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Sebbi
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Anzahl der Antworten 58
zuletzt 13. März

Hundetrainer – Der Joker/Die Rettung?

Hallo zusammen, Kennt ihr das auch? Sobald jemand von Problemen mit seinem Vierbeiner berichtet, sei es Leinenpöbeln, Jagdtrieb oder allgemeiner Ungehorsam, dauert es keine fünf Minuten, bis der Standard-Satz fällt: „Such dir einen guten Hundetrainer!“ Dieser gut gemeinte Rat nervt mich mittlerweile nur noch. Er wird oft als der heilsbringende „Hundetrainer-Joker“ ausgespielt, als wäre es die einfachste Lösung der Welt. Aber ist es wirklich so einfach? Meine persönlichen Erfahrungen Nach meinen Erfahrungen: Leider nein. Ich war seinerzeit mit meinem Beagle in einer wirklich renommierten Hundeschule. Das Ergebnis? Die Tipps waren gelinde gesagt „für die Tonne“. Später, bei meinem Hund Sebbi, wollte ich dieselbe Schule eigentlich noch einmal in Anspruch nehmen. Ehrlich gesagt aus einer Mischung aus Faulheit und mangelnder Motivation. Am Ende habe ich die Sache dann doch selbst in die Hand genommen und das Problem eigenständig gelöst. Das Problem mit der „Suche“ „Such dir einen guten Trainer“ klingt in der Theorie logisch, in der Praxis ist es oft ein Spießrutenlauf: * Kein Qualitätssiegel: Trainer tragen kein Schild auf der Stirn, das sie als „gut“ oder „schlecht“ ausweist. * Hohe Kosten: Auch die schlechten Trainer verlangen erst mal einen nicht unerheblichen Obolus. * Das Risiko: Bis der richtige Trainer gefunden ist, fließt erst mal ordentlich Geld aus der Geldbörse. Bis dahin wurden die bestehenden Probleme durch falsche Ansätze im schlimmsten Fall sogar noch verschlimmert oder gefestigt. Wie seht ihr das? Ich denke, ich bin nicht der Einzige, dem dieser pauschale Rat auf den Geist geht und der solche Erfahrungen gemacht hat. Habt ihr auch schon Unsummen investiert, nur um am Ende festzustellen, dass ihr es selbst besser hinbekommt? Oder war ein Trainer für euch tatsächlich hilfreich? Würdet ihr im Falle eines Falles überhaupt noch von selbst auf die Idee kommen, einen Trainer in Anspruch zu nehmen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen/Geschichten!
 
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Michi
13. März 15:46
Hundeschulen können sinnvoll sein, aber meiner Beobachtung nach funktionieren klassische Gruppenstunden vor allem bei eher unkomplizierten („Züchter“-) Hunden. Bei sensiblen Hunden oder Hunden mit Vorgeschichte, passen solche 08/15-Konzepte oft nicht besonders gut. Viele Hunde lernen genauso gut – oft sogar besser – im Alltag mit ihrem Menschen. Einige Trainer:innen sagen auch, dass zu häufiges Training Hunde eher verwirren kann und der eigentliche Lernprozess im Alltag zwischen den Trainings stattfindet. Außerdem können Gruppensituationen mit vielen fremden Hunden für manche Hunde durchaus stressig sein und sind nicht für jeden Hund automatisch eine positive Lernerfahrung. Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass Hundeschulen für manche Halter ein Stück weit zum „Man macht das halt so“ dazugehören. Das heißt aber nicht automatisch, dass der Hund dadurch besser erzogen oder glücklicher ist. Entscheidend ist am Ende die Erziehung und das Zusammenleben im Alltag. 🐾
Natürlich lernen Hunde im Zusammenleben mit ihren Menschen. Eine Hundeschule ist ja eigentlich eine Menschenschule. Der Mensch wird angeleitet, wie er mit dem Hund umgehen soll und setzt das dann im Alltag um. Kein Hund wird wird in einer Stunde in der Woche erzogen.
 
