Home / Forum / Ernährung / Barf-Beratung?

Verfasser
Josephine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 65
zuletzt 14. Feb.

Barf-Beratung?

Hallo ihr Lieben - kennt jemand eine gute Barf Beratung? Unser Welpe ist jetzt bald 16 wochen alt und bekommt derzeit Belcando Trockenfutter puppy (ohne getreide) und Belcando junior nass. Da ich mich belesen habe und innerhalb der nächsten Monate ja sowieso eine Umstellung auf junior trockenfutter erfolgen soll, hab ich festgestellt... dass mir die Inhaltsstoffe der allermeisten Futterhersteller einfach nicht zusagen. Die kleine verträgt ihr derzeitiges Futter zwar gut, aber ich sehe uns da einfach nicht langfristig bei trocken und nassfutter, allein wegen der konservierungsstoffe und undefinierbaren Zutaten. Auf der anderen seite möchte ich natürlich, dass sie alles bekommt, was sie im Wachstum benötigt und bin mir daher etwas unsicher. Ihrer darmflora zuliebe würde ich ungerne rumexperimentieren.
 
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Tom
Beliebteste Antwort
9. Feb. 14:18
Barf als Trend in der Hunde Ernährung wird halt sehr sehr massiv und lautstark gepredigt.
Besonders im Internet

Überzeugte Fans und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rundherum erzählen da manchmal wahre Schauergeschichten über Fertigfutter und predigen Märchen, dass Barfen alle Probleme lösen könnte.
Viel Mist dabei.

Konservierungsstoffe sind z.B weder bei Trockenfutter noch bei Dosen nötig sondern einzig und allein bei softfutter. Wird gerne behauptet, um Panik zu verbreiten oder für eigene Ziele, bleibt als These aber faktenfern
Egal.
Wenn du dich entschieden hast, kann ich dir nur empfehlen zu Barf auch die kritische Fachliteratur Zur Kenntnis zu nehmen und dich nicht auf eine reine Prozentrechnung gemäß Beutetier zu verlassen.

Schau nach einer tierärztlichen oder fachärztlichen Beratung und wenn du lieber eine EB auswählen möchtest, dann würde ich darauf achten, dass sie nicht nur Barf und Prozentrechnung kann (schöngeredet heißt das dann "spezialisiert"), sondern offen und kompetent ist für alle fütterungsformen und die Ration am und orientiert und nicht an irgendwelchen Wölfen im Wald.
Die ein völlig anderes Leben führen und übrigens nicht OPTIMAL ernährt sind sondern einfach nur NATÜRLICH. Bedeutet, dass die halt fressen müssen was sie erwischem oder finden.
 
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Tom
9. Feb. 14:18
Barf als Trend in der Hunde Ernährung wird halt sehr sehr massiv und lautstark gepredigt.
Besonders im Internet

Überzeugte Fans und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rundherum erzählen da manchmal wahre Schauergeschichten über Fertigfutter und predigen Märchen, dass Barfen alle Probleme lösen könnte.
Viel Mist dabei.

Konservierungsstoffe sind z.B weder bei Trockenfutter noch bei Dosen nötig sondern einzig und allein bei softfutter. Wird gerne behauptet, um Panik zu verbreiten oder für eigene Ziele, bleibt als These aber faktenfern
Egal.
Wenn du dich entschieden hast, kann ich dir nur empfehlen zu Barf auch die kritische Fachliteratur Zur Kenntnis zu nehmen und dich nicht auf eine reine Prozentrechnung gemäß Beutetier zu verlassen.

Schau nach einer tierärztlichen oder fachärztlichen Beratung und wenn du lieber eine EB auswählen möchtest, dann würde ich darauf achten, dass sie nicht nur Barf und Prozentrechnung kann (schöngeredet heißt das dann "spezialisiert"), sondern offen und kompetent ist für alle fütterungsformen und die Ration am und orientiert und nicht an irgendwelchen Wölfen im Wald.
Die ein völlig anderes Leben führen und übrigens nicht OPTIMAL ernährt sind sondern einfach nur NATÜRLICH. Bedeutet, dass die halt fressen müssen was sie erwischem oder finden.
 
