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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 21. Dez.

Intrinsische Motivation - Leinenführigkeit?

Hallo liebe Hundemenschen, Ich bin durch einen anderen Thread darauf gestoßen, dass man Leinenführigkeit mittels intrinsischer Motivation beibringen kann. Intrinsische Motivation bedeutet das es der Hund von sich aus macht, es macht ihm Spaß und führt es für sich bzw. sein Wohlbefinden aus. Also zum Beispiel ist bei meinem Münsterländer das Jagen eine intrinsische Motivation, die ich mir für die Arbeit zunutze mache. Ich trainiere viel mit meinen Hunden und natürlich auch die Leinenführigkeit. In aller Regel machen das meine Hunde aber nicht aus eigener intrinsische Motivation. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich die Jahre falsch gemacht habe, dass meine Hunde anscheinend nicht aus intrinsischer Motivation neben mir her spazieren. Habt ihr eine Idee wie man das aufbaut, dass er Hund das aus intrinsischer Motivation macht? Ist dies überhaupt möglich?
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:43
Ich habe ewig gebraucht, bis ich aus deinen Erklärungen rausfiltern konnte, worum es geht. Irgendwann hast du zu meiner Vermutung gesagt ja, das ist Gewöhnung. Wenn es das ist, ist es mir nicht neu und, wie ich meine, auch den meisten Kollegen hier nicht. Ich sehe also nicht ganz, was ich dazu beitragen sollte.
Du hättest dich ja lange vor mir äußern können, dann wär’s nicht so furchtbar kompliziert geworden.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:45
Du hättest dich ja lange vor mir äußern können, dann wär’s nicht so furchtbar kompliziert geworden.
Ich konnte mich nicht äußern, weil ich bis zur "Gewöhnung" nicht verstanden hatte, was du meinst.

Fällt dir nicht auf, dass einige Leute deinen Ausführungen nicht recht folgen können?
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:46
Da würde ich jetzt aber mal behaupten, dass das nicht bei jedem Hund eindeutig erkennbar ist . Und es gibt auch Hunde, die wie Flummis auf und ab und in die Leine springen, wenn ein anderer Hund nur am Horizont ist. Da kann man natürlich sagen, dass man dann den Abstand wieder vergrößern muss, aber das Springen dann zu kontrollieren, ohne dass die Leine auch mal kurzzeitig deutlich begrenzt, das halte ich für schwierig.
In solchen Fällen geht es nicht darum, die Begrenzung durch die Leine als primäre Lösung zu nutzen, sondern den Abstand und die Situation so anzupassen, dass der Hund überhaupt die Chance hat, ruhig zu bleiben. Natürlich bedeutet das, dass man im Training flexibel sein und Rückschritte in Kauf nehmen muss. Das Ziel bleibt aber, dem Hund langfristig die Möglichkeit zu geben, selbst zu lernen, ruhig zu bleiben, anstatt nur durch äußere Begrenzung reguliert zu werden.

Wie würdest du es denn sonst machen? Also unabhängig von intrinsisch jetzt. ☺️
 
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Michi
8. Dez. 18:47
Aber um das zu verhindern nähere ich mich ja langsam und lese die Körpersprache meines Hundes. Das sieht man ja sofort.
Und nicht alle Situationen sind planbar, schon garnicht in der Stadt. Da kommt auf einmal ein anderer Hund um die Ecke und es bleibt keine Zeit sich langsam zu nähern oder sich zu entfernen.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:48
Ich konnte mich nicht äußern, weil ich bis zur "Gewöhnung" nicht verstanden hatte, was du meinst. Fällt dir nicht auf, dass einige Leute deinen Ausführungen nicht recht folgen können?
Ich habe den Thread nicht erstellt. Du hättest schon vorher deine Gedanken äußern können. Dann wäre es nicht so furchtbar kompliziert geworden.
 
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Katrin
8. Dez. 18:48
Das ist natürlich auch Stress. Früher nannte man das Eustress. Überdies darf der Hund ja jagen in dem vereinbarten (ich finde das Wort Gewöhnung falsch in dem Kontext) Rahmen. Das Hetzen ist ja nur ein kleiner Teil vom Jagen. In dem Video, was ich am Anfang eingestellt habe, jagt Pepe. Beim extrinsischen Ansatz müsste man das schon abbrechen und umlenken.
Stress ist aber nicht unbedingt immer was negatives. Meine hat schlicht Spaß dran etwas zu jagen. Ein Hobbyrennfahrer steht während der Fahrt bei Tempo über 200 ebenfalls unter Stress. Empfindet diesen jedoch als was positives.

Ich sehe es zB beim Reizangeltraining. Wir trainieren so unterschiedliche Dinge wie Abruch aus der Hatz, Impulskontrolle usw. Auch hier ist neben den Glücksgefühl beim Zugriff oder beim Hetzen Stress mit im Spiel. Nach 10-15Minuten hab ich ein super glücklichen und zufriedenen Hund und das trotz verbalen Lob/ Belohnung am Ende der Trainingseinheit. Diese Verstärker haben nichts an ihrer intrinsischen Motivation die sie beim Reizangeltraining hat geändert.

