Home / Forum / Verhalten & Psychologie / "Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Verfasser
Dogorama-Mitglied
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 1311
zuletzt 28. Jän.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
27. Jän. 17:09
Statt Mäusebingo gab’s heute Bingo mit Kaninchenspuren, die für uns ganz offensichtlich im Schnee platziert wurden. Kam richtig gut an.

An einer Stelle hab ich wohl mit offenen Augen geträumt und eine andere Spur getroffen 🫣
Ich bekam irritierte Blicke, Mira hat sich doll bemüht die „richtige“ Spur zu finden. Fehlanzeige. Mein Fehler.
Hat der restlichen Freude allerdings keinen Abbruch getan. Ich liebe den Schnee dafür 🥳
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
27. Jän. 19:30
Wir haben heute zum ersten Mal den Basis-Spaziergang gemacht. Die Mädels hab ich frei laufen lassen, Biscotti war an der Schleppleine, die ich mir um den Bauch gebunden habe. Er war zwar schon recht abgelenkt, hat den Richtungswechsel aber gut mitgemacht und lief teilweise sogar neben mir. Darüber freue ich mich sehr. Was ich ein bisschen anstrengend finde, ist das permanente verbale Loben. Gibt es dafür vielleicht eine Alternative?
Nach meinem Empfinden:
Es geht ums Kontakt halten, nicht darum permanent, im Sinne von durchgehend, zu loben.
Lob trifft es in meinen Augen auch nicht in allen Fällen am Besten. Carol hat das mal sehr schön in einem Beitrag hier erklärt. Möchte dein Hund wissen, wo du lang gehen möchtest, passt es zum Beispiel viel besser die Richtung zu zeigen, als zu Loben. (Du kannst dich natürlich herzlich freuen, wenn dich diese Rückversicherung glücklich macht, da ist nichts falsches dabei, im Gegenteil ☺️).

Du kannst gerne und sogar noch viel lieber mit dem gesamten Körper sprechen. Du interessierst dich für die Dinge, für die sich dein Hund interessiert und bemühst dich, diese Nachricht mit dem ganzen Körper zu transportieren.
Durch das Sprechen zieht der Körper meist unbewusst mit und die Nachricht stimmt mit dem ganzen Körper überein. Das macht vieles einfacher und authentisch.

Gerade für Hunde die leicht abgelenkt sind, sind verlässliche Handzeichen (siehe Praxisbuch) eine tolle Hilfe. Sie geben Sicherheit und Orientierung zu deinem Handeln und dir geht es gemeinsam vielleicht auch besser von der Hand (:
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Caro
27. Jän. 21:22
Nach meinem Empfinden: Es geht ums Kontakt halten, nicht darum permanent, im Sinne von durchgehend, zu loben. Lob trifft es in meinen Augen auch nicht in allen Fällen am Besten. Carol hat das mal sehr schön in einem Beitrag hier erklärt. Möchte dein Hund wissen, wo du lang gehen möchtest, passt es zum Beispiel viel besser die Richtung zu zeigen, als zu Loben. (Du kannst dich natürlich herzlich freuen, wenn dich diese Rückversicherung glücklich macht, da ist nichts falsches dabei, im Gegenteil ☺️). Du kannst gerne und sogar noch viel lieber mit dem gesamten Körper sprechen. Du interessierst dich für die Dinge, für die sich dein Hund interessiert und bemühst dich, diese Nachricht mit dem ganzen Körper zu transportieren. Durch das Sprechen zieht der Körper meist unbewusst mit und die Nachricht stimmt mit dem ganzen Körper überein. Das macht vieles einfacher und authentisch. Gerade für Hunde die leicht abgelenkt sind, sind verlässliche Handzeichen (siehe Praxisbuch) eine tolle Hilfe. Sie geben Sicherheit und Orientierung zu deinem Handeln und dir geht es gemeinsam vielleicht auch besser von der Hand (:
Lucy schlägt zum Beispiel gerne Routen vor. Sie stellt sich dann in die Richtung, in die sie gehen möchte, guckt erst auffällig den Weg/Pfad/Spur entlang und starrt mich dann mit großen Augen an (wir Menschen sind ja schwer von Begriff 😅).Nicke ich, ist das für sie eh super toll, weil wir ihrem Wunsch nachgehen. Verneine ich kopfschüttelnd, freue ich mich, wenn sie meinem Wunsch nachkommt und kommuniziere das auch. Die stimmliche Begleitung zu "ja" und "nein" habe ich nach und nach weg gelassen, das versteht sie auch so 😊
Unsere Hunde wissen ja meist eh schon vor uns, was wir denken, wenn wir in der Körpersprache einigermaßen klar sind und lesen uns ganz genau. Im Dunkeln kommt Lucy manchmal ganz nah und guckt mein Gesicht unter der Kapuze an, wenn sie sich nicht ganz sicher ist 😄