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Carola
13. März 15:56
Natürlich lernen Hunde im Zusammenleben mit ihren Menschen. Eine Hundeschule ist ja eigentlich eine Menschenschule. Der Mensch wird angeleitet, wie er mit dem Hund umgehen soll und setzt das dann im Alltag um. Kein Hund wird wird in einer Stunde in der Woche erzogen.
Genauso! Und wenn man es dann zu Hause nicht umsetzt und sich wundert dass der Hund es in der nächsten Stunde nicht kann dann ist der Trainer schlecht!
So habe ich es jedenfalls häufig erlebt und natürlich funktionieren dann die Tipps vom Trainer nicht weil man sie nicht umgesetzt hat und diese Leute blieben dann auch relativ schnell den Stunden fern schließlich ist ja der Trainer schlecht!
Mein Hund zwei hat ein gewisses Pöbel Potential, darum gehe ich mit ihr regelmäßig in die Gruppenstunden und das ist sehr hilfreich, denn dann können wir genau an diesem Problem alleine durch die Anwesenheit der anderen Hunde arbeiten. Abgesehen davon nehme ich gerne die Trainingsstunden und vor allem die Tipps der erfahrenen Trainer mit.
 
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Karin
13. März 16:13
Ich habe nur einmal die Hilfe einer Hundetrainerin in Anspruch genommen. Die Problematik war Bissigkeit gegen Menschen. Sie hat mir geholfen und mir meinen Hund und seine Körpersprache erklärt und wie meine Körpersprache auf meinen Hund wirkt. Das war für mich der Schlüssel zu einem gemeinsamen Verständnis. Mit meinem jetzigen Verständnis, kann ich sie leider nicht weiterempfehlen. Körpersprache und Verhalten des Hundes erklären war top, die Arbeit mit dem Hund flop. Die Hundetrainer später im Verein, kamen mit ihren eigenen Hunden nicht zurecht und waren auch wenig emphatisch, was das Einschätzen der Mensch-Hundbeziehungen der verschiedenen Teams anging. Da gab es immer nur Standard-0815-Tipps, bei denen man schon vorher wusste, dass das für den jeweiligen Hund und seinen Menschen nicht passt. Und leider immer negativ voreingenommen dem Hund gegenüber (wg. der Rasse oder der Herkunft). Mit meinem jetzigen Wissen und aus meiner Erfahrung heraus, kann ich leider keinen Hundetrainer wirklich aus voller Überzeugung empfehlen. Das heißt aber nicht, dass ich die Inanspruchnahme eines Hundetrainers nicht empfehlen würde. Es kommt z. B. bei mir auch sehr darauf an, ob es menschlich passt. Wenn mir jemand nicht sympathisch ist, kann ich mir vorstellen, dass ich Ratschläge/Tipps schlechter annehme. Alles nicht so einfach 😬
Es geht einfach nicht ohne sich selbst mit der Thematik zu befassen. Körpersprache und den Hund lesen können ist das wichtigste überhaupt. 👍 Uns hat dies auch zum Erfolg geführt.
 
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Sebbi
13. März 16:54
Ich sehe das Problem vor allem bei den Hilfesuchenden, die sich hier im Forum melden.

Man kann ja eigentlich davon ausgehen, dass ein Mensch, der schon einige Jahre auf dieser Erde wandelt, durchaus mitbekommen hat, dass es Hundetrainer gibt und was die so generell treiben.
Wenn jemand hier um Rat fragt, gehe ich meistens davon aus, dass er eben gerade keinen seriösen oder vertrauenswürdigen Trainer an der Hand hat. Vielleicht sucht er auch einfach nur jemanden mit dem gleichen Problem.
Wenn dann einfach nur der „Trainer-Joker“ gezogen wird, ist das in diesem Moment eher frustrierend als hilfreich.

Im Optimalfall antwortet jemand, der das gleiche Problem hatte und eine echte Lösung anbieten kann. Richtig top wäre es natürlich, wenn derjenige die Lösung zusammen mit einem Trainer gefunden hat und dieser Trainer dann auch noch in der Nähe des Fragestellers aktiv ist. Das wäre echter Mehrwert.

Aber was macht eurer Meinung nach einen „guten Trainer“ eigentlich aus und woran erkennt man ihn? Das ist doch die spannende Frage.

Auch finanziell ist das ein riesiges Thema. Die Stundensätze gehen bei ca. 40 € los und wandern ganz schnell Richtung 100 € und weiter. Da macht man sich automatisch Gedanken, vor allem wenn man an schwarze Schafe gerät.

