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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 21. Dez.

Intrinsische Motivation - Leinenführigkeit?

Hallo liebe Hundemenschen, Ich bin durch einen anderen Thread darauf gestoßen, dass man Leinenführigkeit mittels intrinsischer Motivation beibringen kann. Intrinsische Motivation bedeutet das es der Hund von sich aus macht, es macht ihm Spaß und führt es für sich bzw. sein Wohlbefinden aus. Also zum Beispiel ist bei meinem Münsterländer das Jagen eine intrinsische Motivation, die ich mir für die Arbeit zunutze mache. Ich trainiere viel mit meinen Hunden und natürlich auch die Leinenführigkeit. In aller Regel machen das meine Hunde aber nicht aus eigener intrinsische Motivation. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich die Jahre falsch gemacht habe, dass meine Hunde anscheinend nicht aus intrinsischer Motivation neben mir her spazieren. Habt ihr eine Idee wie man das aufbaut, dass er Hund das aus intrinsischer Motivation macht? Ist dies überhaupt möglich?
 
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Steffi
7. Dez. 07:39
Ja genau so ähnlich habe ich auch gearbeitet. Dadurch gestaltet sich alles in der Erziehung einfacher. Mein Fazit. Wie dein Nachbar habe ich meinen Hunden das auch so ähnlich "beigebracht" und egal welche Situation etc. Sie bleiben freiwillig bei mir etc. Es ist aufjedenfall eine cool Sache, wenn man es umsetzen erspart man sich ganz viele andere Dinge die mit Training zutun haben. Vorallem in der Mehrhundehaltung ein Traum 🤣😁 Ich glaube sogar, dass die Methode auch optimal für Selbständige Rassen ist mit wenig bis keinem will to please. So meine Erfahrung.
In Bezug auf Deinen letzten Satz habe ich leider die Ansätze der damals gewählten Welpenstunde als Hundeanfängerin nicht richtig bewertet..Leider ist Vieles was möglich gewesen wäre, dadurch nicht entstanden bzw. in falsche Bahnen gelenkt worden..
 
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Jochen
7. Dez. 07:42
Diese „Rahmenvorgabe“ von der Maike immer spricht, ist mir im Kontext des intrinsischen Verhaltens auch noch nicht so ganz klar.

Bedeutet es, wenn ich beispielsweise 2 Jahre nur mit Schleppleine spaziere und er danach auch ohne Schleppleine den Schleppleinenradius einhält, dass er dann intrinsisch agiert?
Obwohl er den Rahmen extrinsisch erlernt hat?

Wie gebe ich ohne Kommunikation oder Hilfsmittel einen Rahmen vor?
Ich meine, ich hätte alle Kommentare von Maike gelesen und verstanden, aber das ist mir noch unklar.

Ich finde das Thema höchst spannend, weil ich schon glaube, dass wir viel „Beziehungspotential“ leichtfertig vergeben, wenn wir nicht unseren Umgang mit dem Hund reflektieren und nur Schema F anwenden, ob nun operant oder klassisch konditioniert (von aversiven Methoden gar nicht zu sprechen).

Pepe zeigt beispielsweise auch intrinsisch motiviertes Verhalten, das ich mir nicht erklären kann. Bei längeren Spaziergängen kommt er öfter mal und stupst meine Hand an. Erst dachte ich, huch, will er ein Leckerli? Bin ich ein Automat? Aber er nimmt dann gar keins. Dann dachte ich, vielleicht will er jetzt mit mir in den Wald lauschen, dazu hocke ich mich runter zu ihm und wir hören gemeinsam und ich achte dann immer darauf, dass ich seinen Kopfrichtungen folge, das liebt er und dann fühlt er sich sehr wichtig.
Aber letztens ist er nicht auf das Angebot eingegangen und hatte anderes vor, trotz stupsen, also war die These auch wieder obsolete.
Ich finde es sehr schade, dass ich das nicht entschlüsseln kann.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Dez. 07:43
In Bezug auf Deinen letzten Satz habe ich leider die Ansätze der damals gewählten Welpenstunde als Hundeanfängerin nicht richtig bewertet..Leider ist Vieles was möglich gewesen wäre, dadurch nicht entstanden bzw. in falsche Bahnen gelenkt worden..
Du meinst, weil du bei der Welpenstunde nicht nach so einer Methode gearbeitet hast?
 