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Sonja
9. Feb. 14:22
Ich stimme Tom zu. Persönlich würde ich einen Welpen niemals barfen, man kann einfach zu viel falsch machen. Gelenkschäden sind dauerhaft, das wäre es mir nicht wert. Ich habe meine erste Hündin auch mal gebarft (ca. 2 Jahre) und es hatte genau null Vorteile.
 
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Tina
9. Feb. 14:23
Vielleicht eine Ernährungsberatung für Hunde kontaktieren🤔
 
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Michelle
9. Feb. 16:43
Huhu 🤗
Ich verstehe deinen Gedanken total und hab mich bis vor kurzem auch damit befasst, hab mich allerdings schweren Herzens doch gegen Barf entschieden.

Vorgeschichte:
Buddy bekam vorher TroFu, wir haben auf Nassfutter umgestellt.
Der Grund hierfür, Buddy hatte oft Schluckauf und öfter bei Bewegung erbrochen auch wenn die Fütterung Stunden her war und er kurz vor der nächsten Mahlzeit stand. Ich hatte das Gefühl, dass ihm TroFu zu schwer im Magen lag und er Sodbrennen/Bauchweh hatte. Abgesehen davon hat er es nur sehr widerwillig oder auch gar nicht gefressen..
Den Wechsel auf Nassfutter mussten wir langsam über mehrere Mahlzeiten anpassen. Auch wenn er das Nassfutter bereits kannte war die Umstellung anfangs zu hart und er bekam einen schmerzhaften Blähbauch, die Darmflora war durch.
Alle paar Tage mussten wir das alte Futter
im Verhältnis anpassen und haben ein Pulver für Magen-Darm (Aktiv-Bakterien) hinzugefügt. Wenn seine Kacki's gut ausgesehen haben, wurde am nächsten Tag um 10 gr TroFu verringert.
Buddy ist sehr empfindlich, bei anderen Hunden geht das vielleicht einfacher.

Meine Entscheidung gegen Barf für Buddy:

Barf ist vollkommen roh, wenn was schief geht ist mir die Salmonellen Gefahr zu riskant.
Wenn man das nicht täglich frisch zubereitet sondern für 4 Wochen beispielsweise vorbereiten möchte, benötigt man viiiiel Platz in der Tiefkühltruhe oder eine separate.
Wir machen super gern Urlaub mit Buddy, aber dann müsste das Futter entweder im Urlaub eingekauft und täglich frisch/roh oder eine Woche im Voraus zubereitet und entsprechend zuverlässig gekühlt werden.
Alternative, man muss das rohe Fleisch gekühlt ggf Stunden transportieren, im Idealfall bleibt es gefroren und im Urlaubsort hat man eine Tiefkühltruhe die einem zur Verfügung gestellt wird bsp Ferienhaus.
Wir wollen auch mal mit Zelt reisen und nicht immer in ein Ferienhaus.
Zelte/Autos heizen schnell auf und die Kühltruhe im Zelt ist mir nicht sicher genug und eben kein Tiefkühler.
Für mich persönlich ist Barf umständlich..

Oft heißt es: Barf ist gesünder und günstiger! Das trifft bei mir nicht zu.
Ebenso sagen viele Barfer:
Der Hund braucht für alle Nährstoffe Abwechslungsreiche Proteinquellen.
Ich sehe das skeptisch, im Fall einer Allergiebildung hat man kaum noch oder gar keine Alternativen..
Und auch wenn Barf für gesund steht heißt es nicht, dass die Hunde allergiefrei bleiben.
Ich denke insgesamt 4 Proteinquellen durch Hauptfutter und Leckerlis sind in Ordnung.