Ich hatte zum Beispiel den Fall, dass 70 € direkt zu Beginn bar auf die Hand gelegt und peinlichst genau nachgezählt werden mussten. Da fragt man sich doch: Wie soll ich eine Vertrauensbasis zu jemandem aufbauen, der scheinbar selbst niemandem vertraut und dir noch vor dem ersten relevanten Ansatz sämtliche buchbaren Pakete aufdrücken will?
Und wir reden hier nicht von irgendeinem Hinterhof-Trainer, sondern wie gesagt von einer renommierten Hundeschule, deren Gründerin mehrfach erfolgreich Bücher publiziert hat. Da erwartet man eigentlich Expertise, bekommt aber erst mal eine Verkaufsveranstaltung.

Man muss sich einfach eines klar machen: Es ist nun mal Fakt, dass Hundeschulen oder Trainer in erster Linie aus kommerziellen Gründen ihre Dienste anbieten. Das gilt für die guten wie für die schlechten gleichermaßen. Am Ende des Tages ist es ein Business. Wenn das Geschäftliche aber so massiv im Vordergrund steht, dass der Hund und der verzweifelte Halter nur noch als Kunde für die nächsten 10er-Karten gesehen werden, bleibt die individuelle Hilfe auf der Strecke. Man zahlt dann für einen großen Namen und ein Marketing-Konzept, aber nicht zwangsläufig für eine Lösung, die im Alltag mit dem eigenen Tier auch wirklich funktioniert.

Würdet ihr im Falle eines Falles überhaupt noch von selbst auf die Idee kommen, einen Trainer in Anspruch zu nehmen?
 
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Katrin
13. März 17:21
Ich sehe das Problem vor allem bei den Hilfesuchenden, die sich hier im Forum melden. Man kann ja eigentlich davon ausgehen, dass ein Mensch, der schon einige Jahre auf dieser Erde wandelt, durchaus mitbekommen hat, dass es Hundetrainer gibt und was die so generell treiben. Wenn jemand hier um Rat fragt, gehe ich meistens davon aus, dass er eben gerade keinen seriösen oder vertrauenswürdigen Trainer an der Hand hat. Vielleicht sucht er auch einfach nur jemanden mit dem gleichen Problem. Wenn dann einfach nur der „Trainer-Joker“ gezogen wird, ist das in diesem Moment eher frustrierend als hilfreich. Im Optimalfall antwortet jemand, der das gleiche Problem hatte und eine echte Lösung anbieten kann. Richtig top wäre es natürlich, wenn derjenige die Lösung zusammen mit einem Trainer gefunden hat und dieser Trainer dann auch noch in der Nähe des Fragestellers aktiv ist. Das wäre echter Mehrwert. Aber was macht eurer Meinung nach einen „guten Trainer“ eigentlich aus und woran erkennt man ihn? Das ist doch die spannende Frage. Auch finanziell ist das ein riesiges Thema. Die Stundensätze gehen bei ca. 40 € los und wandern ganz schnell Richtung 100 € und weiter. Da macht man sich automatisch Gedanken, vor allem wenn man an schwarze Schafe gerät. Ich hatte zum Beispiel den Fall, dass 70 € direkt zu Beginn bar auf die Hand gelegt und peinlichst genau nachgezählt werden mussten. Da fragt man sich doch: Wie soll ich eine Vertrauensbasis zu jemandem aufbauen, der scheinbar selbst niemandem vertraut und dir noch vor dem ersten relevanten Ansatz sämtliche buchbaren Pakete aufdrücken will? Und wir reden hier nicht von irgendeinem Hinterhof-Trainer, sondern wie gesagt von einer renommierten Hundeschule, deren Gründerin mehrfach erfolgreich Bücher publiziert hat. Da erwartet man eigentlich Expertise, bekommt aber erst mal eine Verkaufsveranstaltung. Man muss sich einfach eines klar machen: Es ist nun mal Fakt, dass Hundeschulen oder Trainer in erster Linie aus kommerziellen Gründen ihre Dienste anbieten. Das gilt für die guten wie für die schlechten gleichermaßen. Am Ende des Tages ist es ein Business. Wenn das Geschäftliche aber so massiv im Vordergrund steht, dass der Hund und der verzweifelte Halter nur noch als Kunde für die nächsten 10er-Karten gesehen werden, bleibt die individuelle Hilfe auf der Strecke. Man zahlt dann für einen großen Namen und ein Marketing-Konzept, aber nicht zwangsläufig für eine Lösung, die im Alltag mit dem eigenen Tier auch wirklich funktioniert. Würdet ihr im Falle eines Falles überhaupt noch von selbst auf die Idee kommen, einen Trainer in Anspruch zu nehmen?
Wir waren nur drei Stunden in der Hundeschule (hatten keine Probleme, Suki war 5M). Standard Gruppenkurs mit dem ich jedoch echt unzufrieden war und deswegen auch fix ging. Methode und Trainer passten schlicht nicht zu uns.

