Du hast es ja unten schon erklärt, danke.
Allerdings bin ich mir bei meinem Hund sehr sicher, dass er mittlerweile ausschließlich auf dem Weg bleibt, weil er nicht in Konflikt mit mir geraten möchte, nicht weil er das aus anderen Gründen für besser hält.
Erst gestern hatten wir eine solche Situation. Wir waren mit einem Vizla unterwegs, der auf einmal blitzschnell vom Weg abbog. Müslis Reflex war zuerst direkt hinterher zu rennen. Als er mit einem Fuß abseits des Weges war blieb er stehen. Ich habe dann ( zur Sicherheit) nein gesagt, weil ich nicht austesten wollte, ob er wirklich bleibt. Er ist dann mit mir weiter gegangen, hat aber gewinselt, bis der Vizla zurück war ( ca 2 min) . Seine komplett eigene Entscheidung wäre natürlich gewesen, direkt mit zu laufen.
Für mich ist es gut so wie es ist. Es hat mich nur interessiert, wie es nach dieser Methode laufen würde. Aber da mein Hund sowieso sehr speziell ist, ist das vermutlich nicht übertragbar.
Nach meinem Ansatz wäre das Ziel, dem Hund beizubringen, dass es für ihn selbst angenehmer ist, auf dem Weg zu bleiben, ohne dass er den Impuls des Hinterherrennens als Frust erlebt. Das würde bedeuten, ihm von Anfang an genügend Distanz und Zeit zu geben, um den Reiz zu verarbeiten, ohne sofort reagieren zu müssen. So lernt der Hund schrittweise, dass ruhig zu bleiben für ihn die beste und stressfreiste Option ist – nicht, weil er Konflikte vermeiden möchte, sondern weil er merkt, dass er den Reiz nicht “braucht”, um zufrieden zu sein.
Es ist völlig in Ordnung, wenn du mit deinem aktuellen Ansatz zufrieden bist. Kein Mensch/Hund ist wie der andere, und es gibt keine universelle Methode, die für alle passt. Wichtig ist nur, dass der Weg für euch beide funktioniert und euren Alltag erleichtert. ☺️