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Evi
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zuletzt 4. Jan.

Kotmenge variiert je nach Futter

Hallo an die Ernährungsexperten, warum ist die Kotmenge je nach Futter unterschiedlich und kann man daraus Rückschlüsse ziehen? Zum Hintergrund: mein Boxer Ben (4 Jahre) bekam bisher immer Trockenfutter. Früher von Josera, dann von Naturavetal. Er hatte immer weichen Kot. Vor ein paar Monaten habe ich auf Trockenbarf von Naturalis umgestellt und war überrascht, wie "schön" die Haufen ab da waren. Am Morgen muss er sich 2 x lösen und es sind ordentliche Haufen, die gerade so in die Kacka-Tüten passen. Nochmal zur Mittagszeit 2 x wobei die 2. Portion etwas weicher aber immer noch gut geformt ist. Jetzt im Urlaub ging mir das Futter aus und er bekam für 5 Tage Nassfutter von Aldi. Hat er lt. Kotkonsistenz wunderbar vertragen. Andererseits hatte er ständig Bauchgeräusche ohne sonstige Anzeichen von Unwohlsein. Was mich total verwundert hat, war aber die Kotmenge. So kleine Würstchen hat meine Katze gemacht oder evtl ein Dackel. Aber doch nicht ein Boxer! Jetzt wieder Trockenbarf und es gibt wieder die "Viertelpfünder"😅 Welche Menge ist "normal"? Kann man daraus tatsächlich Rückschlüsse auf die Verwertung ziehen? Kleiner Haufen = gut verdaut? Bin auf eure Meinung gespannt.
 
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Dorothe
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17. Dez. 17:59
Je mehr sich ein Hund lösen muss um so schlechter ist das Futter, da es nicht optimal für den Organismus verwertet wird.
 
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Dorothe
17. Dez. 17:59
Je mehr sich ein Hund lösen muss um so schlechter ist das Futter, da es nicht optimal für den Organismus verwertet wird.
 
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Julia
17. Dez. 18:34
So als grober Anhaltspunkt: Wenn ein Hund viel Kot produziert, bedeutet das oft, dass das Futter schlecht verdaulich ist, da viele Nährstoffe ungenutzt wieder ausgeschieden werden oder viele Füllstoffe/Ballaststoffe enthalten sind, wodurch die Haufen groß und häufig sind. Kleine, feste Haufen hingegen sind ein Zeichen dafür, dass das Futter gut verwertet wird.
 
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Andre
17. Dez. 18:47
Bin kein Experte 🙂

Hab mich nur letztens mit Futter für mein Welpen beschäftigt und wir sind dann auf Bubeck gestoßen.

Und dann haben mansche bei den Kommentaren zu dem Futter geschrieben das die Haufen recht groß wären also würde das Futter nicht gut verdaut das ist aber nicht der Fall .

„Kleine Würstchen“ heißen nicht automatisch, dass ein Futter besser verwertet wird. Oft bedeuten sie einfach weniger Trockenmasse, weniger Ballaststoffe und einen höheren Wasseranteil im Futter.

Soviel meine Infos
 
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🐶Sascha
17. Dez. 18:59
Hier die Meinung der Ki dazu.

Ein gesunder Hund setzt normalerweise 1-2 Mal pro Tag Kot ab, aber 1 bis 3 Mal täglich ist auch völlig normal, abhängig von Futter, Alter und Aktivität; wichtig ist ein regelmäßiges Muster und eine gesunde Konsistenz (fest, schokobraun), wobei Welpen und Welpen häufiger müssen und weniger Kot bei gut verdaulichem Futter entsteht.
Normalwerte und Einflussfaktoren

Häufigkeit: 1 bis 3 Mal pro Tag gilt als Standard, aber 1x alle 48 Stunden ist das Minimum.

Futter: Hochwertiges, leicht verdauliches Futter führt oft zu weniger Kotabsatz (1-2 Mal), während minderwertiges Futter mehr produziert.

