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Verfasser
Josephine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 65
zuletzt 14. Feb.

Barf-Beratung?

Hallo ihr Lieben - kennt jemand eine gute Barf Beratung? Unser Welpe ist jetzt bald 16 wochen alt und bekommt derzeit Belcando Trockenfutter puppy (ohne getreide) und Belcando junior nass. Da ich mich belesen habe und innerhalb der nächsten Monate ja sowieso eine Umstellung auf junior trockenfutter erfolgen soll, hab ich festgestellt... dass mir die Inhaltsstoffe der allermeisten Futterhersteller einfach nicht zusagen. Die kleine verträgt ihr derzeitiges Futter zwar gut, aber ich sehe uns da einfach nicht langfristig bei trocken und nassfutter, allein wegen der konservierungsstoffe und undefinierbaren Zutaten. Auf der anderen seite möchte ich natürlich, dass sie alles bekommt, was sie im Wachstum benötigt und bin mir daher etwas unsicher. Ihrer darmflora zuliebe würde ich ungerne rumexperimentieren.
 
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Sabine
13. Feb. 20:12
Es gibt auch Fertigbarf, wo Du nichts zusetzen musst 😉
Oh, welches denn?
 
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Steffi
13. Feb. 21:04
Es gibt auch Fertigbarf, wo Du nichts zusetzen musst 😉
Hast du einen Hersteller?
 
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Tom
13. Feb. 21:37
Keine Ahnung, was Du studiert hast, es kann zumindest nichts mit Ernährung zu tun gehabt haben 🤔 ich persönlich habe auch nicht von einem medizinischen Fachbegriff gesprochen 😜
Ich gehe nicht damit Haustieren oder trage es als Info vor mir her, ist aber auch kein Geheimnis und die Antwort steht auf Anfrage zur Verfügung:
(du weißt es gefühlt ja scheinbar im Vorhinein schon besser, aber hier für dich die Fakten) 

Fachbereich 09, Agrar- und Tierernährungs- Wissenschaften an der JLU Gießen. 1989 - 1996. Vollzeit, Abschluss Dipl Ing. 
Seitdem bleib ich aus Interesse am Thema und halte mich auf dem laufenden. Aber nur aus seriösen und validen Quellen. Mit solidem Grundwissen glaubt man nicht jeden Internet Mist, der da so verbreitet wird in SM oder kostenpflichtigen Kursen.
Bin kein Tierarzt, habe nicht primär gelernt, wie man kranke Tiere gesund macht, sondern nur, wie man gesunde Tiere sinnvoll ernährt. Und als Grundlage dafür halt, wie ein Körper und Stoffwechsel physiologisch so funktioniert und was benötigt wird. Und halt einiges über Futter, denn das hat durchaus was mit Ernährung zu tun.

Darf ich dich denn im Gegenzug auch fragen, woher du deine Sachverstand beziehst und womit du selbst deine Aussagen fachlich untermauern möchtest, die du hier tatigst? 
Erscheint mir nur fair, sollte erlaubt sein und hat eine Antwort verdient.
 
