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Kerstin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 14
heute 11:37

Hund ist eifersüchtug auf Menschen?

Mein kleiner Pudel stört sich anscheinend daran wenn er merkt, dass ich andere Menschen mag bzw wenn andere Menschen meine volle Aufmerksamkeit bekommen. Dann beginnt er förmlich zu schreien und will den Personen in die Hosenbeine oder irgendein Kleidungsstück beißen. Es waren auch schon mehrere Trainer an der Sache dran. Von Korrigieren, ignorieren, dominieren etc pp hatten wir schon alles. Das einzige was ein wenig funktioniert ist, wenn er beginnt, geb ich der Person die Leine und geh weg, das will er natürlich nicht und stoppt sofort und starrt mich an. Wenn er brav ist und sich setzt , komm ich zurück. Hält aber meist nur kurz. Ansonsten zieh ich ihm einen Maulkorb an, das bremst ihn dann aus, weil er weiß, er kann die Person nicht beißen. Natürlich begrenze ich ihn, wenn möglich, aber der quirlige Kerl windet sich überall weg. Also nochmal, es passiert nur wenn er merkt ich mag die Person (en) Ich freu mich über Gedanken dazu. Danke Kerstin mit Muffin
 
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Sina's
1. Juni 21:28
Du hast vollkommen recht, das schrieb ich auch weiter unten, ich hab das falsch benannt. Es ist Kontrolle. Aus welchem Beweggrund wage ich nun nicht zu beurteilen. Zu deinen Vorschlägen: wie du vielleicht an der einen story mit dem Sitzkreis lesen kannst, erwischt es mich oft ganz unvermittelt! Im Auto hatte ich es geahnt, weil ich seinen Blick sah. Ich will damit sagen, dass ich 100% glaube, dass es Kontrolle ist, aber nicht aus MEINEM Gefühl heraus, also nicht wegen meiner Unsicherheit. Es scheint ihn zu stören, dass jemand anders meine Aufmerksamkeit hat, deshalb nannte ich es Eifersucht. Vielleicht muß ich noch erwähnen, dass wir allein sind, also ich sein Mensch und dann gibt es noch seine Dogwalkerin, da regt er sich auch auf wenn ein anderer Mensch mit ihr mit läuft. Er ist Besitzergreifend 😂 , vermutlich Verlustangst. Wurde als Welpen viel durchgereicht bis er endlich bei mir ankam
Die Zusatzinfo mit der Dogwalkerin finde ich ehrlich gesagt total spannend 👀 Denn wenn er das bei ihr auch zeigt, sobald ihre Aufmerksamkeit bei jemand anderem liegt, spricht das für mich eher dafür, dass da ein grundsätzliches Thema dahinter steckt – und weniger „nur“ etwas zwischen dir und ihm.

Und bitte versteh das nicht als Schuldzuweisung ❤️ Ich glaube dir absolut, dass es sich für dich nicht nach deiner Unsicherheit anfühlt. Das muss es auch gar nicht sein.

Manchmal geht es bei solchen Hunden weniger um Unsicherheit des Menschen, sondern eher um eine Dynamik, die sich einschleicht: Der Hund fühlt sich zuständig, scannt soziale Situationen sehr stark und gerät in Stress, sobald „sein Mensch“ emotional woanders ist oder Dynamik entsteht.

Die Geschichte mit dem Durchreichen als Welpe fand ich da schon bemerkenswert. Nicht im Sinne von „Ah, deshalb ist alles so“ – aber vielleicht hat er dadurch gelernt, Beziehungen sehr festzuhalten oder Veränderungen schwer auszuhalten?

Und weil er es bei der Dogwalkerin offenbar ähnlich macht, würde mich tatsächlich interessieren: Gibt es etwas, das ihr beide unbewusst ähnlich handhabt? Reagiert ihr ähnlich? Greift ihr ähnlich ein? Habt ihr ähnliche Routinen?

