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Eichenprozessionsspinner (EPS) – eine Gefahr für den Hund

Seit einigen Jahren häufen sich die Beschwerden, die durch den Eichenprozessionsspinner hervorgerufen werden. Genauer gesagt werden diese von den Brennhaaren der Raupe ausgelöst. Hat sich die Raupe erst verpuppt und ist daraus ein Nachtfalter geschlüpft, so ist das Tier in keiner Weise mehr gefährlich. Die feinen Brennhaare der Raupen enthalten jedoch das Gift Thaumetopoein. Dieses Gift kann eine sogenannte Raupendermatitis auslösen, die nicht nur für den Menschen, sondern auch für Hunde unangenehm und schmerzhaft ist.
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Inhalt: Eichenprozessionsspinner (EPS) – eine Gefahr für den Hund

Wo tritt der Eichenprozessionsspinner auf?

Wie der Name schon verrät, liebt dieser Nachtfalter Eichen. Er hält sich am liebsten in Wäldern auf, in welchen viele Eichen zu finden sind. Doch auch einzelne, frei stehende Eichen, die sich an hellen und trockenen Orten befinden, werden von den Raupen mit Vorliebe besiedelt. Das heißt, dass der Eichenprozessionsspinner nicht nur im ländlichen Bereich und im Wald, sondern leider auch in der Stadt anzutreffen ist.

Wie sieht der Eichenprozessionsspinner aus?

Bei den Raupen des Eichenprozessionsspinners handelt es sich um dunkle Raupen, die samtartig und in Flecken behaart sind. Die Raupen sind auch von rotbraunen Warzen überzogen, die ebenfalls behaart sind. Die Länge der Raupen beträgt etwa 2 cm und im Grunde sehen diese Tiere sehr harmlos aus. Ihre Haare sind jedoch tückisch. Sie enthalten das Gift Thaumetopoein, das sich in den Widerhaken der Haare befindet. Selbst wenn sich die Raupen verpuppt haben, sind die Haare immer noch giftig. Gerade an trockenen Sommertagen verträgt der Wind auch gerne diese Haare, die von den Puppen abbrechen. Das Tragische ist, dass diese Brennhaare noch über lange Zeit, man sagt sogar über Jahre, giftig sind.

Die Raupennester, man spricht hier von sogenannten Gespinsten, sehen wie große Wattebäusche oder riesige, weiße Nester aus Zuckerwatte aus.

Eichenprozessionsspinner in der Nahaufnahme
© LeeleeUusikuu / pixabay

Wie gefährlich sind Eichenprozessionsspinner für Hunde?

Eichenprozessionsspinner sind bei Kontakt für Mensch und Hund gleichermaßen gefährlich. Der Hund hat durch sein Fell den Vorteil, dass die Widerhaken nicht sofort auf die Haut gelangen. Der Nachteil ist jedoch, dass sich die Haare der Raupe im Fell festsetzen können und so schleppen die Vierbeiner die giftigen Haare gerne mit nach Hause. Auch lecken sich Hunde später das Fell ab und das Gift gelangt wieder ans Maul des Tieres.

Zudem schnüffeln Hunde immer alles an und ab und erkunden mit der Schnauze die Welt. So gelangt das Gift direkt ins oder ans Maul der Vierbeiner und kann schlimme allergische Reaktionen auslösen.

Mit welchen Symptomen reagieren Hunde auf Eichenprozessionsspinner?

Wenn der Vierbeiner mit dem Eichenprozessionsspinner in Kontakt gelangt ist, dann ist dies durch diverse Symptome deutlich erkennbar. Die Tiere leiden unter:

  • starkem Juckreiz
  • großflächigen Quaddeln
  • Ausschlägen
  • Augenentzündungen
  • Entzündungen der Bindehaut und der Schleimhäute
  • Schwellungen an den Pfoten und zwischen den Zehen
  • Schwellungen im Maul, am Gaumen und der Zunge
  • Beschwerden beim Schlucken und Atmen
  • Husten
  • allergischem Schock
  • Fieber, Müdigkeit und starkem Hecheln

Hat der Vierbeiner sogar eine Raupe verschluckt, so muss er sich ständig übergeben. Meist ist das Erbrochene blutig und der Brechreiz kann über Tage andauern. Daher ist es absolut wichtig, jeglichen Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner zu vermeiden. In besonders schlimmen Fällen kann es sogar zu einer Nekrose kommen. Das bedeutet, die betroffenen Stellen, wie die Zunge, können absterben.

Eichenprozessionsspinner in einem Baum
© LeeleeUusikuu / pixabay

Wie lange sind Eichenprozessionsspinner gefährlich?

