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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 21. Dez.

Intrinsische Motivation - Leinenführigkeit?

Hallo liebe Hundemenschen, Ich bin durch einen anderen Thread darauf gestoßen, dass man Leinenführigkeit mittels intrinsischer Motivation beibringen kann. Intrinsische Motivation bedeutet das es der Hund von sich aus macht, es macht ihm Spaß und führt es für sich bzw. sein Wohlbefinden aus. Also zum Beispiel ist bei meinem Münsterländer das Jagen eine intrinsische Motivation, die ich mir für die Arbeit zunutze mache. Ich trainiere viel mit meinen Hunden und natürlich auch die Leinenführigkeit. In aller Regel machen das meine Hunde aber nicht aus eigener intrinsische Motivation. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich die Jahre falsch gemacht habe, dass meine Hunde anscheinend nicht aus intrinsischer Motivation neben mir her spazieren. Habt ihr eine Idee wie man das aufbaut, dass er Hund das aus intrinsischer Motivation macht? Ist dies überhaupt möglich?
 
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Mary-Lou
8. Dez. 18:31
Einerseits sagst du, dass der Hund den Weg selbst erarbeiten kann, aber gleichzeitig behauptest, dass das Ziel deshalb niemals intrinsisch motiviert sein könnte. Das widerspricht sich doch. Natürlich setzt sich der Hund das Ziel ‘nicht jagen’ nicht bewusst, genauso wie er sich nicht bewusst das Ziel setzt, ruhig an der Leine zu gehen oder Kommandos auszuführen – das wäre eine komplett menschliche Denkweise. Es geht darum, dass der Hund durch eigene Erfahrungen lernt, dass das alternative Verhalten – sei es Beobachten oder ruhiges Verhalten – für ihn die angenehmere und stressfreiere Option ist. Das macht die Motivation durchaus intrinsisch, weil der Hund nicht für das Verhalten belohnt wird, sondern es für sich selbst als vorteilhaft begreift. Wenn wir der Logik folgen, dass jedes Verhalten, das durch Management oder Training unterstützt wird, nicht intrinsisch sein kann, dann müssten wir jede Art von Hundeverhalten als rein extrinsisch ablehnen. Das wäre aber eine sehr begrenzte Sichtweise.
Nein, das widerspricht sich nicht. Das Ziel ist vorgegeben. Der Hund kann nichts daran ändern. WIE er das Ziel erreicht, kann er allerdings selbst herausfinden. Das Ziel ist fix, der Weg variabel.

Woher kommt überhaupt die Annahme, dass Reize entspannt aushalten für einen Hund den gleichen Stellenwert hat wie ausgelassenes Hetzen? Gibt es für die These irgendwelche Belege?

Management und Training kann intrinsich sein, wenn kein vorgegebenes Ergebnis erzielt werden soll.
Z. B. Mein Hund soll nichts aufs Sofa springen. Was er stattdessen macht, ist mir egal.
 
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Bettina
8. Dez. 18:31
Um es jetzt mal auf den punkt zu bringen: zu erst muss man schon extrinsisch erziehen und aufbaun um irgendwann ins elysium aufzusteigen und der hund wechselt ins intrinsische verhalten...was dann ja auch irgendwann gewünscht ist😂😂😂
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:31
Aber egal welche Methode, es ist doch immer ein Begrenzen und quasi ein Unterbinden der Intension des Hundes. Anders geht es ja Anfangs nicht, sonst würde der Hund ja zu jedem anderen Hund laufen. Egal wie man das übt, das kann doch aber in der Trainingsphase nicht intrinsisch sein? Wenn man die Trainingsphase absolviert hat, dann vermutlich schon
Am Anfang schaffe ich einen Rahmen ja. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Begrenzung als extrinsische Motivation und Begrenzung als Management.
Begrenzung als Management: Die Leine wird genutzt, um den Hund auf Abstand zu einem Reiz zu halten, bevor er überhaupt darauf reagiert. Das ist präventiv und unterstützt den Hund.
Begrenzung als extrinsische Motivation: Die Leine wird eingesetzt, um den Hund aktiv zurückzuhalten, nachdem er bereits versucht hat, sich auf den Reiz zuzubewegen.
 