Nicht als Vorwurf – eher als Detektivarbeit 😊 Denn oft liegt der Schlüssel genau in diesen kleinen Mustern.

Und vielleicht ist die eigentliche Botschaft, die Muffin lernen müsste:
„Mein Mensch spricht mit anderen / findet andere nett / Aufmerksamkeit wandert – und trotzdem bleibt meine Welt sicher. Ich muss nichts regeln.“

Für mich klingt das ehrlich gesagt weniger nach „Kontrollfreak“ oder „Macht“, sondern eher nach einem kleinen Hund, der irgendeinen Job übernommen hat, der ihn emotional komplett überfordert.
 
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Kerstin
heute 11:23
Die Zusatzinfo mit der Dogwalkerin finde ich ehrlich gesagt total spannend 👀 Denn wenn er das bei ihr auch zeigt, sobald ihre Aufmerksamkeit bei jemand anderem liegt, spricht das für mich eher dafür, dass da ein grundsätzliches Thema dahinter steckt – und weniger „nur“ etwas zwischen dir und ihm. Und bitte versteh das nicht als Schuldzuweisung ❤️ Ich glaube dir absolut, dass es sich für dich nicht nach deiner Unsicherheit anfühlt. Das muss es auch gar nicht sein. Manchmal geht es bei solchen Hunden weniger um Unsicherheit des Menschen, sondern eher um eine Dynamik, die sich einschleicht: Der Hund fühlt sich zuständig, scannt soziale Situationen sehr stark und gerät in Stress, sobald „sein Mensch“ emotional woanders ist oder Dynamik entsteht. Die Geschichte mit dem Durchreichen als Welpe fand ich da schon bemerkenswert. Nicht im Sinne von „Ah, deshalb ist alles so“ – aber vielleicht hat er dadurch gelernt, Beziehungen sehr festzuhalten oder Veränderungen schwer auszuhalten? Und weil er es bei der Dogwalkerin offenbar ähnlich macht, würde mich tatsächlich interessieren: Gibt es etwas, das ihr beide unbewusst ähnlich handhabt? Reagiert ihr ähnlich? Greift ihr ähnlich ein? Habt ihr ähnliche Routinen? Nicht als Vorwurf – eher als Detektivarbeit 😊 Denn oft liegt der Schlüssel genau in diesen kleinen Mustern. Und vielleicht ist die eigentliche Botschaft, die Muffin lernen müsste: „Mein Mensch spricht mit anderen / findet andere nett / Aufmerksamkeit wandert – und trotzdem bleibt meine Welt sicher. Ich muss nichts regeln.“ Für mich klingt das ehrlich gesagt weniger nach „Kontrollfreak“ oder „Macht“, sondern eher nach einem kleinen Hund, der irgendeinen Job übernommen hat, der ihn emotional komplett überfordert.
Hallo Sina, sorry ich bekam keinen Hinweis mehr dass Nachrichten da sind.
Genau deine letzte Antwort fühlt sich wie auf den Punkt getroffen an.
Ich glaube kaum , dass Muffins Dogwalkerin und ich die Dinge ähnlich handhaben, denn sie ist Profi und ich... nun ja, Muddi halt ;-))
Ich nehme nichts von dir als Vorwurf sondern als super hilfreiche Denkanstöße.
Nur bleibt es schwer mir zu überlegen, wie ich konkret dagegen arbeiten soll?!
 
