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Susanne
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Anzahl der Antworten 21
heute 19:31

Stiftung Warentest - Unterstützung beim Einordnen der Ergebnisse

Liebe Community, Ich möchte gern euren Rat. Ich möchte die Ernährung meines jungen Labrador-Mix auf Adult umstellen und bin auf der Suche nach einem hochwertigen Trockenfutter. Ich habe hier auf Dogorama bereits einiges zum Thema gelesen, bin aber auch auf den aktuellen Test der Stiftung Warentest gestoßen (https://www.test.de/Trockenfutter-Hund-Test-5020107-tabelle/). Testsieger dort: ein Supermarkt-/Drogeriemarktprodukt für einen sehr günstigen Preis. Ich war überrascht und frage mich nun, wie diese Ergebnisse einzuordnen sind. Einige Fachhandelsmarken schneiden ernährungsphysiologisch zwar gleichwertig ab, stehen in anderen Kategorien aber hintenan. Nun meine Bitte: wer hat diesen Test gelesen und kann unterstützen bei der Einordnung der Ergebnisse? - Ist es denkbar, eine optimale Ernährung mit günstigen Produkten aus dem Supermarkt zu gewährleisten? (Ich selbst spüre inneren Widerstand bei dem Gedanken). - Inwieweit sind die Testkriterien aussagekräftig/vertrauenswürdig? - Können die Ergebnisse zuverlässig Orientierung bei der Produktauswahl bieten? Um die Diskussion klar einzugrenzen: Ich suche explizit ein Trockenfutter und möchte keine Diskussion Pro/Contra diese Ernährungsform anstoßen. Ich bin mir außerdem bewusst darüber, dass jeweils einzelne Produkte einer Marke getestet wurden und die jeweiligen Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf andere Produkte derselben Marke übertragbar sind. Sollte es bereits eine Diskussion zu diesem Thema geben, freue ich mich über einen entsprechenden Verweis.
 
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Carola
Beliebteste Antwort
7. Jan. 19:15
Stiftung Warentest, Ökotest und so weiter sind Interessenvertretungen und nicht unabhängige Prüfinstitute, wie man gerne glauben mag. Darum sollte man die Ergebnisse immer kritisch betrachten denn wer die Musik bezahlt bestimmt sie auch.
Grundsätzlich denke ich jedoch dass Supermarkt Futter-auch günstiges- einen Hund gesund ernähren kann sofern es bedarfsdeckend ist und der Hund es verträgt. Genau das gleiche gilt aber auch für alle anderen angebotenen Futtersorten.
Bei dem Getreideanteil muss man natürlich aufpassen ob der Hund es verträgt, wenn ja, kein Problem wenn nein muss man eben ein anderes suchen.
Die Fütterung von Hunden hat für viele einen religiösen Charakter darum denke ich dass es auch gleich wieder mal hier hoch hergehen wird aber ich bin der Meinung dass man sich von der Vernunft und nicht von Ideologie leiten lassen sollte.
Im Zweifel sollte man die Zusammensetzung des Futters-nicht die Marke- mit dem Tierarzt besprechen um so das beste Futter für den Hund zu finden.
 
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Tini
7. Jan. 18:44
Hallo Susanne,
ich kann dir https://www.platinum.com/startseite/ empfehlen und tatsächlich ist das „4Paws“ gar nicht so verkehrt, da es immerhin einen 70%igen Anteil Fleisch enthält.

Mein Tipp, achte darauf das Minimum 70% Fleisch enthalten ist und das Peodukt nicht nur aus Rohfasern und Proteinen besteht.

Einen schönen Abend wünsche ich euch 💫
 
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Regina
7. Jan. 18:53
Hallo! Ich kann zwar nichts zu dem Test sagen, aber ich sehe, Dein Hund ist ein Labbi-Doggen-Mix mit 11 Monaten. Neben mir liegt gerade mein 2. Hund dieser Mischung. Der erste war 6 Monate als er kam, also noch im Wachstum. Bitte denke daran, dass die Dogge länger braucht, um ausgewachsen zu sein und aufgrund des schnellen Wachstums hochwertiges Futter benötigt. Vielleicht kannst Du ja Deinen Tierarzt oder einen Ernährungsberater nach geeignetem Futter fragen?
Für mich sind Tests von Stiftung Warentest leider nicht sehr glaubwürdig, sorry.
Ich wünsche Dir viel Spaß mit diesem tollen Hund.
 
