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Alice
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 8
heute 12:04

Fremde Menschen anspringen

Huhu :) Und zwar hab ich folgendes Problem. Mein 9 Monate alter Schatz freut sich beim gassi gehen über jeden Menschen und will ihn anspringen, was natürlich nicht geht. Ich nehme ihn immer kurz wenn jemand kommt aber er ist dann überhaupt nicht mehr ansprechbar und mit Leckerlis locken bringt auch nichts . Habt ihr ne Idee wie ich das hinbekommen kann. Ich habe ihn erst seit einem Monat . Alles außer dieses Problem macht er super und er ist echt nen schlaues Kerlchen.
 
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Sonja
Beliebteste Antwort
8. Jan. 22:39
Warte nicht auf sein Fehlverhalten, um darauf zu reagieren. Du musst seine Aufmerksamkeit bekommen, bevor er reagiert.
Außerdem musst Du herausfinden, was er gerne tut oder mag. Das kann ein Spielzeug oder Leckerli sein, besser wäre aber eine gemeinsame Aktion, wie zusammen nach Mauselöchern schauen, zergeln, zusammen ein Stück rennen ... Es sollte lediglich den Interessen des Hundes entsprechen und Euch beiden Spaß machen.
Das tust Du, sobald Du andere Menschen siehst - noch bevor Simba sie wahrnimmt.
 
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Aylin
8. Jan. 21:08
Hey :)
Du musst aufjedenfall herausfinden was er am meisten mag zum Beispiel gekochtes Hühnchen , Käse oder Leberwurst
Und das fütterst du ihm dann nur draußen !
Damit weiß er ,,Ich muss mich anstrengen weil draußen bekomme ich das allerbeste“
 
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Jens
8. Jan. 21:28
Er wird auch einfach mit der Zeit ein bisschen ruhiger werden. Es ist grundsätzlich erstmal gut, dass andere Leute positiv belegt sind.

Sein Verhalten hat nichts mit "Wollen" zu tun sondern mit "können". Es fehlt die emotionale Bremse bei ihm. Das kommt mit der Zeit.
 
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Sonja
8. Jan. 22:39
Warte nicht auf sein Fehlverhalten, um darauf zu reagieren. Du musst seine Aufmerksamkeit bekommen, bevor er reagiert.
Außerdem musst Du herausfinden, was er gerne tut oder mag. Das kann ein Spielzeug oder Leckerli sein, besser wäre aber eine gemeinsame Aktion, wie zusammen nach Mauselöchern schauen, zergeln, zusammen ein Stück rennen ... Es sollte lediglich den Interessen des Hundes entsprechen und Euch beiden Spaß machen.
Das tust Du, sobald Du andere Menschen siehst - noch bevor Simba sie wahrnimmt.
 
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Guido
heute 08:22
ich hatte das bei unserem Hund wegbekommen , in dem ich die Begegnungen mit anderen Personen mehr kontrollierter anging. Was am Ende bedeutet, dass er erst einmal garnicht an die Person dran durfte. Ich habe ihn auch nur an Personen gelassen die ich kannte und die unseren Hund kannten. Dadurch war es einfacher ihn das abzugewöhnen. Wir (Bekannte und ich) hatten dann immer mit der offenen Hand geblockt und uns abgewendet.

Bei fremden Personen wirst du ihm das sehr schwer abtrainieren können, da diese wenig verstehen. Daher mein Tipp an dich. Fang an es erst einmal mit Bekannten bei ihm zu trainieren und dann wenn er einigermaßen drauf hat, lass ihn an fremde ran.
 
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Stephanie
heute 08:24
Wir haben ein „Streicheln“-Signal aufgebaut im Kontakt. Mein Mali kann sich auch nur schweeeeer beherrschen wenn ihr Zuneigung entgegen gebracht wird. Damit klappt es allerdings ganz gut :)
 
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𝑺𝒉𝒆𝒍𝒍𝒚 &
heute 09:00
Hallo 😊
das Verhalten ist in dem Alter absolut typisch – mit 9 Monaten ist dein Hund mitten in der Pubertät und sozial stark „überdreht“. Wichtig zu wissen: Freude ist kein Ungehorsam, sondern fehlende Impulskontrolle.

Ein paar Punkte, die wirklich helfen:
Nicht frontal stoppen
Kurznehmen direkt vor dem Menschen erhöht oft nur die Spannung.

Besser: frühzeitig Bogen laufen, Abstand vergrößern, bevor er hochfährt.
Distanz-Training statt Locken
Wenn Leckerlis nichts mehr bringen, ist er bereits über seiner Reizschwelle. Übe gezielt:
Mensch sehen → sofort Marker + Belohnung, bevor er losschießt. Anfangs mit sehr viel Abstand.
Alternativverhalten aufbauen
Z. B. „Sitz + Blick zu dir“, „Handtouch“ oder „Neben mir bleiben“. Das wird ohne Ablenkung aufgebaut und dann schrittweise draußen trainiert.
Kontakt nicht immer erlauben
Wenn er öfter Menschen anspringen darf, lernt er: Mensch = Jackpot. Besser: 90 % der Begegnungen kein Kontakt, wenige kontrollierte Kontakte mit ruhigen Menschen.
Geduld & Management
Du hast ihn erst seit einem Monat – Bindung und Orientierung entstehen nicht sofort. Bis das Training greift: Abstand, Bögen, notfalls ruhig weitergehen ohne Diskussion.
Das ist absolut lösbar und kein „schlechtes Benehmen“. Er ist einfach ein sehr sozialer Junghund mit viel Energie 😉


LG 🐾
 
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Christine
heute 11:50
Bist du sicher, dass das Freude ist? Hunde versuchen so auch, Fremde auf Abstand zu halten.
Ich denke, du wirst schnell Erfolg feststellen, wenn du nicht mehr dem Hund die Begrüßung überlässt, sondern das selbst übernimmst. Dein Hund soll einfach ein bisschen hinter dir bleiben und evtl. sitzen. Das Begrüßen ist nicht seine Aufgabe, sondern deine.
 
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Yvonne
heute 12:04
Aus meiner Erfahrung heraus hilft es, mit Menschen zu üben, die Zeit haben.
In den „Begrüßungsmomenten“ den Hund einfach an kurzer Leine (nur so kurz, dass er nicht wie ein Flummi um Dich herum hüpfen kann) stehen bleiben, die Leine einfach nur festhalten und warten. Er wird sich beruhigen und sehr wahrscheinlich auch hinsetzen (muss aber nicht).
So bald er Ruhe zeigt, wie stehen bleiben, Rute bisschen tiefer und nicht mehr peitschend wedelnd, Blick zu Dir, RUHIG Loben mit einem guuuuut und fein. Aber leise und ruhig.
Am besten nicht berühren, weil das meist wieder Aktivität auslöst.

Dann schrittweise den Menschen näher bitten und sobald der Hund wieder hochfährt soll das Gegenüber stehenbleiben und Du verfährst nach dem gleichen Schema. Festhalten, auf die Ruhe des Hundes warten und wieder im richtigen Moment leise loben, wenn Ruhe gezeigt wird.

Das Problem wird sich mit der Zeit legen, durch Geduld und viele Wiederholungen.
Ruhig bleiben, geduldig bleiben, das sind die wichtigsten Komponenten im Umgang mit Hunden 🙂