Außerdem hat es mich abgeschreckt, meinen Hund ständig neu ausrechnen und anpassen zu müssen und zu hoffen, dass alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis stehen.
"Barf-Berater" kosten in der Regel Geld und sind tatsächlich auch nicht präzise..
Man kann schnell so einiges falsch machen.
Folgen von Mängeln können schwer zu beheben sein. Ich bin mir auch nicht sicher, wie schnell man sich als "Experte/spezialist" schimpfen darf..
Es gibt Barf-Online Shops die das kostenlos bei Anmeldung ausrechnen, wäre da aber ganz vorsichtig.. Jeder will ausschließlich seine Produkte verkaufen, die würden einem alles als vollwertig verkaufen.
Im Übrigen haben viele Barf-Berater auch wieder unterschiedliche Meinungen..

Ich bin mir sicher, du wirst hierzu super unterschiedliche Antworten bekommen.

Meine aktuelle Lösung ist folgende:
Ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt und viel Zeit im Kölle Zoo verbracht, sämtliche Inhaltstoffe von Nassfutter Marken/Sorten durchgelesen.
Ich habe mich für eins entschieden, welche auch im Fressnapf und Online erhältlich ist und welche seine bekannten Proteinquellen enthält, in meinem Fall Lachs und Huhn mit hohem Fleischanteil, möglichst transparente weitere Inhalte, ohne Getreide/künstliche Zusätze.
(Mir war wichtig, dass es sein Futter möglichst überall zu kaufen gibt. Ich hatte schon das Dilemma bei einem Wochenendtrip zu TroFu Zeiten, dass sich eine Ratte durch die Packung gefressen hat.. Buddy ging nicht mehr dran/ich wollte das nicht mehr füttern - fand darin exkremente- und bekam sein Futter aber nirgends.. Katastrophe.)

Buddy bekommt ab und an frisch gekochtes Hühnerfleisch, Hühnermagen, selten Leber, paar Blaubeeren, ein Röschen Brokkoli, bisschen Sellerie, Chiasamen (vorher gequollen) und ein gekochtes Wachtelei mit zerkleinerter Schale in sein Futter. Ich hab auch Lachsöl zu Hause, allerdings nutze ich das weniger, da sein Futter bereits Lachs enthält. Manchmal bekommt er von mir einen TL natürliches Kokosöl.
Ich nutze ein gutes Nassfutter als Basis und peppe es ab und zu auf. (Wenn es aufgepeppt wird, kommt logischerweise weniger Nassfutter)

So fehlt es ihm an nichts und ich kann variieren.

Bei Nassfutter reicht es wenn man dem Hund ab und zu mit einem Fingerling die Zähne putzt. Nassfutter bleibt schneller an den Zähnen kleben und bildet Zahnstein.

Bei uns funktioniert das bisher echt super!
Gestern hat er ein Stück Banane genießen dürfen. In Maßen gesund zu viel gibt Verstopfung.

Ich habe meine Tierärztin um Rat gebeten und sie sagte:
"never change a running system"

Überleg dir womit du dich wohlfühlst und was dein Hund gut verträgt. Hier streiten sich die Geister.

