orientierung) oder am charkter des Hundes der sich nicht entfernt intrinsisch orientieren und deshalb in der nähe bleiben.
Also ich kann dir von meinem Rudel berichten und ich habe es mit der intrinsisch Methode gemacht. Sprich mein "Erziehung"
Ich habe 2 typische Alpha Mädels und 1 die einfach eher so der "Mitläufer" ist.
Die erste Alpha war schon immer vom Typ eine die gerne einen großen Radius hatte. Da war sie noch Einzelhund. Sie läuft auch gerne direkt hinter mir. Behält gerne alles im Blick. Bis zum 6 Lebensjahr war sie "alleine" dannach folgte ein "nicht Alpha", der allerdings sich eher weniger an ihr orientierte, obwohl es sogar ihr Mutter ist, sondern eher an mit. Ihr ist auch z.b. egal ob die anderen beiden da sind oder nicht. Sie ist allgemein mit alles und jedem kompatibel und macht ihr Ding im Hintergrund. Sie hängt eher wie ein Klette an meinem Bein, statt sich mit anderen zu beschäftigten. Kein großes Interesse.
Die "2 Alpha" hat einen kleineren Radius wie die erste. Sie orientiert sich stark an mir behält aber trotzdem alles im blick. Sie läuft auch schonmal gerne vor, aber in der Regel geht Sie direkt am Fuß oder hinten, wie die erste Alpha.Sie hält auch u.a. das Rudel zusammen.
Wenn jemand fehlt wird gewartet. Im Grunde genommen hat keiner von 3 ein großen Radius und jedem fällt direkt auf wenn ich nur stehen bleibe und nicht mehr weiter laufe. Dann kommen sie direkt ohne zu rufen. Es ist auch egal wie weit weg sie sind.
Die 3 haben eine klare Struktur auch wie sie agieren, wenn sie zusammen agieren. Ob es splitten ist oder abschirmen. Die machen es als hätten sie es schon 366434 mal getan und das obwohl die Situation komplett anders ist. Hier orientieren sie sich an Rudelmitgliedern.

Also Situationsbedingt, aber ein Rudel sollte sich immer am Besitzer orientieren, weil hier viel Dynamik sein kann. Die muss man bei der Mehrhundehaltung lernen zu führen und auch zu kontrollieren.

Bei Besuchshunden Zuhause die sie nicht so gut kennen, gibt es von mir eine Einleitung, weil sie alle sehr territorial sind und es wird akzeptiert und auch nicht mehr kontrolliert.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 18:02
Das kann ich nicht unterschreiben. Ich hatte früher oft Hunde zur Pflege, von Tagesgästen über Urlaube, zur Ausbildung oder aus dem Tierschutz. Ich war dann oft mit 6 - 8 Hunden unterwegs. Im Freilaufgelände konnte man gut das beobachten, was ich Hundehunde und Menschenhunde nenne. Die Hundehunde orientieren sich an an den anderen Hunden. Beim Schnüffeln wie beim Zurückkommen. Die Menschenhunde orientierten sich von gleich an an mir. Und dann gibt es noch ganz seltene Einmenschenhunde. Die wollen beides nicht und kein Teil der Gruppe sein. Die bleiben für sich und harren darauf, von IHREM Menschen wieder abgeholt zu werden.
 
