Ich glaube das es wirklich auf verschiedene Dinge ankommt.
- das Problem:
z.b. bei schweren traumatisierten Hunden, bei sehr aggressiven Tieren...
- Zeit und Umsicht
Um mit einem Tier zu arbeiten braucht es sehr viel Vorbereitungszeit. Ich muss das Problem erkennen und mir Wissen aneignen.
Einen Trainingsplan erstellen und diesen abarbeiten.
- die eigene Unwissenheit
Um mit einem Tier zu arbeiten sollte man verschiedene Ansätze betrachten. Es gibt für ein Problem nicht nur die Lösung. Es muss einfach passen.
Viele Sachen kann man aber auch selbst lösen wenn man bereit ist daran zu arbeiten.
Ich sehe oftmals Leute die immer über ein gewisses Problem sprechen, dieses aber nie oder nur halbherzig angehen.
- scheinbar in die Mode gekommen ist auch ein Trend das ein Halter seinen Hund für die Erziehung abgibt und den " fertigen " Hund wieder abholt. 😏
Ich persönlich hatte ziemlich viele Probleme mit meiner Hündin. Ein Trainer hatte mich auf verschiedene Lösungen gebracht und als Hilfe Körpersprache, Körperhaltung, Mimik....zu erkennen gelernt. Alles weitere habe ich dann selbst und ich finde ,auch gut hinbekommen. Aber wie gesagt, Zeit, Geduld, Bereitschaft etwas zu ändern, selbst sich Wissen anzueignen und sich auch mal zu hinterfragen gehört dazu. Aber egal welchen Weg man wählt, Hauptsache die Richtung stimmt. 😉👍🫶
Von dieser Methode hab ich vorgestern beim Gassi auch gehört 😐 Hund abgeben und "fertig" wieder bekommen... Dumm nur, dass man zwischendurch selbst nichts gelernt hat. Entsprechend wenig funktioniert das Gespann, das so gearbeitet hat 🙈 Halte ich absolut nichts von! Ich dachte, das gehört heute in die Mottenschublade und wurde nur Anno Knips mit Jagdhunden so gemacht (und schon damals war das oft totaler Mist. Eine Bekannte hat das vor >20 Jahren mit ihrem Labbi so gemacht. Einmal und nie wieder, sagt sie). Aber irgendein "Trainer", der meint, das Rad neu zu erfinden, hat diese Schublade wohl wieder geöffnet. Im Fernsehen hat man schließlich mal gesehen, dass das in der Not bei Härtefällen so gemacht wird (während der Halter dann aber auch noch geschult wird). Also kann man das als Allerweltskonzept ja anbieten...
Ich glaube das ist mittlerweile ein großes Problem: mir fällt auf, dass in den letzten 10 Jahren dermaßen viele vermeintliche Trainer aus dem Boden geschossen sind, die sich als Heilsbringer sehen mit dem einzig wahren Weg. Gerne auch (ausschließlich) Online für eine kranke Menge Geld. Neulich hab ich sogar eine Kombination gesehen aus Training, Ernährungsberatung und Verkauf von Futter. Der Typ hat echt das gesamte Feld bestellt... In diesem Wust von Bullshit gerät man schnell an den falschen. Wohl schneller, als vor 10 Jahren...