Diese „Rahmenvorgabe“ von der Maike immer spricht, ist mir im Kontext des intrinsischen Verhaltens auch noch nicht so ganz klar.
Bedeutet es, wenn ich beispielsweise 2 Jahre nur mit Schleppleine spaziere und er danach auch ohne Schleppleine den Schleppleinenradius einhält, dass er dann intrinsisch agiert?
Obwohl er den Rahmen extrinsisch erlernt hat?
Wie gebe ich ohne Kommunikation oder Hilfsmittel einen Rahmen vor?
Ich meine, ich hätte alle Kommentare von Maike gelesen und verstanden, aber das ist mir noch unklar.
Ich finde das Thema höchst spannend, weil ich schon glaube, dass wir viel „Beziehungspotential“ leichtfertig vergeben, wenn wir nicht unseren Umgang mit dem Hund reflektieren und nur Schema F anwenden, ob nun operant oder klassisch konditioniert (von aversiven Methoden gar nicht zu sprechen).
Pepe zeigt beispielsweise auch intrinsisch motiviertes Verhalten, das ich mir nicht erklären kann. Bei längeren Spaziergängen kommt er öfter mal und stupst meine Hand an. Erst dachte ich, huch, will er ein Leckerli? Bin ich ein Automat? Aber er nimmt dann gar keins. Dann dachte ich, vielleicht will er jetzt mit mir in den Wald lauschen, dazu hocke ich mich runter zu ihm und wir hören gemeinsam und ich achte dann immer darauf, dass ich seinen Kopfrichtungen folge, das liebt er und dann fühlt er sich sehr wichtig.
Aber letztens ist er nicht auf das Angebot eingegangen und hatte anderes vor, trotz stupsen, also war die These auch wieder obsolete.
Ich finde es sehr schade, dass ich das nicht entschlüsseln kann.