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Dogorama-Mitglied
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heute 15:24

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Dogorama-Mitglied
17. Dez. 18:22
Heute mal Dracula in Anzeige -Pose. 😁
 
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Babs
17. Dez. 20:59
Vielen Dank für Deine Gedanken und entschuldige, dass ich so viel Zeit habe verstreichen lassen.

Ich bin da ganz bei Dir, dass es auch für den Hundeführer gilt und wichtig ist, sich erst mal mit den leichten Themen und sicheren Situationen auseinanderzusetzen, um dann irgendwann auch die schweren Situationen meistern zu können. Du hast da echt einen wichtigen Punkt angesprochen. Ich selber bin gar nicht mit meinem Wissen so weit, als dass ich mit Newton zusammen jagen könnte. Mir fehlt da jede Menge Fachwissen. Z. B.: Ich könnte zwar einen Fuchsbau erkennen, aber ob der gerade bewohnt ist, wäre Rätselraten. Und da bin ich ehrlich. Dies an Newtons Körpersprache abzulesen, wäre letztendlich eine von Unsicherheit begleitete Vermutung/Interpretation. Also, bevor ich den Ulli-Weg nun weitergehen würde, müsste ich mich erst mal richtig mit dem Jagen auf verschiedenen Gebieten (Verhalten des Hundes, was passiert mit ihm in den einzelnen Jagdsequenzen... bishin zu meinem richtigen Verhalten und Spuren lesen können) beschäftigen, um überhaupt erkennen zu können, was leicht und was schwer ist. Für Newton und auch für mich.

Zu dem Hundekontakt. Es war so, dass Newton neugierig auf die Hündin war, aber Mäuse letztendlich interessanter. Mir hat es für die Hündin leid getan. Keine Frage. Aber was mich irritiert hatte, war, dass er das Jagen nach Mäusen sehr schnell im Kopf hatte. Anderes Beispiel: Newton und ich machen im Feld Distanzarbeit. Dabei ist er sehr an mir orientiert und interessiert sich nicht für Außenreize (auch nicht für Rehe). Ihm ist die Zusammenarbeit mit mir sehr wichtig gewesen und hat ihm viel Spaß bereitet. Als ich das mit den Mäusen angefangen hatte, war Newton nicht mehr mit seinen Gedanken bei mir (ähnlich wie bei Menschen, denen ihr Handy wichtiger ist). Seine Aufmerksamkeit richtete sich Richtung Boden und unsere gemeinsame Arbeit machte er nur noch halbherzig. Zwar schon noch gerne, aber er blendete die Mäuse nicht mehr aus. Seine Priorität änderte sich. Und mein Gefühl sagte mir, dass er auf dem Weg war, danach süchtig zu werden.
Mir ging es nicht um die Hundebegegnung selber, sondern um die veränderte Setzung seiner Priorität. "Jagen steht über Sozialkontakt". Egal ob Hund oder Mensch. Und das hat mir zu denken gegeben. Es war letztendlich erst mal nur eine Beobachtung, die mir aber Unbehagen bereitete.

Ich denke, wie Du auch schon sagtest, dass wir gar nicht so weit weg vom Ulli-Weg sind (die Grundeinstellung: nicht das Jagen verbieten, sondern die genetische Veranlagung anzuerkennen). Die Umsetzung ist etwas anders.

Zum Schluss ein ganz herzliches Dankeschön für die vielen Filmchen. Da konnte und kann ich für mich das Ein oder Andere mitnehmen.
 
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Jochen
18. Dez. 04:14
Heute mal Dracula in Anzeige -Pose. 😁
Echt? Mich wundert die tiefe Rute, bei Pepe ist sie beim Anzeigen säbelförmig.
 
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Dogorama-Mitglied
18. Dez. 04:42
Echt? Mich wundert die tiefe Rute, bei Pepe ist sie beim Anzeigen säbelförmig.
Es kommt drauf an, was er riecht, was zuvor passiert ist, ob ihm kalt ist, wie lange er unterwegs war,... usw.

In dem Fall war es ein lauter Böller in der Ferne, den er gut weggesteckt hat, also weiter seinen Interessen verfolgte, nur eben mit gesenkter Rute.
Sonst trägt er sie auch als Säbel.
 
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Dogorama-Mitglied
18. Dez. 16:32
Wie ist denn Deine Frage dazu? Willst Du das nur einordnen, oder gibt es noch andere Fragen drum herum?
 
