Home / Forum / Erziehung & Training / Mein Hund verteidigt Beute

Verfasser-Bild
B
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 38
zuletzt 17. Okt.

Mein Hund verteidigt Beute

Liebe alle, mein KlM muss lernen, Beute herauszugeben, wenn ich es verlange. Er bellt, knurrt und beisst aber, sobald ich mich mit der Hand nähere. Selbst wenn ich sein Lieblingsleckerli eintauschen will. Spielzeug tauschen ist natürlich kein Problem. Aber bei Hirschhaut oder kennt er nichts mehr. Was soll ich tun?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
B
16. Okt. 15:44
Bei Jagdgebrauchshunden ist das noch was anderes. Hier ist Geduld und Ruhe gefragt. Natürlich steht und fällt das mit einem gewissen Grundgehorsam, der sich bei guter Ausbildung nur langsam etabliert. Moderne Ausbilder arbeiten hier kleinschrittig und mit Clicker. Bei der modernen Jagdhundeausbildung das Tool. Erst Clicker etablieren. Dann mit Möhre anfangen und steigern. Irgendwann sollte die Ente im Maul sein.
Bin nicht Fan von Clicker...Es kommt mir so vor, als würde man das Tier wie eine Maschine programmieren. Das kommt ja auch, so viel ich weiss, aus Training mit Wildtieren, die sinnlose Tricks vorführen. Ich möchte, dass mein Hund versteht, wie wir zusammenarbeiten können und dass er auch was davon hat (Suchen dürfen als DIE ultimative Belohnung).
 
Beitrag-Verfasser
Tina
16. Okt. 15:47
Bin nicht Fan von Clicker...Es kommt mir so vor, als würde man das Tier wie eine Maschine programmieren. Das kommt ja auch, so viel ich weiss, aus Training mit Wildtieren, die sinnlose Tricks vorführen. Ich möchte, dass mein Hund versteht, wie wir zusammenarbeiten können und dass er auch was davon hat (Suchen dürfen als DIE ultimative Belohnung).
Clicker ermöglicht eine "Belohnung" aus der Entfernung. Unschlagbar bei Jagdgebrauchshunden.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
16. Okt. 15:48
Okay tatsächlich interessant, weil ich mich auch schon gefragt habe, ob es die richtige Teainingssituation ist. Er muss ja bei der Jagd die gefundene Beute abgeben und die wird man ihm nie vorher zum Kauen geben. Er soll aber auch nicht damit abhauen, was offenbar geschieht,cwrnn man es eben vorher nicht trainiert. Nur eben wie? Spielzeug und Karotten, das geht ja schon ohne Probleme.
Ein befreundeter Jäger bildet aktuell seinen Wachtelhund aus. Er hat die Tage ein Reh geschossen. Er erzählte mir ganz aus dem Häuschen, dass der Hund ihm das Reh(!) apportiert hätte. Oder versucht? (Hatte er sich wohl entweder nicht vorgestellt oder erwartet, war aber sehr begeistert über diesen Elan.) Der Hund ist immer noch im Wachstum und so ein Reh hat ja auch ein paar Kilos. Muss interessant ausgesehen haben 😅
Im Haus kommt der Hund wohl langsam in die Pubertät, bei der Jagd ist davon aktuell nichts zu spüren. Dem Jäger ist enorm wichtig, dass der Hund seinen Teil abbekommt und er sich genau den Elan und die Freude bei der Arbeit behält, die er von Anfang an gezeigt und gefördert hat. Das scheint für die beiden sehr gut zu funktionieren.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Claudia
16. Okt. 17:03
Meiner bringt den Ball freiwillig, weil er gecheckt hat, dass es lustiger ist, wenn ich ihn werfe...
Ich habe ihn ja nicht geworfen, bzw sie sollte nach dem Wurf sitzen bleiben und durfte nicht jagen - Impulskontrolle
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Claudia
16. Okt. 17:05
Ein befreundeter Jäger bildet aktuell seinen Wachtelhund aus. Er hat die Tage ein Reh geschossen. Er erzählte mir ganz aus dem Häuschen, dass der Hund ihm das Reh(!) apportiert hätte. Oder versucht? (Hatte er sich wohl entweder nicht vorgestellt oder erwartet, war aber sehr begeistert über diesen Elan.) Der Hund ist immer noch im Wachstum und so ein Reh hat ja auch ein paar Kilos. Muss interessant ausgesehen haben 😅 Im Haus kommt der Hund wohl langsam in die Pubertät, bei der Jagd ist davon aktuell nichts zu spüren. Dem Jäger ist enorm wichtig, dass der Hund seinen Teil abbekommt und er sich genau den Elan und die Freude bei der Arbeit behält, die er von Anfang an gezeigt und gefördert hat. Das scheint für die beiden sehr gut zu funktionieren.
Freude ist hier das Stichwort 😊
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jörg
16. Okt. 17:26
ich finde es auch wichtig, dass man einem Hund auch Sachen weg nehmen kann. Kann ja auch mal was sein, das nicht in den Hund gehört
Wenn es dir so wichtig ist dann setz dich durch. Und mach kein Drama draus nichts tauschen sondern einfach wegnehmen. Warum tauschen wenn ich was für mich in Anspruch nehme Tausch ich nicht und da ist es mir dann auch egal wie mein Hund das gerade findet. Wenn meiner auf meinem Platz Sitz mach ich auch kein Drama draus sondern schieb ihn einfach zur Seite und da gibt's auch kein Leckereien von mir ich mache das einfach.