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Carola
7. Jan. 19:15
Stiftung Warentest, Ökotest und so weiter sind Interessenvertretungen und nicht unabhängige Prüfinstitute, wie man gerne glauben mag. Darum sollte man die Ergebnisse immer kritisch betrachten denn wer die Musik bezahlt bestimmt sie auch.
Grundsätzlich denke ich jedoch dass Supermarkt Futter-auch günstiges- einen Hund gesund ernähren kann sofern es bedarfsdeckend ist und der Hund es verträgt. Genau das gleiche gilt aber auch für alle anderen angebotenen Futtersorten.
Bei dem Getreideanteil muss man natürlich aufpassen ob der Hund es verträgt, wenn ja, kein Problem wenn nein muss man eben ein anderes suchen.
Die Fütterung von Hunden hat für viele einen religiösen Charakter darum denke ich dass es auch gleich wieder mal hier hoch hergehen wird aber ich bin der Meinung dass man sich von der Vernunft und nicht von Ideologie leiten lassen sollte.
Im Zweifel sollte man die Zusammensetzung des Futters-nicht die Marke- mit dem Tierarzt besprechen um so das beste Futter für den Hund zu finden.
 
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Susanne
7. Jan. 19:27
Hallo! Ich kann zwar nichts zu dem Test sagen, aber ich sehe, Dein Hund ist ein Labbi-Doggen-Mix mit 11 Monaten. Neben mir liegt gerade mein 2. Hund dieser Mischung. Der erste war 6 Monate als er kam, also noch im Wachstum. Bitte denke daran, dass die Dogge länger braucht, um ausgewachsen zu sein und aufgrund des schnellen Wachstums hochwertiges Futter benötigt. Vielleicht kannst Du ja Deinen Tierarzt oder einen Ernährungsberater nach geeignetem Futter fragen? Für mich sind Tests von Stiftung Warentest leider nicht sehr glaubwürdig, sorry. Ich wünsche Dir viel Spaß mit diesem tollen Hund.
Liebe Regina,
Vielen Dank für deinen Hinweis auf die verlängerte Wachstumsphase der Dogge. Ich suche nicht nur, aber auch deswegen ein hochwertiges Futter, das geeignet ist, den Hund in Entwicklung ausgewogen zu versorgen.
 
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Susanne
7. Jan. 19:39
Stiftung Warentest, Ökotest und so weiter sind Interessenvertretungen und nicht unabhängige Prüfinstitute, wie man gerne glauben mag. Darum sollte man die Ergebnisse immer kritisch betrachten denn wer die Musik bezahlt bestimmt sie auch. Grundsätzlich denke ich jedoch dass Supermarkt Futter-auch günstiges- einen Hund gesund ernähren kann sofern es bedarfsdeckend ist und der Hund es verträgt. Genau das gleiche gilt aber auch für alle anderen angebotenen Futtersorten. Bei dem Getreideanteil muss man natürlich aufpassen ob der Hund es verträgt, wenn ja, kein Problem wenn nein muss man eben ein anderes suchen. Die Fütterung von Hunden hat für viele einen religiösen Charakter darum denke ich dass es auch gleich wieder mal hier hoch hergehen wird aber ich bin der Meinung dass man sich von der Vernunft und nicht von Ideologie leiten lassen sollte. Im Zweifel sollte man die Zusammensetzung des Futters-nicht die Marke- mit dem Tierarzt besprechen um so das beste Futter für den Hund zu finden.
Liebe Carola,
Ich erwarte auch, dass meine Frage provoziert, Meinungen und Überzeugungen zu diskutieren. Ich will trotzdem nicht unversucht lassen, substanzielle Einordnungen einzuholen. Das kann den Diskurs ja bereichern.
Ich selbst habe z. B. auch den Anspruch, getreidefrei zu füttern und berücksichtige das auch bei meiner Suche. Aber das soll für meine Anfrage zunächst mal irrelevant sein. Es geht mehr um die Vertrauenswürdigkeit des Tests. Und dazu ist deine Position recht klar 😏
Danke dafür
 
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Sonja
7. Jan. 19:39
Vor den selben Fragen stand ich auch und ich finde das Thema Ernährung und dessen "Siegel" nach wie vor verwirrend. Für eine Antwort tauchen zwei neue Fragen auf 😩 Als Laie weiß man einfach nicht, auf was man sich verlassen kann, so ziemlich jeder sagt was anderes. Ich bin letztendlich wieder bei Platinum gelandet, das ist auch die Empfehlung der Züchterin, deren Hunde alle für gewöhnlich steinalt werden. Kann also nicht so schlecht sein ☺️
 
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Julia 🐾Nero
7. Jan. 20:10
Also meine Meinung dazu ist, dass Stiftung Warentest glaubwürdig ist, aber man muss mit Aufmerksamkeit und Verstand hinschauen was geprüft und gewertet wurde. Bei Hundefutter sind das ja nicht nur die Zutaten und Schadstoffe, sondern auch Verpackung, Fütterungsempfehlung, Werbeversprechen, Lesbarkeit, Deklaration, natürlich auch der Preis uvm.