Grüße, Michelle🤗
 
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Tom
9. Feb. 17:02
Huhu 🤗 Ich verstehe deinen Gedanken total und hab mich bis vor kurzem auch damit befasst, hab mich allerdings schweren Herzens doch gegen Barf entschieden. Vorgeschichte: Buddy bekam vorher TroFu, wir haben auf Nassfutter umgestellt. Der Grund hierfür, Buddy hatte oft Schluckauf und öfter bei Bewegung erbrochen auch wenn die Fütterung Stunden her war und er kurz vor der nächsten Mahlzeit stand. Ich hatte das Gefühl, dass ihm TroFu zu schwer im Magen lag und er Sodbrennen/Bauchweh hatte. Abgesehen davon hat er es nur sehr widerwillig oder auch gar nicht gefressen.. Den Wechsel auf Nassfutter mussten wir langsam über mehrere Mahlzeiten anpassen. Auch wenn er das Nassfutter bereits kannte war die Umstellung anfangs zu hart und er bekam einen schmerzhaften Blähbauch, die Darmflora war durch. Alle paar Tage mussten wir das alte Futter im Verhältnis anpassen und haben ein Pulver für Magen-Darm (Aktiv-Bakterien) hinzugefügt. Wenn seine Kacki's gut ausgesehen haben, wurde am nächsten Tag um 10 gr TroFu verringert. Buddy ist sehr empfindlich, bei anderen Hunden geht das vielleicht einfacher. Meine Entscheidung gegen Barf für Buddy: Barf ist vollkommen roh, wenn was schief geht ist mir die Salmonellen Gefahr zu riskant. Wenn man das nicht täglich frisch zubereitet sondern für 4 Wochen beispielsweise vorbereiten möchte, benötigt man viiiiel Platz in der Tiefkühltruhe oder eine separate. Wir machen super gern Urlaub mit Buddy, aber dann müsste das Futter entweder im Urlaub eingekauft und täglich frisch/roh oder eine Woche im Voraus zubereitet und entsprechend zuverlässig gekühlt werden. Alternative, man muss das rohe Fleisch gekühlt ggf Stunden transportieren, im Idealfall bleibt es gefroren und im Urlaubsort hat man eine Tiefkühltruhe die einem zur Verfügung gestellt wird bsp Ferienhaus. Wir wollen auch mal mit Zelt reisen und nicht immer in ein Ferienhaus. Zelte/Autos heizen schnell auf und die Kühltruhe im Zelt ist mir nicht sicher genug und eben kein Tiefkühler. Für mich persönlich ist Barf umständlich.. Oft heißt es: Barf ist gesünder und günstiger! Das trifft bei mir nicht zu. Ebenso sagen viele Barfer: Der Hund braucht für alle Nährstoffe Abwechslungsreiche Proteinquellen. Ich sehe das skeptisch, im Fall einer Allergiebildung hat man kaum noch oder gar keine Alternativen.. Und auch wenn Barf für gesund steht heißt es nicht, dass die Hunde allergiefrei bleiben. Ich denke insgesamt 4 Proteinquellen durch Hauptfutter und Leckerlis sind in Ordnung. Außerdem hat es mich abgeschreckt, meinen Hund ständig neu ausrechnen und anpassen zu müssen und zu hoffen, dass alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis stehen. "Barf-Berater" kosten in der Regel Geld und sind tatsächlich auch nicht präzise.. Man kann schnell so einiges falsch machen. Folgen von Mängeln können schwer zu beheben sein. Ich bin mir auch nicht sicher, wie schnell man sich als "Experte/spezialist" schimpfen darf.. Es gibt Barf-Online Shops die das kostenlos bei Anmeldung ausrechnen, wäre da aber ganz vorsichtig.. Jeder will ausschließlich seine Produkte verkaufen, die würden einem alles als vollwertig verkaufen. Im Übrigen haben viele Barf-Berater auch wieder unterschiedliche Meinungen.. Ich bin mir sicher, du wirst hierzu super unterschiedliche Antworten bekommen. Meine aktuelle Lösung ist folgende: Ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt und viel Zeit im Kölle Zoo verbracht, sämtliche Inhaltstoffe von Nassfutter Marken/Sorten durchgelesen. Ich habe mich für eins entschieden, welche auch im Fressnapf und Online erhältlich ist und welche seine bekannten Proteinquellen enthält, in meinem Fall Lachs und Huhn mit hohem Fleischanteil, möglichst transparente weitere Inhalte, ohne Getreide/künstliche Zusätze. (Mir war wichtig, dass es sein Futter möglichst überall zu kaufen gibt. Ich hatte schon das Dilemma bei einem Wochenendtrip zu TroFu Zeiten, dass sich eine Ratte durch die Packung gefressen hat.. Buddy ging nicht mehr dran/ich wollte das nicht mehr füttern - fand darin exkremente- und bekam sein Futter aber nirgends.. Katastrophe.) Buddy bekommt ab und an frisch gekochtes Hühnerfleisch, Hühnermagen, selten Leber, paar Blaubeeren, ein Röschen Brokkoli, bisschen Sellerie, Chiasamen (vorher gequollen) und ein gekochtes Wachtelei mit zerkleinerter Schale in sein Futter. Ich hab auch Lachsöl zu Hause, allerdings nutze ich das weniger, da sein Futter bereits Lachs enthält. Manchmal bekommt er von mir einen TL natürliches Kokosöl. Ich nutze ein gutes Nassfutter als Basis und peppe es ab und zu auf. (Wenn es aufgepeppt wird, kommt logischerweise weniger Nassfutter) So fehlt es ihm an nichts und ich kann variieren. Bei Nassfutter reicht es wenn man dem Hund ab und zu mit einem Fingerling die Zähne putzt. Nassfutter bleibt schneller an den Zähnen kleben und bildet Zahnstein. Bei uns funktioniert das bisher echt super! Gestern hat er ein Stück Banane genießen dürfen. In Maßen gesund zu viel gibt Verstopfung. Ich habe meine Tierärztin um Rat gebeten und sie sagte: "never change a running system" Überleg dir womit du dich wohlfühlst und was dein Hund gut verträgt. Hier streiten sich die Geister. Grüße, Michelle🤗
🙏🙏🙏

