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Andreas
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Anzahl der Antworten 11
zuletzt 3. Nov.

Mein Hund hat ständig Stress und Angst beim Tierarzt

Hallo ihr Hundefreunde da draussen!

Ich brauche eure Hilfe bzw. Einen Rat was meinen dreijährigen Rüden betrifft. Unzwar habe Ich ein masives Problem beim Tierart wo Er regelmässig austickt und so agresiv wird das es kaum möglich ist ihn zu beruhigen. Ich habe das Gefühl das es jedesmal schlimmer mit ihm wird. Auch so im Alltag lässt Er kaum Fremde an sich oder mich heran. Sofort reagiert Er mit Bellen und knurren. Nachdem Wir versucht haben mit strengerer Erziehug etwas zu erreichen mussten Wir nach eiiger Zeit feststellen, das bringt nix
Eine Rücksprache mit dem Tierarzt bekamen Wir den Rat es mit Magnesiumtapletten zu versuchen.
Meine Frage an euch ist nun mehr, hat jemand einschlägige Erfahrung mit solch einen Problem? Ich wäre wirklich sehr dankbar über Tipps im Bezug auf ein naturheilkundliches Präparat zur Beruhigung das wirkt und uns hilft zumindestens seinen Alltag stressfreier zu gestallten. Die Tierarztbesuche stellen die größte Herausforderung dar, gar nicht daran zu denken wenn mal was gröberes passiert und schnelles Eingreifen durch den Tierarzt erforderlich wird. Ich bitte daher um Tipps und Ratschläge von euch.

Vorweg schon mal danke an euch und Grüße aus Wien

Andreas und Sultan
 
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Tina
Beliebteste Antwort
31. Okt. 02:08
Wenn ich den Text so lese, dann glaube ich nicht, dass hier "Pülverchen" die Lösung sind.

Die Frage nach Präparaten und der Hinweis auf eine strengere Erziehung deutet sehr darauf hin, dass hier nur Symptome bekämpft wurden und nicht die Ursache. Es liest sich auch so, dass ein schneller Erfolg gewünscht ist.

Wenn es bereits im Alltag so massive Probleme gibt, dann muss man dort ansetzen und die Ursachen finden. Ich weiß nicht ob hier ein generelles Vertrauens- und Bindungsproblem vorliegt, was durch Strenge verschlimmert wurde. Oder ob es Unsicherheit ist oder er die Situation kontrolliert, weil er sich auf sein Halter nicht verlassen kann. Das könnten Ursachen sein, die sich aber nicht "heraus lesen" lassen. Auch körperliche und gesundheitliche Probleme könnten eine Rolle spielen.

Ich denke hier müsste die ganze Alltagsstruktur hinterfragt werden und mit Managementmethoden von vorne begonnen werden. So dass der Hund wieder Vertrauen aufbauen kann. Das dauert und man braucht natürlich professionelle Hilfe. Ihr braucht einen gut ausgebildeten Trainer, der erst einmal abseits vom klassischen "Sitz, Platz usw." eure Körpersprache analysiert. Dort muss man ansetzen.

Mir scheint auch der Tipp des Tierarztes mit den Magnesiumtabletten sehr fragwürdig.

Für den akuten Notfall würde ich mich tierärztlich beraten lassen, ob ihr ein beruhigendes Medikament bekommen könnt, dass ihr bereits zu Hause vor dem Tierarzttermin geben könnt.

Wenn der Alltag besser klappt und er zu Hause "Untersuchungen" zu lässt, dann startet mit Tierarzt-Training. Besucht die Praxis mehrmals ohne, dass etwas gemacht wird und belohnt ruhiges Verhalten.
 
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Thomas Alexander
30. Okt. 17:34
Ich habe bzw. übe regelmäßig mit meinen Hunden. Alle Vier müssen vor mir Platz machen. Dann werden zuerst bei jedem Einzelnem die Augen angesehen. Dafür gibt es ein Leckerchen. Danach sind die Ohren dran. Bei ordentlichem Verhalten gibt es wiederum Leckerchen. Dann kommen die Zähne. Und wieder als Belohnung ein Leckerchen. Weiter geht es mit den Pfoten. Leckerchen. Zum Schluss ist das Fell bis zur Rute dran. Leckerchen. Es funktioniert inzwischen so gut das ich mit allen Hunden gleichzeitig zu Untersuchungen oder Impfungen gehen kann. Selbst die Ärzte sind davon angetan und wir brauchen keine Maulkörbe dabei.
 