Discounter schneiden in der Regel sehr gut in der ernährungsphysiologischen Bedarfsdeckung und Preis ab und bekommen wenig Punkte bei Deklaration und Verpackung.

Die eigentliche Frage ist am Ende immer, kann Discounter Futter gut und gesund sein? Und aus meiner Sicht, Ja! Das kann ich mit bestem Wissen und Gewissen nach langer Recherche für mich so beantworten.

Wie kann es aber so günstig sein? Da spielen sehr viele Faktoren rein.

Zum einen wird in sehr großen Mengen produziert und es gibt eigentlich ein Rezept, das Minimal nach "Geschmacksrichtung" verändert wird. Rind oder Lamm heißt in der Regel, dass der Großteil Geflügel ist und 4% Rind oder Lamm als Geschmacksrichtung zugegeben sind. Geflügel ist das günstigste Fleisch. Dazu wird in der Regel nur in großen Packungen (10kg oder als Aktion 15kg) verkauft, was sich wiederum günstig auf den kg Preis auswirkt.

Also Discounter produzieren in großen Mengen ein Futter, es gibt in der Regel kein Welpen oder Seniorenfutter. Dadurch können sie günstige Rohstoffpreise und Produktionskosten erzielen.
Discounter investieren kaum oder gar nicht in Beratung, Werbung, Design und sparen da sehr viel. Sie nutzen eigene Lager und Logistik und verkaufen an Bestandskunden und Laufkundschaft.

Der Umsatz ist so groß, dass sie auch mit kleinen Gewinnmargen verkaufen können UND oft verkaufen Discounter bestimmte Produkte sogar für den Einkaufspreis oder Produktionspreis. Das klingt verrückt, dient aber der Kundenbindung und die Anzahl an Produkten in Kombination an Masse lassen sie trotzdem große Gewinne einfahren.

Am krassesten war es, als Walmart versucht hat in Deutschland Fuß zu fassen. Die haben Produkte günstiger als für den Einkaufspreis verkauft um Kunden zu gewinnen.

Ein gesunder Hund, der keine speziellen Anforderungen an Ernährung stellt (kein Welpe, kein Senior, keine Unverträglichkeiten oder Allergien) kann sehr gut und gesund mir Discounterfutter versorgt werden. Hat man spezielle Anforderungen und sei es nur vegatarisches Futter aus Umwelt und Klimaaspekten oder einen Hund, der kein Gegflügel verträgt, wird man beim Discounter nicht fündig.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass eine sehr große Preisverzerrung nach oben statt findet und viele Marken einfach unverhältnismäßig überteuert sind, was die Erwartung an den Preis für Tiernahnung beeinflusst. Zumal Tiernahrung und bestimmte Marken auch eher Lifestyle Produkte geworden sind, weil Hundehalter bereit sind viel Geld zu zahlen. Ähnlich wie bei vegetarischen oder veganen Produkten oder der Pink Steuer. Leute denen etwas wichtig ist zahlen mehr, also werden entsprechend die Preise gestaltet.

Dazu kommen Trends wie möglichst wenig Zutaten und dann ein eigener Supplement Schrank, der dann nachträglich selber wild reingepantscht wird. Also extra Geld für Futter mit wenig Zutaten zahlen und extra Geld für Supplements ausgeben. Die Verkäufer freuen sich.

Das ist meine persönliche Meinung, vielleicht ist der eine oder andere Aspekt hilfreich.
 
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Ulrike
7. Jan. 21:15
Es gab vor vielen Jahren schon mal so einen Test. Damals waren auch die Discounter und Eigenmarken vorn. Ich habe alle ausprobiert. Meine 2 Hunde rochen sehr unangenehm am Körper. Auch hatten sie unerträglich oft Darmwinde. Das Fell war glänzend aber speckig. Der Output war u verhältnismäßig viel. Das Allgemeinbefinden auf 2 Monate gesehen war gut. Ob die Hunde den Blähbauch schmerzhaft oder unangenehm fanden konnte ich nicht bemerken, kann es mir aber vorstellen. Aufgrund der Geruchsentwicklung und der Speckigkeit und der Haptik des Fells habe ich es nicht mehr gefüttert. Die Tester haben ja auch nur die Bedarfsdeckung und nicht die Qualität der Zutaten getestet nach der Deklaration nicht nach Laboranalysen.
 
