Home / Forum / Erziehung & Training / Leine oder nicht?

Verfasser-Bild
Julia
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 60
heute 11:13

Leine oder nicht?

Wie seht ihr das? Rückruf 100 % möglich? Und ist das überhaupt nötig für den Freilauf? Wann mit, wann ohne Leine? Und bei Mehrhundehaltung? Hört euer Hund auch besser ohne Leine? Bin gespannt!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
Beliebteste Antwort
22. Juni 04:37
Hallo Julia,
ein 100-prozentige Rückruf ist aus meiner Sicht nicht möglich denn der Hund ist ein Jäger und ein Lebewesen das eigene Entscheidungen trifft und es kann immer passieren dass er in bestimmten Situationen nicht abrufbar ist. Ich denke mit gutem Training kann man durchaus 98 bis 99% erreichen aber es bleibt immer eine Möglichkeit dass der Hund doch nicht abrufbar ist.
Für den Freilauf ist der Rückruf aus meiner Sicht das Wichtigste überhaupt! Für mich ist es der wichtigste Befehl den es gibt. Der zweitwichtigste ist der Stoppbefehl.
Im Straßenverkehr, im Wald und in unübersichtlichen Gebieten sind meine Hunde an der Leine. In übersichtlichen Bereichen ohne Straßenverkehr dürfen sie frei laufen.
Egal ob man einen oder mehrere Hunde hat- alle müssen auf den Rückruf hören. Ich habe mit meinen Hunden den Rückruf einzeln und gemeinsam geübt und übe es weiterhin täglich. In der Regel orientieren sie sich aneinander und wenn der eine kommt, kommt der andere auch schnell mit.
Meine Hunde hören mit und ohne Leine gut allerdings läuft Hund eins besser bei Fuß ohne Leine. Hier muss er sich stärker an mir orientieren und mit der Leine weiß er ja: Mensch hängt ja an mir dran- also kann er mir nicht verloren gehen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
22. Juni 04:37
Hallo Julia,
ein 100-prozentige Rückruf ist aus meiner Sicht nicht möglich denn der Hund ist ein Jäger und ein Lebewesen das eigene Entscheidungen trifft und es kann immer passieren dass er in bestimmten Situationen nicht abrufbar ist. Ich denke mit gutem Training kann man durchaus 98 bis 99% erreichen aber es bleibt immer eine Möglichkeit dass der Hund doch nicht abrufbar ist.
Für den Freilauf ist der Rückruf aus meiner Sicht das Wichtigste überhaupt! Für mich ist es der wichtigste Befehl den es gibt. Der zweitwichtigste ist der Stoppbefehl.
Im Straßenverkehr, im Wald und in unübersichtlichen Gebieten sind meine Hunde an der Leine. In übersichtlichen Bereichen ohne Straßenverkehr dürfen sie frei laufen.
Egal ob man einen oder mehrere Hunde hat- alle müssen auf den Rückruf hören. Ich habe mit meinen Hunden den Rückruf einzeln und gemeinsam geübt und übe es weiterhin täglich. In der Regel orientieren sie sich aneinander und wenn der eine kommt, kommt der andere auch schnell mit.
Meine Hunde hören mit und ohne Leine gut allerdings läuft Hund eins besser bei Fuß ohne Leine. Hier muss er sich stärker an mir orientieren und mit der Leine weiß er ja: Mensch hängt ja an mir dran- also kann er mir nicht verloren gehen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
22. Juni 04:40
Leine überall dort wo es vorgeschrieben ist (Leinenpflicht) und in Gegenden oder Situationen zum eigenen Schutz bzw zum Schutz Dritter (zB im Wald bei starken Jagdtrieb oä). 100% ist meiner Meinung nie möglich, es sind Tiere mit eigenen Gedanken, Gefühlen. Suki zog mit 8W ein, das war am 7.7., da hatten wir noch Brut und Setzzeit. Erster Freilauf war dann am 16.7., also nein ein fest sitzender Rückruf ist nicht unbedingt nötig. Es kommt halt auf den Hund an.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Johanna
22. Juni 04:52
Leine überall dort wo es vorgeschrieben ist (Leinenpflicht) und in Gegenden oder Situationen zum eigenen Schutz bzw zum Schutz Dritter (zB im Wald bei starken Jagdtrieb oä). 100% ist meiner Meinung nie möglich, es sind Tiere mit eigenen Gedanken, Gefühlen. Suki zog mit 8W ein, das war am 7.7., da hatten wir noch Brut und Setzzeit. Erster Freilauf war dann am 16.7., also nein ein fest sitzender Rückruf ist nicht unbedingt nötig. Es kommt halt auf den Hund an.
Ich denke Welpen sind da ne Ausnahme.
Mit denen sollte man den Rückruf aber auch trainieren
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Daniela mit
22. Juni 04:57
Ich schliesse mich an:
100 % sind und bleiben wohl eine Wunschvorstellung.