Bei einem Problem würde ich tatsächlich Erkundigungen einholen. Der Trainer sollte über Erfahrung mit dem Problem verfügen und dementsprechend auch zertifiziert sein.

Einzelstunden und Hausbesuch finde ich wichtig. Wer das nicht anbietet wäre sofort raus bei mir.

Training nach Schema F?Raus.

Alte Methoden? Raus.

Nicht auf einer Wellenlänge? Raus.

Inzwischen hab ich bereits mehrfach Kontakt mit Trainern gehabt die ich auch anfragen würde zwecks Training oder die ich fragen würde ob sie mir einen Kollegen empfehlen könnten, je nach Problem.
 
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Claudia
13. März 17:25
12 Euro 😁
Danke für den Tipp...soeben bestellt.

Alles Gute für euch 🐕
 
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Carola
13. März 17:26
Ich sehe das Problem vor allem bei den Hilfesuchenden, die sich hier im Forum melden. Man kann ja eigentlich davon ausgehen, dass ein Mensch, der schon einige Jahre auf dieser Erde wandelt, durchaus mitbekommen hat, dass es Hundetrainer gibt und was die so generell treiben. Wenn jemand hier um Rat fragt, gehe ich meistens davon aus, dass er eben gerade keinen seriösen oder vertrauenswürdigen Trainer an der Hand hat. Vielleicht sucht er auch einfach nur jemanden mit dem gleichen Problem. Wenn dann einfach nur der „Trainer-Joker“ gezogen wird, ist das in diesem Moment eher frustrierend als hilfreich. Im Optimalfall antwortet jemand, der das gleiche Problem hatte und eine echte Lösung anbieten kann. Richtig top wäre es natürlich, wenn derjenige die Lösung zusammen mit einem Trainer gefunden hat und dieser Trainer dann auch noch in der Nähe des Fragestellers aktiv ist. Das wäre echter Mehrwert. Aber was macht eurer Meinung nach einen „guten Trainer“ eigentlich aus und woran erkennt man ihn? Das ist doch die spannende Frage. Auch finanziell ist das ein riesiges Thema. Die Stundensätze gehen bei ca. 40 € los und wandern ganz schnell Richtung 100 € und weiter. Da macht man sich automatisch Gedanken, vor allem wenn man an schwarze Schafe gerät. Ich hatte zum Beispiel den Fall, dass 70 € direkt zu Beginn bar auf die Hand gelegt und peinlichst genau nachgezählt werden mussten. Da fragt man sich doch: Wie soll ich eine Vertrauensbasis zu jemandem aufbauen, der scheinbar selbst niemandem vertraut und dir noch vor dem ersten relevanten Ansatz sämtliche buchbaren Pakete aufdrücken will? Und wir reden hier nicht von irgendeinem Hinterhof-Trainer, sondern wie gesagt von einer renommierten Hundeschule, deren Gründerin mehrfach erfolgreich Bücher publiziert hat. Da erwartet man eigentlich Expertise, bekommt aber erst mal eine Verkaufsveranstaltung. Man muss sich einfach eines klar machen: Es ist nun mal Fakt, dass Hundeschulen oder Trainer in erster Linie aus kommerziellen Gründen ihre Dienste anbieten. Das gilt für die guten wie für die schlechten gleichermaßen. Am Ende des Tages ist es ein Business. Wenn das Geschäftliche aber so massiv im Vordergrund steht, dass der Hund und der verzweifelte Halter nur noch als Kunde für die nächsten 10er-Karten gesehen werden, bleibt die individuelle Hilfe auf der Strecke. Man zahlt dann für einen großen Namen und ein Marketing-Konzept, aber nicht zwangsläufig für eine Lösung, die im Alltag mit dem eigenen Tier auch wirklich funktioniert. Würdet ihr im Falle eines Falles überhaupt noch von selbst auf die Idee kommen, einen Trainer in Anspruch zu nehmen?
Leider sind einige Antworten hier im Forum doch sehr stark von Ideologie und Blauäugigkeit geprägt aber es gibt auch sehr gut Ratschläge. Und hier ist es genau wie bei dem Trainer man muss die guten Ratschläge herausfiltern.
Auch ein Trainer muss Geld verdienen und es wird ja auch von einer Hundeschule inzwischen ein gewisses Equipment verlangt und erwartet. Natürlich sollten die Preise nicht überzogen sein aber ich kann hier so eine gewisse Preiseinheit bei den Hundeschulen in meiner
Umgebung feststellen.

