Gewöhnung trifft es aber nicht, find ich. Der Prozess ist viel komplexer.
Ich würde eher sagen, dass sie Selbstregulation gelernt hat,indem Handlungen eingebettet in eine wohlige Atmosphäre mit positiven Emotionen verknüpft oder konnotiert wurden.
Meine Hündin wurde nicht desensibilisiert, sondern sie erlernte neue Umgangsformen mit den Hühnern.
Ok...Maike hatte gesagt, es ist vom Lernprinzip her Gewöhnung...
Ich glaube, man muss hier unterscheiden, zwischen den äußeren Bedingungen, die du kreiert hast (wohlig, positiv etc) und den inneren Abläufen im Hund (extrem aufgeregt).
Und wahrscheinlich auch zw der von dir geschaffenen Atmosphäre (wohlig, positiv) und deiner Handlung (einschränkend).
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Bedingungen und die Atmosphäre im Laufe der Zeit wohlig und positiv (beruhigend) auf den Hund eingewirkt haben, aber ob er es während des Prozesses durchgängig als wohlig und positiv empfunden hat, in hoher Erregung davon abgehalten zu werden, daß zu tun, was er eigentlich wollte, müsste in Frage gestellt werden dürfen.
Versteh mich nicht falsch, ich kritisiere das nicht, ich bin auch der Meinung, dass im Leben nicht immer Alles stressfrei ablaufen kann.
Ich will nur detaillierter verstehen, um zu wissen, was aus Hundesicht abläuft.
Weil nur weil wir denken, dass etwas rein positiv ist, muss das Gegenüber das nicht genauso empfinden.