Ich brauche keine 2 Meter für mein Fuß, sie läuft an der Moxon perfekt neben meinem Bein. Würde sie aus der Position rausgehen würde ich schon korrigieren. Du brauchst Sachen nicht immer ins Lächerliche zu ziehen. Und dann nutze ich die Schleppleine eben anders, die halte ich nämlich bei einem Waldspaziergang auf maximal 2 Meter und dann spreche ich eben von Leinenführigkeit, stell dir vor die kann man auch kurz nehmen, die ist bei mir nur in bestimmten Situationen länger auch wenn ich eine 12 Meter Leine nutze. Mit ner Schleppleine kann man mehr machen außer den Hund sie hinterher ziehen lassen. Und wo ist da dann der Unterschied ob du von einer 2 Meter Führleine sprichst und ich meine kurz nehme? Ist doch völlig egal was für eine Leine ich nutze wenn meine auch ca 2 Meter ist kurz gehalten wird, dann spreche ich eben von Leinenführigkeit. Wenn ich trainiere auf dem Spaziergang darf sie mal länger sein und ich mache immer irgendwas, deshalb nutze ich sie lieber wie eine Führleine, da hab ich einfach nochmal mehr Möglichkeiten Dummyübungen zu machen.
Ich gehe auch immer steil, wenn die Dorfhundeplatz-Plattitüde: „eine Schleppleine ist nur ein Trainingswerkzeug“ unreflektiert nachgeplappert wird.
Und wer dieses verrenkte Anstarrfußgehen üben will für irgendwelche Prüfungen, der soll das tun, aber es bitte weder als alltagstauglich noch als „gute Erziehung“ zum Standard glorifizieren.
Für mich ist jede Leine im besten Fall nur eine Notabsicherung. Und bei mir hat keine Leine, egal welche, stramm zu sein, wenn ich das nicht will. Klingt autoritär, ist vielleicht auch autoritär, aber das ist meine Bedingung, das ist für mich die Grundlage für eine schöne Gemeinsamkeit, Achtsamkeit und Orientierung.
Die Achtsamkeit gilt für beide Seiten, denn wenn ich weiß, dass mein Hund Probleme mit der Leinenführung in gewissen Situationen hat, dann „komme ich dem entgegen“ mit Management und Vermeidung, bis ich das ordentlich „kleinschrittig“ aufgebaut habe, wenn ich es für nötig halte und lasse den Hund nicht in den „Fehler“ laufen (oft ja jahrelang), um ihn dann zu korrigieren.
Also im konkreten Fall scheint die Lösung -wie viele schon schrieben- ja einfach zu sein, eben die Erwartung aufzulösen oder gar umzudrehen.