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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 21. Dez.

Intrinsische Motivation - Leinenführigkeit?

Hallo liebe Hundemenschen, Ich bin durch einen anderen Thread darauf gestoßen, dass man Leinenführigkeit mittels intrinsischer Motivation beibringen kann. Intrinsische Motivation bedeutet das es der Hund von sich aus macht, es macht ihm Spaß und führt es für sich bzw. sein Wohlbefinden aus. Also zum Beispiel ist bei meinem Münsterländer das Jagen eine intrinsische Motivation, die ich mir für die Arbeit zunutze mache. Ich trainiere viel mit meinen Hunden und natürlich auch die Leinenführigkeit. In aller Regel machen das meine Hunde aber nicht aus eigener intrinsische Motivation. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich die Jahre falsch gemacht habe, dass meine Hunde anscheinend nicht aus intrinsischer Motivation neben mir her spazieren. Habt ihr eine Idee wie man das aufbaut, dass er Hund das aus intrinsischer Motivation macht? Ist dies überhaupt möglich?
 
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Dogorama-Mitglied
11. Dez. 13:13
Ich weiß wo ihr seid. Ich lese aufmerksam Maikes Beträge. Du wirst mir ganz bestimmt nicht vorschreiben, wann ich schreibe und was ich schreibe 😂
Hä...? Seit wann ist "du kennst gerne" eine Vorschrift?

Mir geht auch wirklich so garnix ab, wenn du nicht mitmachst.
 
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Steffi
11. Dez. 13:16
Ja das muss ich überlesen haben. Dennoch bin ich überzeugt, dass die versammelte Garde der interdisziplinären Systemtheoretiker besser beurteilen kann, ob sie übertragbar ist, als eine 29 Psychologin.
Da die versammelte Garde hier nicht anwesend ist, wäre das doch ein schönes Schlusswort zum Thema genaue Definition😀
 
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Dogorama-Mitglied
11. Dez. 13:22
Da die versammelte Garde hier nicht anwesend ist, wäre das doch ein schönes Schlusswort zum Thema genaue Definition😀
Ich denke, das ist an Maike zu entscheiden, nicht an uns.

Aber von mir aus gerne.

Ich find's ein bisschen schade, dass der Themenkomplex hier kaum jemanden zu interessieren scheint. Ich finde den sooooo sauspannend...aber wahrscheinlich bin ich da halt ein arger Nerd
 
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Babs
11. Dez. 13:31
Gerne würde ich wieder das eigentliche Thema aufgreifen, da ich die Thematik der intrinsischen Motivation in Bezug auf die Leinenführigkeit sehr interessant finde und ich es sehr schade fände, wenn dieser Thread geschlossen werden würde 😒
 
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Dogorama-Mitglied
11. Dez. 14:06
Jetzt kann ich dir nichtmehr folgen...sich für die Erkenntnisse von renomierten Wissenschaftlern zu interessieren und sich auf selbige zu berufen, ist plötzlich ein Disqualifizierungsgrund??? Ausserdem hast du dich bisher nicht an meiner Übertragung des systemischen Prinzips gestört, sondern grundsätzlich an der Übertragung. Auf Wikipedia hab ich verwiesen, weil es in dem Fall das Thema ok zusammenfasst und einige der relevanten interdisziplinären Player nennt. Aber auch du kannst dich gerne in die Originalwerke dieser Geistesgrössen vertiefen und dann deren Nachfolgern erklären, dass sie unfundiert, vereinfachend und respektlos arbeiten.
Ich bevorzuge die Originalwerke und kenne keine Zusammenfassung, die deinen Aussagen entspricht – aber vielleicht findest du ja etwas bei Wikipedia, das deinen Standpunkt sichert. Du hast von Anfang an versucht, den Fokus von der systemischen Familientherapie auf „systemische Ansätze“ umzulenken, weil du offenbar selbst keine fundierte Idee hast, wie man diese tatsächlich auf Hunde übertragen könnte. Letztlich wirkt das alles nur wie der Versuch, groß aufzutrumpfen mit großen Geistern, ohne wirklich Substanz dahinter.
 
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Dogorama-Mitglied
11. Dez. 14:12
Ich denke, das ist an Maike zu entscheiden, nicht an uns. Aber von mir aus gerne. Ich find's ein bisschen schade, dass der Themenkomplex hier kaum jemanden zu interessieren scheint. Ich finde den sooooo sauspannend...aber wahrscheinlich bin ich da halt ein arger Nerd
Du kannst ja deinen eigenen Thread dazu eröffnen. Da gehört dann die Bühne ganz Dir und deinen Ansätzen.
 
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Dogorama-Mitglied
11. Dez. 14:25
Ich bevorzuge die Originalwerke und kenne keine Zusammenfassung, die deinen Aussagen entspricht – aber vielleicht findest du ja etwas bei Wikipedia, das deinen Standpunkt sichert. Du hast von Anfang an versucht, den Fokus von der systemischen Familientherapie auf „systemische Ansätze“ umzulenken, weil du offenbar selbst keine fundierte Idee hast, wie man diese tatsächlich auf Hunde übertragen könnte. Letztlich wirkt das alles nur wie der Versuch, groß aufzutrumpfen mit großen Geistern, ohne wirklich Substanz dahinter.
Ich weiß nicht, ob du's bemerkt hast, aber du hast ausser deinen Behauptungen überhaupt nichts gebracht, das selbige unterstützen könnte.

Weder Geister noch Originalwerke noch Wikipedia. Null, Zero, Nada.

Wenn du entsprechende Passagen in den Originalen findest, zitiere sie doch bitte.