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Aga
30. Okt. 17:36
Hallo Andreas. Ich kenne als TFA die Problematik. Ich kenne was pflanzliches von Vet Concept, Relax liquide mit Magnesium, habe aber nur im Bezug zum Auto fahren davon gehört bin aber schon paar Jahre nicht mehr in der Praxis. Ich empfehle dir dringend einen Maulkorb für den TA aufzubauen falls du das nicht schon getan hast. Ansonsten viel positives Medical Training von dir zuhause, Ohren sauber machen, Pfoten kontrollieren, Zähne, solche Dinge. Dann würde ich regelmäßig zum TA fahren nur zum wiegen oder sowas, wo gar nichts passiert.
 
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Sabine
30. Okt. 17:42
Man startet am Besten mit Maulkorb- und Medical Training Zuhause und kurzes positiven Besuchen beim Tierarzt ohne Untersuchungen. Also nur kurz rein an dem Empfang und wieder raus. Natürlich mit super Leckerche bei positivem Verhalten. Später steigern mit ins Wartezimmer gehen, mal im Wartezimmer sitzen, nur ins Behandlungszimmer rein ohne Arzt, dann auf den Tisch ohne Arzt. Das alles auch beenden bevor der Hund in die Aggression kippt.
 
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Ilona
30. Okt. 17:42
Was habt ihr denn schon vorher probiert? Oder war er schon immer so?
Ich kann Canipur relax empfehlen. Musst du aber täglich geben. Yuna hilft es dabei entspannter durch den Alltag zu kommen. Ist aber kein Allerheilmiitel. Ausserdem würde ich schon immer wieder mal den Tierarzt besuchen, ohne das da irgendwas passiert, ausser kekse bekommen. Also kurz mal rein, kurz setzen, leckelis geben , dann gehen. Alles in Ruhe.
Mit strengerer Erziehung wirst du generell im Training nicht weiter kommen . Du baust damit Druck und Stress auf und das entlädt sich dann irgendwann. Ausserdem weiss dein Hund dann immer noch nicht, was du von ihm möchtest.
Du kannst zuhause schon anfangen mit medical Training. Findest du auf youtoube Videos. Oder schau mal unter: sprich Hund. vielleicht haben die da Tutorials. Also übe zuhause ohren anfassen, pfoten anfassen , auf die Seite liegen und sich anfassen lassen. Das funktioniert aber nicht mit Druck. Das muss sehr sehr kleinschrittig geübt werden. Das geht nicht in ein paar Wochen. Trainiere auch einen Maulkorb an. Auch wieder sehr kleinschrittig mit Leckerlis. Den setzt du einfach dann mal zuhause an oder beim Gassi. Das ist wichtig, damit er den dann später nicht nur mit dem TA verknüpft. Das sind so meine Ideen dazu. Hoffe es hilft...
 
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Karin
30. Okt. 17:47
Hallo, hab Fragen 🤔🤷‍♀️😂
- Wie lange ist der Hund schon bei dir?
- Was glaubst du warum er das macht?
- Schmerzen ausgeschlossen?
- Was hast du bereits versucht?
Wir selbst haben eine unsichere Hündin. Sie hatte anfangs richtig schlimm Angst vor einfach allem.
Wir haben echt sehr viel geübt, z.b. sind wir so 4x die woche nur zum Tierarzt. Nur den Weg dahin, dann mal die Stufen hoch, durch die Türe, rein und wieder raus, rein und leckerlis holen.... das ging so über gute 4 Monate . Zusätzlich haben wir zuhause viel an der Bindung gearbeitet und ein alles guuut auftrainiert. Draußen aus der Ferne Menschen und Tiere beobachtet, einfach nur mal auf der Bank gesessen und geguckt.....viel loben und bestärken....
 
Beitrag-Verfasser
Tina
31. Okt. 02:08
Wenn ich den Text so lese, dann glaube ich nicht, dass hier "Pülverchen" die Lösung sind.

Die Frage nach Präparaten und der Hinweis auf eine strengere Erziehung deutet sehr darauf hin, dass hier nur Symptome bekämpft wurden und nicht die Ursache. Es liest sich auch so, dass ein schneller Erfolg gewünscht ist.