Das ist eine super Zusammenfassung von dem ganzen Kram, der da draußen von Ideologen und Mitverdienern verbreitet wird.

Fakt bleibt, das Barf für den Hund keinerlei Vorteile hat, die man nicht auch mit einer anderen Fütterungsform bekommen könnte.
Aber eine Menge Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringt.

Fakt bleibt, daß die Hunde mit höherer Wahrscheinlichkeit schlechter versorgt werden mit dem, was sie in der einigermaßen richtigen Menge brauchen und haben sollten. Nachgewiesen in verschiedenen Rationsüberprüfungen in sehr vielen Ländern, wo regelmäßig 60-80 entweder defizitär waren oder der Hund massive Exzesse hatte.
Ich persönlich sehe keinen Grund dafür, das gut zu finden.
Kann man vielleicht auch besser machen aber passiert halt in der Realität nicht.
Und RELEVANT für den Hund ist, was in der Realität passiert und was bei ihm im Napf landet.

Es ist eventuell günstiger aber dann nicht besser oder ist es besser aber dann kostet das auch richtig Geld und viel Zeit und Aufwand. Und muss dann nicht nur gut gemeint sein sondern auch tatsächlich gut gemacht mit vernünftigen Zutaten.

Die rhetorischen Tricks Der Missionierer sind allerdings schon auch echt übel und möchten den Haltern ein schlechtes Gewissen machen um sie zu "bekehren".

Ist und bleibt für mich ein ausgezeichnet beworbener Modetrend der mit vielen rhetorischen Tricks und klar kalkulierten logischen Fehlschlüssen erfolgreich vermarktet wird.
Nur profitieren leider die meisten Runde nicht davon, die dieser ganzen Geschichte zum Opfer fallen.

Bei Welpen und Junghundem im Wachstum ist es nochmal kritischer zu bewerten.
 
