Sandra, du hast mich richtig verstanden und es sehr schön ausformuliert. Ich danke dir.
Natürlich ging es mir nicht darum die Pariahunde nun hierher zu packen. Genau so wenig, wie ich mir wünsche, dass sie öffentlich oder privat hinter Gitter landen 😁
Ich denke nicht, dass es ohne gezielte Zucht keine Hunde gäbe oder dass keine Zusammenarbeit im engeren oder weiteren Sinne zwischen Mensch und Hund stattfände. Pariahunde jagen, sie wachen und schützen (der Mensch kann auch Teil ihrer sozialen Umgebung sein). Auch ohne dafür gezüchtet worden zu sein. In erster Linie aus Eigeninteresse, nicht weil sie genutzt werden. Sie jagen z.B. Ratten und stehen gleichzeitig auch in Konkurrenz um menschliche Nahrungsreste mit ihnen, was sich wiederum für den Menschen als dienlich erweisen kann.
Andreas Satz „Ich vermute ohne Zucht gäbe es weniger Hunde und weniger Menschen mit Hund… aber niemals keine Hunde bei/ mit Menschen“ und dein Gedanke Sandra, dass die Anziehungskraft vom Menschen zum Hund sehr ursprünglich ist, dieses Empfinden trage ich auch in mir.
Mal angenommen es gäbe einen Urtyp, der sich über die Zeit durch Selektion entwickelt hätte. Ein Typ Hund, der sich nur so nah am Mensch entwickelt, wie es dem eigenen Überleben und Interessen dienlich ist, funktional, angepasst an den Kontext, in dem wir leben.
Möglicherweise wird die Vorstellung an einen solchen Hund schon alleine dadurch unangenehm, dass wir uns gleichzeitig für Hunde entscheiden, die von diesem Typus stark abweichen?
Denn was würde das über uns aussagen? Unbequem ist das.
Nicht nur im Bezug auf Defektzuchten. Aber auch.
Mir geht es nicht darum Zucht schlecht zu reden.
Ich begrüße den Gedanken an gesunde Hunde, die ein größtmögliches Spektrum an geistigen und körperlichen Möglichkeiten in die Wiege gelegt bekommen.