Hallo Laura,
eigentlich ist es ganz einfach und du hast es -wie man an deinen Fragen erkennt- ja auch schon verstanden.
Ihr solltet an eurer Beziehung arbeiten.
Eine gute Bindung baut sich auf, wenn ihr gemeinsam möglichst viele tolle Abenteuer erlebt.
Die Betonung liegt auf „gemeinsam“. Also nicht, der Hund läuft 50m vorweg, macht sein Ding und du dackelst hinterher. Oder er hängt am Ende der Schlepp und du kämpfst dagegen an um ihn halten zu können.
Deine erste Aufgabe sollte sein, herauszubekommen was ihm richtig Spaß macht und warum er so weit voraus will? Will er jagen? Sucht er Action mit anderen Hunden? Ist er sexuell motiviert? Ist er einfach nur gestresst und kann sich auf nichts konzentrieren? Hat er Lust zu rennen? etc.pp.
Daraus leitest du Beschäftigungen ab, da kannst du auch gerne kreativ sein.
Border lieben ja zB. oft Beschäftigungen wie Curving, weil das eine Sequenz aus ihrer Hütemotivaton ist.
Wichtig im Kontext Beschäftigung ist auch, dass du deinen Hund lernst zu lesen, also auf welchem Stresslevel er sich befindet. Baue eine Ampel auf, wenn er rot-gestresst ist, mache Ruhetraining.
Beim nächsten Spaziergang zähle mal, wie oft du ihn lobst und zähle wie oft du „nein“,“hier“,“langsam“,“raus da“, „aus“, usw. sagst. Vermutlich bist du in seinen Augen die reinste Spaßbremse, kommst nur mit Verboten, niemals mit Geboten, das gilt es umzudrehen.
Dass er denkt, bei dir/MIT dir kann er tolle Dinge erwarten, da musst du hinkommen.
Viel Erfolg.