Danke für deine Rückmeldung. Ich hab halt gerade das Buch angefangen und Ulli Reichmann schreibt, dass jede Aufnahme einer Spur gelobt werden soll. Wenn wir über ein Feld laufen, das von Maeuseloechern durchzogen ist, wird es anstrengend. Mich dem Körper sprachlich zuwenden, was die Hunde interessiert finde ich definitiv angenehmer.
Heute Morgen haben Biscotti und ich zwei Amseln beobachtet, die etwas 5 Meter von uns entfernt waren. Biscotti stand erst vor. Das habe ich mit ruhiger Stimme gelobt. Er ist kurz in die Leine gegangen, hat sich dann aber von selbst hinter mir positioniert. Wir haben die Amseln dann noch ein bisschen beobachtet. Er wollte dann nochmal nach vorn, hat sich aber wieder gefangen. Als ich die Situation beendet habe, kam er ohne zu zögern mit. Drinnen hab ich ihm als “Erfolg” noch ein Hasenohr gegeben.
Na, das klingt doch riesig ☺️👏🏻
Nicht falsch verstehen, ich meinte nicht, lass das Loben sein und mache nur Körpersprache. Sondern zeig dich, da wo du kannst, authentisch interessiert. Mit dem ganzen Körper. So wie es für dich aktuell mit gutem Gefühl möglich ist.
Ich finde sowohl an Kindern als auch an Hunden kann man wunderbar beobachten, wie sie sich verhalten, wenn sie etwas interessiert oder sie etwas gut finden und schauen, ob man diesen Funken auch in sich findet.
Auf den Wegen der Freundschaft, geht es nicht darum in eine Rolle zu schlüpfen. Sondern zu sich zu bemühen sich wirklich für Dinge zu begeistern.
Wenn dir das anfangs nicht überall gelingt, dann ist das eben so und ich würde mich auch nicht verrückt machen (: Morgen ist auch noch ein Tag. Und übermorgen. Und überübermorgen…
Entlastet das ein wenig? Du musst nicht direkt alles machen und können, das kommt schon mit der Zeit.
Vieles findet sich ☺️
Hier wird es oft dann anstrengend, wenn Ausflüge zu lang werden und das Hirn voll ist. Die Ulli plädiert besonders am Anfang für kürzere Ausflüge. Und Pausen!
Bei mir selber und auch bei anderen habe ich beobachtet, dass sich die Art zu Loben verändert, weil man eh zwangsläufig mit der Zeit gelassener wird, einen die Unsicherheit (klappt das hier wirklich?) verlässt und der Erwartungssicherheit des Miteinanders weicht.
Bezüglich der Mauselöcher auf dem Feld. Das ist mordsmäßig anstrengend für den Hund. Nicht nur für dich 😬 Biscotti ist ein Dackel? Terrier? Fühle ich. Jede Wette, dass da die Sinne bis zum Anschlag geschärft sind.
Ich persönlich würde mit den Ullibüchern an leichten Ecken starten, die den Kopf nicht direkt platzen lassen. Oder falls du da unbedingt lang musst, Zeit mitnehmen und schwierige Teile wie Felder mit begeistertem Mäusejäger an den Anfang legen, danach ausreichend Pause machen.
Gehst du da lang, wenn das Hirn schon voll ist, wird es ungemein schwieriger.