Für den Freilauf sollte der Rückruf meiner Meinung nach aber schon sehr zuverlässig funktionieren. Das bedeutet für mich, dass von 50 Rückrufen etwa 47 bis 48 sitzen sollten – natürlich abhängig von den jeweiligen Reizen.

Meine Maus hört tatsächlich ohne Leine besser, weil ihr die „Sicherheit“ durch Frauchen fehlt.

Und ja, das Stopp-Kommando werte ich ebenfalls als mindestens genauso wichtig wie den Rückruf.
Bei uns ist es sogar wichtiger, da wir es häufiger benötigen als den Rückruf.
 
Beitrag-Verfasser
Liane
22. Juni 05:32
Meine sind immer ohne Leine, außer in der Stadt. Da sie ihren radius einhalten, sich an mir orientieren, immer mal umdrehen nach mir schauen, auf die Seite gehen wenn was kommt, Radfahrer, Hunde, Kinder usw ist der freihlauf kein Problem.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
22. Juni 05:51
Ich denke Welpen sind da ne Ausnahme. Mit denen sollte man den Rückruf aber auch trainieren
Natürlich, trainieren muss man mit allen Hunden, ganz egal in welchem Alter.
 
Beitrag-Verfasser
Doreen
22. Juni 07:54
Bei meiner Hündin stellt sich die Frage nicht. Es gibt nicht so viele Gelegenheiten wo sie ohne Leine laufen kann, weil sie ein unsicherer Hund ist der gerne losrennt wenn es irgendwo knallt. Gefahr für sie und anderen. In Straßennähe ist sie an der Leine.

Im Wald und großen Freiflächen darf sie sich auch frei bewegen. Der Rückruf klappt sehr gut. Sie schaut sich immer wieder nach mir um. Ich brauche nur stehen bleiben und sie kommt zu mir.

Meine vorherige Hündin war damals so gut wie nie an der Leine. Sie blieb zuverlässig an der Straße stehen und hat gewartet bis wir weiter gingen. Sie hat sich nie weit entfernt. Bei ihr musste man nur aufpassen dass sie sich nicht zu weit hinter einem aufhielt. Unbeobachtet fraß die alles was irgendwie fressbar war...

100% Rückruf? Es wird immer ein Restrisiko geben, dass der Reiz einfach zu groß ist.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
R
22. Juni 08:06
Das gute Beispiel, Hund orientiert sich am Halter bleibt rückrufbereit und ist stopbar. Das schlechte Beispiel, Hund geht Gassi und Halter läuft mit und schaut zu...(Hier sehe ich oft, dass es nur geht, weil die gesamte Umwelt sich vor Katastrophen schützen will) ... Das mittlere Beispiel - Hund orientiert sich, muss noch bei reizen üben - hier neigt sich meine Auffassung zum positiv oder negativbeispiel. Es darf auch Mal was schief gehen- aber man muss auch daraus lernen und vor allem rücksicht auf die Umwelt nehmen.

Hundegruppen wie Einzelhalter wirken da ähnlich auf mich. Einige haben echt nicht gerafft, dass ihre Hunde absichtlich gemieden werden und nicht dass es nicht funktioniert. Wenn es funktioniert und man sie nicht meiden muss - tut's mir leid, wenn diese Halter ebenso dafür gehalten werden. Also Leine ist so eine Sache. Das muss jeder Halter sicher für sich selbst ausmachen. Hatte ja auch mal die Sorte Rüden - der ging perfekt aus dem Weg, und störte einfach keinen. Da hat man die Leine früher auch Mal vergessen. Meine Damen jetzt, da lege ich die Hand nicht ins Feuer (ohne Leine) ... Liegt aber häufig auch an der unpassenden Haltung anderer Hunde und der Einschätzung deren Halter. Da hat sich mit dem Hundeboom extrem viel ins problematische verändert.

Vlt waren die Hunde früher etwas kompatibler - bevor derart wild mit Ländern, Rassen, Wunschfarben statt Charakter, Mitleid und Vor-Problemen, Fotoshopping statt Kennenlernen etc agiert wurde.

Internet ist definitiv ein Faktor der vieles extremer gemacht hat.

