Uns Zootierpflegern oder für mich auch TFA ist klar dass es eigen eingesperrten Tier niemals so gut geht wie in freier Wildbahn. Ich hab auch schon viel geschaut, aber danke werd ich nochmal nach schauen. Die Tiere im Zoo oder Wildfreigehege wo ich gearbeitet hab und die Tiere da nochmal deutlich mehr Platz haben aber klar nie wie in freier Wildbahn, stehen stellvertretend für die wild lebenden Tiere, an denen man Menschen dessen Biologie und Verhalten besser erklären kann um auch die notwendige Natur dazu zu schützen. Der Mensch ist leider so gestrickt, dass man ihm manchmal am Objekt zeigen muss wie wertvoll es ist damit sie es verstehen. So ist das leider. Kein Tierpfleger findet das toll, tut aber alles in seiner Macht stehende um den Tieren das bestmögliche Leben zu ermöglichen. Du hast aber Recht, das Passrungsverhalten wird da nochmals anders sein. Aber ich finde Michi Mungi hat auch schön beschrieben wie es ihm Tierschutz aussieht bei wild lebenden Hunden.
Es ist ein Thema für sich. Mir war wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass eingesperrte Wildtiere immer Verhaltensstörungen zeigen und man den Vorfall in dem Wolfsgehege nicht als normal darstellen sollte. Es ist traurig, aber ich denke nicht, dass ein Wolfsrüde eine zum Rudel gehörende Fähe töten würde, weil sie nicht geeignet für Nachkommen ist. Das ist für Wölfe untypisch. Er würde damit ja auch sein Rudel schwächen. Gehört die Fähe allerdings nicht zum Rudel, geht es eher um Revierstreitigkeiten und das kann böse enden.
Wenn man nun die Situation in Zoos sieht wie z. B. enger Raum, zusammengewürfelte Wölfe (fraglich, ob sie ein Rudel sind), keine Ausweichmöglichkeiten ... , dann sind solche Revierkämpfe vorprogrammiert und keine Einzelfälle. Aber der Grund, dass eine Fähe nicht für Nachkommen geeignet ist und deswegen getötet werden soll, ist selbst im Zoo eher unwahrscheinlich. Da gibt es viele andere Gründe, die realistischer sind.
Entschuldige, wenn ich da jetzt etwas näher drauf eingegangen bin, aber ich empfinde es als wichtig das klarzustellen.