Alter: Welpen müssen viel häufiger koten (4-6 Mal), da ihr Verdauungssystem noch reift.
Aktivität: Bewegung kann die Verdauung anregen, sodass ein Hund bei einem längeren Spaziergang auch mehrmals koten kann.
Was Sie beachten sollten

Ihr Hund ist die Norm: Das wichtigste ist, das übliche Muster Ihres Hundes zu kennen. Eine plötzliche Änderung (z.B. von 2x auf 5x täglich) ist wichtiger als die absolute Zahl.
Konsistenz: Der Kot sollte fest, feucht und schokoladenbraun sein, nicht zu weich, zu hart, grünlich, gelblich oder blutig.

Wann zum Tierarzt: Suchen Sie einen Tierarzt auf, wenn der Kot sich über mehrere Tage verfärbt (schwarz), der Hund Schmerzen hat, sich unwohl fühlt oder über 2 Tage keinen Kot absetzt.

Was ich hieraus bestätigten kann:

Aktivität aber auch Stress führt zu vermehrtem Absatz.

Was hingegen nicht:

Bezüglich der Kot bzw. auch Urinfarbe sollte man immer bedenken "was habe ich meinem Hund zu fressen gegeben ?"

Wer vorne was , rotes , grünes oder orangenes reinsteckt bekommt in der Regel auch irgendwas in der Farbgebung hinten raus.

Ich achte besonders auf die Konsistenz, da Wauwi bei zu weichem Kot Probleme mit der Analdrüse bekommen kann.

Glücklicherweise ist das Eve kein Problem und wenn der Kot bei ihr ausnahmsweise zu weich ist kann man super mit Heilmoor oder Morosuppe Gegensteuern.

Beim nächsten Mal ist er dann wieder fest.
 
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Sonja
17. Dez. 21:21
Viel Kot durch viel unverdauliche Ballaststoffe ist nicht unbedingt was Schlechtes. Unsere Hunde hatten alle festen Kot, aber immer wieder volle Analdrüsen. Unsere Tierärztin hat uns zu mehr unverdaulichen Ballaststoffen geraten. Jetzt bekommen sie eine Mischung aus OLEWO Karottenpellets und Zellulose, mit Wasser angerührt, zusätzlich zum Futter (wir wollten nicht wechseln). Das führt natürlich zu mehr Kot, war aber erfolgreich. Teilweise sind die Abstände länger geworden, bis die Analdrüsen wieder voll sind, teilweise besteht das Problem nicht mehr.
Ballaststoffe haben eben auch eine Funktion in der Verdauung.
 
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Katrin
18. Dez. 08:20
Quelle: FirstVet https://share.google/h2oZNo4ga1QThSN5C

Den link finde ich ganz hilfreich.

Wir haben hier schon einiges an Futter durch. Trockenfutter (normales, kalt gepresstes, tierisch, vegan), Nassfutter (verschiedene Marken und Tierarten). Der Kot änderte sich immer ein wenig aber nicht extrem. Durchfall gab es nie. Die Menge war bei Josera zB voluminöser und heller. Da hat sie xxl Haufen gemacht🫣. Beim Nassfutter war die Menge kleiner und dunkler und je nach Tierart weicher. Suki setzt normalerweise am Tag 2x Kot ab, manchmal 3x. Das ist dann maximal ¼ höchstens ⅓ des Kotbeutels. Seit der Umstellung auf vegan hat sich am Volumen nur minimal was geändert. Trotz hohem Ballaststoffanteil ist die Menge noch immer geringer wie es beim Josera der Fall war.

Menge, Farbe und Konsistenz sind gute Indikatoren was die Verwertung angeht bzw die Gesundheit des Hundes.

Achja, Suki hatte in ihren 6½J. noch nie Probleme mit den Analdrüsen. Die mussten auch noch nie ausgedrückt werden.
 