Wenn es bereits im Alltag so massive Probleme gibt, dann muss man dort ansetzen und die Ursachen finden. Ich weiß nicht ob hier ein generelles Vertrauens- und Bindungsproblem vorliegt, was durch Strenge verschlimmert wurde. Oder ob es Unsicherheit ist oder er die Situation kontrolliert, weil er sich auf sein Halter nicht verlassen kann. Das könnten Ursachen sein, die sich aber nicht "heraus lesen" lassen. Auch körperliche und gesundheitliche Probleme könnten eine Rolle spielen.

Ich denke hier müsste die ganze Alltagsstruktur hinterfragt werden und mit Managementmethoden von vorne begonnen werden. So dass der Hund wieder Vertrauen aufbauen kann. Das dauert und man braucht natürlich professionelle Hilfe. Ihr braucht einen gut ausgebildeten Trainer, der erst einmal abseits vom klassischen "Sitz, Platz usw." eure Körpersprache analysiert. Dort muss man ansetzen.

Mir scheint auch der Tipp des Tierarztes mit den Magnesiumtabletten sehr fragwürdig.

Für den akuten Notfall würde ich mich tierärztlich beraten lassen, ob ihr ein beruhigendes Medikament bekommen könnt, dass ihr bereits zu Hause vor dem Tierarzttermin geben könnt.

Wenn der Alltag besser klappt und er zu Hause "Untersuchungen" zu lässt, dann startet mit Tierarzt-Training. Besucht die Praxis mehrmals ohne, dass etwas gemacht wird und belohnt ruhiges Verhalten.
 
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Moni
31. Okt. 06:20
Wenn ich den Text so lese, dann glaube ich nicht, dass hier "Pülverchen" die Lösung sind. Die Frage nach Präparaten und der Hinweis auf eine strengere Erziehung deutet sehr darauf hin, dass hier nur Symptome bekämpft wurden und nicht die Ursache. Es liest sich auch so, dass ein schneller Erfolg gewünscht ist. Wenn es bereits im Alltag so massive Probleme gibt, dann muss man dort ansetzen und die Ursachen finden. Ich weiß nicht ob hier ein generelles Vertrauens- und Bindungsproblem vorliegt, was durch Strenge verschlimmert wurde. Oder ob es Unsicherheit ist oder er die Situation kontrolliert, weil er sich auf sein Halter nicht verlassen kann. Das könnten Ursachen sein, die sich aber nicht "heraus lesen" lassen. Auch körperliche und gesundheitliche Probleme könnten eine Rolle spielen. Ich denke hier müsste die ganze Alltagsstruktur hinterfragt werden und mit Managementmethoden von vorne begonnen werden. So dass der Hund wieder Vertrauen aufbauen kann. Das dauert und man braucht natürlich professionelle Hilfe. Ihr braucht einen gut ausgebildeten Trainer, der erst einmal abseits vom klassischen "Sitz, Platz usw." eure Körpersprache analysiert. Dort muss man ansetzen. Mir scheint auch der Tipp des Tierarztes mit den Magnesiumtabletten sehr fragwürdig. Für den akuten Notfall würde ich mich tierärztlich beraten lassen, ob ihr ein beruhigendes Medikament bekommen könnt, dass ihr bereits zu Hause vor dem Tierarzttermin geben könnt. Wenn der Alltag besser klappt und er zu Hause "Untersuchungen" zu lässt, dann startet mit Tierarzt-Training. Besucht die Praxis mehrmals ohne, dass etwas gemacht wird und belohnt ruhiges Verhalten.
Ich bin ganz deiner Meinung.

Eben auch der Satz im Text "auch so im Alltag lässt er kaum Fremde an sich oder mich heran. Sofort reagiert er mit bellen und knurren."

Lieber Andreas
Du musst das Verhalten deines Hundes unbedingt lesen und deuten lernen !
Es gibt viele Videos und Bücher über Körpersprache und Hundekommunikation.
Ein Experte, der so etwas lehrt und zu dir nach Hause kommt und die Gesamtsituation bewertet, wäre das Beste.
Viel Erfolg.
 
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Moni
31. Okt. 06:22
Ach ich sehe gerade du kommst aus Wien.
Bernhard Kainz wäre da meine Wahl.

https://hundeschweiger.at/

Er hat auch Bücher geschrieben und auf YouTube findet man ein paar Interviews.
 
