Ich beneide euch wirklich um eure Nasentiere. Vergeblich habe ich, durch das „ Wege zur Freundschaft“-Buch inspiriert, versucht meinem Hund die Fährtenarbeit und das Anzeigen von Wild schmackhaft zu machen. Sichtjäger bleibt aber Sichtjäger. Wenn wir laufen wird nur der Horizont abgescannt. Echt schade, aber damit werden wir uns wohl arrangieren müssen. Ich finde den Ansatz toll, aber leider haben wir unser Glück dort nicht gefunden.
Der Hund meiner Tochter ist auch Hüter und scannt permanent. Wenn er was sieht, zB. in der Ferne Rehe die weiterziehen, aber auch Spaziergänger auf entfernten Wegen oder oder oder, lobe ich ihn und sage, dass er das toll gesehen hat und er ein guter Späher ist, dann schaut er kurz zu mir mit abgeklappten Ohren und einem Schwanzwedler, wendet sich nochmal kurz dem Objekt zu und stolz geht es weiter. Letztens habe ich tatsächlich was vor ihm gesehen, mich hingehockt und es ihm gezeigt, irgendwann ist sein Blick eingerastet und er sah es auch, dann hat er auch wieder dieses kurze „rüberlächeln“ gezeigt.
Ich bin davon überzeugt, dass man jede Jagdsequenz gemeinsam ausleben kann (siehe dazu weiter unten gemeinsames Hetzen und „Meuten“). Mit deinen Hunden könntest du auch viel mit Dummysuche gestalten (lass dich inspirieren von Frauchen). Spuren sind längst nicht alles und nur ein Teil des „Gesamtjagdportfolios“, wichtig ist, dass man aufmerksam bleibt, was die Bedürfnisse und Leidenschaften des Hundes sind.