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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 21. Dez.

Intrinsische Motivation - Leinenführigkeit?

Hallo liebe Hundemenschen, Ich bin durch einen anderen Thread darauf gestoßen, dass man Leinenführigkeit mittels intrinsischer Motivation beibringen kann. Intrinsische Motivation bedeutet das es der Hund von sich aus macht, es macht ihm Spaß und führt es für sich bzw. sein Wohlbefinden aus. Also zum Beispiel ist bei meinem Münsterländer das Jagen eine intrinsische Motivation, die ich mir für die Arbeit zunutze mache. Ich trainiere viel mit meinen Hunden und natürlich auch die Leinenführigkeit. In aller Regel machen das meine Hunde aber nicht aus eigener intrinsische Motivation. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich die Jahre falsch gemacht habe, dass meine Hunde anscheinend nicht aus intrinsischer Motivation neben mir her spazieren. Habt ihr eine Idee wie man das aufbaut, dass er Hund das aus intrinsischer Motivation macht? Ist dies überhaupt möglich?
 
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Katrin
14. Dez. 20:07
Unterschiedlich. Seine Reaktionen sind da nicht konsistent und situations- und verfassungsabhäbgig. Das macht es zusätzlich schwieriger, adäquat zu reagieren.
Durfte er sich mal mit dem Skateboard selber beschäftigen?
 
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Dogorama-Mitglied
14. Dez. 20:12
Durfte er sich mal mit dem Skateboard selber beschäftigen?
Ein bisschen. Unseres stand rum, war ihm egal.

Er durfte die von Skatern angucken und in den Mund nehmen (aufgeregt)

Er ist mal vor lauter Aufregung auf eines raufgehopst und ein Stückchen gerollt.

Aber nichts davon ist vergleichbar damit, dass eines auf der Gasse einfach auftaucht.
Das muss man anders nachbauen.
 
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Katrin
14. Dez. 20:18
Hast du das Teil mal daheim mit in den Alltag eingebaut um zu schauen wie er reagiert? Wenn selber skaten nicht dein Ding ist wie wäre es wenn du es als ,,Servierwagen" für ihn benutzt oder andere Dinge immer mal ganz selbstverständlich damit durch die Gegend schiebst. Im besten Fall siegt die Neugierde und er realisiert das es nix aufregendes ist.
 
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Dogorama-Mitglied
14. Dez. 21:32
Hast du das Teil mal daheim mit in den Alltag eingebaut um zu schauen wie er reagiert? Wenn selber skaten nicht dein Ding ist wie wäre es wenn du es als ,,Servierwagen" für ihn benutzt oder andere Dinge immer mal ganz selbstverständlich damit durch die Gegend schiebst. Im besten Fall siegt die Neugierde und er realisiert das es nix aufregendes ist.
Ich hab es ein paar Wochen immer mal rumgeschoben, bin selbst ein bisschen drauf gerollt, hab es stehen lassen.
Tw schon etwas aufgeregt, aber kein grosses Thema.

Ist halt was völlig anderes als auf der Strasse.
 
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Kirsten
14. Dez. 22:01
Die entscheidende Frage ist, ob die Aussage eine bereits vorhandene intrinsische Motivation begleitet oder ob sie selbst das Verhalten auslöst. ☺️ Das ist in dem Kontext sehr schwierig zu beurteilen. Mich würde also interessieren ob deine Hündin auch ohne deine Aussage genau dieselbe Reaktion gezeigt hätte. Vielleicht kannst du das ja in einem ähnlichen Szenario mal ausprobieren? ☺️
Es in einem ähnlichen Szenario ist sehr schwierig, die Situation war schon sehr speziell 😅
So eine skeptische Haltung ist sehr selten. Mir fällt jetzt spontan nichts ein, was wir für so eine Reaktion aufsuchen könnten.

Vermutlich auch ein bisschen der Tatsache geschuldet gewesen, dass das „Tier“ dort völlig steif steht und in unsere Richtung schaut.

Wenn du genau hinschaust, siehst du das Mira einen Meidebogen (ähnliche wie bei einer Hundebegegnung), um den Blickbereich des Skulpturentieres herumläuft und sich dabei noch rückversichert, dass das Nashorn nicht dazukommt.

Die schließt hier aus, dass sie von den Viechern in irgendeiner Form adressiert wird. Sowas haben wir im Alltag einfach nicht 😅

Aber ja, ich bin mir sehr sicher, dass meine Hündin ohne mein Handeln genau so den Wunsch gehabt hätte es zu untersuchen. Die muss es immer ganz genau wissen 😅 für Habituation bräuchte sie mich nicht.
Sie hätte aber eigentlich mehr Zeit benötigt, um sich damit ausreichend auseinander zu setzen, ich denke, das sieht man auch.
 
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Dogorama-Mitglied
14. Dez. 22:08
Ich glaube, das ist bei mir ähnlich. Ich hab keine Go-to Reaktion, auf die ich ohne lang zu überlegen zurückgreifen könnte. Ich hab diesbezüglich schon so viel probiert, vieles davon war scheisse, manches schien zu helfen und dann auch wieder nicht. Ich bin planlos, vor allem weil er tw wirklich extrem reagiert. Und dann gibt's halt auch Anderes mit ihm zu tun, da rückt Skateboard tw wieder in den Hintergrund. Kann ihn ja auch nicht permanent bearbeiten.
Das kontextbezogene Lernen funktioniert besonders gut, wenn der Kontrast zwischen den Kontexten stark genug ist. Entsprechend würde ich dir keine Lösung empfehlen, die dem Trainingsmodus zu ähnlich ist, da es den Trainingsfortschritt sonst erschweren kann.

