Home / Forum / Ernährung / Futterumstellung - Unsicherheit über Dauer / Verlauf

Verfasser-Bild
Nadine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 2
heute 12:54

Futterumstellung - Unsicherheit über Dauer / Verlauf

Guten Morgen Ich bin gerade an der Umstellung von Kochfutter (Rind, Zucchini, Möhre, Süsskartoffel) auf das mÿ signature von Paul und Paulina. Auch mit der Proteinquelle Rind. Deutlich neu zum gekochten Futter sind Pansen und die Innereien, das hat er beides sehr lang nicht bekommen sondern wurde supplementiert. Stressbedingt hatte er früher eine Darmentzündung und neigt anscheinend auch dazu. Daher hatten wir beim Ursprungsfutter barf die Innereien reduziert, das bekam er ca 2 Jahre. Bis er roh nicht mehr so gut vertragen hat und ich kurzerhand das Fleisch erstmal für ihn ohne Innereien gekocht habe. Im Oktober hatte er leider erneut eine Darmentzündung, die wir lange therapiert mit Aufbau des Darms und vielen klinischen Untersuchungen im Hinblick auf IBD hinter uns gebracht haben. Eine IBD konnte nicht nachgewiesen werden, daher war auch diese Entzündung stress bedingt, Auslöser gab es auch. Eine leichte Dysbiose hat er noch davon getragen. Es ist aber jetzt notwendig, dass wir endlich auf ein vollständiges Futter umstellen, das kochen geht auf Dauer nicht. Daher habe ich seit 8.3. die Dose langsam eingebaut um zu schauen, ob wir auf ein vollfutter gehen können, was ja am einfachsten wäre. Kurzum, wir sind jetzt bei ca. einer 820 g Dose verteilt auf 2 Tage angekommen. Er ist fit, aber ab und zu ist der Kot recht weich und in den 12 Tagen bisher auch 3 mal mit recht viel Schleim versehen. Heute Morgen zuletzt. Ab und zu wird mal gepupst. Ich versuche mit olewo zu unterstützen, aber ich bin mir unsicher, ob es nicht schon zu lang dauert mit dem positiven Ergebnis? Es gibt auch Tage, da ist der Kot perfekt, dann gibt es Tage da ist er morgens schon weicher und abends dann sehr weich oder mit Schleim. Ich bin mir einfach unsicher, so lang und massiv habe ich noch nie ein Futter umgestellt. Ist das normal, was sind eure Meinungen und Erfahrungen dazu? Ist das ein normales Zeichen oder sind wir schon in den Anfängen der Unverträglichkeit? Ich bin mir so unsicher 😔 Laut Futtertagebuch haben wir von 24 Absätzen 3 mal massiv Schleim dabei (12.3., 14.3. und heute) und seit 2 Tagen etwas weicher. (Ist meine visuelle Übersicht, damit ich es einschätzen kann 😵‍💫)
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Würmeldürm
heute 12:44
Ich finde eine Futterumstellung seit 8.3. nicht sooo besonders lang. Wie kommst du auf Unverträglichkeiten?
Nicht alle Darmprobleme sind gleich Allergien oder Unverträglichkeiten.

Meist stimmt wohl eher die Zusammensetzung nicht.
Also sowohl der einzelnen Zutaten als auch die Verteilung von Protein, Fett , Kohlehydraten und Ballaststoffen/ Rohfaser.

Bei seiner Vorgeschichte würde ich ein Futter wählen , das leichtverdaulich ist ( gute fettarme Fleischsorte, ohne schwerverdauliches Bindegewebe) ,
das fettreduziert ist und genügend , aber nicht zu viel Ballaststoffe hat.

In deinem neuen Futter ist fast die Hälfte der Fleischkomponente Pansen, Ochsenschwanz, etc. Das läuft nicht unter gut verdaulich.
Kurzum , ich würde meinen Hund mit langer Darmgeschichte nicht mit Proteinen und Fett erschlagen.
Auch wenn das Futter bio ist und für einen gesunden Hund vielleicht ok ist.

Mir würden auch Kohlenhydrate und Ballaststoffen fehlen.
Hat sich das mal eine Ernährungsberatung angeschaut bezüglich der bestehenden Darmprobleme?

Und massiv Schleim im Kot könnte auf Dickdatmentzündung hindeuten.
Wenn das jetzt öfter passiert, würde ich das tierärztliche abklären und das Futter ernsthaft überdenken ( auch wenn du wahrscheinlich lange gesucht hast , um ein passendes zu finden).
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nadine
heute 12:54
Ich finde eine Futterumstellung seit 8.3. nicht sooo besonders lang. Wie kommst du auf Unverträglichkeiten? Nicht alle Darmprobleme sind gleich Allergien oder Unverträglichkeiten. Meist stimmt wohl eher die Zusammensetzung nicht. Also sowohl der einzelnen Zutaten als auch die Verteilung von Protein, Fett , Kohlehydraten und Ballaststoffen/ Rohfaser. Bei seiner Vorgeschichte würde ich ein Futter wählen , das leichtverdaulich ist ( gute fettarme Fleischsorte, ohne schwerverdauliches Bindegewebe) , das fettreduziert ist und genügend , aber nicht zu viel Ballaststoffe hat. In deinem neuen Futter ist fast die Hälfte der Fleischkomponente Pansen, Ochsenschwanz, etc. Das läuft nicht unter gut verdaulich. Kurzum , ich würde meinen Hund mit langer Darmgeschichte nicht mit Proteinen und Fett erschlagen. Auch wenn das Futter bio ist und für einen gesunden Hund vielleicht ok ist. Mir würden auch Kohlenhydrate und Ballaststoffen fehlen. Hat sich das mal eine Ernährungsberatung angeschaut bezüglich der bestehenden Darmprobleme? Und massiv Schleim im Kot könnte auf Dickdatmentzündung hindeuten. Wenn das jetzt öfter passiert, würde ich das tierärztliche abklären und das Futter ernsthaft überdenken ( auch wenn du wahrscheinlich lange gesucht hast , um ein passendes zu finden).
Ja da hast du völlig recht. Leider habe ich irgendwie bei der Zusammensetzung nicht geschaltet. Ich fand es super, wusste es ist bedarfsdeckend und dann haben die Synapsen ausgeschaltet 🫣
Mit der EB stehe ich im Kontakt. Sie hat mich gerügt ich sei zu schnell in der Steigerung.
Ich bin jetzt nochmal auf 2 EL pro Mahlzeit zurück. Da ging es ihm super mit. Er stabilisiert sich auch sofort wieder. Daher wollen wir es nochmal eine Woche viel langsamer und konstanter probieren. Ich habe noch ein anderes im Auge was nur Herz und Leber als Innereien hat. Aber mal schauen ob es soweit kommen muss. Ich möchte halt jetzt nicht in diesen „probier-Kreisel“ kommen. Ich würde der Sache noch eine Woche geben wäre jetzt mein Gefühl.
Unverträglichkeit glaube ich eher nicht, denke halt der Darm muss diesen „Schock“ erstmal verdauen. Evtl. wird er es nie, aber dann ist es so.
Er war früher mit Kohlenhydraten eher überfordert. Es gab immer lautes gluckern im Bauch. Süsskartoffel war jetzt zur kochen-Zeit super. Aber alles andere bin ich vorsichtig geworden.