Home / Forum / Erziehung & Training / Hundetrainer – Der Joker/Die Rettung?

Verfasser-Bild
Sebbi
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 59
heute 05:20

Hundetrainer – Der Joker/Die Rettung?

Hallo zusammen, Kennt ihr das auch? Sobald jemand von Problemen mit seinem Vierbeiner berichtet, sei es Leinenpöbeln, Jagdtrieb oder allgemeiner Ungehorsam, dauert es keine fünf Minuten, bis der Standard-Satz fällt: „Such dir einen guten Hundetrainer!“ Dieser gut gemeinte Rat nervt mich mittlerweile nur noch. Er wird oft als der heilsbringende „Hundetrainer-Joker“ ausgespielt, als wäre es die einfachste Lösung der Welt. Aber ist es wirklich so einfach? Meine persönlichen Erfahrungen Nach meinen Erfahrungen: Leider nein. Ich war seinerzeit mit meinem Beagle in einer wirklich renommierten Hundeschule. Das Ergebnis? Die Tipps waren gelinde gesagt „für die Tonne“. Später, bei meinem Hund Sebbi, wollte ich dieselbe Schule eigentlich noch einmal in Anspruch nehmen. Ehrlich gesagt aus einer Mischung aus Faulheit und mangelnder Motivation. Am Ende habe ich die Sache dann doch selbst in die Hand genommen und das Problem eigenständig gelöst. Das Problem mit der „Suche“ „Such dir einen guten Trainer“ klingt in der Theorie logisch, in der Praxis ist es oft ein Spießrutenlauf: * Kein Qualitätssiegel: Trainer tragen kein Schild auf der Stirn, das sie als „gut“ oder „schlecht“ ausweist. * Hohe Kosten: Auch die schlechten Trainer verlangen erst mal einen nicht unerheblichen Obolus. * Das Risiko: Bis der richtige Trainer gefunden ist, fließt erst mal ordentlich Geld aus der Geldbörse. Bis dahin wurden die bestehenden Probleme durch falsche Ansätze im schlimmsten Fall sogar noch verschlimmert oder gefestigt. Wie seht ihr das? Ich denke, ich bin nicht der Einzige, dem dieser pauschale Rat auf den Geist geht und der solche Erfahrungen gemacht hat. Habt ihr auch schon Unsummen investiert, nur um am Ende festzustellen, dass ihr es selbst besser hinbekommt? Oder war ein Trainer für euch tatsächlich hilfreich? Würdet ihr im Falle eines Falles überhaupt noch von selbst auf die Idee kommen, einen Trainer in Anspruch zu nehmen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen/Geschichten!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Peter
13. März 18:49
Ich war mit beiden Hunden nur in der Welpen Stunde.
Und selbst da hatte ich immer ein "komisches" Gefühl bei manchen Trainern.
Aber ich gebe zu, meine beiden haben mir die Erziehung danach auch sehr einfach gemacht.
Wenn's anders gewesen wäre, hätte ich vielleicht auch die Odyssee der Trainersuche auf mich nehmen müssen
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
13. März 18:53
„Richtig“ ist vielleicht nicht der beste Begriff, da jeder potentielle Kunde vielleicht andere Ansprüche hat an die Ausbildung. Persönlich war ich mal auf der Suche nach Beratung in einem anderen Bereich. Quali war dann eine paar Stunden Online Ausbildung. Die entsprechenden Kosten für die Ausbildung betrugen 500€ und die Beraterin wollte 100€ für eine Stunde Beratung. Keinerlei Vorbildung in einem zusammenhängenden Bereich. Für mich ist sowas keine „richtige“ Qualifikation. Für andere vielleicht schon…
In deinem Beispielsbereich kann ich nicht mitreden.
Aber eine Hundetrainerausbildung mit hinterher Paragraf 11 Genehmigung ist halt schon eine Qualifikation, ( auf dem Papier) die alle durchlaufenn müssen.
Ich selber habe auch mehrere Paragraf 11 Genehmigungen.
Daran kann man es leider nicht festmachen.
 
Beitrag-Verfasser
Lena
13. März 18:53
Gerade beim Hundetrainig, einem emotionalen Thema , ist der Draht zwischen Trainer und Halter ganz besonders wichtig. Nicht jeder Trainer ist für Jeden der richtige. Deswegen muss er aber nicht unbedingt schlecht sein.
Das sage ich auch nicht, auch nicht das Trainer nicht nützlich sind.
Aber für einen persönlich geeigneten Trainer wachsen nicht unbedingt auf Bäumen und wie auch du bereits geschrieben hast, erfordert es viel Recherche und Mühe.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
13. März 18:55
Das sage ich auch nicht, auch nicht das Trainer nicht nützlich sind. Aber für einen persönlich geeigneten Trainer wachsen nicht unbedingt auf Bäumen und wie auch du bereits geschrieben hast, erfordert es viel Recherche und Mühe.
Aber diese Mühe sollte man locker aufbringen.
Aber daran scheitert es bei Vielen.
Das fängt ja schon bei der Hundeanschaffung an .
Bei jedem Handy wird genaustens recherchiert , für den Hundekauf gilt das oft einfach nicht.
 