Loben kann man ja außerdem nicht nur stimmlich! Popo kratzen, ein Stück rennen, zergeln, Leckerlis...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Doro
28. Jän. 05:23
Zur Dunkelheit kam heute noch ein wenig Nebel. Und ich hab das Leuchti vergessen 🤦‍♀️
Nach dem „Ja“ durfte sie Jekse hetzen. Dafür musste ich aber das Handy wegstecken.
Ich bin eindeutige ein bisschen überfordert. Leine, Kekse, Taschenlampe, Handy (zum Filmen) und dann noch mit Handschuhen. Ich freue mich schon auf die hellere Jahreszeit.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Maria
28. Jän. 08:30
Nach meinem Empfinden: Es geht ums Kontakt halten, nicht darum permanent, im Sinne von durchgehend, zu loben. Lob trifft es in meinen Augen auch nicht in allen Fällen am Besten. Carol hat das mal sehr schön in einem Beitrag hier erklärt. Möchte dein Hund wissen, wo du lang gehen möchtest, passt es zum Beispiel viel besser die Richtung zu zeigen, als zu Loben. (Du kannst dich natürlich herzlich freuen, wenn dich diese Rückversicherung glücklich macht, da ist nichts falsches dabei, im Gegenteil ☺️). Du kannst gerne und sogar noch viel lieber mit dem gesamten Körper sprechen. Du interessierst dich für die Dinge, für die sich dein Hund interessiert und bemühst dich, diese Nachricht mit dem ganzen Körper zu transportieren. Durch das Sprechen zieht der Körper meist unbewusst mit und die Nachricht stimmt mit dem ganzen Körper überein. Das macht vieles einfacher und authentisch. Gerade für Hunde die leicht abgelenkt sind, sind verlässliche Handzeichen (siehe Praxisbuch) eine tolle Hilfe. Sie geben Sicherheit und Orientierung zu deinem Handeln und dir geht es gemeinsam vielleicht auch besser von der Hand (:
Danke für deine Rückmeldung. Ich hab halt gerade das Buch angefangen und Ulli Reichmann schreibt, dass jede Aufnahme einer Spur gelobt werden soll. Wenn wir über ein Feld laufen, das von Maeuseloechern durchzogen ist, wird es anstrengend. Mich dem Körper sprachlich zuwenden, was die Hunde interessiert finde ich definitiv angenehmer.