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Maria
9. Feb. 19:36
Huhu 🤗 Ich verstehe deinen Gedanken total und hab mich bis vor kurzem auch damit befasst, hab mich allerdings schweren Herzens doch gegen Barf entschieden. Vorgeschichte: Buddy bekam vorher TroFu, wir haben auf Nassfutter umgestellt. Der Grund hierfür, Buddy hatte oft Schluckauf und öfter bei Bewegung erbrochen auch wenn die Fütterung Stunden her war und er kurz vor der nächsten Mahlzeit stand. Ich hatte das Gefühl, dass ihm TroFu zu schwer im Magen lag und er Sodbrennen/Bauchweh hatte. Abgesehen davon hat er es nur sehr widerwillig oder auch gar nicht gefressen.. Den Wechsel auf Nassfutter mussten wir langsam über mehrere Mahlzeiten anpassen. Auch wenn er das Nassfutter bereits kannte war die Umstellung anfangs zu hart und er bekam einen schmerzhaften Blähbauch, die Darmflora war durch. Alle paar Tage mussten wir das alte Futter im Verhältnis anpassen und haben ein Pulver für Magen-Darm (Aktiv-Bakterien) hinzugefügt. Wenn seine Kacki's gut ausgesehen haben, wurde am nächsten Tag um 10 gr TroFu verringert. Buddy ist sehr empfindlich, bei anderen Hunden geht das vielleicht einfacher. Meine Entscheidung gegen Barf für Buddy: Barf ist vollkommen roh, wenn was schief geht ist mir die Salmonellen Gefahr zu riskant. Wenn man das nicht täglich frisch zubereitet sondern für 4 Wochen beispielsweise vorbereiten möchte, benötigt man viiiiel Platz in der Tiefkühltruhe oder eine separate. Wir machen super gern Urlaub mit Buddy, aber dann müsste das Futter entweder im Urlaub eingekauft und täglich frisch/roh oder eine Woche im Voraus zubereitet und entsprechend zuverlässig gekühlt werden. Alternative, man muss das rohe Fleisch gekühlt ggf Stunden transportieren, im Idealfall bleibt es gefroren und im Urlaubsort hat man eine Tiefkühltruhe die einem zur Verfügung gestellt wird bsp Ferienhaus. Wir wollen auch mal mit Zelt reisen und nicht immer in ein Ferienhaus. Zelte/Autos heizen schnell auf und die Kühltruhe im Zelt ist mir nicht sicher genug und eben kein Tiefkühler. Für mich persönlich ist Barf umständlich.. Oft heißt es: Barf ist gesünder und günstiger! Das trifft bei mir nicht zu. Ebenso sagen viele Barfer: Der Hund braucht für alle Nährstoffe Abwechslungsreiche Proteinquellen. Ich sehe das skeptisch, im Fall einer Allergiebildung hat man kaum noch oder gar keine Alternativen.. Und auch wenn Barf für gesund steht heißt es nicht, dass die Hunde allergiefrei bleiben. Ich denke insgesamt 4 Proteinquellen durch Hauptfutter und Leckerlis sind in Ordnung. Außerdem hat es mich abgeschreckt, meinen Hund ständig neu ausrechnen und anpassen zu müssen und zu hoffen, dass alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis stehen. "Barf-Berater" kosten in der Regel Geld und sind tatsächlich auch nicht präzise.. Man kann schnell so einiges falsch machen. Folgen von Mängeln können schwer zu beheben sein. Ich bin mir auch nicht sicher, wie schnell man sich als "Experte/spezialist" schimpfen darf.. Es gibt Barf-Online Shops die das kostenlos bei Anmeldung ausrechnen, wäre da aber ganz vorsichtig.. Jeder will ausschließlich seine Produkte verkaufen, die würden einem alles als vollwertig verkaufen. Im Übrigen haben viele Barf-Berater auch wieder unterschiedliche Meinungen.. Ich bin mir sicher, du wirst hierzu super unterschiedliche Antworten bekommen. Meine aktuelle Lösung ist folgende: Ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt und viel Zeit im Kölle Zoo verbracht, sämtliche Inhaltstoffe von Nassfutter Marken/Sorten durchgelesen. Ich habe mich für eins entschieden, welche auch im Fressnapf und Online erhältlich ist und welche seine bekannten Proteinquellen enthält, in meinem Fall Lachs und Huhn mit hohem Fleischanteil, möglichst transparente weitere Inhalte, ohne Getreide/künstliche Zusätze. (Mir war wichtig, dass es sein Futter möglichst überall zu kaufen gibt. Ich hatte schon das Dilemma bei einem Wochenendtrip zu TroFu Zeiten, dass sich eine Ratte durch die Packung gefressen hat.. Buddy ging nicht mehr dran/ich wollte das nicht mehr füttern - fand darin exkremente- und bekam sein Futter aber nirgends.. Katastrophe.) Buddy bekommt ab und an frisch gekochtes Hühnerfleisch, Hühnermagen, selten Leber, paar Blaubeeren, ein Röschen Brokkoli, bisschen Sellerie, Chiasamen (vorher gequollen) und ein gekochtes Wachtelei mit zerkleinerter Schale in sein Futter. Ich hab auch Lachsöl zu Hause, allerdings nutze ich das weniger, da sein Futter bereits Lachs enthält. Manchmal bekommt er von mir einen TL natürliches Kokosöl. Ich nutze ein gutes Nassfutter als Basis und peppe es ab und zu auf. (Wenn es aufgepeppt wird, kommt logischerweise weniger Nassfutter) So fehlt es ihm an nichts und ich kann variieren. Bei Nassfutter reicht es wenn man dem Hund ab und zu mit einem Fingerling die Zähne putzt. Nassfutter bleibt schneller an den Zähnen kleben und bildet Zahnstein. Bei uns funktioniert das bisher echt super! Gestern hat er ein Stück Banane genießen dürfen. In Maßen gesund zu viel gibt Verstopfung. Ich habe meine Tierärztin um Rat gebeten und sie sagte: "never change a running system" Überleg dir womit du dich wohlfühlst und was dein Hund gut verträgt. Hier streiten sich die Geister. Grüße, Michelle🤗
Sehr spannend.