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Steffi
7. Dez. 07:49
Du meinst, weil du bei der Welpenstunde nicht nach so einer Methode gearbeitet hast?
Ich habe nicht schnell genug erkannt, das zu sehr nach einer Methode 'gearbeitet' wurde, die jedem Hund unabhängig von Rasse und Charakter übergestülpt wurde..Schema F..Das ganze gekrönt von schlecht moderiertem Freispiel am Ende der Stunde😓...
 
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Dogorama-Mitglied
7. Dez. 07:51
Ich habe nicht schnell genug erkannt, das zu sehr nach einer Methode 'gearbeitet' wurde, die jedem Hund unabhängig von Rasse und Charakter übergestülpt wurde..Schema F..Das ganze gekrönt von schlecht moderiertem Freispiel am Ende der Stunde😓...
Ja deswegen haben meine Hunde nie eine Hundeschule gesehen. Aber gut es sind halt Gruppen und in diesen Gruppen wird halt mit 0815 gearbeitet, viele werden vllt. abgeholt die speziallere Hunde aber nicht.
 
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Bettina
7. Dez. 07:53
Ja deswegen haben meine Hunde nie eine Hundeschule gesehen. Aber gut es sind halt Gruppen und in diesen Gruppen wird halt mit 0815 gearbeitet, viele werden vllt. abgeholt die speziallere Hunde aber nicht.
Wenn man vorab keine eigenen vorstellungen hat ist es schwierig gut von schlecht zu unterscheiden...und von hundeschule halte ich auch nix🙏
 
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Dogorama-Mitglied
7. Dez. 08:01
Wenn man vorab keine eigenen vorstellungen hat ist es schwierig gut von schlecht zu unterscheiden...und von hundeschule halte ich auch nix🙏
Wie haben an einer Hundeschule früher gewohnt.
Fand dieses schrille Rum geschreie und überschwenglich loben schrecklich und dann immer hiiiiiiier!!!!!! - das hat mich von Hundeschule abgeschreckt 🤣
Mittlerweile durch andere die in Hundeschulen waren, habe ich auch gesehen wie diese Arbeit, weil die Leute es nachmachen.
Das lustige ist, die Hundehalter die bei mir rumlaufen ich sehe direkt bei welcher Hundeschule die waren oder sind. Wenn man dann spricht Jackpot richtig getippt 🤣
Ich habe damals meinen Weg gefunden und werde ihn weiter gehen einfach nur mit Bindung und Orientierung.
Damit spare ich mir unnormal viel arbeit und muss einfach bestimmt über 90% gar nicht machen.
 