Die Gegend ist aber auch immer ein wesentlicher Faktor. Ich mag zum bsp keine Spiele auf der straße, auch nicht im Wohngebiet. Einfach aus Rücksicht auf Passanten, Anwohner, Kinder usw... Es dauert einfach doch, bis das wieder gestoppt wird und meine Hunde sollen nicht jeden Ort als Raufplatz sehen. In der Natur...Felder gehören meist einer Landwirtschaft! Sie dienen einem Zweck... Wälder können ebenso landwirtschaft sein. Oder Naturschutz. Kriegt man das mit dem Hund unter einen Hut. Alles gut.... Aber ich sehe oft die Einstellung, ist der Hund glücklich, hat man alles richtig gemacht ...für andere leider nicht immer.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Daniela mit
22. Juni 08:50
Das gute Beispiel, Hund orientiert sich am Halter bleibt rückrufbereit und ist stopbar. Das schlechte Beispiel, Hund geht Gassi und Halter läuft mit und schaut zu...(Hier sehe ich oft, dass es nur geht, weil die gesamte Umwelt sich vor Katastrophen schützen will) ... Das mittlere Beispiel - Hund orientiert sich, muss noch bei reizen üben - hier neigt sich meine Auffassung zum positiv oder negativbeispiel. Es darf auch Mal was schief gehen- aber man muss auch daraus lernen und vor allem rücksicht auf die Umwelt nehmen. Hundegruppen wie Einzelhalter wirken da ähnlich auf mich. Einige haben echt nicht gerafft, dass ihre Hunde absichtlich gemieden werden und nicht dass es nicht funktioniert. Wenn es funktioniert und man sie nicht meiden muss - tut's mir leid, wenn diese Halter ebenso dafür gehalten werden. Also Leine ist so eine Sache. Das muss jeder Halter sicher für sich selbst ausmachen. Hatte ja auch mal die Sorte Rüden - der ging perfekt aus dem Weg, und störte einfach keinen. Da hat man die Leine früher auch Mal vergessen. Meine Damen jetzt, da lege ich die Hand nicht ins Feuer (ohne Leine) ... Liegt aber häufig auch an der unpassenden Haltung anderer Hunde und der Einschätzung deren Halter. Da hat sich mit dem Hundeboom extrem viel ins problematische verändert. Vlt waren die Hunde früher etwas kompatibler - bevor derart wild mit Ländern, Rassen, Wunschfarben statt Charakter, Mitleid und Vor-Problemen, Fotoshopping statt Kennenlernen etc agiert wurde. Internet ist definitiv ein Faktor der vieles extremer gemacht hat. Die Gegend ist aber auch immer ein wesentlicher Faktor. Ich mag zum bsp keine Spiele auf der straße, auch nicht im Wohngebiet. Einfach aus Rücksicht auf Passanten, Anwohner, Kinder usw... Es dauert einfach doch, bis das wieder gestoppt wird und meine Hunde sollen nicht jeden Ort als Raufplatz sehen. In der Natur...Felder gehören meist einer Landwirtschaft! Sie dienen einem Zweck... Wälder können ebenso landwirtschaft sein. Oder Naturschutz. Kriegt man das mit dem Hund unter einen Hut. Alles gut.... Aber ich sehe oft die Einstellung, ist der Hund glücklich, hat man alles richtig gemacht ...für andere leider nicht immer.
Da stimme ich tatsächlich in vielen Punkten zu.

Zum Freilauf gehören noch viele weitere wichtige Aspekte.

Ein Hund darf weder Menschen noch Tiere belästigen.

Er sollte gelernt haben, auf dem Weg oder am Wegrand zu bleiben.

Zudem muss immer ein angemessener Radius eingehalten werden – der Hund sollte sich stets in Sicht- und Rufweite befinden.

Auch wenn andere Hunde, Menschen, Kinder oder sonstige Ablenkungen auf ihn zustürmen, müssen das Stopp-, Abbruch- und Rückrufsignal in den meisten Fällen zuverlässig funktionieren – spätestens nach dem zweiten Signal.

Begegnen uns Menschen, Fahrzeuge oder Tiere, gehört der Hund an die Leine – unabhängig davon, wie sozial oder gehorsam er ist.

All das hat für mich mit Respekt und Rücksichtnahme zu tun.
Und auch meinem Hund geht es damit gut, denn er muss nicht alle Entscheidungen selbst treffen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
22. Juni 09:07
100% gibts nie , bei nichts und nirgends... besondrs nicht beim Rückruf ! Der Hund ist und bleibt ein Raubtier/Beutegreifer....Urinstinkt (also Raubtier-/Jägerverhalten) wird immer angelerntes (Rückruf) "überschreiben" ausschlaggebend ist der Trigger...