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Dogorama
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heute 16:15

Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Stell dir vor, Menschen würden wie Hunde gezüchtet. Manche wären 3 Meter groß und 360 kg schwer – andere gerade mal 86 cm mit 13 kg. Klingt absurd? Genau das haben wir mit unseren Hunden gemacht – in nur 150 bis 200 Jahren. Aus Sicht der Evolution ein bloßer Wimpernschlag. 😱 Wir sind auf dieses unglaubliche Gedankenexperiment bei @wissen_macht_wau (Instagram) aufmerksam geworden. In der Natur entscheidet natürliche Selektion, welche Merkmale sich durchsetzen. Bei Hunden entscheidet der Mensch, wer sich fortpflanzen darf. So können einzelne Merkmale innerhalb weniger Generationen extrem verstärkt werden. Das Problem: Der Körper passt sich nicht immer genauso schnell an wie das Aussehen. Folgende Zahlen zeigt wissen_macht_wau: 🐾 Großwüchsige Rassen wie die Deutsche Dogge leben durchschnittlich 3,5 Jahre kürzer und haben ein bis zu 114-fach erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. 🐾 Bei 92 % der untersuchten Chihuahuas hat sich der Schädel nicht vollständig geschlossen – dem Gehirn fehlt schlicht der Platz. Und das ist nur die Größe – Falten, Plattnasen und überlange Rücken kommen noch dazu. 👉 Welche Gedanken gehen dir dabei durch den Kopf? 👉 Wie stehst du zur „modernen“ Hundezucht?
 
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Katrin
10. Aug. 07:01
Und wenn????Was ist so schlimm daran mit seinem Hund zu arbeiten?Er hat damit Beschäftigung, sein Mensch ist für ihn da,er liegt nicht nur als Statussymbol den Tag lang auf der Couch und darf dann 2x am Tag brav bei Fuß ums Eck gehen und präsentieren was für einen Wohlstand man doch hat.Das trifft nämlich nie auf Tierschutzhunde zu bei Zuchthunden kommt das aber ziemlich häufig vor. Zugegeben nicht bei jedem,das will ich auch gar nicht sagen.Aber auch Zuchthunde können Ängste haben usw.
Was ist das wenn wieder für ein wirres Zeug? Nicht jeder kann oder will das. So simpel ist das. Ich kann hier keinen Problemfall gebrauchen sondern brauche einen zuverlässigen alltagstauglich Hund. Eben damit dieser nicht den Tag auf dem Sofa rumliegen muss. Auch das mit dem Statussymbol finde ich eher belustigend denn momentan scheint der Auslandshund eher zum Statussymbol zu werden über den man sich selbst bzw andere Menschen bewertet.
 
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Michael
10. Aug. 07:07
Es ist sehr schlimm was der Mensch den Tieren antut.Kurz und knapp einfach verbieten damit es so nicht weitergeht. Das sich Menschen überhaupt noch solche Qualzuchten kaufen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Du weißt am ersten Tag das dein Tier später Probleme haben wird und du nur zum Tierarzt rennen musst für mich unverständlich.
 
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Annemarie
10. Aug. 07:08
Der Hund Rasse Mops oder alle die keine Nasen haben,wo fast sterben,weil sie kein Sauerstoff erhalten,das sollte verboten werden!!er würde viel hübscher aussehen mit Nase..daran sollte eben der Tierschutz auch arbeiten.
 
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Li
10. Aug. 07:08
Für mich ist das ganze jetzt hier beendet.Ich habe meine Meinung gesagt,werde dafür angefeindet. Rasseverherrlicher werden es sowieso nie lernen.Eins sage ich dennoch.DIE WARE HUND.Es sind Lebewesen die durch Zucht teilweise ein Leben leben müssen das nur durch OPs oder Schmerzmittel einigermaßen ertragbar gemacht wird.Trifft nicht auf jeden Rassehund zu,aber auf sehr viele. MUSS DAS SEIN?
Ja, der Mensch will das halt so, dieses "Ich will haben" macht auch vor Lebewesen nicht halt.

Sieht man ja, was dabei rauskommt, was der Mensch wieder kaputtgekriegt hat.
 