Früher trainierten wir auf einer Wiese, die Trainerin hatte das Equipment im Auto, wir bauten es zu Beginn der Stunde auf - wenn es benötigt wurde - und am Ende wieder ab und schleppten alles brav zum Auto. Das gibt es heute zu Tage kaum noch. Und es war die weltbeste Trainerin!
Ich habe immer mit den Trainern bzw der Hundeschule vorab ein Gespräch geführt, bin dorthin gefahren und habe mir das Training angeschaut und dann erst eine Entscheidung getroffen.

Ja mit meinem Problem Hund habe ich mir tatsächlich selbst ein Trainer gesucht da ich merkte weder die schlauen Tips der anderen Hundehalter noch meine Hundeerfahrung konnten dieses Problem lösen!
Was das Finanzielle angeht kann man auch in einem Verein trainieren was ich schon lange tue und ich muss sagen das sind hervorragende Trainer die dort arbeiten. Die arbeiten ehrenamtlich und natürlich muss der Verein sein Gelände unterhalten und auch Beiträge verlangen aber die liegen weit unter den Beträgen die eine Hundeschule nimmt.
Ein guter Trainer beobachtet, gibt Tipps und Ratschläge und korrigiert den Hundeführer wenn z.B die Körpersprache nicht eindeutig ist, das Timing schlecht ist, der Hund nicht versteht was sein Halter möchte weil er unklar ist.
Ich trainiere jetzt nicht weil ich ein Problem habe denn meine jetzigen Hunde sind wirklich pflegeleicht, sondern weil es mir und den Hunden viel Freude macht und man kann immer was dazu lernen.
Außerdem gibt es niemals nur einen Weg und ein guter Trainer weiß das und der Weg muss zu Hund und Mensch passen.
 
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Sonja
13. März 17:57
Ich sehe das Problem vor allem bei den Hilfesuchenden, die sich hier im Forum melden. Man kann ja eigentlich davon ausgehen, dass ein Mensch, der schon einige Jahre auf dieser Erde wandelt, durchaus mitbekommen hat, dass es Hundetrainer gibt und was die so generell treiben. Wenn jemand hier um Rat fragt, gehe ich meistens davon aus, dass er eben gerade keinen seriösen oder vertrauenswürdigen Trainer an der Hand hat. Vielleicht sucht er auch einfach nur jemanden mit dem gleichen Problem. Wenn dann einfach nur der „Trainer-Joker“ gezogen wird, ist das in diesem Moment eher frustrierend als hilfreich. Im Optimalfall antwortet jemand, der das gleiche Problem hatte und eine echte Lösung anbieten kann. Richtig top wäre es natürlich, wenn derjenige die Lösung zusammen mit einem Trainer gefunden hat und dieser Trainer dann auch noch in der Nähe des Fragestellers aktiv ist. Das wäre echter Mehrwert. Aber was macht eurer Meinung nach einen „guten Trainer“ eigentlich aus und woran erkennt man ihn? Das ist doch die spannende Frage. Auch finanziell ist das ein riesiges Thema. Die Stundensätze gehen bei ca. 40 € los und wandern ganz schnell Richtung 100 € und weiter. Da macht man sich automatisch Gedanken, vor allem wenn man an schwarze Schafe gerät. Ich hatte zum Beispiel den Fall, dass 70 € direkt zu Beginn bar auf die Hand gelegt und peinlichst genau nachgezählt werden mussten. Da fragt man sich doch: Wie soll ich eine Vertrauensbasis zu jemandem aufbauen, der scheinbar selbst niemandem vertraut und dir noch vor dem ersten relevanten Ansatz sämtliche buchbaren Pakete aufdrücken will? Und wir reden hier nicht von irgendeinem Hinterhof-Trainer, sondern wie gesagt von einer renommierten Hundeschule, deren Gründerin mehrfach erfolgreich Bücher publiziert hat. Da erwartet man eigentlich Expertise, bekommt aber erst mal eine Verkaufsveranstaltung. Man muss sich einfach eines klar machen: Es ist nun mal Fakt, dass Hundeschulen oder Trainer in erster Linie aus kommerziellen Gründen ihre Dienste anbieten. Das gilt für die guten wie für die schlechten gleichermaßen. Am Ende des Tages ist es ein Business. Wenn das Geschäftliche aber so massiv im Vordergrund steht, dass der Hund und der verzweifelte Halter nur noch als Kunde für die nächsten 10er-Karten gesehen werden, bleibt die individuelle Hilfe auf der Strecke. Man zahlt dann für einen großen Namen und ein Marketing-Konzept, aber nicht zwangsläufig für eine Lösung, die im Alltag mit dem eigenen Tier auch wirklich funktioniert. Würdet ihr im Falle eines Falles überhaupt noch von selbst auf die Idee kommen, einen Trainer in Anspruch zu nehmen?
Man sollte meinen, dass Leute, die Hunde haben, von XY ausgehen können oder sich auskennen, wenn sie schon 30 Jahre Hunde halten. Nichts davon trifft zuverlässig zu.
Viele Leute, die hier um Rat fragen, nutzen halt erstmal die einfachste und billigste Lösung und sind nicht direkt bereit, ein Training anzugehen. Oder sie stehen dem ganzen negativ gegenüber ("ich kann meinem Hund schon alleine Sitz beibringen!"), weil sie das Thema Hundeschule völlig falsch interpretieren. Teilweise schon jahrelang. Anfänger glauben auch gerne, die langjährigen Halter wissen Bescheid und die kann man fragen - das dachte ich auch als Anfänger. Heute lache ich über diesen Gedanken. Wie oft ich damals große Augen gemacht habe wegen diverser Ratschläge von Leuten, die ja schon seit 100 Jahren Hunde haben... Da gehe ich lieber zum Trainer 😅

