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Vic
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zuletzt 13. März

Gutes Nassfutter gesucht, Dehner Best nature?

Hallo zusammen, ich möchte es mal probieren, meinem Hund eine Kombination aus Nass- und Trockenfutter zu geben, da er allein vom Trockenfutter nicht satt zu werden scheint. Außerdem ist der Kot immer mal etwas weich (und auch zu häufig, 2-3 mal täglich ist normal) und es gibt manchmal Probleme mit den Analdrüsen. Gesundheitlich ist alles abgeklärt, Unverträglichkeiten sind nicht bekannt. Habt ihr Erfahrung mit dem Dehner Best nature? Ich habe auch schon oft von Macs gelesen, damit scheinen viele sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Rinti sensible scheint auch gut vertragen zu werden. Habt ihr sonst noch Vorschläge? Beim Trockenfutter haben wir aktuell das Bosch sensitive Lamm und Reis, da mir der Fleischanteil hier aber zu gering ist, habe ich eh überlegt was ich da machen kann. Das wird ansonsten aber gut vertragen. Gefressen wird sowieso alles, darüber muss ich mir keine Gedanken machen 🙃 Noch ergänzend: Ich meine mal gelesen zu haben, dass der Fleischanteil auch zu hoch sein kann. Könnt ihr mir da mal auf die Sprünge helfen, worauf ich ingesamt auf jeden Fall achten sollte? Freu mich über eure Erfahrungswerte. Liebe Grüße!
 
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Dogorama-Mitglied
11. März 22:59
Wieso bedeutet ein höherer Fleischanteil eine bessere Nährstoffversorgung? Und was heißt: bessere? Ein vollumfängliche Nährstoffversorgung?
Ich werde mich aus dieser Diskussion zurückziehen und hier nichts weiter erklären. Die bösartigen Unterstellungen,Abwertungen sowie der Ton und Inhalt einzelner Beiträge mir gegenüber überschreiten für mich ganz klar eine Grenze und gehen über eine normale sachliche Diskussion hinaus. Der Hinweis vom Dogorama Team zum respektvollen Umgang ist daher an dieser Stelle sehr angebracht. Einige der hier genannten "Argumente" eines Beitrages stammen offenbar aus einem Blogbeitrag aus dem Jahre 2021 und nicht aus wissenschaftlich belegten Fachpublikationen- obwohl sich immer wieder energisch auf Fakten berufen wird.
Meine Energie investiere ich lieber in Gespräche mit Menschen, die respektvoll und wertschätzend mit mir sprechen,auch wenn sie anderer Meinung sind.
 
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Tom
12. März 13:52
Und nicht öffentlich, sondern im Privatchat ein Futter andrehen wollen, ist nichts, was misstrauisch machen sollte? Es ist totaler Quatsch, dass TroFu grundsätzlich schlecht ist - es kommt immer auf den Hund an. Verallgemeinernd gesagt, kann bspw Nassfutter bei grösderen Rassen eher zu Problemen führen, ist deshalb jedoch nicht grundsätzlich schlecht. Auch wirst Du kein Bedarfsdeckendes Futter ohne Zusatzstoffe finden, was völlig OK ist.
Auch Anifit oder was solltest du kaufen?
Du weißt, dass du es ans Team melden kannst, wenn du unerwünscht privat kontaktiert wirst mit Werbung und Verkaufs Versuchen?


Bei den restlichen Behauptungen zb zur Hitze wird scheinbar nicht erkannt oder schlicht nicht gewusst, dass Nassfutter Dosen bei ähnlichen Temperaturen sterilisiert werden wie sie bei der Extrusion von Trockenfutter zur Anwendung kommen. So what?
Was an Verarbeitung zu Trockenfutter zwangsläufig passiert ist, dass die Zutaten getrocknet und gemahlen werden. Also wie zb das Getreide in Brot oder Nudeln. Aus meiner Sicht macht es das nicht unbedingt zu "Killer Lebensmitteln".