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Steffi
10. Aug. 07:12
Ich sehe grundsätzlich ein Problem darin, so arrogant zu sein, um für sich selbst ein möglichst perfektes Tier produzieren zu lassen, bei allem was auf der Welt hier passiert. Sorry, mit dieser Denkweise ist jemand bei mir halt absolut kein tierlieber und verantwortungsvoller Hundehalter, der bereit dazu ist, sich mit den Bedürfnissen eines Tieres zu befassen. Sondern ein Egoist. Denn sobald etwas NICHT läuft, stehen diese Hunde zur Vermittlung oder gehen wieder zurück. Im TH sitzen übrigens überwiegend so genannte Listenhunde, kranke und alte Hunde sowie viele HSH. Ungewollte Rassehunde lassen sich natürlich besser weitervermitteln, sogar noch gegen Geld. Nicht wenige davon werden schließlich zu Wanderpokalen. Zum "was wäre wenn": Die Frage, ob ein Hund mit Männern kann, ist meist in Sekunden beantwortet. 🤦🏻‍♀️ An Ängsten arbeitet man. Die meisten Welpen und Junghunde entwickeln irgendwann in ihrem Lebenslauf mal Ängste vor irgendwas. Da ist normal. Wer das als ein Problem sieht, disqualifiziert sich als Hundehalter. Und ja - ein guter Verein hilft dir, bei nicht vorhersehbaren oder unüberwindbaren Problemen. Auch bei der Weitervermittlung. Ein guter Verein vermittelt auch nicht zu Familien, wo sie keinen Hund sehen. Und ich denke, dass bei vielen der Wind daher weht. Kaufen ist oftmals wesentlich einfacher, weil da gerne mal nicht so genau hingesehen wird, wo die Hunde eigentlich hinkommen. Und dann sitzt er da eben, der Border Collie in einer Familie mit drei Kindern, die maximal ne Stunde Zeit am Tag habt. Aber immerhin einen Hund zum Vorzeigen am Wochenende.
Es geht doch nix über gesunde Vorurteile😀
 
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Anne
10. Aug. 07:21
In Prinzip ist es ein Phänomen, das sich durch die ganze Geschichte des Menschen wie ein roter Faden zieht: die vermeintliche Allmacht des Menschen, der alle Register in der jeweiligen zeitlichen/geschichtlichen "Kultur" zieht, um der Natur ein bestimmtes Ergebnis abzuringen: Ob es der ewige Versuch ist, Gold herzustellen, die Formel für Porzelan (August der Starke), zu Fliegen (da Vinci u. a.), die Atombombe (Oppenheimer), Flussbegradigungen, Landgewinnung, Experimente an jedweden Lebewesen (u. a. 2. Weltkrieg und bis heute), Wetter machen, und ganz aktuell die Schönheits-OP's mit z. T. schwerwiegenden Folgen für die "Verschönerten".
Da ist die "unnatürliche" Selektion in der Hundezucht nur ein ganz kleiner Teil der "Experimentierfreudigkeit" des Menschen.

Untern Strich rächen sich so krasse Eingriffe in die Natur irgendwo und irgendwann.

" Die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch...)
Gottfried Benn
 
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Katrin
10. Aug. 07:26
Zuchtextreme sind halt nie gut. Ganz gleich was es für welche sind. Riesen- oder Zwergrassen, Plattnasen, Nackthunde usw. Gesundheit muss vor Optik kommen, bei jeder Rasse. Der Käufer hat es letztendlich in der Hand. Kein Züchter züchtet Hunde die er nicht verkaufen kann. Solange Menschen aber diese Extreme wollen wird sich das nicht ändern. Das Tierschutzgesetz muss dementsprechend neu überarbeitet werden. Verbote bezüglich Zucht und Kauf für manche Rassen sind leider meiner Meinung nach bitter nötig. Zucht an sich ist eigentlich was gutes und sinnvolles solange sie auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit ausgerichtet ist.
 