Ich wollte die Familientherapie nie auf Hunde übertragen, in diesen Fokus hast du dich eingezoomt.
Ich sehe da ein viel breiteres Bild.

Deine permanenten Unterstellungen, man wolle auftrumpfen und angeben, nur weil man sich für unkonventionelle Themen interessiert, finde ich ebenso unreif wie unanangebracht.

Vielleicht liest du mal in einem Originalwerk nach, wie kontroverse Diskussion auf Sachebene funktioniert.

Aber du hast recht, dieser Thread und du als Gesprächspartnerin sind dafür offensichtlich nicht geeignet.
 
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Dogorama-Mitglied
11. Dez. 14:42
Okay, ich versuche mal meine eigenen Gedanken zu sortieren ohne vom Thema abzukommen. Intrische Motivation in Bezug auf Leinenführigkeit setzt, so wie es von Maike in einem Beispiel beschrieben wurde, voraus, daß der Hund eine grundsätzliche Bereitschaft in sich trägt, in einem Streßmoment die körperliche Nähe zum Menschen zu suchen. Das kann ich mir bei einigen Hunden vorstellen, bei sehr eigenständigen Rassen ist das aber schon ab einem Alter von ca. 10 Wochen nicht mehr gegeben. Ich habe bei meinen Hunden immer darauf geachtet, diametral zu fördern. Hunde, die genetisch veranlagt wachen eher in Menschenfreundlichkeit und Ruhe bestärkt, Hunde die "am Arsch kleben" in ihrer Eigenständigkeit. Damit nehme ich ja aber bereits in einer sehr frühen Phase Einfluss auf den Hund. Nun tue ich das bewusst, fraglich ist aber, ob es sich dann später im Training überhaupt noch um intrinsische Motivation handelt oder der Hund aufgrund der positiven Bestätigung in der Prägephase zum Menschen gewandt reagiert. Das sehe ich ehrlich gesagt bei sehr vielen Hunden so. Daß die Menschenzugewandtheit bereits so sehr genetisch verankert ist, dass der Hund auch ohne entsprechende Prägung und ggfls. sogar bewusster Förderung allein aus intrinsischer Motivation die Ruhe bewusst in direkter Nähe zum Menschen sucht, ist wohl eher selten. Damit komme ich zu dem "Rahmen". Der Hund hat die Wahl sich innerhalb dessen für die Ruhe zu entscheiden. Aufgrund Erfahrung wage ich zu bezweifeln, dass sich ein Hund mit ausgeprägtem Triebverhalten immer freiwillig dafür entscheidet.....

So, die Zwerge wollen jetzt erst mal raus, ehe es wieder dunkel wird. 😉
 
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Dogorama-Mitglied
11. Dez. 22:25
Maike hätte meine Beiträge ohne Weiteres ignorieren und stattdessen mit euch plaudern können. 🤷🏻

Die Theorien haben schon mit dem Thema zu tun, aber wenn's nicht weiters interessiert 🤷🏻🤷🏻
 
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Dogorama-Mitglied
11. Dez. 22:54
Okay, ich versuche mal meine eigenen Gedanken zu sortieren ohne vom Thema abzukommen. Intrische Motivation in Bezug auf Leinenführigkeit setzt, so wie es von Maike in einem Beispiel beschrieben wurde, voraus, daß der Hund eine grundsätzliche Bereitschaft in sich trägt, in einem Streßmoment die körperliche Nähe zum Menschen zu suchen. Das kann ich mir bei einigen Hunden vorstellen, bei sehr eigenständigen Rassen ist das aber schon ab einem Alter von ca. 10 Wochen nicht mehr gegeben. Ich habe bei meinen Hunden immer darauf geachtet, diametral zu fördern. Hunde, die genetisch veranlagt wachen eher in Menschenfreundlichkeit und Ruhe bestärkt, Hunde die "am Arsch kleben" in ihrer Eigenständigkeit. Damit nehme ich ja aber bereits in einer sehr frühen Phase Einfluss auf den Hund. Nun tue ich das bewusst, fraglich ist aber, ob es sich dann später im Training überhaupt noch um intrinsische Motivation handelt oder der Hund aufgrund der positiven Bestätigung in der Prägephase zum Menschen gewandt reagiert. Das sehe ich ehrlich gesagt bei sehr vielen Hunden so. Daß die Menschenzugewandtheit bereits so sehr genetisch verankert ist, dass der Hund auch ohne entsprechende Prägung und ggfls. sogar bewusster Förderung allein aus intrinsischer Motivation die Ruhe bewusst in direkter Nähe zum Menschen sucht, ist wohl eher selten. Damit komme ich zu dem "Rahmen". Der Hund hat die Wahl sich innerhalb dessen für die Ruhe zu entscheiden. Aufgrund Erfahrung wage ich zu bezweifeln, dass sich ein Hund mit ausgeprägtem Triebverhalten immer freiwillig dafür entscheidet..... So, die Zwerge wollen jetzt erst mal raus, ehe es wieder dunkel wird. 😉
Ich komm bei der effektiven Leinenführigkeit mit rein intrinsischem Training auch auf keine zündende Idee.

Das Gefühl, lieber im generellen Dunstkreis des Menschen bleiben zu wollen, anstatt abzuhauen, lässt sich wohl meist über eine sichere Bindung und eine generelle gute Beziehung zum Hund erzeugen.

Und klar, je weniger aufgeregt der Hund, umso lockerer die Leine.

Aber intrinsisch wirklich lieber an den Menschen angebunden zu sein und in häufig nicht passender Geschwindigkeit und Schrittlänge neben ihm herzuwackeln, das stell ich mir schwierig vor...