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Julia 🐾Nero
7. Jan. 21:22
Es gab vor vielen Jahren schon mal so einen Test. Damals waren auch die Discounter und Eigenmarken vorn. Ich habe alle ausprobiert. Meine 2 Hunde rochen sehr unangenehm am Körper. Auch hatten sie unerträglich oft Darmwinde. Das Fell war glänzend aber speckig. Der Output war u verhältnismäßig viel. Das Allgemeinbefinden auf 2 Monate gesehen war gut. Ob die Hunde den Blähbauch schmerzhaft oder unangenehm fanden konnte ich nicht bemerken, kann es mir aber vorstellen. Aufgrund der Geruchsentwicklung und der Speckigkeit und der Haptik des Fells habe ich es nicht mehr gefüttert. Die Tester haben ja auch nur die Bedarfsdeckung und nicht die Qualität der Zutaten getestet nach der Deklaration nicht nach Laboranalysen.
Doch es werden Laboranalysen gemacht und nicht nur nach Deklaration bewertet:

"Unter dem Mikroskop untersuchten wir die Futter auf Spuren tierischer Bestand­teile wie Haare, Horn und Borsten. Mittels DNA-Analysemethode ermittelten wir die Tier­arten, von denen Bestand­teile – wenn auch nur in Spuren – im Futter vorkommen. Außerdem bestimmten wir den Zucker­gehalt aller Produkte. Bei als getreide- oder glutenfrei gekenn­zeichneten Futtern prüften wir auf das Getreideeiweiß Gluten und Reisbestand­teile. Wir suchten auch nach Salmonellen – und wurden in keinem Futter fündig.

Folgende Analysen führten wir dafür sowie für die Bestimmung der ernährungs­physiologischen Qualität durch:

Mittels Metabarcoding über­prüften wir die enthalten Tier­arten. War eine deklarierte Tier­art im Futter mit dieser Methode nicht nach­weisbar, untersuchten wir auf diese Tier­art zusätzlich mittels Poly­merase-Kettenre­aktion (PCR), einer Methode zum Aufspüren bestimmter DNA-Abschnitte.

Mit dem immunologischen Nach­weis­verfahren Elisa (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) testeten wir diejenigen Futter auf Gluten, die eine getreidefreie oder glutenfreie Rezeptur angeben. Dafür bestimmten wir den Gliadin-Gehalt und berechneten daraus den Gluten­gehalt. Mittels PCR untersuchten wir als getreidefrei gekenn­zeichnete Futter auch auf Reisbestand­teile (Oryza sativa).

In Anlehnung an Verordnung (EG) Nr. 152/2009 bestimmten wir Trockenmasse/Feuchtig­keit, den Gehalt an Rohfett, Rohasche, Rohprotein, Rohfaser, Gesamt­zucker.

In Anlehnung an ASU-Methoden prüften wir Vitamin A, Vitamin E und Salmonellen. ASU steht für die Amtliche Samm­lung von Unter­suchungs­verfahren nach § 64 Lebens­mittel- und Futtermittel­gesetz­buch (LFGB).

Den pH-Wert prüften wir elektrome­trisch.

In Anlehnung an Din-EN-Methode prüften wir Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Betacarotin, Zink, Kupfer, Eisen, Selen und Jod sowie die Vitamine B1, D3, D2.

In Anlehnung an die DGF-Methode untersuchten wir nach Fett­extraktion das Fett­säurespektrum (darunter gesättigte, einfach ungesättigte, mehr­fach ungesättigte Fett­säuren, trans-Fett­säuren). Die DGF ist die Deutsche Gesell­schaft für Fett­wissenschaften.

Stärke bestimmten wir enzymatisch.

Stick­stoff­freie Extrakte, Brenn­wert und Kat­ionen-Anionen-Bilanz haben wir berechnet.

Chlorid bestimmten wir titrime­trisch.

Aminosäuren bestimmten wir mittels LC-MS/MS (Flüssig­chromato­graphie mit Massenspektrometrie), Taurin mittels HPLC-FLD (Hoch­leistungs­flüssig­keits-Chromato­graphie mit Fluoreszenzdetektor).