Zugeben, manche EBs verbreiten tatsächlich solche und andere fragwürdige Botschaften. Aber es gibt auch einige, die sich da besser auskennen.
 
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Tom
12. März 13:57
Wieso bedeutet ein höherer Fleischanteil eine bessere Nährstoffversorgung? Und was heißt: bessere? Ein vollumfängliche Nährstoffversorgung?
Ich finde das eine ziemlich gute und berechtigte Rückfrage, was genau diese riesen Mengen angeblichen Fleisches dem Hund genau bringen sollten und worin konkret oberhalb einer bestimmten, gar nicht so großen Menge der Beitrag zur Ernährung und guten Versorgung des Hundes liegen sollte.
 
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Vic
12. März 14:49
Ich finde das eine ziemlich gute und berechtigte Rückfrage, was genau diese riesen Mengen angeblichen Fleisches dem Hund genau bringen sollten und worin konkret oberhalb einer bestimmten, gar nicht so großen Menge der Beitrag zur Ernährung und guten Versorgung des Hundes liegen sollte.
Die Frage zum Fleischanteil hatte ich eingangs auch gestellt, weil sie mich auch interessiert und ich mir gewünscht hätte, dass hier mal jemand mit fundiertem Wissen vor- und Nachteile, auch von mehr oder weniger KH-Anteil im Futter erklärt.
 
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Tom
12. März 15:49
Die Frage zum Fleischanteil hatte ich eingangs auch gestellt, weil sie mich auch interessiert und ich mir gewünscht hätte, dass hier mal jemand mit fundiertem Wissen vor- und Nachteile, auch von mehr oder weniger KH-Anteil im Futter erklärt.
Ich versuch es mal in aller möglichen Kürze zusammen zu fassen, wird aber trotzdem etwas länger wegen der Zusämmenhänge:

Fleisch (oder alternativ pflanzliches Protein) ist primär dafür notwendig, um den Hund und auch den Menschen mit Aminosäuren zu versorgen. 

Manche davon sind essentiell und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und andere kann der Körper selber herstellen.

Der Bedarf ist allerdings nicht riesig und Ein 20 Kilo und bräuchte ungefähr 200g Fleisch, um seinen Bedarf an Protein und essentiellen Aminosäuren abzudecken.

Dann sind da noch ein paar B-Vitamine drin und Fettsäuren, die ebenfalls auch aus anderen Quellen stammen könnten. Bei rotem Fleisch zusätzlich noch Eisen. Aber das war's dann auch schon, was da so drin ist. Die restlichen Mineralien Spurenelemente und Vitamine kommen aus anderen Zutaten wie Innereien oder aus geeigneten Pflanzen. 

Damit es ist völlig okay, wenn der Hund 25 bis 30% (Trockenmasse Anteil) seiner Nahrung an Fleisch bekommt. 


Bei Pansen oder anderem Bindegewebe müsste es übrigens mehr sein. 

Bei Pflanzen kommt es immer etwas drauf an.

Das wäre die Menge an Protein, die der HundeKörper braucht um seine Funktionen aufrecht zu erhalten. Der ganze Rest und dient dann lediglich als Kalorienquelle im sogenannten Energie Stoffwechsel. 

Dort ist Protein allerdings der uneffizienteste Energieträger. Energie kann der Körper ebenso gut oder besser aus Fett oder Kohlenhydraten ziehen.


Bei der Verdauung von Protein fallen ("giftige") Reststoffe an (ua Ammoniak und Harnsäure), die über Leber und Niere ausgeschieden werden müssen. Es ist eine alte Diskussion ob das tatsächlich schädlich ist oder nicht. Die Organe werden dadurch beansprucht aber es ist auch ihr Job, den sie da tun. 