Ich hab halt das Glück das neben den Freude am jagen meine ebenfalls sehr sozial motiviert ist und lieber mit mir zusammen arbeitet/jagt als alleine. Also war mein Weg alleine jagen ist nicht, zeig mir das Wild,komm zu mir und lass uns dann gemeinsam was machen (im Idealfall jagen). Ihre intrinsische Motivation darf also ausgelebt werden nur halt mit mir zusammen und um ihr das anfangs besser zu verdeutlichen wurden die einzelnen Schritte mit Belohnung/Lob verstärkt. Das geht durchaus ohne das die intrinsische Motivation darunter leidet.
 
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Rim
8. Dez. 18:48
Hm, schön langsam kann ich mir mehr darunter vorstellen... Ich frag mich nur nach wie vor, warum der Hund die Orientierung am Menschen intrinsisch attraktiver finden sollte, als zB Jagen oder Pimpern? Und wenn ich ihn erst durch Festbinden und Fernhalten davon "überzeugen" muss, dass er das zu bevorzugen hat, frag ich mich, ob das Ergebnis echt intrinsisch ist...?
Ich hatte da ein Beispiel aus unserem Alltag, der ggf. zu den Erklärungen von Maike passen könnte:
Ich habe Vicky anfangs gezeigt, wie sie sich bei vorbeirasenden Fahrradfahrern richtig verhält: Entweder stehen bleiben oder neben mir am Wegesrand langsam weiter laufen. Dafür habe ich Kommandos benutzt. Vicky findet Kommandos blöd 🤷 Ich musste also immer hinterher belohnen, damit sie diese weiterhin ausführt. Dann bin ich auf "Vorsicht, Fahrrad" umgestiegen. Sie wusste, dass "Vorsicht" eine Warnung ist und sie wusste was "Fahrrad" bedeutet. Wenn ich sie so warne, schaut sie sich um, sieht das Fahrrad und macht das, was wir vorher trainiert haben. Manchmal bleibt sie stehen, manchmal geht sie zum Wegesrand und läuft langsam weiter. Je nachdem, wo sie sich gerade befindet. Eine Belohnung braucht sie dafür nicht.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:50
Ich konnte mich nicht äußern, weil ich bis zur "Gewöhnung" nicht verstanden hatte, was du meinst. Fällt dir nicht auf, dass einige Leute deinen Ausführungen nicht recht folgen können?
Sorry aber Maike erklärt es immer und immer wieder.
Ich z.b. verstehe sie und diejenigen die es nicht verstehen Fragen nochmal oder Hinterfragen kritisch das ein oder andere du aber wirst herablassend und eklig das ist der grundlegende Unterschied.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:50
Stress ist aber nicht unbedingt immer was negatives. Meine hat schlicht Spaß dran etwas zu jagen. Ein Hobbyrennfahrer steht während der Fahrt bei Tempo über 200 ebenfalls unter Stress. Empfindet diesen jedoch als was positives. Ich sehe es zB beim Reizangeltraining. Wir trainieren so unterschiedliche Dinge wie Abruch aus der Hatz, Impulskontrolle usw. Auch hier ist neben den Glücksgefühl beim Zugriff oder beim Hetzen Stress mit im Spiel. Nach 10-15Minuten hab ich ein super glücklichen und zufriedenen Hund und das trotz verbalen Lob/ Belohnung am Ende der Trainingseinheit. Diese Verstärker haben nichts an ihrer intrinsischen Motivation die sie beim Reizangeltraining hat geändert. Ich hab halt das Glück das neben den Freude am jagen meine ebenfalls sehr sozial motiviert ist und lieber mit mir zusammen arbeitet/jagt als alleine. Also war mein Weg alleine jagen ist nicht, zeig mir das Wild,komm zu mir und lass uns dann gemeinsam was machen (im Idealfall jagen). Ihre intrinsische Motivation darf also ausgelebt werden nur halt mit mir zusammen und um ihr das anfangs besser zu verdeutlichen wurden die einzelnen Schritte mit Belohnung/Lob verstärkt. Das geht durchaus ohne das die intrinsische Motivation darunter leidet.
Stress hat aber immer negative physische und psychische Auswirkungen. Von dem Gesichtspunkt her ist es egal, ob er positiv oder negativ vorher war.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:51
Ich habe den Thread nicht erstellt. Du hättest schon vorher deine Gedanken äußern können. Dann wäre es nicht so furchtbar kompliziert geworden.
Der Thread bezieht sich auf deine Beiträge im Clicker-Thread.

Ich hatte schon dort nicht verstanden, was du meinst und wie diese Methode funktionieren soll und konnte deshalb auch keine sinnstiftenden Gedanken beitragen.