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Julia 🐾Nero
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Anzahl der Antworten 28
zuletzt 13. Mai

Probleme mit Besuchshunden in neuer Wohnung

Hallo, Gestern haben wir zum ersten Mal nach unserem Umzug in die neue Wohnung Besuch von zwei Hunden bekommen, die bis heute Abend bleiben. Nero kennt die Hunde schon lange und die beiden waren regelmäßig bei uns in der alten Wohnung. War nie ein Problem. Jetzt macht Nero aber in der neuen Wohnung Probleme. Am schlimmsten ist es im Garten (vorher hatten wir keinen). Er begrenzt die Hunde, will sie nicht in mein Schlafzimmer oder aufs Sofa im Wohnzimmer lassen, rennt gestresst rum und geht nicht in den Garten, wenn die anderen beiden draußen sind. Wenn er raus geht, dann geht er die Hunde an (treibt sie, springt sie an und bellt dauerhaft). Er schirmt auch mich ständig ab, wenn sich die anderen beiden nähern. Die zwei Besuchshunde verhalten sich ganz normal, so wie bei früheren Aufenthalten bei uns auch. Mir bleibt jetzt gerade nicht anderes übrig, als die Hunde räumlich zu trennen. Für den einen Tag heute ist das ja auch nicht schlimm. Die zwei Besuchshunde sind im Wohnzimmer mit Zugang zum Garten (den finden sie toll und spielen draußen oder liegen in der Sonne) und Nero ist in meinem Büro. Grundsätzlich bin ich nicht jemand, der seinem Hund Kontakte aufzwingt. Wenn er nicht mag, muss er nicht. Aber ich finde das jetzt schon sehr schade, das sind seine einzigen zwei Hundefreunde und Kontakte. Die einfachste Erklärung ist Territorialverhalten, aber wieso hat er es in der alten Wohnung nicht gezeigt? Könnte der Garten etwas damit zu tun haben? Hat jemand eine Idee? Lg
 
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Katharina
Beliebteste Antwort
12. Mai 08:03
Natürlich! Für deinen Hund ist so ein Umzug eine große Sache. Das braucht erstmal bis er es für sich als sein Territorium angenommen hat. Aus Hundesicht muss er erstmal wachsamer sein weil er ja nicht weiß was alles für Konkurrenten um die Ecke kommen. Ist ja alles neu er kennt das Umfeld noch nicht so. Hat vielleicht viele Markierungen gerochen aber sich noch kein Bild von der Konkurrenz machen können. Er ist auf hab acht um sein neues Gebiet in Anspruch zu nehmen. Das ist ne aufregende Sache in der Hundewelt. Der Garten ist natürlich auch noch so eine Sache. Erstmal ja schön für den Hund aber ein weiterer Raum der in Besitz genommen werden muss. Das er jetzt erstmal den alten Freunden die neuen Regeln zuweisen muss ist klar. Er ist ja selber noch nicht richtig angekommen. Sowas braucht ja Monate. Ich würde entspannt bleiben etwas Regeln aufsetzten darf er ja aber wenn er übertreibt splittest es halt und erlaubst ihm das nicht. Ich denke mit der Zeit regelt sich das. Viel Glück dabei 😀 vielleicht war er in der alten Wohnung noch ein Junghund als die neuen Freunde kamen und Territorium oder Besitzansprüche waren noch kein Thema. So ist er einfach in die Sache hereingewachsen. Aber nun sind die Karten neu gelegt. Er ist älter und es ist ihm wichtig sein Gebiet in Anspruch zu nehmen
 