Ein erkranktes Organ sollte  geschont werden, aber es gibt soweit ich sagen kann keine Nachweis, dass viel Protein eine gesunde Leber oder Niere schädigen würde oder viel Fett den Pankreas erkranken lässt. Aber die Organe müssen halt mehr arbeiten und mehr leisten. 
Kohlehydrate sind eine gesunde und sinnvolle Energiequelle, aber es ginge notfalls auch ohne. Ein Vorteil davon ist, dass der Körper keine unnötigen Unmengen Protein und Fett verarbeiten muss. 
Rein ernährungsphysiologisch und auch aus anderen Gründen erscheint es mir absolut sinnvoll, wenn der Hund (je nach Rasse und anderen Umständen) ein Drittel oder sogar die Hälfte seines Energiebedarfs aus Kohlehydraten darstellt. 

Das ist jetzt sehr stark vereinfacht und abgekürzt, aber es gibt dir eventuell eine Idee, worüber diese ganze Diskussion eigentlich geht.
 
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Anneke
12. März 16:51
Auch Anifit oder was solltest du kaufen? Du weißt, dass du es ans Team melden kannst, wenn du unerwünscht privat kontaktiert wirst mit Werbung und Verkaufs Versuchen? Bei den restlichen Behauptungen zb zur Hitze wird scheinbar nicht erkannt oder schlicht nicht gewusst, dass Nassfutter Dosen bei ähnlichen Temperaturen sterilisiert werden wie sie bei der Extrusion von Trockenfutter zur Anwendung kommen. So what? Was an Verarbeitung zu Trockenfutter zwangsläufig passiert ist, dass die Zutaten getrocknet und gemahlen werden. Also wie zb das Getreide in Brot oder Nudeln. Aus meiner Sicht macht es das nicht unbedingt zu "Killer Lebensmitteln". Zugeben, manche EBs verbreiten tatsächlich solche und andere fragwürdige Botschaften. Aber es gibt auch einige, die sich da besser auskennen.
Danke, aber bei mir wurde es nicht versucht, es klang nur so, als würde im Thread eine Beratung per PN angeboten.
 
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Anneke
12. März 16:59
Noch ergänzend zum Protein:
soweit ich weiss, kann ein zuviel (oder zu schlecht) dazu führen, dass ein Teil der Verdauung nicht mehr von den Enzymen im Dünndarm geschafft werden kann und somit von den Bakterien im Dickdarm übernommen wird.
Das kann zu einer Vermehrung dieser und somit Dysbiose führen.

Zudem gibt's eine ältere Studie, dass zuviel Protein territoriale Aggression verstärken kann (Mugford, 1987).
Im Gegenzug eine, die bessere Trainingserfolge / Konzentration auf Kohlenhydrate zurückführt.
Bei zuviel Protein bleibt ja weniger Platz für Kohlenhydrate.
 