Vielleicht etwas ab vom. Thema (dann nehme ich es gerne wieder raus), aber ich werf mal eine Frage dazwischen, weil du dich so intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt hast (und gern auch an alle anderen).

Du gibst auch Lachs Öl da u bzw. fütterst Fisch. Für Omega 3 Fettsäuren wird das Lachsoel immer angepriesen wie warme Semmeln. Ich hab aber gelesen, dass Lachsoel gar nicht so gut ist, weil die enthaltenen Fettsäuren schnell zerfallen. Algen- oder Krilloel soll besser sein, weil die Fettsäuren stabiler sind. Kannst du (oder jemand anderes, Tom 😉) etwas dazu sagen?
 
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Michelle
9. Feb. 20:25
Sehr spannend. Vielleicht etwas ab vom. Thema (dann nehme ich es gerne wieder raus), aber ich werf mal eine Frage dazwischen, weil du dich so intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt hast (und gern auch an alle anderen). Du gibst auch Lachs Öl da u bzw. fütterst Fisch. Für Omega 3 Fettsäuren wird das Lachsoel immer angepriesen wie warme Semmeln. Ich hab aber gelesen, dass Lachsoel gar nicht so gut ist, weil die enthaltenen Fettsäuren schnell zerfallen. Algen- oder Krilloel soll besser sein, weil die Fettsäuren stabiler sind. Kannst du (oder jemand anderes, Tom 😉) etwas dazu sagen?
Ist eine Weile her aber nach meinem Wissensstand sind das Algenöl und das Lachsöl super ähnliche Öle. Das Algenöl ist pflanzlich, kann bei Hunden mit bestehender Allergie eine super Alternative sein, das Lachsöl ist nicht pflanzlich. Beide haben ähnliche Stoffe (DHA und EPA) sollen sich aber minimal anders auswirken.
Beides ist grundsätzlich gut für Haut und Fell.
Dass die Fettsäuren vom Lachsöl schneller entfallen ist mir bekannt, allerdings nur bei schlechter Lagerung weil es empfindlicher ist.
Lachsöl ist besonders "effektiv" durch den Höheren Anteil EPA gegen Entzündungen, Knorpelstoffwechsel und gut für die Gelenke.
Algenöl soll eher weniger entzündungshemmend sein aber dafür durch höheren DHA Anteil stärker für Nerven und Gehirn und ist wohl öfter besser verdaulich.
Tatsächlich finde ich das auch gut 👍
Das andere Öl hab ich schon mal gelesen aber mich noch nicht mit befasst. 🤗
Ich weiß nicht, ob es Krillöl so einfach in Läden zu kaufen gibt oder ob man das nur bestellen kann.