Edit: Zu dem Rest deiner Erfahrung kann man wenig sagen, da es wieder so eine individuelle Sache ist: was genau wurde geraten? Wie wurde es tatsächlich umgesetzt? Und und und. Das will ich auch gar nicht werten oder diskutieren, es ist nur halt so, dass die 9 für den einen für den anderen auch eine 6 sein kann und beide haben recht. Sie nehmen sie nur aus verschiedenen Blickwinkeln wahr. Auch eine Geldzählerei muss kein mangelndes Vertrauen aus böser, geldgeiler Absicht sein - vielleicht haben sich in der Vergangenheit einfach manche aus versehen vertan und die Abrechnung hat am Monatsende in der Buchhaltung nicht mehr gepasst. Doof und aufwendig, wenn man dem dann auf den Grund gehen muss, da passt man nächstes Mal vielleicht lieber besser auf. Nur mal so als Denkanstoß. Was da wirklich los war, kann und soll hier keiner beurteilen. Ja, Trainer verdienen damit Geld. Friseure mit ihrer Arbeit auch. Oder Autobauer, Psychologen und plastische Chirurgen. Keiner macht das aus reiner Nächstenliebe. Aber das ist doch auch nicht schlimm, jeder davon kann doch trotzdem seinen Job lieben und darin gut sein.
 