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Vic
12. März 20:44
Ich versuch es mal in aller möglichen Kürze zusammen zu fassen, wird aber trotzdem etwas länger wegen der Zusämmenhänge: Fleisch (oder alternativ pflanzliches Protein) ist primär dafür notwendig, um den Hund und auch den Menschen mit Aminosäuren zu versorgen.  Manche davon sind essentiell und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und andere kann der Körper selber herstellen. Der Bedarf ist allerdings nicht riesig und Ein 20 Kilo und bräuchte ungefähr 200g Fleisch, um seinen Bedarf an Protein und essentiellen Aminosäuren abzudecken. Dann sind da noch ein paar B-Vitamine drin und Fettsäuren, die ebenfalls auch aus anderen Quellen stammen könnten. Bei rotem Fleisch zusätzlich noch Eisen. Aber das war's dann auch schon, was da so drin ist. Die restlichen Mineralien Spurenelemente und Vitamine kommen aus anderen Zutaten wie Innereien oder aus geeigneten Pflanzen.  Damit es ist völlig okay, wenn der Hund 25 bis 30% (Trockenmasse Anteil) seiner Nahrung an Fleisch bekommt.  Bei Pansen oder anderem Bindegewebe müsste es übrigens mehr sein.  Bei Pflanzen kommt es immer etwas drauf an. Das wäre die Menge an Protein, die der HundeKörper braucht um seine Funktionen aufrecht zu erhalten. Der ganze Rest und dient dann lediglich als Kalorienquelle im sogenannten Energie Stoffwechsel.  Dort ist Protein allerdings der uneffizienteste Energieträger. Energie kann der Körper ebenso gut oder besser aus Fett oder Kohlenhydraten ziehen. Bei der Verdauung von Protein fallen ("giftige") Reststoffe an (ua Ammoniak und Harnsäure), die über Leber und Niere ausgeschieden werden müssen. Es ist eine alte Diskussion ob das tatsächlich schädlich ist oder nicht. Die Organe werden dadurch beansprucht aber es ist auch ihr Job, den sie da tun.  Ein erkranktes Organ sollte  geschont werden, aber es gibt soweit ich sagen kann keine Nachweis, dass viel Protein eine gesunde Leber oder Niere schädigen würde oder viel Fett den Pankreas erkranken lässt. Aber die Organe müssen halt mehr arbeiten und mehr leisten.  Kohlehydrate sind eine gesunde und sinnvolle Energiequelle, aber es ginge notfalls auch ohne. Ein Vorteil davon ist, dass der Körper keine unnötigen Unmengen Protein und Fett verarbeiten muss.  Rein ernährungsphysiologisch und auch aus anderen Gründen erscheint es mir absolut sinnvoll, wenn der Hund (je nach Rasse und anderen Umständen) ein Drittel oder sogar die Hälfte seines Energiebedarfs aus Kohlehydraten darstellt.  Das ist jetzt sehr stark vereinfacht und abgekürzt, aber es gibt dir eventuell eine Idee, worüber diese ganze Diskussion eigentlich geht.
Vielen Dank!! Die Erklärung hilft mir schon wirklich sehr weiter.
Das heisst aber ja prinzipiell auch, dass Futtersorten mit 90% Fleischanteil gar keine wirklichen Mehrwert bieten und es gesamtheitlich eigentlich schöner wäre, nur 60-70% Fleisch und dafür einen höheren Anteil KH zu haben, oder?
 
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Katja
13. März 00:15
Vielen Dank!! Die Erklärung hilft mir schon wirklich sehr weiter. Das heisst aber ja prinzipiell auch, dass Futtersorten mit 90% Fleischanteil gar keine wirklichen Mehrwert bieten und es gesamtheitlich eigentlich schöner wäre, nur 60-70% Fleisch und dafür einen höheren Anteil KH zu haben, oder?
Also ich gucke immer, dass auch schönes Gemüse und gerne auch Reis, Hirse, Kartoffeln o.ä. drin ist… und gerne auch Fisch!
Ein hoher Fleischanteil ist mir aus den von Tom genannten Gründen völlig egal, eher um Gegenteil -> was an Fleisch drin ist, kann nicht mehr an anderen guten Sachen drinsein!
Eher guck ich, was für Fleisch drin ist: nur Muskelfleisch finde ich zu einseitig, ich hätte immer auch gerne Innereien & Co.
Etliche Futter mit jeder Menge Kräuter sind mir dagegen eher suspekt: Ich glaube, die sind eher fürs Frauchen als für den Hund.

Was mir dagegen wichtig war, wo die Tiere herkommen, die verarbeitet wurden: gerne nicht durch halb Europa gekarrt und noch lieber Bio. Wir sind dann beim Herrmanns gelandet.
Einige Dosen, wie z.B. Lachs mit Aprikose sind für die menschliche Nase echt gewöhnungsbedürftig beim Öffnen… aber Hundine schmeckt‘s!🤗
 
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Tom
13. März 01:37
Vielen Dank!! Die Erklärung hilft mir schon wirklich sehr weiter. Das heisst aber ja prinzipiell auch, dass Futtersorten mit 90% Fleischanteil gar keine wirklichen Mehrwert bieten und es gesamtheitlich eigentlich schöner wäre, nur 60-70% Fleisch und dafür einen höheren Anteil KH zu haben, oder?
Absolut ja. Ich persönlich sehe keinen Sinn darin, den Hund mit möglichst viel Fleisch voll zu stopfen.