Heute Morgen haben Biscotti und ich zwei Amseln beobachtet, die etwas 5 Meter von uns entfernt waren. Biscotti stand erst vor. Das habe ich mit ruhiger Stimme gelobt. Er ist kurz in die Leine gegangen, hat sich dann aber von selbst hinter mir positioniert. Wir haben die Amseln dann noch ein bisschen beobachtet. Er wollte dann nochmal nach vorn, hat sich aber wieder gefangen. Als ich die Situation beendet habe, kam er ohne zu zögern mit. Drinnen hab ich ihm als “Erfolg” noch ein Hasenohr gegeben.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Maren
28. Jän. 12:00
Flohri und sein Sekundant 😂
Wir sind seit ca 3 Wochen auf dem Ulli-Weg und ich bin so froh, dass mein bisheriges und instinktives Verständnis/Verhalten zum Hund/ zu Tieren generell hier auf eine ganz andere Ebene gehoben wird.
Was ich als absoluter Neuling dazu sagen kann: unser Band ist viel intensiver geworden, Flohri wird immer selbstsicherer, endlich "verstehe" ich ihn und er reagiert wahnsinnig gut auf mich und meine Handzeichen...
Sicher, es gibt noch viel von mir zu lernen, aber die Spaziergänge sind so viel qualitativer und erfüllender geworden. Und das beste? Mein Mann erntet auch die ersten Erfolge und ist nicht nehr gefrustet, dass Flohri mir eher "horcht". Auch ist seine Art/Stimme viel weicher geworden, mit ihm unzugehen. Wir hören zusammen viel den Podcast good vibrations. Nur Flohri findet das Hundegebell zum Ende empörend...
Ich bin so gespannt, was wir noch alles erleben werden. Unsere aktuelle Hausrunde ist so toll und voller guter Gerüche, suf Feldern und am Waldrand mit Bach... ein passendes "Waldrevier" haben wir noch nicht gefunden...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
28. Jän. 12:02
Danke für deine Rückmeldung. Ich hab halt gerade das Buch angefangen und Ulli Reichmann schreibt, dass jede Aufnahme einer Spur gelobt werden soll. Wenn wir über ein Feld laufen, das von Maeuseloechern durchzogen ist, wird es anstrengend. Mich dem Körper sprachlich zuwenden, was die Hunde interessiert finde ich definitiv angenehmer. Heute Morgen haben Biscotti und ich zwei Amseln beobachtet, die etwas 5 Meter von uns entfernt waren. Biscotti stand erst vor. Das habe ich mit ruhiger Stimme gelobt. Er ist kurz in die Leine gegangen, hat sich dann aber von selbst hinter mir positioniert. Wir haben die Amseln dann noch ein bisschen beobachtet. Er wollte dann nochmal nach vorn, hat sich aber wieder gefangen. Als ich die Situation beendet habe, kam er ohne zu zögern mit. Drinnen hab ich ihm als “Erfolg” noch ein Hasenohr gegeben.
Na, das klingt doch riesig ☺️👏🏻

Nicht falsch verstehen, ich meinte nicht, lass das Loben sein und mache nur Körpersprache. Sondern zeig dich, da wo du kannst, authentisch interessiert. Mit dem ganzen Körper. So wie es für dich aktuell mit gutem Gefühl möglich ist.
Ich finde sowohl an Kindern als auch an Hunden kann man wunderbar beobachten, wie sie sich verhalten, wenn sie etwas interessiert oder sie etwas gut finden und schauen, ob man diesen Funken auch in sich findet.

Auf den Wegen der Freundschaft, geht es nicht darum in eine Rolle zu schlüpfen. Sondern zu sich zu bemühen sich wirklich für Dinge zu begeistern.
Wenn dir das anfangs nicht überall gelingt, dann ist das eben so und ich würde mich auch nicht verrückt machen (: Morgen ist auch noch ein Tag. Und übermorgen. Und überübermorgen…
Entlastet das ein wenig? Du musst nicht direkt alles machen und können, das kommt schon mit der Zeit.
Vieles findet sich ☺️

Hier wird es oft dann anstrengend, wenn Ausflüge zu lang werden und das Hirn voll ist. Die Ulli plädiert besonders am Anfang für kürzere Ausflüge. Und Pausen!

Bei mir selber und auch bei anderen habe ich beobachtet, dass sich die Art zu Loben verändert, weil man eh zwangsläufig mit der Zeit gelassener wird, einen die Unsicherheit (klappt das hier wirklich?) verlässt und der Erwartungssicherheit des Miteinanders weicht.

Bezüglich der Mauselöcher auf dem Feld. Das ist mordsmäßig anstrengend für den Hund. Nicht nur für dich 😬 Biscotti ist ein Dackel? Terrier? Fühle ich. Jede Wette, dass da die Sinne bis zum Anschlag geschärft sind.

