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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 21. Dez.

Intrinsische Motivation - Leinenführigkeit?

Hallo liebe Hundemenschen, Ich bin durch einen anderen Thread darauf gestoßen, dass man Leinenführigkeit mittels intrinsischer Motivation beibringen kann. Intrinsische Motivation bedeutet das es der Hund von sich aus macht, es macht ihm Spaß und führt es für sich bzw. sein Wohlbefinden aus. Also zum Beispiel ist bei meinem Münsterländer das Jagen eine intrinsische Motivation, die ich mir für die Arbeit zunutze mache. Ich trainiere viel mit meinen Hunden und natürlich auch die Leinenführigkeit. In aller Regel machen das meine Hunde aber nicht aus eigener intrinsische Motivation. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich die Jahre falsch gemacht habe, dass meine Hunde anscheinend nicht aus intrinsischer Motivation neben mir her spazieren. Habt ihr eine Idee wie man das aufbaut, dass er Hund das aus intrinsischer Motivation macht? Ist dies überhaupt möglich?
 
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Babs
7. Dez. 13:56
Für mich und meine Rasse die ich für mich gefunden habe hat es bei allen 4 geklappt und der Rahmen passt. Aber darüber was man sich ins Haus holt macht man sich vorher Gedanken.😊
Alles richtig 😉 und dennoch kann es den kleinen Ausreißer geben. Es muss nur eine Kleinigkeit anders sein als bisher (Schilddrüsenproblem ...) und schon sieht die Welt anders aus.

Wie gesagt, ich habe den Satz schon öfter gehört. Und wie Du das handhabst liegt ganz bei Dir 😉.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Dez. 14:01
Alles richtig 😉 und dennoch kann es den kleinen Ausreißer geben. Es muss nur eine Kleinigkeit anders sein als bisher (Schilddrüsenproblem ...) und schon sieht die Welt anders aus. Wie gesagt, ich habe den Satz schon öfter gehört. Und wie Du das handhabst liegt ganz bei Dir 😉.
Klar kann es einen Ausreißer geben. Eine meiner 4 war anders ist anders und da hat es was länger gedauert als bei den anderen da war es was "einfacher", aber mit einer 0815 Methode wäre das komplett gegen die Wand gefahren. Da funktioniert das Ganze nicht.😊
 
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Babs
7. Dez. 14:20
Klar kann es einen Ausreißer geben. Eine meiner 4 war anders ist anders und da hat es was länger gedauert als bei den anderen da war es was "einfacher", aber mit einer 0815 Methode wäre das komplett gegen die Wand gefahren. Da funktioniert das Ganze nicht.😊
Das Thema hier ist ja intrinsische Motivation. Ist jetzt nicht ganz 08/15.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Dez. 14:21
Das Thema hier ist ja intrinsische Motivation. Ist jetzt nicht ganz 08/15.
Ich weiß, da habe ich mich ja zu geäußert vorher.
 
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Bettina
7. Dez. 14:23
Selbständiges agieren bedeutet Entscheidung selber treffen und alles hinterfragen. Es gibt Rasse u.a. Z.B. auch der Terrier, der Entscheidungsfindungen auch mal gerne alleine trifft. Sprich du rufst und er Guck dich an und denkt sich nö warum soll ich jetzt kommen. Deshalb finde ich bei solchen Rassen diese Methode gar nicht schlecht. Der Hund muss erst gar nicht hinterfragen warum soll ich das jetzt machen. Ein Beispiel von mir Omega Apportiert, aber wenn du das 5 mal das Dingen wirfst und zwischenzeitlich nichts anderes machen würdest, dann Guck sie doch blöd an und denkt sich wohl hol das Kack Dingen selber du schmeißt es ja ganze Zeit weg. Eigner Kopf, sieht kein Sinn darin. Da muss schon mehr kommen. Selbständiges agieren wäre, wenn sie u.a. entscheiden muss ich jetzt anschlagen, dass da was kommt? Muss ich demjenigen beobachten oder fixieren, weil er sich komisch verhält oder keine Ahnung was. Droht Gefahr? Oder mir ist mal eine Maus in die Wohnung gelaufen, da haben sie auch selbständig agiert. In dem Moment haben sie selbständig die Entscheidung getroffen die Maus zu packen und haben nicht abgefragt. Draußen fangen sie keine Mäuse oder andere Tiere. Da bleiben sie bei mir. Es gibt Situationen wie die Maus, wo selbstständig agiert wird. In der ursprünglichen Geschichte der Rasse gewollt. Haus und Hof von Schädlingen frei zuhalten und bewachen um Eindringline fern zu halten. Da muss der Hund selbständig agieren und nicht abfragen.
Ein einfaches "komm" ohne dass das für den hund sinn macht gibt es bei uns nicht...wir drehen um oder es geht auf sichtzeichen an einen bestimmten ort/oder eben zurück von da wo wir uns befinden...aber das ist bei uns eher so ein körpersprache.ding😌
 