Beitrag-Verfasser
Lena
13. März 18:56
In deinem Beispielsbereich kann ich nicht mitreden. Aber eine Hundetrainerausbildung mit hinterher Paragraf 11 Genehmigung ist halt schon eine Qualifikation, ( auf dem Papier) die alle durchlaufenn müssen. Ich selber habe auch mehrere Paragraf 11 Genehmigungen. Daran kann man es leider nicht festmachen.
Dann ist es vielleicht nur eine Basis und man kann für sich entscheiden, dass man die Ausbildung nicht ausreichend findet und ggf. weitere Weiterbildungen erwartet.
 
Beitrag-Verfasser
Lena
13. März 18:58
Aber diese Mühe sollte man locker aufbringen. Aber daran scheitert es bei Vielen. Das fängt ja schon bei der Hundeanschaffung an . Bei jedem Handy wird genaustens recherchiert , für den Hundekauf gilt das oft einfach nicht.
Da bin ich voll bei dir.
Ist aber die Frage, ob es zwingend von Beginn an (ohne konkrete Probleme) nötig ist.

Oder nur bei spezifischen und nicht mehr händelbaren Problemen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
13. März 19:04
Da bin ich voll bei dir. Ist aber die Frage, ob es zwingend von Beginn an (ohne konkrete Probleme) nötig ist. Oder nur bei spezifischen und nicht mehr händelbaren Problemen.
Wenn Grundwissen und die Sachkunde fehlen dann kommen die Probleme ja meistens. Darum finde ich es gut wenn man schon zu Beginn eine passende Basis legt.
Ich gebe ja zu dass ich bei meinem jetzigen Hunden nicht unbedingt einen Trainer gebraucht hätte aber durch das Training mit dem vorherigen Hund und der wirklich guten Trainerin hatte ich eine Basis. Die passte zwar nicht zu 100% auf meine jetzigen Hunde aber ich konnte viele Dinge richtig machen das Probleme nicht aufgetreten sind.
Mein Hund zwei hat ein gewisses Pöbel Potential durch meine vorherige Erfahrung konnte ich dem frühzeitig entgegenwirken und er pöbelt nicht. Hätte er dieses Potenzial ausleben können wäre es vermutlich ein elender Straßenkläffer geworden.
Ich denke viele Probleme können durch frühzeitiges richtiges und für den Hund verständliches Verhalten einfach vermieden werden.
Darum sollten gerade Anfänger sich auf jeden Fall sachkundig machen und zwar nicht nur aus Büchern und der Youtube Universität sondern tatsächlich mit kompetenter Hilfe.
Habe gerade so einen Fall in meinem Bekanntenkreis: liebe nette Leute, zwei kleine Kinder und dann muss natürlich der Labradoodle dazukommen. Ich hatte Ihnen von Anfang an geraten in eine Hundeschule zu gehen aber sie meinten sie schaffen das schon. Haben sie natürlich nicht und sind dann tatsächlich zu einer Hundeschule gegangen und überraschenderweise konnten sie die Probleme recht schnell in den Griff bekommen. Das ist auch kein schwieriger Hund sondern einfach nur ein undisziplinierter Jungspund mit Menschen die nicht wussten wie sie damit umgehen sollen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Ingrid
13. März 19:06
Frage ....was war vor der Zeit als es diese "Erzieher" noch nicht wirklich gab ?
Wäre auch dann nie auf die Idee gekommen meinen Hund von jemandem " Fremden" erziehen zu lassen .
Habe meine Hunde mit viel Geduld , Verständnis und Liebe zu tollen Begleitern werden lassen und so wuchsen wir zusammen und kannten / kennen uns gegenseitig wunderbar 💞
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heike
13. März 19:17
In deinem Beispielsbereich kann ich nicht mitreden. Aber eine Hundetrainerausbildung mit hinterher Paragraf 11 Genehmigung ist halt schon eine Qualifikation, ( auf dem Papier) die alle durchlaufenn müssen. Ich selber habe auch mehrere Paragraf 11 Genehmigungen. Daran kann man es leider nicht festmachen.
Das sehe ich genauso. Mit etwas Glück findest Du einen guten Trainer.
Meiner Meinung nach liegt das Problem vor Allem darin, dass alles schnell gehen soll, weil man ja keine Zeit hat. Aber die meiste Arbeit muss man selber leisten. Der Trainer kann Dir
auch nur sagen, woran das Verhalten liegt.
Leider ist meistens der Mensch das Problem und es bedarf manchmal nur einer Kleinigkeit,
um das Problem zu beheben. Ich habe bei meiner Trainerin viel über mich selbst gelernt und damit konnte ich arbeiten und das Problem angehen.
Und Hundetraining ist meiner Meinung auch eine hundelebenslange Sache, weil Du immer wieder abfragen musst, ob der Hund alles noch weiss und es umsetzen kann.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
13. März 19:21
Da bin ich voll bei dir. Ist aber die Frage, ob es zwingend von Beginn an (ohne konkrete Probleme) nötig ist. Oder nur bei spezifischen und nicht mehr händelbaren Problemen.
Wenn die Probleme erstmal nicht mehr händelbar sind, dann hat man ja im Vorfeld schon viel falsch gemacht, was man mit dem richtigen Trainer vermieden hätte.
So rum ist für mich der richtige Weg.