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Evi
18. Dez. 09:46
Quelle: FirstVet https://share.google/h2oZNo4ga1QThSN5C Den link finde ich ganz hilfreich. Wir haben hier schon einiges an Futter durch. Trockenfutter (normales, kalt gepresstes, tierisch, vegan), Nassfutter (verschiedene Marken und Tierarten). Der Kot änderte sich immer ein wenig aber nicht extrem. Durchfall gab es nie. Die Menge war bei Josera zB voluminöser und heller. Da hat sie xxl Haufen gemacht🫣. Beim Nassfutter war die Menge kleiner und dunkler und je nach Tierart weicher. Suki setzt normalerweise am Tag 2x Kot ab, manchmal 3x. Das ist dann maximal ¼ höchstens ⅓ des Kotbeutels. Seit der Umstellung auf vegan hat sich am Volumen nur minimal was geändert. Trotz hohem Ballaststoffanteil ist die Menge noch immer geringer wie es beim Josera der Fall war. Menge, Farbe und Konsistenz sind gute Indikatoren was die Verwertung angeht bzw die Gesundheit des Hundes. Achja, Suki hatte in ihren 6½J. noch nie Probleme mit den Analdrüsen. Die mussten auch noch nie ausgedrückt werden.
Danke für den Link, sehr interessant! 👍
 
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𝑺𝒉𝒆𝒍𝒍𝒚 &
18. Dez. 12:36
Die Kotmenge hängt tatsächlich sehr stark vom Futter ab und man kann daraus bis zu einem gewissen Grad Rückschlüsse auf die Verwertung ziehen, aber nicht pauschal „kleiner Haufen = besseres Futter“.

Grundsätzlich gilt:
Je mehr unverdauliche Bestandteile (z. B. Faserstoffe, Füllstoffe, bestimmte pflanzliche Anteile) im Futter sind, desto größer wird die Kotmenge. Futter mit hoher Verdaulichkeit und höherem Anteil gut verwertbarer Nährstoffe führt oft zu mehr, aber kompakterem Kot oder zu größeren Haufen, je nach Zusammensetzung.

Trockenbarf enthält häufig relativ viele Ballaststoffe und strukturierte Bestandteile – das sorgt für gut geformten, aber oft voluminösen Kot. Nassfutter dagegen besteht zu einem großen Teil aus Wasser, wird schneller verdaut und hinterlässt häufig deutlich weniger Kot, obwohl die Verwertung nicht zwingend besser sein muss.

Dass er das Nassfutter kottechnisch gut vertragen hat, aber gleichzeitig mehr Darmgeräusche hatte, passt gut dazu: weniger Volumen, aber der Darm „arbeitet“ mehr. Das ist nicht automatisch problematisch, solange der Hund sich wohlfühlt.

Was als „normal“ gilt, ist deshalb weniger die Menge, sondern eher:
gut geformter Kot
kein Pressen
kein Durchfall oder ständiger Wechsel
Hund wirkt fit, hat stabiles Gewicht und schönes Fell
 
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Tom
18. Dez. 12:54
Wenig oder möglichst kleine Haufen sind überhaupt kein Sport den ich persönlich verfolge.
Ballaststoffe/Rohfaser und etwas mehr mengenmäßiger Durchsatz im Darm hat euch auch so seine Vorteile. Außerdem halt präbiotisch also Futter für die Darmbakterien.

Man kann zwar von der Menge output Rückschlüsse ziehen auf die Verwertbarkeit des Futters, aber man sollte das nicht überschätzen bzw überbewerten bei der Fütterung.
Am Ende ist es so dass ein Unterschied in der Verdaulichkeit von nur 10% am Ende ungefähr die doppelte Menge (!) Kot Zur Folge hat.

Das kann man sogar rechnen... 😇✌️
 
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Evi
18. Dez. 13:36
Danke Shelly und Tom für das profunde Fachwissen. Dann werde ich beim Trockenbarf bleiben. Auch wenn ich über die täglichen Kosten gar nicht nachdenken darf! Ein großer Hund frisst eben mehr. 7 € am Tag sind schon heftig. Aber Hauptsache, ihm geht's gut.😅👍