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Katharina
12. Mai 08:03
Natürlich! Für deinen Hund ist so ein Umzug eine große Sache. Das braucht erstmal bis er es für sich als sein Territorium angenommen hat. Aus Hundesicht muss er erstmal wachsamer sein weil er ja nicht weiß was alles für Konkurrenten um die Ecke kommen. Ist ja alles neu er kennt das Umfeld noch nicht so. Hat vielleicht viele Markierungen gerochen aber sich noch kein Bild von der Konkurrenz machen können. Er ist auf hab acht um sein neues Gebiet in Anspruch zu nehmen. Das ist ne aufregende Sache in der Hundewelt. Der Garten ist natürlich auch noch so eine Sache. Erstmal ja schön für den Hund aber ein weiterer Raum der in Besitz genommen werden muss. Das er jetzt erstmal den alten Freunden die neuen Regeln zuweisen muss ist klar. Er ist ja selber noch nicht richtig angekommen. Sowas braucht ja Monate. Ich würde entspannt bleiben etwas Regeln aufsetzten darf er ja aber wenn er übertreibt splittest es halt und erlaubst ihm das nicht. Ich denke mit der Zeit regelt sich das. Viel Glück dabei 😀 vielleicht war er in der alten Wohnung noch ein Junghund als die neuen Freunde kamen und Territorium oder Besitzansprüche waren noch kein Thema. So ist er einfach in die Sache hereingewachsen. Aber nun sind die Karten neu gelegt. Er ist älter und es ist ihm wichtig sein Gebiet in Anspruch zu nehmen
 
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Julia 🐾Nero
12. Mai 08:13
Natürlich! Für deinen Hund ist so ein Umzug eine große Sache. Das braucht erstmal bis er es für sich als sein Territorium angenommen hat. Aus Hundesicht muss er erstmal wachsamer sein weil er ja nicht weiß was alles für Konkurrenten um die Ecke kommen. Ist ja alles neu er kennt das Umfeld noch nicht so. Hat vielleicht viele Markierungen gerochen aber sich noch kein Bild von der Konkurrenz machen können. Er ist auf hab acht um sein neues Gebiet in Anspruch zu nehmen. Das ist ne aufregende Sache in der Hundewelt. Der Garten ist natürlich auch noch so eine Sache. Erstmal ja schön für den Hund aber ein weiterer Raum der in Besitz genommen werden muss. Das er jetzt erstmal den alten Freunden die neuen Regeln zuweisen muss ist klar. Er ist ja selber noch nicht richtig angekommen. Sowas braucht ja Monate. Ich würde entspannt bleiben etwas Regeln aufsetzten darf er ja aber wenn er übertreibt splittest es halt und erlaubst ihm das nicht. Ich denke mit der Zeit regelt sich das. Viel Glück dabei 😀 vielleicht war er in der alten Wohnung noch ein Junghund als die neuen Freunde kamen und Territorium oder Besitzansprüche waren noch kein Thema. So ist er einfach in die Sache hereingewachsen. Aber nun sind die Karten neu gelegt. Er ist älter und es ist ihm wichtig sein Gebiet in Anspruch zu nehmen
Danke für deine Antwort.

Ich habe das wohl sehr unterschätzt.
Eigentlich hatte er sich *vermeintlich* schnell eingelebt.
Auffällig war zwar, dass er draußen nicht mehr gepöbelt hat, aber das hat mich natürlich eher gefreut.

Ich hoffe du hast Recht und das legt sich mit der Zeit. Gestern Abend hat er auf meine Ansagen noch gehört (also Hunde aufs Sofa gelassen usw. wenn ich ihn ermahnt habe).
Aber heute ist er komplett aufgebracht und reagiert kaum auf verbale Ansprache.

Ich war über sein Verhalten im Garten eigentlich sehr glücklich. Er liebt ihn sehr, pöbelt aber nicht am Zaun. Auch wenn ihn ein Hund von der Straße aus anbellt bleibt er ruhig. Er geht zwar näher hin und vergewissert sich, dass die Leute auch weitergehen, aber macht keinen Zaunterror. Lediglich wenn jemand zu lange an meiner Garage steht warnt er mal, aber hört dann auch wieder auf, wenn ich rausschaue. IM Garten war allerdings noch niemand.

Zum Alter: Kennen gelernt haben sich die Hunde als er 3 war. Jetzt wird er im Juni 5.

Edit: zum Alter noch. Mir ist aufgefallen, dass er seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr spielt. Mit der Hündin hatte er eigentlich immer gespielt und war auch der Initiator. Jetzt steigt er auf die schönsten Aufforderungen ihrerseits nicht mehr ein. Das hatte mich schon gewundert und ich wollte das mal tierärztlich abklären. Vielleicht liegt es aber auch am Alter, wobei er mit 5 eigentlich voll im Leben stehen sollte.
 