Aber ich glaube dennoch weiterhin ihr hättet mehr davon wenn sie die Hirschhaut für warten und ruhe bekommt ohne wegnehmen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Aga
17. Okt. 03:11
Bin nicht Fan von Clicker...Es kommt mir so vor, als würde man das Tier wie eine Maschine programmieren. Das kommt ja auch, so viel ich weiss, aus Training mit Wildtieren, die sinnlose Tricks vorführen. Ich möchte, dass mein Hund versteht, wie wir zusammenarbeiten können und dass er auch was davon hat (Suchen dürfen als DIE ultimative Belohnung).
Clickern wird bei Wildtieren fürs medical Training gerne benutzt, so sinnlos sind die Tricks also nicht. Ansonsten dient es den Tieren zur Beschäftigung, was ich auch nicht als sinnlos empfinde. Ich persönlich clicker auch nicht mit Amira, ich mache alles stimmlich, da habe ich auch n Markerwort, das ist für mich das selbe.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jochen
17. Okt. 05:15
Bei Pepe muss ihm der Jäger brutal ausgetrieben haben, eine Beute ins Maul zu nehmen. Er hat am Anfang darob gar nichts ins Maul genommen. Es war langes und kleinschrittiges Training nötig bis er mal einen Dummy ins Maul genommen hat. Noch heute ist es so, wenn ich ihm ein Schweinsohr gebe, dass er es nur ganz vorsichtig „mit spitzen Zähnen“ zum Platz trägt und es auf dem Weg auch öfter mal runterfällt.

Das heißt, ich bräuchte nur „buh“ machen und er würde alles fallen lassen. Das bedeutet aber nicht, dass er Ressourcen nicht schätzt und gerne hergibt. Eindeutig festgestellt habe ich das, als er bei seinem Kumpel zu Besuch war. Die beiden spielten mit einigen Kuscheltieren, Zugseilen, zogen sie hin und her usw.

Ein Teil fand Pepe wohl besonders toll und zack hatte mein zartes Hascherl eine Pfote drauf und die Lefzen hochgezogen. Der andere, obwohl er eigentlich oft der „Führungshund“ von beiden ist, hat es sofort verstanden, sich abgewandt und ein anderes Spielzeug genommen.

So kann es also auch innerartlich funktionieren.