Die Verdaulich­keit des Rohproteins bestimmten wir in Anlehnung an VDLUFA-Methode. VDLUFA steht für Verband Deutscher Land­wirt­schaftlicher Unter­suchungs- und Forschungs­anstalten.

Wasser- und säurelöslichen Phosphor bestimmten wir in Anlehnung an die Methode von Lineva et al. (2018)."
 
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Ulrike
heute 06:11
Doch es werden Laboranalysen gemacht und nicht nur nach Deklaration bewertet: "Unter dem Mikroskop untersuchten wir die Futter auf Spuren tierischer Bestand­teile wie Haare, Horn und Borsten. Mittels DNA-Analysemethode ermittelten wir die Tier­arten, von denen Bestand­teile – wenn auch nur in Spuren – im Futter vorkommen. Außerdem bestimmten wir den Zucker­gehalt aller Produkte. Bei als getreide- oder glutenfrei gekenn­zeichneten Futtern prüften wir auf das Getreideeiweiß Gluten und Reisbestand­teile. Wir suchten auch nach Salmonellen – und wurden in keinem Futter fündig. Folgende Analysen führten wir dafür sowie für die Bestimmung der ernährungs­physiologischen Qualität durch: Mittels Metabarcoding über­prüften wir die enthalten Tier­arten. War eine deklarierte Tier­art im Futter mit dieser Methode nicht nach­weisbar, untersuchten wir auf diese Tier­art zusätzlich mittels Poly­merase-Kettenre­aktion (PCR), einer Methode zum Aufspüren bestimmter DNA-Abschnitte. Mit dem immunologischen Nach­weis­verfahren Elisa (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) testeten wir diejenigen Futter auf Gluten, die eine getreidefreie oder glutenfreie Rezeptur angeben. Dafür bestimmten wir den Gliadin-Gehalt und berechneten daraus den Gluten­gehalt. Mittels PCR untersuchten wir als getreidefrei gekenn­zeichnete Futter auch auf Reisbestand­teile (Oryza sativa). In Anlehnung an Verordnung (EG) Nr. 152/2009 bestimmten wir Trockenmasse/Feuchtig­keit, den Gehalt an Rohfett, Rohasche, Rohprotein, Rohfaser, Gesamt­zucker. In Anlehnung an ASU-Methoden prüften wir Vitamin A, Vitamin E und Salmonellen. ASU steht für die Amtliche Samm­lung von Unter­suchungs­verfahren nach § 64 Lebens­mittel- und Futtermittel­gesetz­buch (LFGB). Den pH-Wert prüften wir elektrome­trisch. In Anlehnung an Din-EN-Methode prüften wir Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Betacarotin, Zink, Kupfer, Eisen, Selen und Jod sowie die Vitamine B1, D3, D2. In Anlehnung an die DGF-Methode untersuchten wir nach Fett­extraktion das Fett­säurespektrum (darunter gesättigte, einfach ungesättigte, mehr­fach ungesättigte Fett­säuren, trans-Fett­säuren). Die DGF ist die Deutsche Gesell­schaft für Fett­wissenschaften. Stärke bestimmten wir enzymatisch. Stick­stoff­freie Extrakte, Brenn­wert und Kat­ionen-Anionen-Bilanz haben wir berechnet. Chlorid bestimmten wir titrime­trisch. Aminosäuren bestimmten wir mittels LC-MS/MS (Flüssig­chromato­graphie mit Massenspektrometrie), Taurin mittels HPLC-FLD (Hoch­leistungs­flüssig­keits-Chromato­graphie mit Fluoreszenzdetektor). Die Verdaulich­keit des Rohproteins bestimmten wir in Anlehnung an VDLUFA-Methode. VDLUFA steht für Verband Deutscher Land­wirt­schaftlicher Unter­suchungs- und Forschungs­anstalten. Wasser- und säurelöslichen Phosphor bestimmten wir in Anlehnung an die Methode von Lineva et al. (2018)."
Ok dann habe ich mich geirrt und verstehe das praktische Ergebnis nicht. Es ist natürlich nur eine Erfahrung mit 2 Hunden und wissenschaftlich nicht aussagekräftig. Den Geruch und diese Speckigkeit im Fell habe ich allerdings bei einem Besucherhund auch wahrgenomm und da wurde mir ungefragt erzählt, das der Hund Futter aus eine grossen Discounterunternehmen bekommt. Also drei Hunde, aber das heißt ja nicht, dass es alle Hunde betrifft. Vielleicht sind die Futtermischungen inzwischen ja auch anders. Würde mich über aktuelle Erfahrungsberichte freuen.