Korrigiert mich, aber ich glaube so war das..
 
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Petra
9. Feb. 21:24
Wir kochen selbst. Da weiß ich was ich füttere. Anleitung gibt’s bei einer Ernährungsberatung für Hunde. Barf kann im Alter Probleme machen, manche Hunde vertragen es nicht mehr. Deshalb kochen wir selbst. Ähnlich wie barf nur dass das meiste gekocht wird, oder alles kochen. Auf jeden Fall das Fleisch. Wir füttern auch Kohlehydrate wegen der Säure in Gemüse und Obst.
 
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Petra
9. Feb. 21:28
Ist eine Weile her aber nach meinem Wissensstand sind das Algenöl und das Lachsöl super ähnliche Öle. Das Algenöl ist pflanzlich, kann bei Hunden mit bestehender Allergie eine super Alternative sein, das Lachsöl ist nicht pflanzlich. Beide haben ähnliche Stoffe (DHA und EPA) sollen sich aber minimal anders auswirken. Beides ist grundsätzlich gut für Haut und Fell. Dass die Fettsäuren vom Lachsöl schneller entfallen ist mir bekannt, allerdings nur bei schlechter Lagerung weil es empfindlicher ist. Lachsöl ist besonders "effektiv" durch den Höheren Anteil EPA gegen Entzündungen, Knorpelstoffwechsel und gut für die Gelenke. Algenöl soll eher weniger entzündungshemmend sein aber dafür durch höheren DHA Anteil stärker für Nerven und Gehirn und ist wohl öfter besser verdaulich. Tatsächlich finde ich das auch gut 👍 Das andere Öl hab ich schon mal gelesen aber mich noch nicht mit befasst. 🤗 Ich weiß nicht, ob es Krillöl so einfach in Läden zu kaufen gibt oder ob man das nur bestellen kann. Korrigiert mich, aber ich glaube so war das..
Wir nehmen kein „fischöl“ mehr. Zu stark belastet mit Schwermetalle z.B. , deshalb nehmen wir Leinöl.
 
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Tom
9. Feb. 21:59
Sehr spannend. Vielleicht etwas ab vom. Thema (dann nehme ich es gerne wieder raus), aber ich werf mal eine Frage dazwischen, weil du dich so intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt hast (und gern auch an alle anderen). Du gibst auch Lachs Öl da u bzw. fütterst Fisch. Für Omega 3 Fettsäuren wird das Lachsoel immer angepriesen wie warme Semmeln. Ich hab aber gelesen, dass Lachsoel gar nicht so gut ist, weil die enthaltenen Fettsäuren schnell zerfallen. Algen- oder Krilloel soll besser sein, weil die Fettsäuren stabiler sind. Kannst du (oder jemand anderes, Tom 😉) etwas dazu sagen?
Die relevanten Omega 3 Fettsäuren in Seefisch und in Algenöl sind DHA und EPA.
Beide sind hilfreich und wirksam für den Hund (besser als ALA zb aus Leinöl) und jeweils ca in umgekehrter Menge zu 1/3 und 2/3 enthalten. Ist aber fast egal.
Hängt evtl von der ganz individuellen Zielsetzung ab, wovon man mehr haben möchte. Aber zweitrangig aus meiner Sicht.

Beide sind nicht besonders haltbar und wären zügig zu gebrauchen oder gegen Oxidation zum Stabilisieren.

Unterschiede, ob das jetzt aus Fisch oder Algen kommt, wären mir zumindest nicht bekannt.
Ich lerne immer gerne dazu, wenn irgendjemand das besser weiß und gute Quellen anzubieten hat. Aber ganz spontan erscheint mir diese Theorie nicht plausibel. Sind die selben Fettsäuren immerhin und die sind halt empfindlich ggü Oxidation und nicht besonders lange haltbar.