Eine Möglichkeit ist, im Alltag eine klare Einstellung zu etablieren, die ausschließlich dem Management dient: keine großen Erwartungen, kein aktives Training, sondern ein Modus, in dem du sein Verhalten weitgehend akzeptierst.

Als andere Möglichkeit könntest du im Alltag auf stark kontrastierende, extrinsische Lösungen setzen, beispielsweise Leckerlis, um den Hund in problematischen Situationen zu motivieren. Auf die Idee kam ich, weil du sagtest, dass du beides grundsätzlich gerne kombinierst.
Das erlaubt dir, im Alltag mit klaren Signalen, Belohnungen und Management-Maßnahmen zu arbeiten, während das Training auf die intrinsische Motivation fokussiert bleibt.

Es gibt sicherlich noch mehr Möglichkeiten. Ich würde mich aber wirklich darauf konzentrieren möglichst gute Trainingssession hinzubekommen und mich gar nicht so am Alltag aufhalten. Das ist quasi nur ein Mittel zum Zweck.
 
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Dogorama-Mitglied
14. Dez. 22:13
Es in einem ähnlichen Szenario ist sehr schwierig, die Situation war schon sehr speziell 😅 So eine skeptische Haltung ist sehr selten. Mir fällt jetzt spontan nichts ein, was wir für so eine Reaktion aufsuchen könnten. Vermutlich auch ein bisschen der Tatsache geschuldet gewesen, dass das „Tier“ dort völlig steif steht und in unsere Richtung schaut. Wenn du genau hinschaust, siehst du das Mira einen Meidebogen (ähnliche wie bei einer Hundebegegnung), um den Blickbereich des Skulpturentieres herumläuft und sich dabei noch rückversichert, dass das Nashorn nicht dazukommt. Die schließt hier aus, dass sie von den Viechern in irgendeiner Form adressiert wird. Sowas haben wir im Alltag einfach nicht 😅 Aber ja, ich bin mir sehr sicher, dass meine Hündin ohne mein Handeln genau so den Wunsch gehabt hätte es zu untersuchen. Die muss es immer ganz genau wissen 😅 für Habituation bräuchte sie mich nicht. Sie hätte aber eigentlich mehr Zeit benötigt, um sich damit ausreichend auseinander zu setzen, ich denke, das sieht man auch.
Es gibt Menschen die solche Tierskulpturen im Garten haben - zumindest gibt es die bei meine Eltern. 😃
Damit haben wir auch schon geübt, weil die offenbar in der Dämmerungszeit sehr gruselig aussehen - sagt Bathilda! 😁
Besonders die Löwen. 🦁
 
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Dogorama-Mitglied
14. Dez. 22:26
Ich hab es ein paar Wochen immer mal rumgeschoben, bin selbst ein bisschen drauf gerollt, hab es stehen lassen. Tw schon etwas aufgeregt, aber kein grosses Thema. Ist halt was völlig anderes als auf der Strasse.
Ich kann mir vorstellen, es ist auch das typische Rollgeräusch das ihn fuchst. Eine Idee wäre, auch wenn es dämlich aussieht, euer Board an einer Leine mit zum Gassi zu nehmen. In der Bude kennt er es ja schon, draußen rollt und klingt es anders. Weiteres Vorgehen je nach Reaktion... Zweite Idee, Reizüberflutung. Such einen Skatepark in deiner Stadt und setz dich mit ihm da hin. Verhalte dich neutral. Ich glaube, das wäre quasi der hier beschriebene Rahmen, nur eben IN der Stresslage. Weiteres Vorgehen auch hier je nach Reaktion, aber Achtung. Das ist nicht ohne. Das würde ICH so machen, bei meinem Hund und weil ich es mir zutraue den Hund da auch im Zweifel wieder rauszuholen.
 
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Kirsten
14. Dez. 22:35
Es gibt Menschen die solche Tierskulpturen im Garten haben - zumindest gibt es die bei meine Eltern. 😃 Damit haben wir auch schon geübt, weil die offenbar in der Dämmerungszeit sehr gruselig aussehen - sagt Bathilda! 😁 Besonders die Löwen. 🦁
Ich kenne leider keine Leute die sich sowas in den Garten stellen 😅
 
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Kirsten
14. Dez. 23:11
Was eigentlich meine Frage war:
Wann kann man das gesprochene Wort als Kommunikation deklarieren und wann läuft es eher unter extrinsisch?

Du schriebst zuvor einmal extrinsisch ungleich Kommunikation

Mir geht es hier nicht um Wortklaubereien und ich will auch niemanden ärgern.
Vielleicht könntest du ein paar Beispiele für Kommunikation geben. Also wenn du Zeit und Lust hast natürlich ☺️
Ich denke, dass würde mir sehr helfen.

Ich habe es bis jetzt so verstanden, dass man sich generell eher zurückhält und den Hund machen lässt. Für mich passt Kommunikation nicht so ganz darein.

Ich dachte ich hab’s verstanden und seitdem hab ich wieder viele Fragezeichen über dem Kopf 🤭