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Mary-Lou
7. Dez. 14:23
Mach Dir nix draus, ich versteh‘s auch nicht: gemeinsam Leckerlis im Laub suchen ist extrinsisch, zwischen Hund und Reiz stellen, ist intrinsisch, weglaufen & der Hund läuft hinterher ist wahrscheinlich wieder extrinsisch… ich schnall‘s echt nicht… Ich stelle nur grad fest, dass Hundine mich erwartungsvoll ansieht, wenn ich die Hand in die Hosentasche stecke… da ist wohl zu viel Konditionierung im Spiel, das werden wir mal wieder runterfahren…😀
Wir werden es wohl nie erfahren. Maike hat sich leider ausgeklinkt.
 
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Katrin
7. Dez. 14:33
https://dogtraining.world/knowledge-base/extrinsic-vs-intrinsic-motivation-in-dog-training/

Den Artikel finde ich als Erklärung recht gut. Hier wird auch nochmal gesagt das es oftmals eine Mischung aus intrinsischer und extrinsischer Motivation bedarf um erfolgreich zu trainieren.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Dez. 15:11
https://dogtraining.world/knowledge-base/extrinsic-vs-intrinsic-motivation-in-dog-training/ Den Artikel finde ich als Erklärung recht gut. Hier wird auch nochmal gesagt das es oftmals eine Mischung aus intrinsischer und extrinsischer Motivation bedarf um erfolgreich zu trainieren.
Bei der Bewertung von Quellen ist es für mich entscheidend, den Ursprung genau zu prüfen, um sie richtig einordnen zu können. Andernfalls unterliegt man leicht dem sogenannten Confirmation Bias – der Tendenz, Informationen so auszuwählen oder zu interpretieren, dass sie die eigene Sichtweise bestätigen. Besonders wenn man gezielt nach Inhalten googelt, die eine bestimmte Theorie stützen, läuft man Gefahr, sich in seiner Meinung zu verfestigen, ohne die Seriosität der Quelle kritisch zu hinterfragen.

Die Organisation, die hinter dem Artikel zu intrinsischer und extrinsischer Motivation steht, präsentiert sich als Anbieter von Hundetraining und Unterstützung für Trainer. Dabei erhebt sie den Anspruch, wissenschaftlich fundierte Methoden zu vermitteln. Bei genauer Betrachtung wird jedoch klar, dass dieser Anspruch nicht durch unabhängige Forschung oder evidenzbasierte Konzepte gestützt wird. Vielmehr handelt es sich um eine kommerzielle Plattform, die Mitgliedschaften und Kurse verkauft – was sich deutlich in der Aufmachung und den Inhalten widerspiegelt.

Während die Organisation angibt, auf wissenschaftlicher Integrität zu basieren, fehlen jegliche Anzeichen dafür, dass die Ansätze auf peer-reviewten Studien oder moderner Forschung basieren. Stattdessen scheint der Fokus stark auf subjektiven Erfahrungen und Feedback aus der Community zu liegen. Das bedeutet, dass die Konzepte eher persönliche Ansichten und praktische Erfahrungen widerspiegeln.