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Andreas
10. Aug. 07:29
Genau. Und da kommen für mich aber auch die Verhaltensweisen ins Spiel. Es wird ja nicht nur nach dem äußeren Ideal gezüchtet, sondern auch nach Eigenschaften, die dem Käufer gefallen oder das Zusammenleben für den Menschen attraktiv machen. Freundlich, immer menschenbezogen, distanzlos, ständig arbeitsbereit, hoch motiviert, immer „will to please“ … Aber wen nützt dieses Verhalten eigentlich? Dem Menschen oder dem Hund? Ein Hund, der jeden Menschen toll findet und unbedingt Kontakt aufnehmen möchte, ist für viele Käufer vielleicht besonders angenehm. Aber aus Sicht des Hundes kann eine hohe soziale Motivation gepaart mit fehlender Distanzregulation durchaus auch Belastung und Stress bedeuten. Genauso kann ein Hund, der permanent arbeitsbereit und hoch motiviert ist, für einen bestimmten Halter großartig sein. Wenn der Hund aber Schwierigkeiten hat, zur Ruhe zu kommen und seine Erregung selbst zu regulieren, ist das nicht automatisch ein Gewinn für seine Lebensqualität. Vielleicht müssen wir deshalb auch bei Verhalten aufhören, den „perfekten Hund für den Menschen“ zu züchten. Und stattdessen mal danach fragen, welche Eigenschaften das Leben für den Hund selbst besser machen (?) Vielleicht wäre es mal Zeit wegzukommen vom Hund als Wunschprodukt und hin zum Hund als Lebewesen.
..für mich sprichst Du einen sehr wichtigen Punkt an.. das Wesen, die Instinkte des Hundes und die tendenzielle Ausprägung von diesen bei Hundetypen wie Jagdhunden, Hütehunden und zB Herdenschutzhunden... Ich rede bewusst nicht von Rassen.

Diese Wesenszüge sollten schon zu den Lebensumständen und dem Charakter des Hundebesitzers passen.

Ich habe einen Hundetyp vom aktiven Schäfer.. den Schäferhund Urtyp.. kerngesund.. höchstwahrscheinlich ein Leben lang wie seine Eltern und Grosseltern.. aber er wird immer ein Hüte- und Wachhund sein, der fremden Menschen gegenüber distanziert bleiben wird und dem niemals Gassirunden reichen werden.. Als ich noch berufstätig war, hätte ich mir nie zugetraut, ihm ein, seinem Wesen gerechtes, Zuhause zu geben.. Heute bin ich sehr glücklich mit ihm.

Er wird also nie in einem Heim enden.. Nicht die Rasse, Mischling, TS Hund Junghund, alter Hund.. und was auch immer sind am Ende entscheidend für das Tierwohl.. sondern ob der Mensch es schafft dem individuellen Hund ein würdiges, liebevolles zuhause zu geben.

Dazu gehört natürlich ein gesundes Mass an realistischer Selbstreflektion, Empathie und "Arbeit".

Sorry.. mein Beitrag ist etwas weg von Qualzucht und Co..
 
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Sebbi
10. Aug. 07:30
Schlimm ist wenn ein Hund zum Modeaccessoire verkommt. Egal wie der Hund leidet. Es gibt viele Rasse, da steht die Gesundheit der Hunde bei der Zucht im Vordergrund. Angebot und Nachfrage. Nur weil viele die Qualzuchten schön finden, wird auf Kosten der Hunde weiter gezüchtet.
Ich habe gerade Kopfkino. Gewisse Damen, die sich über die Herkunft ihrer Accessoires definieren und diese deutlich zur Schau stellen. Die Lippen regelmäßig aufgepumpt, Wimpern lang wie Markisen und der kläffende Bonsai-Fiffi in der Handtasche (Guess, Louis Vuitton usw.) oder auf dem Arm rundet das perfekt gestylte Bild ab.
(Ich habe bewusst nicht Foto geschrieben) ☝🏼
 
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Katrin
10. Aug. 07:41
Ja, der Mensch will das halt so, dieses "Ich will haben" macht auch vor Lebewesen nicht halt. Sieht man ja, was dabei rauskommt, was der Mensch wieder kaputtgekriegt hat.
Man sieht aber auch wohin ein ,,das will ich aber nicht (mehr) haben" führt. Zu vollen Tierheimen und im Ausland zu unzähligen Straßenhunden.