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Karin
12. Mai 08:34
Es kann auch durchaus sein das er in der neuen Wohnung noch etwas verunsichert ist. Ich würde mich außerhalb mit den anderen treffen, sie etwas auspowern lassen und dann gemeinsam in die Wohnung gehen. Wahrscheinlich ist dann weniger Dynamik und deiner muss weniger regeln. 🤷‍♀️ Ich denke aber auch das es sich mit der Zeit einspielen wird.
 
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Julia 🐾Nero
12. Mai 08:37
Es kann auch durchaus sein das er in der neuen Wohnung noch etwas verunsichert ist. Ich würde mich außerhalb mit den anderen treffen, sie etwas auspowern lassen und dann gemeinsam in die Wohnung gehen. Wahrscheinlich ist dann weniger Dynamik und deiner muss weniger regeln. 🤷‍♀️ Ich denke aber auch das es sich mit der Zeit einspielen wird.
Da ich überhaupt nicht mit Problemen gerechnet habe sind die Hunde ohne Besitzer bei mir.
Das war wohl ziemlich naiv/blöd von mir.

Mit allen drei kann ich alleine so wie sich Nero verhält nicht rausgehen.

Aber in Zukunft werden wir uns draußen treffen und vielleicht nicht gleich ne Übernachtung ausmachen 🙈.
 
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Svenja
12. Mai 09:44
Hi Julia, für mich hört Nero sich überfordert an, weil er für den Job, den er sich da ausgesucht hat, nicht souverän genug ist.
Für mich wärst du jetzt gefragt, ihm den Job ruhig und souverän abzunehmen und dich um diese Belange (wer hält sich wo auf, wer darf was) zu kümmern und das bestenfalls so, dass er dich dabei beobachten kann.
 
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Vivi &
12. Mai 09:50
Da ich überhaupt nicht mit Problemen gerechnet habe sind die Hunde ohne Besitzer bei mir. Das war wohl ziemlich naiv/blöd von mir. Mit allen drei kann ich alleine so wie sich Nero verhält nicht rausgehen. Aber in Zukunft werden wir uns draußen treffen und vielleicht nicht gleich ne Übernachtung ausmachen 🙈.
Hast du grade jemanden da, der Nero nehmen könnte (und du nimmst die Gasthunde)? Dann könntet ihr zusammen eine große Runde machen und danach die Hunde nochmal vergesellschaften. Vielleicht klappt es dann ja besser.
 
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Annett
12. Mai 10:30
Danke für deine Antwort. Ich habe das wohl sehr unterschätzt. Eigentlich hatte er sich *vermeintlich* schnell eingelebt. Auffällig war zwar, dass er draußen nicht mehr gepöbelt hat, aber das hat mich natürlich eher gefreut. Ich hoffe du hast Recht und das legt sich mit der Zeit. Gestern Abend hat er auf meine Ansagen noch gehört (also Hunde aufs Sofa gelassen usw. wenn ich ihn ermahnt habe). Aber heute ist er komplett aufgebracht und reagiert kaum auf verbale Ansprache. Ich war über sein Verhalten im Garten eigentlich sehr glücklich. Er liebt ihn sehr, pöbelt aber nicht am Zaun. Auch wenn ihn ein Hund von der Straße aus anbellt bleibt er ruhig. Er geht zwar näher hin und vergewissert sich, dass die Leute auch weitergehen, aber macht keinen Zaunterror. Lediglich wenn jemand zu lange an meiner Garage steht warnt er mal, aber hört dann auch wieder auf, wenn ich rausschaue. IM Garten war allerdings noch niemand. Zum Alter: Kennen gelernt haben sich die Hunde als er 3 war. Jetzt wird er im Juni 5. Edit: zum Alter noch. Mir ist aufgefallen, dass er seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr spielt. Mit der Hündin hatte er eigentlich immer gespielt und war auch der Initiator. Jetzt steigt er auf die schönsten Aufforderungen ihrerseits nicht mehr ein. Das hatte mich schon gewundert und ich wollte das mal tierärztlich abklären. Vielleicht liegt es aber auch am Alter, wobei er mit 5 eigentlich voll im Leben stehen sollte.
Das mit dem Spielen finde ich ganz normal. Hunde sind in diesem Alter erwachsen und da kann das nachlassen. Bei meinem Mailo 🌈 damals begann das schon mit reichlich 3 Jahren, dass er immer seltener mit anderen Hunden spielen wollte. Er hat zwar bis ins hohe Alter gespielt, aber nur mit mir. Andere Hunde wurden zunehmend uninteressanter. Natürlich ist auch da wieder jeder Hund anders, aber einen Grund zur Sorge sehe ich da nicht. Wenn es dich aber beruhigt, dann sprich es mal beim Tierarzt an. Natürlich könnte auch irgendeine Erkrankung daran schuld sein.
 