Ein weiteres Problem ist die Oberflächlichkeit der dargestellten Inhalte. Der Artikel zu intrinsischer und extrinsischer Motivation behandelt die Konzepte auf einer sehr vereinfachten Ebene und geht nicht auf deren Komplexität ein. Zum Beispiel wird zwar erwähnt, dass rein intrinsisch motivierte Trainingsansätze möglich sind, doch sie werden weder ausreichend erläutert noch in ihrer Bedeutung hervorgehoben. Stattdessen wird die Kombination von extrinsischer und intrinsischer Motivation als universell sinnvoll dargestellt, ohne die langfristigen Vorteile intrinsischer Motivation angemessen zu würdigen. Es geht also nur darum das eigene Trainingsangebot zu zu rechtfertigen.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Dez. 15:18
Ja bin ich total deiner Meinung. Was Maike dabei auch außer Acht lässt ist, dass Belohnungen ja mit der Zeit ausgeschlichen werden und nicht auf ewig in hohen Dosen verabreicht werden sollten. Das größte Verständnisproblem hab ich aber damit, dass bei der intrinsischen Methode wohl generell keinerlei Reaktion auf ein Verhalten des Hundes erlaubt wäre. Das heißt, ich dürfte weder "Aua lass das" tückmelden, wenn er mich als Welpe zwickt noch mich super freuen, wenn er auf mich zugallopiert kommt.
Genau das ist einer der problematischen Aspekte rein extrinsischer Motivation: Der sogenannte Korrumpierungseffekt kann auftreten. Dieser besagt, dass intrinsisch motiviertes Verhalten durch den Einsatz von Belohnungen, wenn diese wegfällt/weniger wird, geschwächt werden kann. Die Motivation für das Verhalten wurde ja zuvor an den äußeren Verstärker geknüpft.

Zu deinem Verständnisproblem: Intrinsisch motiviertes Training bedeutet nicht, dass jegliche Reaktion auf das Verhalten des Hundes verboten wäre. Der Unterschied liegt darin, ob diese Reaktionen gezielt als Verstärker eingesetzt werden oder ob sie situativ und natürlich erfolgen.
Bei rein extrinsischen Methoden würde deine Freude gezielt als Mittel eingesetzt, um das Verhalten zu verstärken.
 
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Katrin
7. Dez. 15:36
Bei der Bewertung von Quellen ist es für mich entscheidend, den Ursprung genau zu prüfen, um sie richtig einordnen zu können. Andernfalls unterliegt man leicht dem sogenannten Confirmation Bias – der Tendenz, Informationen so auszuwählen oder zu interpretieren, dass sie die eigene Sichtweise bestätigen. Besonders wenn man gezielt nach Inhalten googelt, die eine bestimmte Theorie stützen, läuft man Gefahr, sich in seiner Meinung zu verfestigen, ohne die Seriosität der Quelle kritisch zu hinterfragen. Die Organisation, die hinter dem Artikel zu intrinsischer und extrinsischer Motivation steht, präsentiert sich als Anbieter von Hundetraining und Unterstützung für Trainer. Dabei erhebt sie den Anspruch, wissenschaftlich fundierte Methoden zu vermitteln. Bei genauer Betrachtung wird jedoch klar, dass dieser Anspruch nicht durch unabhängige Forschung oder evidenzbasierte Konzepte gestützt wird. Vielmehr handelt es sich um eine kommerzielle Plattform, die Mitgliedschaften und Kurse verkauft – was sich deutlich in der Aufmachung und den Inhalten widerspiegelt. Während die Organisation angibt, auf wissenschaftlicher Integrität zu basieren, fehlen jegliche Anzeichen dafür, dass die Ansätze auf peer-reviewten Studien oder moderner Forschung basieren. Stattdessen scheint der Fokus stark auf subjektiven Erfahrungen und Feedback aus der Community zu liegen. Das bedeutet, dass die Konzepte eher persönliche Ansichten und praktische Erfahrungen widerspiegeln. Ein weiteres Problem ist die Oberflächlichkeit der dargestellten Inhalte. Der Artikel zu intrinsischer und extrinsischer Motivation behandelt die Konzepte auf einer sehr vereinfachten Ebene und geht nicht auf deren Komplexität ein. Zum Beispiel wird zwar erwähnt, dass rein intrinsisch motivierte Trainingsansätze möglich sind, doch sie werden weder ausreichend erläutert noch in ihrer Bedeutung hervorgehoben. Stattdessen wird die Kombination von extrinsischer und intrinsischer Motivation als universell sinnvoll dargestellt, ohne die langfristigen Vorteile intrinsischer Motivation angemessen zu würdigen. Es geht also nur darum das eigene Trainingsangebot zu zu rechtfertigen.
In erster Linie geht es da um eine grobe Zusammenfassung. Ist schließlich keine Doktorarbeit sondern eine Online Seite von Leuten deren Ziel es ist letztendlich Geld zu verdienen. Für mich macht die Kombi von intrinsischer und extrinsischer Motivation allerdings deutlich mehr Sinn (das tat es auch schon bevor ich den Bericht gelesen habe).

Für mich ist wichtig das Ergebnisse in der Erziehung und im Training schnell erreicht werden und das geht meiner Meinung nach so am effektivsten.

Zumindest bei jenen Rassen die für mich und mein Leben in Frage kommen.