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Michi
13. März 18:09
Ich sehe das Problem vor allem bei den Hilfesuchenden, die sich hier im Forum melden. Man kann ja eigentlich davon ausgehen, dass ein Mensch, der schon einige Jahre auf dieser Erde wandelt, durchaus mitbekommen hat, dass es Hundetrainer gibt und was die so generell treiben. Wenn jemand hier um Rat fragt, gehe ich meistens davon aus, dass er eben gerade keinen seriösen oder vertrauenswürdigen Trainer an der Hand hat. Vielleicht sucht er auch einfach nur jemanden mit dem gleichen Problem. Wenn dann einfach nur der „Trainer-Joker“ gezogen wird, ist das in diesem Moment eher frustrierend als hilfreich. Im Optimalfall antwortet jemand, der das gleiche Problem hatte und eine echte Lösung anbieten kann. Richtig top wäre es natürlich, wenn derjenige die Lösung zusammen mit einem Trainer gefunden hat und dieser Trainer dann auch noch in der Nähe des Fragestellers aktiv ist. Das wäre echter Mehrwert. Aber was macht eurer Meinung nach einen „guten Trainer“ eigentlich aus und woran erkennt man ihn? Das ist doch die spannende Frage. Auch finanziell ist das ein riesiges Thema. Die Stundensätze gehen bei ca. 40 € los und wandern ganz schnell Richtung 100 € und weiter. Da macht man sich automatisch Gedanken, vor allem wenn man an schwarze Schafe gerät. Ich hatte zum Beispiel den Fall, dass 70 € direkt zu Beginn bar auf die Hand gelegt und peinlichst genau nachgezählt werden mussten. Da fragt man sich doch: Wie soll ich eine Vertrauensbasis zu jemandem aufbauen, der scheinbar selbst niemandem vertraut und dir noch vor dem ersten relevanten Ansatz sämtliche buchbaren Pakete aufdrücken will? Und wir reden hier nicht von irgendeinem Hinterhof-Trainer, sondern wie gesagt von einer renommierten Hundeschule, deren Gründerin mehrfach erfolgreich Bücher publiziert hat. Da erwartet man eigentlich Expertise, bekommt aber erst mal eine Verkaufsveranstaltung. Man muss sich einfach eines klar machen: Es ist nun mal Fakt, dass Hundeschulen oder Trainer in erster Linie aus kommerziellen Gründen ihre Dienste anbieten. Das gilt für die guten wie für die schlechten gleichermaßen. Am Ende des Tages ist es ein Business. Wenn das Geschäftliche aber so massiv im Vordergrund steht, dass der Hund und der verzweifelte Halter nur noch als Kunde für die nächsten 10er-Karten gesehen werden, bleibt die individuelle Hilfe auf der Strecke. Man zahlt dann für einen großen Namen und ein Marketing-Konzept, aber nicht zwangsläufig für eine Lösung, die im Alltag mit dem eigenen Tier auch wirklich funktioniert. Würdet ihr im Falle eines Falles überhaupt noch von selbst auf die Idee kommen, einen Trainer in Anspruch zu nehmen?
Die Hilfesuchenden, die sich hier zu Wort melden, die reflektieren sich selber aber oftmals nicht wirklich.
Da wird von einem Trainer erwartet , dass er in wenigen Stunden die Probleme ausmerzt, die sie selber verursacht haben .
Eigentlich sind sie sogar oft das Problem.
Bei den Pferden ganz genauso.
Da wurschteln die jahrelang auf dem armen Pferd rum und der Trainer soll das dann bitte in 4 Wochen Beritt alles geraderichten.
Auch hier bei Dogorama glaube ich längst nicht alles, was geschrieben wird.
Da werden oft Sachen verdreht, die ein Trainer womöglich nie so gesagt oder getan hat, falls man überhaupt jemals einen konsultiert hat.
Und natürlich darf eine Trainerstunde auch etwas kosten.
Ein selbstständiger Trainer lebt unter Umständen davon und es ist sein Beruf.
Günstiger kommt man in den Vereinen weg, wo viele Trainer nebenberuflich oder sogar ehrenamtlich arbeiten.
 
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Lena
13. März 18:23
Die Hilfesuchenden, die sich hier zu Wort melden, die reflektieren sich selber aber oftmals nicht wirklich. Da wird von einem Trainer erwartet , dass er in wenigen Stunden die Probleme ausmerzt, die sie selber verursacht haben . Eigentlich sind sie sogar oft das Problem. Bei den Pferden ganz genauso. Da wurschteln die jahrelang auf dem armen Pferd rum und der Trainer soll das dann bitte in 4 Wochen Beritt alles geraderichten. Auch hier bei Dogorama glaube ich längst nicht alles, was geschrieben wird. Da werden oft Sachen verdreht, die ein Trainer womöglich nie so gesagt oder getan hat, falls man überhaupt jemals einen konsultiert hat. Und natürlich darf eine Trainerstunde auch etwas kosten. Ein selbstständiger Trainer lebt unter Umständen davon und es ist sein Beruf. Günstiger kommt man in den Vereinen weg, wo viele Trainer nebenberuflich oder sogar ehrenamtlich arbeiten.
Ich denke das Problem, das Sebbi+ Rainer meint, ist insbesondere, dass sich „Trainer“ letztlich jeder Hans und Franz nennen darf.
Da muss man als Kunde schon sehr genau schauen, welche Kompetenzen hinter stehen/ welche Ausbildung/ Weiterbildung etc.

Das ist mit anderen Berufen (auch Freiberuflern) deren Berufsbezeichnung geschützt ist nicht zu vergleichen.