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N
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heute 20:15

12-jährige Hündin bleibt nicht mehr alleine zuhause

Hey, ich habe leider aktuell das Problem, dass meine Hündin nicht mehr zuverlässig alleine bleibt. Sie ist seit knapp 11 1/2 Jahren bei mir(anfangs als Familienhund, vor ca. 7 Jahren hab ich sie mitgenommen, als ich zuhause ausgezogen bin). Wir haben ihr anfangs direkt das alleine bleiben beigebracht, da gab es anfangs ein paar „Probleme“, die wir dann zu der Zeit auch in den Griff kriegen konnten. Seitdem lief das alleine bleiben immer super.. sie hat gechillt, an ihren Knochen, die sie vorher versteckt hatte geknabbert, mit ihrem Ball gespielt, oder geschlafen.

Jetzt habe ich mich vor knapp 2 Monaten von meinem Partner getrennt und bin in eine neue Wohnung gezogen(wir haben vorher ca. ein Jahr zusammen gewohnt). Die neue Wohnung kennt sie jetzt seit ca. 1 1/2 Monaten, war die ersten Wochen gar nicht alleine in der Wohnung, dann habe ich angefangen mit ihr langsam zu üben, dass ich in andere Räume gehe, dass ich vor die Haustüre gehe, dann auch mal weggehe, wegfahre, usw. da sie die Wohnung ja trotzdem nicht allzu gut kennt und sie vermutlich noch ungewohnt sein wird. Hat auch alles echt gut funktioniert, bis zu mehrere Stunden haben wir es geschafft, ohne Probleme. Sie hat lediglich immer mal wieder zur Tür geschaut, und sich dann wieder anderweitig beschäftigt.. Nach meinem Urlaub musste ich dann ja leider auch wieder zur Arbeit, da hat es auch den ersten Tag super funktioniert, sie hat sich zwar ab und an mal vor die Tür gelegt, mal ein wenig gewinselt und ist dann aber wieder durch die Wohnung gewandert und hat sich beschäftigt, mit schlafen, oder knabbern. Seit dem zweiten Tag schafft sie es nicht mehr.. sie rennt sofort zur Tür, legt sich hin und fängt mal früher, mal später das Winseln und dann auch irgendwann das Jaulen an. Auf der Kamera konnte ich beobachten, dass sie sich gelegentlich schafft wieder zu beruhigen, dann liegt sie wieder auf dem Teppich, dann mal auf der Couch, geht mal an den Wassernapf, ins Körbchen usw. Und manchmal halt eben nicht.

Ich habe auf unterschiedliche Weisen probiert, ihr Beschäftigungen und ablenkungen zu geben, oder das Muster zu verändern.. habe ihr Knabberzeug gegeben bevor ich gegangen bin, habe ihr Musik zur Ablenkung angemacht, ihr einen Kong gegeben bevor ich los bin, sonst bin ich immer relativ zeitnah nach dem Gassi gehen gegangen, dann habe ich schon probiert extra nochmal vorher ein wenig länger bei ihr zu bleiben, bevor ich gehe.

Mittlerweile funktioniert es manchmal dass sie entspannt bleibt, und manchmal auch gar nicht.
Jetzt bin ich mittlerweile ziemlich ratlos, da ich ja auch nicht einfach die Arbeit hinschmeißen kann und auch kein wirkliches Muster erkenne, an dem es liegen könnte, dass sie unruhiger wird.

Ich habe schon überlegt, ob es irgendwie an der Trennung mit meinem Partner liegen könnte, dass sie seitdem einfach generell eine Art Verlustangst hat, verstehe dabei aber gleichzeitig nicht, warum es manchmal funktioniert und manchmal nicht.. hatte denn vielleicht schonmal jemand eine ähnliche Situation, oder hat einen Ratschlag oder Tipps, was man mal ausprobieren könnte?
Ansonsten würde ich mich natürlich auch über Trainer-Empfehlungen freuen, bei denen man vielleicht schon solche ähnlichen Situationen mitbekommen hat. 🥹
 
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Nicolai
heute 19:25
Die Maus hat ihre Routinen verloren und das gewohnte Umfeld. Das kann temporär Unsicherheit in „allem“ sein. Was du dort erzählst sind für den Hund große Veränderungen. Meine Hündin hat seit der Trennung Angst vor unterschiedlichen Untergründen. Traut sich teilweise nicht vom Teppich. Also es kann gut sein, das sie ebenfalls ihre Sicherheit verloren hat und diese jetzt wieder neu finden muss. Ich würde ihr erstmal Zeit und viel Verständnis geben sich an alles zu gewöhnen auch wenn es nicht leicht ist die Fellnase so zu sehen. Versuch ihr Sicherheit durch neue Routinen zu geben. So mache ich es mit meiner. Ich bin kein Trainer aber das sind so meine Erfahrungen.
Viel Erfolg euch beiden 🙌
 
Beitrag-Verfasser
N
heute 20:13
Die Maus hat ihre Routinen verloren und das gewohnte Umfeld. Das kann temporär Unsicherheit in „allem“ sein. Was du dort erzählst sind für den Hund große Veränderungen. Meine Hündin hat seit der Trennung Angst vor unterschiedlichen Untergründen. Traut sich teilweise nicht vom Teppich. Also es kann gut sein, das sie ebenfalls ihre Sicherheit verloren hat und diese jetzt wieder neu finden muss. Ich würde ihr erstmal Zeit und viel Verständnis geben sich an alles zu gewöhnen auch wenn es nicht leicht ist die Fellnase so zu sehen. Versuch ihr Sicherheit durch neue Routinen zu geben. So mache ich es mit meiner. Ich bin kein Trainer aber das sind so meine Erfahrungen. Viel Erfolg euch beiden 🙌
Hey okay, ich Danke dir für die Rückmeldung. Das stimmt auch, das ist ja doch einiges für den Hund, das hört sich sehr plausibel an.. dann probiere ich das mal aus und versuche mehr neue Routinen für uns beide zu finden und sie in unseren Alltag einzubauen 🥹
Ich hoffe nur, sie gewöhnt sich schnell an alles, das ist ehrlich kein schöner Anblick, sie so leiden zu sehen.. ich hoffe auch, dass das bei euch beiden auch bald wieder wird und wünsche euch viel Erfolg dabei 🍀
 
Beitrag-Verfasser
Tina
heute 20:15
Zu Nicolais guten Beitrag würde ich nur den Faktor "Alter" ergänzen wollen. Für den Hund ist der Umzug evtl. auf Grund der nachlassenden Sinne belastender als früher. Stress wird im Alter oft schlechter vertragen.
Ich würde sie im Moment nicht mehr so lange alleine lassen und mich ggf. um eine Betreuung bemühen. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass Training in dem Alter etwas mehr Zeit benötigt und ich einen älteren Hund nicht mehr so viel Stress zu muten würde.
Der "zweite Tag" lässt sich möglicherweise durch das hoch gefahrene Nervensystem erklären. Sie schafft noch mit ihren Anpassungsmechsnismen den ersten Tag und dann "läuft das Fass über". Sie ist einfach überfordert mit der Situation.