Es ist der Kern wissenschaftlichen Arbeitens, bereits bestehende Theorien zu verändern, zu erweitern, zu übertragen.
Überlegungen und Anwendungen der Systemtheorie beginnen und enden nicht mit Minuchin oder Watzlawick.
Ausserdem hat keiner der Beiden je gesagt, dass nur Menschen offenen Systeme sind, sondern dass sie auch zu den offenen Systemen zählen => es gibt auch andere offene Systeme => die systemische Betrachtungsweise lässt sich auch auf sie anwenden.
Und wie ich bereits mehrfach erwähnt habe:
Ihre Übertragung auf andere Forschungsbereiche hat längst durch andere grosse Geister stattgefunden und sie versteht sich selbst explizit als interdisziplinär.
Sie ist keineswegs nur anwendbar auf menschliche Systeme, sonder auf alle lebendenn und sogar auf unbelebte.
Günter Ropohl, seineszeichens Technikphilosop, sagte dazu „Die Systemtheorie hat von Anfang an das Ziel verfolgt, der Zersplitterung des Wissens in den wissenschaftlichen Disziplinen entgegenzuwirken.“
Im gleichen Sinne sahen das zB der Multidisziplinär Bateson und der Pysiker, Mathematiker und Informatiker Holland.
Wenn du denkst, dass eine 29-jährige Studentin wissenschaftliche Fundiertheit besser beurteilen kann, als diese Herren, kann ich nur wiederholen - bemerkenswertes Selbstbewusstsein.
Hier findest du die disziplinübergreifende Natur der Systemtheorie übrigens bestätigt und leicht verständlich zusammengefasst
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Systemtheorie
Vielleicht hilft dir das ein wenig, über deine homozentrische Sichtweise hinauszublicken.
Zur Info für dich..
Das Prinzip „Wikipedia“ ist ganz einfach: Jeder, der Internetzugang hat, kann an dem weltweiten Lexikon mitschreiben. Und das auch ohne angemeldet zu sein. Im Normalfall schreibt ein Autor einen Kurzbeitrag zu einem Schlagwort.
Und wieder sind wir bei dem Thema in deinem Beitrag respektvoller Umgang.
Never ending Story.