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Michi
8. Dez. 18:35
Am Anfang schaffe ich einen Rahmen ja. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Begrenzung als extrinsische Motivation und Begrenzung als Management. Begrenzung als Management: Die Leine wird genutzt, um den Hund auf Abstand zu einem Reiz zu halten, bevor er überhaupt darauf reagiert. Das ist präventiv und unterstützt den Hund. Begrenzung als extrinsische Motivation: Die Leine wird eingesetzt, um den Hund aktiv zurückzuhalten, nachdem er bereits versucht hat, sich auf den Reiz zuzubewegen.
Aber das hört sich für mich jetzt tatsächlich nur für eine andere Bezeichnung für die gleiche Sache an.
Das ist aber ein sehr verschwommener Rahmen und aus intrinsisch kann ja in Sekundenschnelle extrinsich werden, weil der Hund beschließt, doch hinzulaufen.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:37
Ich bin nicht dünnhäutig du darfst mich nach Lust und Laune kritisieren. Ich bin allerdings gelangweilt. Und ich hab keine Lust auf Palaver, bei dem jedes Wort auf die Goldwage gelegt werden muss. Und nichts von dem, was du hier erzählt hast, ist mir neu, du hattest es nur unnötig kompliziert aufbereitet.
Wenn du angeblich alles schon wusstest, frage ich mich, warum von dir keine fundierten Erklärungen kamen. Anstatt die Diskussion mit konstruktiven Beiträgen zu bereichern, hast du dich darauf beschränkt, ständig abzuwerten. Schade, dass dein angebliches Wissen so wenig zur Klärung beigetragen hat.
 
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Michi
8. Dez. 18:38
Am Anfang schaffe ich einen Rahmen ja. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Begrenzung als extrinsische Motivation und Begrenzung als Management. Begrenzung als Management: Die Leine wird genutzt, um den Hund auf Abstand zu einem Reiz zu halten, bevor er überhaupt darauf reagiert. Das ist präventiv und unterstützt den Hund. Begrenzung als extrinsische Motivation: Die Leine wird eingesetzt, um den Hund aktiv zurückzuhalten, nachdem er bereits versucht hat, sich auf den Reiz zuzubewegen.
Beispielsweise der verspielte Hund, der unbedingt zu dem anderen Hund hin will.
Dem gibst du einen Rahmen und begrenzt ihn, ok.
Aber er wird das ja nicht zuverlässig so hinnehmen und sicherlich auch mal in die Leine springen. Und schon wird doch aus in ex...
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:39
Aber das hört sich für mich jetzt tatsächlich nur für eine andere Bezeichnung für die gleiche Sache an. Das ist aber ein sehr verschwommener Rahmen und aus intrinsisch kann ja in Sekundenschnelle extrinsich werden, weil der Hund beschließt, doch hinzulaufen.
Aber um das zu verhindern nähere ich mich ja langsam und lese die Körpersprache meines Hundes. Das sieht man ja sofort.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:40
Beispielsweise der verspielte Hund, der unbedingt zu dem anderen Hund hin will. Dem gibst du einen Rahmen und begrenzt ihn, ok. Aber er wird das ja nicht zuverlässig so hinnehmen und sicherlich auch mal in die Leine springen. Und schon wird doch aus in ex...
Ich denke meine Antwort darüber beantwortet das.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Dez. 18:41
Wenn du angeblich alles schon wusstest, frage ich mich, warum von dir keine fundierten Erklärungen kamen. Anstatt die Diskussion mit konstruktiven Beiträgen zu bereichern, hast du dich darauf beschränkt, ständig abzuwerten. Schade, dass dein angebliches Wissen so wenig zur Klärung beigetragen hat.
Ich habe ewig gebraucht, bis ich aus deinen Erklärungen rausfiltern konnte, worum es geht.
Irgendwann hast du zu meiner Vermutung gesagt ja, das ist Gewöhnung.

Wenn es das ist, ist es mir nicht neu und, wie ich meine, auch den meisten Kollegen hier nicht.

Ich sehe also nicht ganz, was ich dazu beitragen sollte.
 
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Michi
8. Dez. 18:43
Aber um das zu verhindern nähere ich mich ja langsam und lese die Körpersprache meines Hundes. Das sieht man ja sofort.
Da würde ich jetzt aber mal behaupten, dass das nicht bei jedem Hund eindeutig erkennbar ist . Und es gibt auch Hunde, die wie Flummis auf und ab und in die Leine springen, wenn ein anderer Hund nur am Horizont ist. Da kann man natürlich sagen, dass man dann den Abstand wieder vergrößern muss, aber das Springen dann zu kontrollieren, ohne dass die Leine auch mal kurzzeitig deutlich begrenzt, das halte ich für schwierig.