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Sebbi
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heute 05:20

Hundetrainer – Der Joker/Die Rettung?

Hallo zusammen, Kennt ihr das auch? Sobald jemand von Problemen mit seinem Vierbeiner berichtet, sei es Leinenpöbeln, Jagdtrieb oder allgemeiner Ungehorsam, dauert es keine fünf Minuten, bis der Standard-Satz fällt: „Such dir einen guten Hundetrainer!“ Dieser gut gemeinte Rat nervt mich mittlerweile nur noch. Er wird oft als der heilsbringende „Hundetrainer-Joker“ ausgespielt, als wäre es die einfachste Lösung der Welt. Aber ist es wirklich so einfach? Meine persönlichen Erfahrungen Nach meinen Erfahrungen: Leider nein. Ich war seinerzeit mit meinem Beagle in einer wirklich renommierten Hundeschule. Das Ergebnis? Die Tipps waren gelinde gesagt „für die Tonne“. Später, bei meinem Hund Sebbi, wollte ich dieselbe Schule eigentlich noch einmal in Anspruch nehmen. Ehrlich gesagt aus einer Mischung aus Faulheit und mangelnder Motivation. Am Ende habe ich die Sache dann doch selbst in die Hand genommen und das Problem eigenständig gelöst. Das Problem mit der „Suche“ „Such dir einen guten Trainer“ klingt in der Theorie logisch, in der Praxis ist es oft ein Spießrutenlauf: * Kein Qualitätssiegel: Trainer tragen kein Schild auf der Stirn, das sie als „gut“ oder „schlecht“ ausweist. * Hohe Kosten: Auch die schlechten Trainer verlangen erst mal einen nicht unerheblichen Obolus. * Das Risiko: Bis der richtige Trainer gefunden ist, fließt erst mal ordentlich Geld aus der Geldbörse. Bis dahin wurden die bestehenden Probleme durch falsche Ansätze im schlimmsten Fall sogar noch verschlimmert oder gefestigt. Wie seht ihr das? Ich denke, ich bin nicht der Einzige, dem dieser pauschale Rat auf den Geist geht und der solche Erfahrungen gemacht hat. Habt ihr auch schon Unsummen investiert, nur um am Ende festzustellen, dass ihr es selbst besser hinbekommt? Oder war ein Trainer für euch tatsächlich hilfreich? Würdet ihr im Falle eines Falles überhaupt noch von selbst auf die Idee kommen, einen Trainer in Anspruch zu nehmen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen/Geschichten!
 
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Carola
13. März 18:27
Ich denke das Problem, das Sebbi+ Rainer meint, ist insbesondere, dass sich „Trainer“ letztlich jeder Hans und Franz nennen darf. Da muss man als Kunde schon sehr genau schauen, welche Kompetenzen hinter stehen/ welche Ausbildung/ Weiterbildung etc. Das ist mit anderen Berufen (auch Freiberuflern) deren Berufsbezeichnung geschützt ist nicht zu vergleichen.
Das ist leider richtig so wie sich jeder Hempel Hundetrainer oder auch Tierheilpraktiker nennen kann weil es leider keine geschützten Begriffe sind. Aber viele Trainer haben Internetseiten auf denen auch Referenzen stehen. Das kann durchaus eine Orientierung sein.
 
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Michi
13. März 18:28
Ich denke das Problem, das Sebbi+ Rainer meint, ist insbesondere, dass sich „Trainer“ letztlich jeder Hans und Franz nennen darf. Da muss man als Kunde schon sehr genau schauen, welche Kompetenzen hinter stehen/ welche Ausbildung/ Weiterbildung etc. Das ist mit anderen Berufen (auch Freiberuflern) deren Berufsbezeichnung geschützt ist nicht zu vergleichen.
Natürlich muss man genau schauen, aber gute Trainer sind in jedem Fall zu finden.
Ich sehe allerdings auch in allen anderen Bereichen viele schwarze Schafe denen man sich nicht anvertrauen sollte.
Da schützt eine gesicherte Berufsbezeichnung / Weiterbildung auch nicht davor.
Gesunder Menschenverstand ist immer von Nöten. Und Selbstreflektion ebenso.
 
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Lena
13. März 18:33
Das ist leider richtig so wie sich jeder Hempel Hundetrainer oder auch Tierheilpraktiker nennen kann weil es leider keine geschützten Begriffe sind. Aber viele Trainer haben Internetseiten auf denen auch Referenzen stehen. Das kann durchaus eine Orientierung sein.
Klar, aber dann erfordert es erstmal Recherche über die Referenzen etc.
Dann ggf. für mehrere eventuelle Trainer oder es ist in der Region nur kaum oder ggf. nur jemand ohne richtige Qualifikation verfügbar.

Bei sowas kann viel Frust entstehen.
 