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Sigi
19. Dez. 18:05
Also ich kann dir von meinem Rudel berichten und ich habe es mit der intrinsisch Methode gemacht. Sprich mein "Erziehung" Ich habe 2 typische Alpha Mädels und 1 die einfach eher so der "Mitläufer" ist. Die erste Alpha war schon immer vom Typ eine die gerne einen großen Radius hatte. Da war sie noch Einzelhund. Sie läuft auch gerne direkt hinter mir. Behält gerne alles im Blick. Bis zum 6 Lebensjahr war sie "alleine" dannach folgte ein "nicht Alpha", der allerdings sich eher weniger an ihr orientierte, obwohl es sogar ihr Mutter ist, sondern eher an mit. Ihr ist auch z.b. egal ob die anderen beiden da sind oder nicht. Sie ist allgemein mit alles und jedem kompatibel und macht ihr Ding im Hintergrund. Sie hängt eher wie ein Klette an meinem Bein, statt sich mit anderen zu beschäftigten. Kein großes Interesse. Die "2 Alpha" hat einen kleineren Radius wie die erste. Sie orientiert sich stark an mir behält aber trotzdem alles im blick. Sie läuft auch schonmal gerne vor, aber in der Regel geht Sie direkt am Fuß oder hinten, wie die erste Alpha.Sie hält auch u.a. das Rudel zusammen. Wenn jemand fehlt wird gewartet. Im Grunde genommen hat keiner von 3 ein großen Radius und jedem fällt direkt auf wenn ich nur stehen bleibe und nicht mehr weiter laufe. Dann kommen sie direkt ohne zu rufen. Es ist auch egal wie weit weg sie sind. Die 3 haben eine klare Struktur auch wie sie agieren, wenn sie zusammen agieren. Ob es splitten ist oder abschirmen. Die machen es als hätten sie es schon 366434 mal getan und das obwohl die Situation komplett anders ist. Hier orientieren sie sich an Rudelmitgliedern. Also Situationsbedingt, aber ein Rudel sollte sich immer am Besitzer orientieren, weil hier viel Dynamik sein kann. Die muss man bei der Mehrhundehaltung lernen zu führen und auch zu kontrollieren. Bei Besuchshunden Zuhause die sie nicht so gut kennen, gibt es von mir eine Einleitung, weil sie alle sehr territorial sind und es wird akzeptiert und auch nicht mehr kontrolliert.
Danke für die Antwort. Ich denke immer noch das es eine mischung der beiden Methoden ist. Ich lese trotzdem weiter aufmerksam mit.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 18:07
Also ich kann dir von meinem Rudel berichten und ich habe es mit der intrinsisch Methode gemacht. Sprich mein "Erziehung" Ich habe 2 typische Alpha Mädels und 1 die einfach eher so der "Mitläufer" ist. Die erste Alpha war schon immer vom Typ eine die gerne einen großen Radius hatte. Da war sie noch Einzelhund. Sie läuft auch gerne direkt hinter mir. Behält gerne alles im Blick. Bis zum 6 Lebensjahr war sie "alleine" dannach folgte ein "nicht Alpha", der allerdings sich eher weniger an ihr orientierte, obwohl es sogar ihr Mutter ist, sondern eher an mit. Ihr ist auch z.b. egal ob die anderen beiden da sind oder nicht. Sie ist allgemein mit alles und jedem kompatibel und macht ihr Ding im Hintergrund. Sie hängt eher wie ein Klette an meinem Bein, statt sich mit anderen zu beschäftigten. Kein großes Interesse. Die "2 Alpha" hat einen kleineren Radius wie die erste. Sie orientiert sich stark an mir behält aber trotzdem alles im blick. Sie läuft auch schonmal gerne vor, aber in der Regel geht Sie direkt am Fuß oder hinten, wie die erste Alpha.Sie hält auch u.a. das Rudel zusammen. Wenn jemand fehlt wird gewartet. Im Grunde genommen hat keiner von 3 ein großen Radius und jedem fällt direkt auf wenn ich nur stehen bleibe und nicht mehr weiter laufe. Dann kommen sie direkt ohne zu rufen. Es ist auch egal wie weit weg sie sind. Die 3 haben eine klare Struktur auch wie sie agieren, wenn sie zusammen agieren. Ob es splitten ist oder abschirmen. Die machen es als hätten sie es schon 366434 mal getan und das obwohl die Situation komplett anders ist. Hier orientieren sie sich an Rudelmitgliedern. Also Situationsbedingt, aber ein Rudel sollte sich immer am Besitzer orientieren, weil hier viel Dynamik sein kann. Die muss man bei der Mehrhundehaltung lernen zu führen und auch zu kontrollieren. Bei Besuchshunden Zuhause die sie nicht so gut kennen, gibt es von mir eine Einleitung, weil sie alle sehr territorial sind und es wird akzeptiert und auch nicht mehr kontrolliert.
Das hast du sehr gut beschrieben, deckt sich mit meinen Erfahrungen. Allerdings sehe ich die intrinsische Motivation tatsächlich nur als ein Teil des Puzzles. Ich setze situativ ebenso Stimme, Futter, Spiel, Körpersprache etc. ein. Je nach dem. Daher finde ich den Vergleich von Joe Cool mit dem Mischpult so gut.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 18:18
Du sprichst hier von einer Form von Blocken oder nicht? Das ist in meinen Augen etwas anderes als unabhängig vom Hund auf- und abzulaufen 🤔
Ich hatte das aus der Formulierung der Beitragserstwllerin so interpretiert