Ich persönlich würde mit den Ullibüchern an leichten Ecken starten, die den Kopf nicht direkt platzen lassen. Oder falls du da unbedingt lang musst, Zeit mitnehmen und schwierige Teile wie Felder mit begeistertem Mäusejäger an den Anfang legen, danach ausreichend Pause machen.
Gehst du da lang, wenn das Hirn schon voll ist, wird es ungemein schwieriger.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
28. Jän. 12:07
Flohri und sein Sekundant 😂 Wir sind seit ca 3 Wochen auf dem Ulli-Weg und ich bin so froh, dass mein bisheriges und instinktives Verständnis/Verhalten zum Hund/ zu Tieren generell hier auf eine ganz andere Ebene gehoben wird. Was ich als absoluter Neuling dazu sagen kann: unser Band ist viel intensiver geworden, Flohri wird immer selbstsicherer, endlich "verstehe" ich ihn und er reagiert wahnsinnig gut auf mich und meine Handzeichen... Sicher, es gibt noch viel von mir zu lernen, aber die Spaziergänge sind so viel qualitativer und erfüllender geworden. Und das beste? Mein Mann erntet auch die ersten Erfolge und ist nicht nehr gefrustet, dass Flohri mir eher "horcht". Auch ist seine Art/Stimme viel weicher geworden, mit ihm unzugehen. Wir hören zusammen viel den Podcast good vibrations. Nur Flohri findet das Hundegebell zum Ende empörend... Ich bin so gespannt, was wir noch alles erleben werden. Unsere aktuelle Hausrunde ist so toll und voller guter Gerüche, suf Feldern und am Waldrand mit Bach... ein passendes "Waldrevier" haben wir noch nicht gefunden...
Wie schön 🥰 ❤️

Einen Hundepodcast mit Hundegebell zu versehen ist schon ein ziemlich satanischer Akt oder? 😂
Die Mira ist mittlerweile abgehärtet, aber wenn Gasthunde da sind, läuft hier nichts in der Richtung. Zur Schonung meiner Nerven 😂
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Maren
28. Jän. 12:12
Dazu habe ich eine Beobachtung gemacht: gemeinsames "Spazieren gehen" mit anderen Mensch-Hund-Gespannen ist irgendwie nicht mehr so schön. Die Hunde sind nicht das Problem. Meistens sind sie angesteckt durch Flohris Schnüffeln und kurzes Spiel völlig begeistert und in ihrem Schnüffelglück. "Leider" hören sie dann weniger als wohl sonst den Besitzern und das macht denen Frust und dann wirds laut und Kommandos regnen. Das ist so unschön! Ich gehe davon aus, dass der einzige Grund, den Ulli anführt, was gegen ihre Methode spricht, eingetreten ist. Ich hab immer weniger Bock mit den "Herrchen" von Flohris Freunden spazieren zu gehen ... wie erlebt ihr das? Ich muss mich dann immer bremsen, nicht wie ein Prophet zu predigen und das Ulli-Buch zu zitieren😅🙈
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jochen
28. Jän. 16:21
Dazu habe ich eine Beobachtung gemacht: gemeinsames "Spazieren gehen" mit anderen Mensch-Hund-Gespannen ist irgendwie nicht mehr so schön. Die Hunde sind nicht das Problem. Meistens sind sie angesteckt durch Flohris Schnüffeln und kurzes Spiel völlig begeistert und in ihrem Schnüffelglück. "Leider" hören sie dann weniger als wohl sonst den Besitzern und das macht denen Frust und dann wirds laut und Kommandos regnen. Das ist so unschön! Ich gehe davon aus, dass der einzige Grund, den Ulli anführt, was gegen ihre Methode spricht, eingetreten ist. Ich hab immer weniger Bock mit den "Herrchen" von Flohris Freunden spazieren zu gehen ... wie erlebt ihr das? Ich muss mich dann immer bremsen, nicht wie ein Prophet zu predigen und das Ulli-Buch zu zitieren😅🙈
Ja, das kenne ich absolut. Ich denke dann immer „Mein Gott, nimm ihn doch an die Schlepp, wenn es in einer Tour: „warte, hier, raus da, stopp, aus usw.“ …regnen muss, bringt der Freilauf dem Hund ja auch keinen Mehrwert.
Mein Kontakt zu Pepe ist, wenn ich mit anderen Personen gehe, auch frappierend schlecht (obwohl ich bemüht bin trotzdem mit meiner Aufmerksamkeit bei ihm zu sein).
Unser Kontakt ist aber auch fühlbar schlechter, wenn ich -wie regelmäßig- nur den Hund meiner Tochter noch dabei habe, weil die beiden dann auch untereinander viel „ausmachen“.