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Carola
7. Dez. 08:04
Ja deswegen haben meine Hunde nie eine Hundeschule gesehen. Aber gut es sind halt Gruppen und in diesen Gruppen wird halt mit 0815 gearbeitet, viele werden vllt. abgeholt die speziallere Hunde aber nicht.
Woher weißt du das, wenn du noch nie in einer Hundeschule warst?
Es gibt sehr unterschiedliche Hundeschulen die mit sehr unterschiedlichen Konzepten und Ansätzen arbeiten und dort ist durchaus Fachwissen vorhanden. Es ist auch nicht so dass alle Hundehalter perfekt sind und alles alleine hinbekommen. Die Ergebnisse nicht erfolgreicher Hundeerziehung sieht man häufig auf der Straße- häufig ohne Hundeschule, ohne Grenzen, in keinster Weise erzogen- argument: das ist ein Tierschutzhund der ist
doch so dankbar!
Ist aber dann häufig äußerst unlustig wenn dieses dankbare hundilein intrinistisch motiviert auf meine Hunde losgeht.
Da wäre manchmal doch ein wenig Anleitung zur Erziehung- mit welchem Ansatz auch immer- durchaus positiv.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Dez. 08:11
Woher weißt du das, wenn du noch nie in einer Hundeschule warst? Es gibt sehr unterschiedliche Hundeschulen die mit sehr unterschiedlichen Konzepten und Ansätzen arbeiten und dort ist durchaus Fachwissen vorhanden. Es ist auch nicht so dass alle Hundehalter perfekt sind und alles alleine hinbekommen. Die Ergebnisse nicht erfolgreicher Hundeerziehung sieht man häufig auf der Straße- häufig ohne Hundeschule, ohne Grenzen, in keinster Weise erzogen- argument: das ist ein Tierschutzhund der ist doch so dankbar! Ist aber dann häufig äußerst unlustig wenn dieses dankbare hundilein intrinistisch motiviert auf meine Hunde losgeht. Da wäre manchmal doch ein wenig Anleitung zur Erziehung- mit welchem Ansatz auch immer- durchaus positiv.
Ich muss sagen ich glaube ich habe ein sehr übertriebenes wie ich mit meinen Hundis lebe.
Mit übertrieben meine ich, selbst wenn ich was in der Wohnung machen, wir machen es zusammen. Wir machen alles zusammen und sind fast 24/7 zusammen. Und ja sie können auch problemlos alleine bleiben.
Ich bin auch nicht die Stumpfe ich laufe mal ne Runde.
Ich bin allgemein sehr abenteuerlustig und bin gerne wandern und Klettern und das mach ich auch mit meinen Hundis. Wir überqueren verschiedene Parkoure. Nicht nur die Hunde nein ich mach es vor die machen es mit.
Sprich ich lasse den Hund nicht auf einen Baumstamm springen und sage super wir machen das zusammen.
Mir fällt immer was ein allein schon weil mich vieles schnell langweiltm stumpfes laufen oder tricksen.
Wir machen alles als Team zusammen immer, egal was selbst Einkäufe tragen etc.
Ich habe schnell gemerkt, dass sie freiwillig immer bei mir bleiben, egal ob ich mich irgendwo hinsetzte etc. Ich bin interessanter als das was sie draußen erleben könnten.
 
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Carola
7. Dez. 08:19
Ich muss sagen ich glaube ich habe ein sehr übertriebenes wie ich mit meinen Hundis lebe. Mit übertrieben meine ich, selbst wenn ich was in der Wohnung machen, wir machen es zusammen. Wir machen alles zusammen und sind fast 24/7 zusammen. Und ja sie können auch problemlos alleine bleiben. Ich bin auch nicht die Stumpfe ich laufe mal ne Runde. Ich bin allgemein sehr abenteuerlustig und bin gerne wandern und Klettern und das mach ich auch mit meinen Hundis. Wir überqueren verschiedene Parkoure. Nicht nur die Hunde nein ich mach es vor die machen es mit. Sprich ich lasse den Hund nicht auf einen Baumstamm springen und sage super wir machen das zusammen. Mir fällt immer was ein allein schon weil mich vieles schnell langweiltm stumpfes laufen oder tricksen. Wir machen alles als Team zusammen immer, egal was selbst Einkäufe tragen etc. Ich habe schnell gemerkt, dass sie freiwillig immer bei mir bleiben, egal ob ich mich irgendwo hinsetzte etc. Ich bin interessanter als das was sie draußen erleben könnten.
Das mag auf dich zutreffen und das ist wirklich gut! Leider ist das aber in vielen Fällen eben nicht so und man sollte dann auch nicht davon ausgehen wenn man selber alles perfekt hinbekommt dass es bei anderen genauso ist.
Ich denke ich bekomme die Erziehung meiner Hunde auch sehr gut hin sehr aber häufig ist das in vielen Fällen nicht so ist. Abgesehen davon dass es Hunde von unterschiedlichem Charakter und Wesenseigenschaften gibt die man nicht alle gleich behandeln kann.
Ein jagdlich hochmotivierter Hund ist mit Sicherheit anders zu handeln als ein eher territorialer Hund mit geringem Jagdtrieb.
Also kann die Erziehung und die Vorgehensweise eben nicht die gleiche sein. Wenn mein Hund nicht jagt brauche ich mich nicht mit dem Problem der Jagdleidenschaft zu beschäftigen. Wenn mein Hund nicht apportiert brauche ich mich nicht mit den Feinheiten des apportierens zu beschäftigen.
Das hängt ja immer auch von der Mensch Hunde Kombination ab wie etwas funktioniert und ob es funktioniert. In der Stadt sind die Anforderungen an Hunde sicher andere als wenn man alleine im Wald wohnt. Von daher sollte man nicht immer von sich auf andere schließen und das was man selber tut auf alle übertragen wollen