Das ist unsere Bonnie. Sie kommt aus Rumänien, ist 11 Monate alt und war die letzten 2 Monate auf einer ganz tollen Pflegestelle. Sie ist jetzt seit 5 Tagen bei uns und wir hatten einen sehr schönen Start. Sie wird langsam aber SEHR frech und testet alle Grenzen aus und wird unglaublich schnell frustriert, was in ihrem Fall heißt, dass sie uns anspringt und nach uns schnappt (nicht unglaublich fest aber es kann schon weh tun). Das passiert vor allem wenn sie auf dem Spaziergang nicht genau das machen kann was sie will, oder beim Spielen wenn man ihrer Meinung nach nicht schnell genug agiert oder das Spiel irgenwann beendet. Jegliche Tips sind herzlich willkommen!
Wir kontaktieren bereits Hundetrainer und -schulen um uns zu unterstützen, aber bis dahin kann es noch so 2 Wochen dauern...
Sie hat aber auch ganz tolle Eigenschften. Sie bellt nicht an der klingel und bleibt ruhig wenn jemand vor der Tür ist. Beim Essen bettelt sie zwar kurz, kann sich dann aber ruhig hinlegen und akzeptieren, dass es nicht für sie ist. Sie bellt sehr wenig (außer wenn die Frustration sehr groß ist).
Wir lieben sie, wissen aber dass wir Unterstützung brauchen, um ihr auch gerecht zu werden. ♡
Erstmal: süße Schnute ❤️ Dann: Also für uns, basierend auf den persönlichen Erfahrungen die wir gemacht haben, ist bei schnappen wirklich der Ofen aus. Das kann leider wirklich zügig umschlagen und der Hund kann einen dabei auch aus Versehen schwer verletzen.
Nur ihr könnt in der Situation sehen, welche Strategie angebracht ist, aber als Anregungen, die wir auch von Hundetrainern mit gelernt haben:
Wenn du mit dem Hund an der Leine draußen bist und nicht die Möglichkeit hast, dich abzuwenden und einfach weg zu gehen, auf die Leine stellen und dadurch die Fähigkeit nehmen, dich anzuspringen. Wenn es im Garten oder Haus passiert kann es helfen sich kommentarlos umzudrehen und weg zu gehen, nach dem Motto "ich beende diese Situation, wenn du dich so benimmst". Wenn der Hund das bei uns aus der Motivation Freude/Kuschelbedürfnis gemacht hat, haben wir ein Handzeichen etabliert, das bedeutet "Leg dich hin, und dann streichel ich dich". Also der Hund lernt, ich bekomme was ich möchte, WENN ich ein ruhiges Verhalten zeige.
Also es ist entscheidend zu identifizieren was die Motivation des Hundes ist (häufig interpretieren wir ja eine menschliche Motivation in ein Verhalten, das einfach zum Hunderepertoire gehört) und dann eine entsprechende Strategie zu haben. Und ich möchte wirklich jedem das Thema Eigensicherung ans Herz legen, ein Verhalten, das mich oder ihn verletzen kann, ist nicht, niemals, gar nicht ok; und es ist nicht nur in Ordnung, sondern auch verantwortungsbewusst, ein solches zu unterbinden. Ich wünsche euch alles Gute 🐕🍀