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SandrA
19. Dez. 06:29
Ich weiß nicht ob du es schon kennst, aber um das Buddeln einordnen zu können, lohnt sich „Dog Sense“ von J. Bradshaw. Er beschreibt es zwar nicht explizit als isolierte Jagdsequenz, aber als Teil olfaktorisch getriebenen Suchverhaltens, das für Hunde intrinsisch hochbelohnend ist.
Buddeln, wird meine ich bei den geruchsbasierten, repetitiven Aktivitäten eingeordnet, die stark Aufmerksamkeit und Erregung binden, unabhängig von tatsächlichem Erfolg.
Ich erinnere nicht, dass Buddeln mit Hetzen gleichgesetzt wird, wohl aber dass es jagdlich wirksam sein kann, weil es selbstbelohnend ist und das Nervensystem stark bindet.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 08:19
Spur! Vogel! Rehe!
Ich glaub ihr einfach mal, ich seh gar nix 😅😶‍🌫️
 
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Dogorama-Mitglied
20. Dez. 09:34
Echt? Mich wundert die tiefe Rute, bei Pepe ist sie beim Anzeigen säbelförmig.
Auch wie anzeigen? Er scannt die Umgebung nachdem ich ihm die interessante Stelle vor ihm am Boden zeigte.🤗
Dort hat wohl ein Reh "geplätzt".
 
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Babs
20. Dez. 11:53
Ich weiß nicht ob du es schon kennst, aber um das Buddeln einordnen zu können, lohnt sich „Dog Sense“ von J. Bradshaw. Er beschreibt es zwar nicht explizit als isolierte Jagdsequenz, aber als Teil olfaktorisch getriebenen Suchverhaltens, das für Hunde intrinsisch hochbelohnend ist. Buddeln, wird meine ich bei den geruchsbasierten, repetitiven Aktivitäten eingeordnet, die stark Aufmerksamkeit und Erregung binden, unabhängig von tatsächlichem Erfolg. Ich erinnere nicht, dass Buddeln mit Hetzen gleichgesetzt wird, wohl aber dass es jagdlich wirksam sein kann, weil es selbstbelohnend ist und das Nervensystem stark bindet.
Dem kann ich gut folgen. Ich denke, dass Jagen zwar aus den verschiedenen Jagdsequenzen besteht, aber es innerhalb dieser oberbegrifflichen Sequenzen noch mal Feinheiten gibt. Wie z. B. "Buddeln". Einerseits buddeln m. E. Hunde, um einer Spur zu folgen (Fährte aufnehmen) und Gerüche zu differenzieren (alte Spur, frische Spur, Maus, Maulwurf, Käfer ...), und zum Anderen, um an ein Tier ranzukommen.

Wenn ich mir das Filmchen von Kirsten anschaue, in dem die Mira von einem Loch zum anderen geht, wirkt das auf mich wie eine Fährtensuche und/oder eine Fährte zu untersuchen (Gerüche differenzieren).
 
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SandrA
21. Dez. 07:00
Dem kann ich gut folgen. Ich denke, dass Jagen zwar aus den verschiedenen Jagdsequenzen besteht, aber es innerhalb dieser oberbegrifflichen Sequenzen noch mal Feinheiten gibt. Wie z. B. "Buddeln". Einerseits buddeln m. E. Hunde, um einer Spur zu folgen (Fährte aufnehmen) und Gerüche zu differenzieren (alte Spur, frische Spur, Maus, Maulwurf, Käfer ...), und zum Anderen, um an ein Tier ranzukommen. Wenn ich mir das Filmchen von Kirsten anschaue, in dem die Mira von einem Loch zum anderen geht, wirkt das auf mich wie eine Fährtensuche und/oder eine Fährte zu untersuchen (Gerüche differenzieren).
Das passt für mich sehr gut zusammen. Ich habe auch nochmal etwas nachgelesen, Bradshaw beschreibt genau diese funktionale Mehrdeutigkeit gleicher Verhaltensformen. Buddeln wird zudem nicht ausschließlich und pauschal einer Jagdsequenz zugeordnet, sondern je nach Kontext als geruchsbasierte Exploration, Geruchsdifferenzierung oder zielgerichtetes und insgesamt als selbstbelohnendes Verhalten verstanden.
Insofern finde ich deine Unterscheidung unterschiedlicher Motive sehr stimmig.