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Marisa
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heute 22:37

Abbruchsignal trainieren

Huhu, ich bin auf der Suche nach Ideen und Tipps mit meinem 9 Monate altem Labrador ein verbindliches Abbruchsignal zu trainieren. Die Methoden aus unserem Junghund-Modul der Hundeschule funktionieren leider nicht und bisher gab es auch leider keine individuellen Ratschläge der Trainerin für uns (es sind wöchentlich stattfindende Gruppenangebote mit weniger Platz für individuelle Fragen). Da er bereits gelernt hat, Leckerlis vom Boden oder aus der Hand nur nach Blickkontakt und Freigabe unsererseits zu fressen, funktionieren die Übungen aus der Hundeschule leider nicht für uns. Dort sollten beispielsweise drei Leckerlis auf den Boden geworfen werden, die der Hund nehmen darf und das vierte darf er nicht nehmen. Da unser Hund aber wie gesagt nur auf Freigabe Leckerlis aufnimmt, klappt das für uns nicht. Da es unser erster Hund ist fehlen mir ein bisschen die Ideen und ich würde mich über Ratschläge oder Ideen von euch freuen 🥰 Ich hatte auch schon versucht mich durch andere Beiträge zu lesen aber bin da auch nicht richtig fündig geworden. Danke!
 
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Lisa-Eileen
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heute 21:23
Ich regel alles übers soziale und Raumverwaltung, also so wie Hunde untereinander kommunizieren.
Und das Abbruchsignal musst du ja eben auch an verschiedenen Sachen und Situationen üben, der Hund verknüpft ja immer Situations und Kontext gebunden.
Wenns mit Leckerlies klappt kannst du es mit Spielzeug, Personen, dynamischen Situationen usw versuchen... alles halt wo der Hund in Versuchung kommen könnte.
Natürlich immer vom Schwierigkeitsgrad her so das ers schaffen kann.
Du könntest auch ne Stufe höher gehen und es ihm schmackhaft machen oder provozieren, zb vor seine Schnauze hinhalten usw falls du das noch nicht gemacht hast oder du machst die Übungen eben in Situationen wo er aufgeregter ist, damit festigst du es.
Also gibt da eigentlich ganz viel Spielraum.
Oder Leckerlies oder Essen auslegen ohne das er sieht das du das ausgelegt hast (Hunde checke easy ob etwas ne Trainingssituation ist😬) und da dann mit ihm dran vorbeigehen.
Wenn er dran will antippen und/ oder Weg versperren indem du dich vor ihn eindrehst.
Je nachdem wie stark er es eben braucht.
 
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Lisa-Eileen
heute 21:23
Ich regel alles übers soziale und Raumverwaltung, also so wie Hunde untereinander kommunizieren.
Und das Abbruchsignal musst du ja eben auch an verschiedenen Sachen und Situationen üben, der Hund verknüpft ja immer Situations und Kontext gebunden.
Wenns mit Leckerlies klappt kannst du es mit Spielzeug, Personen, dynamischen Situationen usw versuchen... alles halt wo der Hund in Versuchung kommen könnte.
Natürlich immer vom Schwierigkeitsgrad her so das ers schaffen kann.
Du könntest auch ne Stufe höher gehen und es ihm schmackhaft machen oder provozieren, zb vor seine Schnauze hinhalten usw falls du das noch nicht gemacht hast oder du machst die Übungen eben in Situationen wo er aufgeregter ist, damit festigst du es.
Also gibt da eigentlich ganz viel Spielraum.
Oder Leckerlies oder Essen auslegen ohne das er sieht das du das ausgelegt hast (Hunde checke easy ob etwas ne Trainingssituation ist😬) und da dann mit ihm dran vorbeigehen.
Wenn er dran will antippen und/ oder Weg versperren indem du dich vor ihn eindrehst.
Je nachdem wie stark er es eben braucht.
 
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Frank
heute 22:37
Trainiere das erstmal bei einfachen Sachen wie z.B. einen Ball oder Rinderhautknochen ins Mäulchen geben, irgendwas das er mag - aber festhalten!
Dann das "Aus"-Signal. Mit bestimmendem, auffordernden Ton, aber nicht(!) unfreundlich, eher spielerisch. Lernen sollte immer etwas mit Spass verbunden sein.
Das Spieli nicht los lassen!
Gibt er nicht frei,
ködere ihn mit einem Lieblingsleckerchen. Sobald er frei gibt um ans Leckerchen zu kommen:
sofort freudig(!) loben... und dann erst - aber schnell - das Leckerchen geben.
Paar mal probieren, dann - vor allem wenn's nicht gleich klappt - was anderes machen was er schon kann:
damit ihr mit einem positiven Erlebnis die Übungseinheit beendet.

Lässt er dann mal das Spieli von selbst fallen: Party, feiern!!

Festigt sich das, kannst du langsam zu fressbaren Herausforderungen über gehen.

Mit zunehmender Übung das Leckerchen mal weglassen und erst beim zweiten, dann beim dritten Durchgang usw. geben. Bis es zur Routine wird.
Loben generell immer wenn er es macht wie du es möchtest. Da genügt dann auch irwann ein "Standart-Lob" als Bestätigung.

So in etwa trainiere ich fast alles an nonkomplexen Grundkommandos.
Komplexere Aufgaben werden erst in einzelne Phasen zerlegt und später - wenn er die einzelnen Segmente beherrscht - peu a' peu zu einer Einheit zusammen gefügt.

Vergiss nicht dass viele Sachen immer wieder mal aufgefrischt werden müssen, sonst verschleift sich so manches mit der Zeit. Denke auch daran,mal "freudige Überraschungen" in's Training mit einzubauen. Zuviel Routine machts sonst irgendwann langweilig.
LG