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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 21. Dez.

Intrinsische Motivation - Leinenführigkeit?

Hallo liebe Hundemenschen, Ich bin durch einen anderen Thread darauf gestoßen, dass man Leinenführigkeit mittels intrinsischer Motivation beibringen kann. Intrinsische Motivation bedeutet das es der Hund von sich aus macht, es macht ihm Spaß und führt es für sich bzw. sein Wohlbefinden aus. Also zum Beispiel ist bei meinem Münsterländer das Jagen eine intrinsische Motivation, die ich mir für die Arbeit zunutze mache. Ich trainiere viel mit meinen Hunden und natürlich auch die Leinenführigkeit. In aller Regel machen das meine Hunde aber nicht aus eigener intrinsische Motivation. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich die Jahre falsch gemacht habe, dass meine Hunde anscheinend nicht aus intrinsischer Motivation neben mir her spazieren. Habt ihr eine Idee wie man das aufbaut, dass er Hund das aus intrinsischer Motivation macht? Ist dies überhaupt möglich?
 
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Dogorama-Mitglied
10. Dez. 12:56
Die Leine ist für mich lediglich ein Sicherheitsmittel, aber sie sollte nicht die Basis für die Erziehung sein. Ein Hund soll meiner Meinung nach nicht die Orientierung an der Leine lernen, sondern an seinem Menschen.
Sehe ich nicht anders. Trotzdem gibt es so viele Hunde, die ihr Leben lang an der Leine bleiben müssen. Nicht nur extrem eigenständige Rassen mit hohem Jagdtrieb...
 
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Dogorama-Mitglied
10. Dez. 13:02
Sehe ich nicht anders. Trotzdem gibt es so viele Hunde, die ihr Leben lang an der Leine bleiben müssen. Nicht nur extrem eigenständige Rassen mit hohem Jagdtrieb...
Es mag durchaus wahr sein, dass viele Hunde nicht frei laufen können. Aber ich kenne weder die individuellen Trainingsansätze noch, wie das Verhalten im Kontext mit der Leine verknüpft wurde. Ohne diese Informationen kann ich keine fundierten Schlüsse daraus ziehen, warum es im Freilauf nicht funktioniert.
Grundsätzlich glaube ich aber, dass unbewusst viele Verhaltensweisen an die Leine geknüpft sind.
 
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Dogorama-Mitglied
10. Dez. 13:11
Es handelt sich dabei nicht mehr um die systemische Familientherapie nach Minuchin, sondern ist vielmehr der Versuch, systemische Prinzipien wie Interaktionsmuster und wechselseitige Beeinflussung auf Hunde anzuwenden – ein Ansatz, der jedoch weit von der ursprünglichen Theorie entfernt ist. Sich dabei auf große Namen wie Minuchin oder Watzlawick zu berufen, die explizit mit menschlichen Systemen gearbeitet haben, ist nicht nur irreführend, sondern auch eine problematische und unkritische Generalisierung.
Ich weiß nicht, warum du dich jetzt so an der angewandten Familientherapie aufkabelst bzw warum du Minuchin und Watzlawick darauf reduzierst.

Die haben die Therapieansätze ja nicht aus dem luftleeren Raum geboren, um sowas überhaupt (weiter)entwickeln zu können, bedarf es eines zugrundeliegenden Verständnisses darüber, was interagierende Systeme generell ausmacht und wie sich ihre Einzelteile wechselseitig beeinflussen.

Watzlawick war ja vor allem auch Kommunikationstheoretiker, der ganz explizit die Bedeutung analoger Kommunikation für gruppensystemische Abläufe betont hat.

Und wenn in Gruppen auch ohne digitale Kommunikation systemische Abläufe stattfinden, finden sie auch in Kinder- und Tiergruppen statt und können auch bei denen - mit angepasster Methodik - auf systemischer Ebene interveniert werden.
 
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Dogorama-Mitglied
10. Dez. 13:16
Ich weiß nicht, warum du dich jetzt so an der angewandten Familientherapie aufkabelst bzw warum du Minuchin und Watzlawick darauf reduzierst. Die haben die Therapieansätze ja nicht aus dem luftleeren Raum geboren, um sowas überhaupt (weiter)entwickeln zu können, bedarf es eines zugrundeliegenden Verständnisses darüber, was interagierende Systeme generell ausmacht und wie sich ihre Einzelteile wechselseitig beeinflussen. Watzlawick war ja vor allem auch Kommunikationstheoretiker, der ganz explizit die Bedeutung analoger Kommunikation für gruppensystemische Abläufe betont hat. Und wenn in Gruppen auch ohne digitale Kommunikation systemische Abläufe stattfinden, finden sie auch in Kinder- und Tiergruppen statt und können auch bei denen - mit angepasster Methodik - auf systemischer Ebene interveniert werden.
Weil ich wissen wollte wie du genau die, die du erwähnt hast, auf Hunde überträgst. Deswegen halte ich mich daran so auf. Was sich ja als nicht haltbar herausgestellt hat.
 
