Hm, schön langsam kann ich mir mehr darunter vorstellen...
Ich frag mich nur nach wie vor, warum der Hund die Orientierung am Menschen intrinsisch attraktiver finden sollte, als zB Jagen oder Pimpern?
Und wenn ich ihn erst durch Festbinden und Fernhalten davon "überzeugen" muss, dass er das zu bevorzugen hat, frag ich mich, ob das Ergebnis echt intrinsisch ist...?
Ich hatte da ein Beispiel aus unserem Alltag, der ggf. zu den Erklärungen von Maike passen könnte:
Ich habe Vicky anfangs gezeigt, wie sie sich bei vorbeirasenden Fahrradfahrern richtig verhält: Entweder stehen bleiben oder neben mir am Wegesrand langsam weiter laufen. Dafür habe ich Kommandos benutzt. Vicky findet Kommandos blöd 🤷 Ich musste also immer hinterher belohnen, damit sie diese weiterhin ausführt. Dann bin ich auf "Vorsicht, Fahrrad" umgestiegen. Sie wusste, dass "Vorsicht" eine Warnung ist und sie wusste was "Fahrrad" bedeutet. Wenn ich sie so warne, schaut sie sich um, sieht das Fahrrad und macht das, was wir vorher trainiert haben. Manchmal bleibt sie stehen, manchmal geht sie zum Wegesrand und läuft langsam weiter. Je nachdem, wo sie sich gerade befindet. Eine Belohnung braucht sie dafür nicht.