Es handelt sich dabei nicht mehr um die systemische Familientherapie nach Minuchin, sondern ist vielmehr der Versuch, systemische Prinzipien wie Interaktionsmuster und wechselseitige Beeinflussung auf Hunde anzuwenden – ein Ansatz, der jedoch weit von der ursprünglichen Theorie entfernt ist. Sich dabei auf große Namen wie Minuchin oder Watzlawick zu berufen, die explizit mit menschlichen Systemen gearbeitet haben, ist nicht nur irreführend, sondern auch eine problematische und unkritische Generalisierung.
Ich weiß nicht, warum du dich jetzt so an der angewandten Familientherapie aufkabelst bzw warum du Minuchin und Watzlawick darauf reduzierst.
Die haben die Therapieansätze ja nicht aus dem luftleeren Raum geboren, um sowas überhaupt (weiter)entwickeln zu können, bedarf es eines zugrundeliegenden Verständnisses darüber, was interagierende Systeme generell ausmacht und wie sich ihre Einzelteile wechselseitig beeinflussen.
Watzlawick war ja vor allem auch Kommunikationstheoretiker, der ganz explizit die Bedeutung analoger Kommunikation für gruppensystemische Abläufe betont hat.
Und wenn in Gruppen auch ohne digitale Kommunikation systemische Abläufe stattfinden, finden sie auch in Kinder- und Tiergruppen statt und können auch bei denen - mit angepasster Methodik - auf systemischer Ebene interveniert werden.