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Tom
13. Feb. 21:44
Im ernährungswissenschaftlichen Kontext bedeutet Zwangsverstoffwechselung, dass der Körper einen aufgenommenen Nährstoff zwangsläufig abbauen und verwerten muss, weil er ihn nicht speichern kann oder nur sehr begrenzt speichern kann. Normalerweise kann der Körper manche Nährstoffe speichern: • Fett → im Fettgewebe • Kohlenhydrate → als Glykogen (begrenzt) • Manche Vitamine → z. B. fettlösliche Vitamine Bei anderen Stoffen ist das kaum oder gar nicht möglich. Werden sie aufgenommen, müssen sie sofort verstoffwechselt (oxidiert) oder ausgeschieden werden. Das nennt man Zwangsverstoffwechselung. Im Zusammenhang mit Zwangsverstoffwechselung spielen synthetisch zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe tatsächlich eine besondere Rolle – vor allem, wenn sie isoliert und in höherer Dosierung aufgenommen werden (z. B. über angereicherte Lebensmittel oder Supplemente). Unterschied: Natürlich vs. synthetisch zugesetzt Entscheidend ist weniger, ob ein Vitamin „synthetisch“ ist – chemisch ist es meist identisch – sondern: • Dosis • Isolierte Aufnahme vs. eingebettet in Lebensmittelmatrix • Gleichzeitige Nährstoffkombination In natürlichen Lebensmitteln: • langsamere Aufnahme • Begleitstoffe (Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe) • geringere Spitzenkonzentrationen im Blut In angereicherten Produkten oder Supplementen: • hohe, isolierte Dosen • schnelle Resorption • stärkere Stoffwechselbelastung bei Überschuss Fazit im Kontext Zwangsverstoffwechselung • Wasserlösliche Vitamine → eher Zwangsausscheidung • Fettlösliche Vitamine → Speicherung, Risiko der Akkumulation • Mineralstoffe → regulierte Aufnahme, teilweise Speicherbelastung • Hohe isolierte Dosen → stärkere metabolische „Verarbeitungspflicht“ Der Körper muss mit allem umgehen, was zugeführt wird – auch wenn er es gerade nicht braucht. Der Körper von Pferd und Hund ist evolutionär auf natürlich schwankende, moderate Nährstoffzufuhr ausgelegt – nicht auf dauerhaft hochkonzentrierte isolierte Mikronährstoffgaben. Zwangsverstoffwechselung bedeutet hier: Der Organismus muss mit einem isolierten, oft hochdosierten Stoff umgehen – auch wenn er ihn aktuell nicht benötigt. Das führt entweder zu: • sofortiger Ausscheidung (Belastung von Leber/Niere) • Speicherung • oder bei Pech → toxischer Wirkung
Liest sich ehrlich gesagt für mich wie ein raus kopierter KI Text. Den man so nur bekommt wenn man entsprechend fragt.
Oder ist das aus deinen Lehr Unterlagen?
Sieht mir nicht aus wie selber von dir auf Basis eigenen Fachwissens formuliert.

Ich habe wie eben beschrieben Ernährungswissenschaften studiert und mir ist dieser Unsinn wie gesagt im wissenschaftlichen Kontext noch niemals unter gekommen.

Steffi als Fachärztin für Ernährung geht es scheinbar ähnlich.
Das scheint Wissen zu sein, was nur du hast und/oder nur ganz bestimmte Leute, die am wissenschaftlichen Diskus nicht teilnehmen.
Bei wem genau hast du denn da deine Kurse belegt?
Sind da Lehrbeauftragte am Start mit tatsächlich erkennbarem Sachverstand und staatlich anerkannter Ausbildung?
 
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Würmeldürm
14. Feb. 09:14
Fakt ist, Hunde können nur in eingeschränktem Maß Alpha Linolensäure ( im Leinöl enthalten) in EPA und DHA umwandeln. Dein Arzt hat insofern recht, wenn er sagt, dass der Hund es kann (die Katze kann’s nämlich gar nicht), aber gut möglich, dass ihm das Fachwissen fehlt, wie gut der Hund das kann. Das hab ich auch erst in der FTA Ausbildung gelernt. Es ist nur ein nett gemeinter Tipp, dass Leinöl nicht reicht, um die Omega-3 Versorgung zu gewährleisten und dass algenöl eine gute Alternative ist. Was du mit der Info anfängst, ist deine Sache
Hallo Steffi. Dass ALA erst umgewandelt werden muss ist bekannt (obwohl scheinbar nicht jedem Tierarzt, meiner hat auch Leinöl empfohlen), aber wie stehts mit der Umwandlung von EPA in DHA?
Hintergrund ist, dass ich ein Algenölpulver bei Napfcheck bestellen wollte.
Scheinbar ist darin nur DHA enthalten.
Ist die Kombination EHA/ DHA nicht so wichtig und isoliertes DHA genauso effizient, da EPA in DHA umgewandelt wird?