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Sonja
1. Nov. 08:12
Die einzige lösung/hilfe ist einfach training und kein pülverchen/medikamente. Und schon gar keine kastration solltet ihr daüber "nachdenken" . Sucht eiben guten Trainer/Hundeschule die mit positiver verstärkung ( und nicht aversiv) trainiert/arbeitet. (auf https://ibh-hundeschulen.org gibt es/gab es z.b. eine Postleitzahlen liste, von solchen, und nicht nur für Detschland) . "Strenge wird da nicht weiterhelfen sondern "faire konsequenz" und viel geduld . Sehr oft wird Unsicherheit mit "Aggresivität" verwechselt !!. Hubde übernehmen/erkennen ausserdem auch die gemüthsstimmung ihres Hubdeführers/Besitzer und reagieren/agieren entsprechend ! Das,ist auch ein Grund wieso Probleme oftmals "schlimmer werden": Der Mensch ist selbst unsicher und oder denkt.....mist jetzt gehts gleich wieder los....etc...oder der Mensch fühlt sich unwohl/unbehaglich wenn ihm z.b. Fremde zu nahe kommen....etc...In sehr vi3len Fällen ist es also nicct der Hund der ein Problem hat sondern der "Mensch am anderen ende der Leine" und übeeträgt so "verantwortung" auf den Hund, der wiederum ist damit "überfordert/gestresst" und wird dadurch unsicher...viele Hubde gehen nunmal bei Unsicherheit "nach vorne" . Also agieren nach dem "Motto/Prinzip": " Angriff ist die Beste Verteidigung". Aber das ist keine "Agressivität" sondern "Verzweiflung". Dem Menschen/Hundeführer ist oftmals gar nich bewusst "wie er sich gibt"...auch das kann ein guter Hundetrainer erkennen/ helfen. Also wichtig ist erst Ursache herausfinden und dann daran , mit viel geduld daran Arbeiten! Aus der Ferne/ übee das Forum kann dir da niemand ( auch kein "Profi") helfen, und solange die Usache nicht bekannt ist auch keine " direkten nützlichen Tipps" geben... Aber bei der Baustellen wird beim Hund kein "Pülverchen" helfen ( eventuell für den Menschen/Hundeführer) . Auchvwird es,estwas,sin wo ihr wahrscheinlich über mehre Monate oder länger daran arbeiten müsst. 🤗
 
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Claudia
1. Nov. 08:36
Meine Hündin mag keine Menschen. Die sind ihr suspekt, wenn die sich nicht „völlig normal“ (aus ihrer Sicht) verhalten. Arzt hat allerdings immer ganz gut geklappt.
Dann wurde sie das eine mal in Narkose gesetzt um sie zu röntgen. Danach war Arzt erstmal vorbei. Wir hatten einen Termin, den ich aufgrund ihrer Angst abgesagt habe.
Dann hieß es Training.
Ich bin jeden Tag am Arzt vorbeigegangen. Sie wollte einen großen Bogen machen. Also bin ich da stehen geblieben, wo sie es noch aushalten konnte. Da gab es dann das Leckerlie nach ein paar Minuten warten.
Das habe ich dann gesteigert, immer nur bis dahin, wo sie es gut aushalten konnte. Samstag und Sonntag dann bis an die Tür und dort Spiele gespielt.
An Werktagen vor der Tür schauen. Wenn frei war auch mal eine Runde durch den Wartebereich. Am nächsten Tag 10min im Wartebereich sitzen.
Währenddessen habe ich auf dem Weg zu Toberunden mit Freunden den Mauli wieder öfter aufgesetzt.
Dann kam der Tag des Termins. Mauli auf, ab zum Arzt und es war ok.

Bei uns ging es allerdings nur um die Praxis an sich. Menschen zu trainieren ist superanstrengend und zeitintensiv.
Da ist viel Management gefragt. Lass niemanden so nah an euch, dass dein Hund knurren muss. Ich finde knurren super, damit sagt sie mir, dass etwas nicht ok ist. Aber in unseren Raum muss keiner eintreten und das kann ich managen.
Mir ist wichtig, dass ich die Regeln des Kennenlernens aufstelle. Ich habe viele Nachbarn, die sie ranrufen und streicheln wollten.
Das habe ich unterbunden. Wir haben für uns mittlerweile gute Methoden damit das irgendwann gut und nachhaltig funktioniert.
Ich rede hier von ca 1 1/2 Jahren training mit 1 Menschen (Nachbarn, die man hin und wieder trifft)
Bei Freunden meiner Tochter mache ich regelmäßig Spaziergänge und leite diese an, wie sie sich verhalten sollen. Irgendwann dann am Esstisch. Und später dann sich frei bewegend in der Wohnung.
Aber das ist wirklich viel Training und kann so nur gemacht werden, wenn man seinen Hund gut lesen kann.