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Carola
13. März 18:34
Natürlich muss man genau schauen, aber gute Trainer sind in jedem Fall zu finden. Ich sehe allerdings auch in allen anderen Bereichen viele schwarze Schafe denen man sich nicht anvertrauen sollte. Da schützt eine gesicherte Berufsbezeichnung / Weiterbildung auch nicht davor. Gesunder Menschenverstand ist immer von Nöten. Und Selbstreflektion ebenso.
Oh ja wenn ich daran denke was mir die Hundetrainerin alles nach der ersten Stunde gesagt hat! Alter Schwede!
Sie erkannte sofort welche Teile des Problems an mir liegen und wo der Hund sein Problem hatte.
Damit war das Problem natürlich noch nicht gelöst es hat Jahre gedauert, aber da ich das annehmen konnte was sie mir sagte war es der Anfang eines langen Weges.
Tatsächlich habe ich auch einige zusätzliche Wochenendseminare gemacht die nicht ganz billig waren aber uns wirklich weitergebracht haben.
Da diese Trainerin mit Günter Bloch und Michael Greve zusammen arbeitete kam ich auch in den Genuss von Vorträgen dieser Herren und das war wirklich wie eine Erleuchtung.
Ehrlich gesagt war diese Trainerin nicht mal besonders sympathisch und auch nicht ganz einfach aber fachlich war sie großartig. Sie konnte einfach besser mit Hunden als mit Menschen.
 
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Carola
13. März 18:36
Klar, aber dann erfordert es erstmal Recherche über die Referenzen etc. Dann ggf. für mehrere eventuelle Trainer oder es ist in der Region nur kaum oder ggf. nur jemand ohne richtige Qualifikation verfügbar. Bei sowas kann viel Frust entstehen.
Natürlich erfordert es Recherche es ist nicht so dass man alles in den Schoß gelegt bekommt. Man muss ja nicht nur einen guten Trainer finden sondern auch einen der passt. Die Leute recherchieren stundenlang im Internet und das optimale Futter zu finden oder irgendwelche heilmittelchen gegen Zecken aber für ein Trainer ist keine Zeit? Kann ich nicht verstehen
 
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Michi
13. März 18:37
Die Hundetrainer schießen wie Pilze aus dem Boden .
Ich selber habe eine Freundin, die war Bürokauffrau , hatte den ersten Hund und schwups ist sie Hundetrainerin 😄
Davon kenne ich tatsächlich Einige.
Die haben dann auch eine Hundetrainerausbildung und ein Zertifikat.
Aber was ist das wert ?
Genauso wie man sich bemühen sollte einen seriösen Tierschutzverein oder Züchter zu finden, so muss man auch beim Hundetrainer etwas Recherche betreiben, dann wird man auch fündig werden.
 
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Michi
13. März 18:39
Klar, aber dann erfordert es erstmal Recherche über die Referenzen etc. Dann ggf. für mehrere eventuelle Trainer oder es ist in der Region nur kaum oder ggf. nur jemand ohne richtige Qualifikation verfügbar. Bei sowas kann viel Frust entstehen.
Was ist denn eine richtige Qualifikation?
Eine Hundetrainerausbildung mit Zertifikat haben die alle, denn ohne bekommt man nicht den Sachkundenachweis Paragraf 11 vom Veterinäramt und darf nicht gewerblich arbeiten.
 
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Carola
13. März 18:45
Was ist denn eine richtige Qualifikation? Eine Hundetrainerausbildung mit Zertifikat haben die alle, denn ohne bekommt man nicht den Sachkundenachweis Paragraf 11 vom Veterinäramt und darf nicht gewerblich arbeiten.
Das ist so eine Sache mit Qualifikation und es ist ja auch nicht so dass es einfacher wird das herauszufinden. Wenn ich nur daran denke wer so alles Schulbegleiter wird. Sechs Wochen vor dem Bildschirm, dann schwupps das Zertifikat und man ist Schulbegleiter ohne pädagogische Ausbildung.
Und die werden tatsächlich eingestellt und auf autistische oder ADHS Kinder losgelassen.
 
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Michi
13. März 18:46
Klar, aber dann erfordert es erstmal Recherche über die Referenzen etc. Dann ggf. für mehrere eventuelle Trainer oder es ist in der Region nur kaum oder ggf. nur jemand ohne richtige Qualifikation verfügbar. Bei sowas kann viel Frust entstehen.
Gerade beim Hundetrainig, einem emotionalen Thema , ist der Draht zwischen Trainer und Halter ganz besonders wichtig.
Nicht jeder Trainer ist für Jeden der richtige. Deswegen muss er aber nicht unbedingt schlecht sein.
 
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Lena
13. März 18:48
Was ist denn eine richtige Qualifikation? Eine Hundetrainerausbildung mit Zertifikat haben die alle, denn ohne bekommt man nicht den Sachkundenachweis Paragraf 11 vom Veterinäramt und darf nicht gewerblich arbeiten.
„Richtig“ ist vielleicht nicht der beste Begriff, da jeder potentielle Kunde vielleicht andere Ansprüche hat an die Ausbildung.

Persönlich war ich mal auf der Suche nach Beratung in einem anderen Bereich.
Quali war dann eine paar Stunden Online Ausbildung.
Die entsprechenden Kosten für die Ausbildung betrugen 500€ und die Beraterin wollte 100€ für eine Stunde Beratung.
Keinerlei Vorbildung in einem zusammenhängenden Bereich.

Für mich ist sowas keine „richtige“ Qualifikation.
Für andere vielleicht schon…