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Dogorama-Mitglied
10. Dez. 13:18
Weil ich wissen wollte wie du genau die, die du erwähnt hast, auf Hunde überträgst. Deswegen halte ich mich daran so auf. Was sich ja als nicht haltbar herausgestellt hat.
?...Ich hab nie gesagt, dass ich die Familientherapie auf Hunde übertragen will...??
 
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Dogorama-Mitglied
10. Dez. 13:22
?...Ich hab nie gesagt, dass ich die Familientherapie auf Hunde übertragen will...??
Du sagtest, deine Aussagen stammen von den ganz großen wie Watzlawick und so weiter. Das bedeutet für mich, dass du diese Theorien in einem Kontext mit Hunden auf Hunde beziehst.
 
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Kirsten
10. Dez. 13:25
OT, was mir noch einfällt. Ich halte es für gefährlich, anhand der Reaktionen und des Verhaltens eines Hundes an der Schleppleine oder Flexi Schlussfolgerungen zu ziehen, wie der Hund ohne Leine reagiert. Meine Schlitten- und Windhunde wussten IMMER wann "was dran" ist und haben brav und gesittet verhalten. Weder sind sie in die Leine geprescht, noch sind sie auf Ansprache nicht zu mir gekommen. Ohne Leine jedoch die Jäger vor dem Herrn. Und das konnte ich leider auch schon bei vielen fremden Hunden beobachten. Insofern ist die lange Leine für viele Gespanne leider kein temporäres Hilfsmittel sondern eine dauerhafte Maßnahme.
Was ich bei einigen Hunden (meiner Hündin leider eingeschlossen) beobachte, ist das sie sich verstärkt dann zurücknehmen, wenn die Leine im Begriff ist auf Spannung zu gehen.

Meine Hündin zieht nicht, hängt sich nicht rein (ab und an pöbeln mal ausgenommen, aber auch da zieht sie eigentlich nicht richtig, sondern schießt ehr kurz rein).
Sobald sie das Leinenende erreicht wird sie automatisch langsamer bevor die Leine richtig auf Zug geht.

Ich habe das Problem erkannt und arbeite dran.
Bei Hunden die ähnliches Verhalten zeigen ist durchaus absehbar, warum es im Freilauf anders läuft, als an der Leine.
 
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Babs
10. Dez. 13:31
Ich weiß nicht, warum du dich jetzt so an der angewandten Familientherapie aufkabelst bzw warum du Minuchin und Watzlawick darauf reduzierst. Die haben die Therapieansätze ja nicht aus dem luftleeren Raum geboren, um sowas überhaupt (weiter)entwickeln zu können, bedarf es eines zugrundeliegenden Verständnisses darüber, was interagierende Systeme generell ausmacht und wie sich ihre Einzelteile wechselseitig beeinflussen. Watzlawick war ja vor allem auch Kommunikationstheoretiker, der ganz explizit die Bedeutung analoger Kommunikation für gruppensystemische Abläufe betont hat. Und wenn in Gruppen auch ohne digitale Kommunikation systemische Abläufe stattfinden, finden sie auch in Kinder- und Tiergruppen statt und können auch bei denen - mit angepasster Methodik - auf systemischer Ebene interveniert werden.
Joe, es reicht. Der Thread war wieder auf einem schönen Weg und jetzt fängst Du wieder damit an. Es nervt. Wenn Du Maike nicht verstehen möchtest, dann ist das Dein Problem, aber das Thema ist super interessant und hat es nicht verdient totgeschrieben zu werden.

Du hast Deine Ansicht, ok. Und Maike hat ihre. Und tatsächlich kann ich Maikes Ansicht viel besser nachvollziehen und ist viel näher am Thema Hund dran, als Deine erwähnten Psychologen (oder wer die auch immer sind).

Ständige Wiederholungen sind nicht überzeugender, als der Ursprungskommentar.
 
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Dogorama-Mitglied
10. Dez. 13:53
Joe, es reicht. Der Thread war wieder auf einem schönen Weg und jetzt fängst Du wieder damit an. Es nervt. Wenn Du Maike nicht verstehen möchtest, dann ist das Dein Problem, aber das Thema ist super interessant und hat es nicht verdient totgeschrieben zu werden. Du hast Deine Ansicht, ok. Und Maike hat ihre. Und tatsächlich kann ich Maikes Ansicht viel besser nachvollziehen und ist viel näher am Thema Hund dran, als Deine erwähnten Psychologen (oder wer die auch immer sind). Ständige Wiederholungen sind nicht überzeugender, als der Ursprungskommentar.
Dir fällt schon auf, dass Maike selbst das Thema ebenfalls aktiv weitertreibt?

Bzw dass du meine Beiträge auch einfach überblättern und nur die lesen kannst, die du für dich als relevant empfindest?
 
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Babs
10. Dez. 13:55
Dir fällt schon auf, dass Maike selbst das Thema ebenfalls aktiv weitertreibt? Bzw dass du meine Beiträge auch einfach überblättern und nur die lesen kannst, die du für dich als relevant empfindest?
Woran erkennst Du, was ich lese?