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Bettina
12. Mai 10:34
Leider können Hunde wenn sich die Umstände ändern anders reagieren...Beispiel von uns...Rottweiler.kumpeline ging immer ein und aus...seit welpe an...meine damalige Hündin molly war gestorben und Lotte mein frenchi ließ rottweiler.kumpeline nie wieder rein😪
 
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Babs
12. Mai 10:35
Ein Ortswechsel ist immer eine neue Situation für einen Hund. Ist es ja auch für Dich. Du hast Dich allerdings darauf einstellen können und Nero wurde vor vollendete Tatsachen gestellt (geht ja nicht anders).

Auf mich wirkte sein Verhalten aufgrund Deiner Beschreibung: Kontrollverlust.

Zum "Spielverhalten". Hunde, ab einem bestimmten Alter, in der Regel wenn sie erwachsen sind, brauchen nicht mehr zu spielen. Bei vielen Hunden lässt das nach.

In Deiner Situation denke ich mal, dass ihm zum Spielen gar nicht zumute ist. Er scheint eher damit beschäftigt zu sein, alles irgendwie unter Kontrolle halten zu müssen. Harter Job, der mit viel Stress verbunden sein kann. Drinnen und draußen sind auch noch mal unterschiedliche Situationen.

Ich selber bin der Auffassung, dass Besuch nicht überall hin muss. Ich weise allen einen Platz zu. Daran müssen sich dann auch meine Hunde halten. Erst, wenn eine entspannte Situation entstanden ist, schaue ich mal weiter.
 
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Julia 🐾Nero
12. Mai 12:04
Hi Julia, für mich hört Nero sich überfordert an, weil er für den Job, den er sich da ausgesucht hat, nicht souverän genug ist. Für mich wärst du jetzt gefragt, ihm den Job ruhig und souverän abzunehmen und dich um diese Belange (wer hält sich wo auf, wer darf was) zu kümmern und das bestenfalls so, dass er dich dabei beobachten kann.
Mich wundert es nur, dass es ihm in der alten Wohnung wohl nicht so wichtig war.

Eigentlich habe ich es immer so gehalten, dass sich die Hunde da aufhalten können wo sie wollen.
Aber da gab es auch keine Probleme.
Hier werde ich das anders handhaben müssen und Plätze zuweisen.

Er wirkt auch nicht wirklich aggressiv aber führt halt Aggressionsverhalten aus. Aber nicht im Sinne von "ich mag dich nicht" sondern vermutlich wie du sagst Überforderung.
Könnte vielleicht auch daran liegen, dass sich die Wohnfläche vergrößert hat (mehr als verdoppelt) und er auch einfach nicht mehr den Überblick hat was wo passiert (er bellt auch manchmal mich an, wenn ich aus einem anderen Zimmer komme. Vorher haben wir in einer 1 Zimmer Wohnung gewohnt).

Vorhin habe ich ihn neben mir am Schreibtisch angebunden und alles war OK.
Dann war ich mit ihm und der Hündin spazieren, draußen war alles gut.
Als wir heim gekommen sind war auch alles gut.
Dann habe ich die Terrassentür aufgemacht (Fehler!) und der Stress fing im Garten wieder an. Der Garten (nicht nur) scheint ein großer Faktor für den Stress zu sein. Er hat sich danach aber in der Wohnung nicht wieder beruhigt, so dass ich wieder trennen musste.