Im Mai beginnt die sogenannte Saison der Eichenprozessionsspinner. Doch durch die Nester der Raupen und die lange Haltbarkeit des Giftes sind Bäume mit den Gespinsten das ganze Jahr über zu meiden. Selbst im Winter können sich abgebrochene Haare der Raupen und Puppen lösen und eben diese Allergien und Symptome auslösen.

Wenn du einen befallenen Baum siehst, solltest du dies sofort bei der Stadtverwaltung oder der Gemeinde melden. Nur wenn die Bäume vollständig von den Gespinsten befreit werden, kann die Gefahr gebannt werden. Achte auch auf Warnschilder. Viele Gemeinden stellen diese in häufig betroffenen Regionen auf. Mache dir und deinem Hund zuliebe einen großen Bogen um diese Gebiete.

Welche Raupen sind gefährlich für Hunde?

Sowohl die Raupen des Eichenprozessionsspinners als auch die Puppen und selbst leere und verlassene Nester sind für den Hund gefährlich. Wenn du eine behaarte Raupe siehst und du nicht sicher erkennen kannst, ob es sich um einen Eichenprozessionsspinner handelt, dann lasse deinen Hund nicht in die Nähe.

Nicht behaarte Raupen aber stellen keine Gefahr dar. Du musst daher nicht automatisch bei jeder Raupe in Angst verfallen. Die Eichenprozessionsspinner lassen sich an und für sich sehr gut von allen anderen Raupen unterscheiden.

In Waldgebieten oder Alleen mit vielen Eichen, in welchen du dir nicht sicher bist, dass sich dort keine Eichenprozessionsspinner befinden, solltest du den Hund angeleint lassen. Du kannst auch zusätzlich einen Maulkorb verwenden, damit der Vierbeiner nichts ungewollt aufnehmen kann. Wichtig ist auch, dass du nach dem Spazieren das Fell gewissenhaft kontrollierst und reinigst. Wenn du Haare eines Eichenprozessionsspinners im Fell vermutest, ziehe dir beim Kämmen unbedingt Handschuhe an. Auch für den Menschen ist der Kontakt mit den giftigen Haaren absolut unangenehm und kann dieselben Allergien und Reaktionen auslösen.

Eichenprozessionsspinner Warnschild
© ceskyfreund36 / pixabay

Was hilft gegen den Ausschlag von Eichenprozessionsspinnern?

Wichtig ist, dass du immer schnell reagierst. Wenn du häufig in Gebieten unterwegs bist, in welchen Eichenprozessionsspinner auftreten, solltest du immer eine Wasserflasche zur Hand haben. Hat der Vierbeiner eine Raupe mit dem Maul aufgenommen, solltest du dieses sofort gründlich ausspülen. Auch bei Augenkontakt sollten diese schnell mit klarem Wasser ausgespült werden.

Du kannst den Hund auch mit dem Gartenschlauch oder in der Badewanne ordentlich abspritzen. Denke jedoch auch dabei daran, selbst Handschuhe zu tragen.

Bei Kontakt am Körper und an den Pfoten kannst du die betroffenen Stellen mit Essigwasser übergießen. Auch das Abrubbeln mit Sand ist als Erste-Hilfe-Maßnahme wirksam. Vergiss aber nicht, dabei Handschuhe zu tragen. Es ist jedoch nur eine Erstmaßnahme. Du solltest dich bei Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner sofort auf den Weg zum Tierarzt machen.

Was tun, wenn der Hund von Eichenprozessionsspinnern befallen wurde?

Nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen solltest du sofort den Tierarzt aufsuchen und diesem auch gleich mitteilen, dass du einen Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner vermutest.

Der Tierarzt verabreicht Medikamente gegen den allergischen Schock und gegen die Schwellungen. Auch kann er Salben oder Cremes verschreiben.

Wichtig ist auch, dass du selbst nach dem Spaziergang die Kleidung wechselst und sofort wäschst. Dadurch, dass sich die Haare des Eichenprozessionsspinners leicht durch den Wind vertragen lassen, können diese auch an der Kleidung anhaften.

Woher bekomme ich Meldungen über aktuelle Eichenprozessionsspinner-Nester?

Über Eichenprozessionsspinner-Nester und viele weitere Gefahren kannst du dich einfach und kostenlos über Dogorama informieren. Hier kannst du dich warnen lassen und auch selbst andere Hundebesitzer warnen, falls du eine Gefahr wie beispielsweise ein Eichenprozessionsspinner-Nest entdeckst.

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1 Kommentar

  1. Herzlichen Dank für den interessanter Beitrag!
    Sehr cooler Tipp.


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