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Kerstin
heute 11:28
Die Zusatzinfo mit der Dogwalkerin finde ich ehrlich gesagt total spannend 👀 Denn wenn er das bei ihr auch zeigt, sobald ihre Aufmerksamkeit bei jemand anderem liegt, spricht das für mich eher dafür, dass da ein grundsätzliches Thema dahinter steckt – und weniger „nur“ etwas zwischen dir und ihm. Und bitte versteh das nicht als Schuldzuweisung ❤️ Ich glaube dir absolut, dass es sich für dich nicht nach deiner Unsicherheit anfühlt. Das muss es auch gar nicht sein. Manchmal geht es bei solchen Hunden weniger um Unsicherheit des Menschen, sondern eher um eine Dynamik, die sich einschleicht: Der Hund fühlt sich zuständig, scannt soziale Situationen sehr stark und gerät in Stress, sobald „sein Mensch“ emotional woanders ist oder Dynamik entsteht. Die Geschichte mit dem Durchreichen als Welpe fand ich da schon bemerkenswert. Nicht im Sinne von „Ah, deshalb ist alles so“ – aber vielleicht hat er dadurch gelernt, Beziehungen sehr festzuhalten oder Veränderungen schwer auszuhalten? Und weil er es bei der Dogwalkerin offenbar ähnlich macht, würde mich tatsächlich interessieren: Gibt es etwas, das ihr beide unbewusst ähnlich handhabt? Reagiert ihr ähnlich? Greift ihr ähnlich ein? Habt ihr ähnliche Routinen? Nicht als Vorwurf – eher als Detektivarbeit 😊 Denn oft liegt der Schlüssel genau in diesen kleinen Mustern. Und vielleicht ist die eigentliche Botschaft, die Muffin lernen müsste: „Mein Mensch spricht mit anderen / findet andere nett / Aufmerksamkeit wandert – und trotzdem bleibt meine Welt sicher. Ich muss nichts regeln.“ Für mich klingt das ehrlich gesagt weniger nach „Kontrollfreak“ oder „Macht“, sondern eher nach einem kleinen Hund, der irgendeinen Job übernommen hat, der ihn emotional komplett überfordert.
Wie bekomme ich ihn davon überzeugt, dass ich ihn nie verlassen und seine Welt sicher bleibt?
 
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Sina's
heute 11:37
Hallo Sina, sorry ich bekam keinen Hinweis mehr dass Nachrichten da sind. Genau deine letzte Antwort fühlt sich wie auf den Punkt getroffen an. Ich glaube kaum , dass Muffins Dogwalkerin und ich die Dinge ähnlich handhaben, denn sie ist Profi und ich... nun ja, Muddi halt ;-)) Ich nehme nichts von dir als Vorwurf sondern als super hilfreiche Denkanstöße. Nur bleibt es schwer mir zu überlegen, wie ich konkret dagegen arbeiten soll?!
Ich freue mich ehrlich, dass du meine Gedanken eher hilfreich als vorwurfsvoll empfindest ❤️ Und ganz ehrlich: Ich glaube, deine Frage „Wie arbeite ich konkret dagegen?“ ist gerade die wichtigste überhaupt.

Und ich glaube auch total, dass sich manches unvermittelt anfühlt – gerade bei so feinen Hunden. Aber weil du geschrieben hast, dass du seinen Blick im Auto schon lesen konntest, habe ich das Gefühl: Da ist schon Wahrnehmung da. Vielleicht geht es gar nicht darum, alles perfekt vorherzusehen, sondern die ersten kleinen Momente immer besser lesen zu lernen.

Also wirklich Sekunden VOR dem Kippen:
Was macht Muffin da genau?
Fixiert er? Wird er körperlich fest? Beobachtet er euch stärker? Schiebt er sich innerlich schon hoch?

Denn ich könnte mir vorstellen, dass genau dort der Hebel liegt – noch bevor er emotional komplett drüber ist.

Und noch ein Gedanke, weil du die Dogwalkerin erwähnt hast: Vielleicht wäre sie sogar eine richtig wertvolle Gesprächspartnerin in dem Thema 😊 Nicht im Sinne von „die macht es besser“, sondern eher als gemeinsames Beobachten.

Also mal ganz konkret fragen:
Woran merkst du bei Muffin die ersten Signale?
Wann kippt er bei dir?
Wie reagierst du im allerersten Moment?
Was funktioniert gut – und was eher gar nicht?

Einfach, weil ihr beide wichtige Menschen für ihn seid und es manchmal total hilft, wenn alle in dieselbe Richtung schauen statt jeder für sich herumzuprobieren.

Und ich glaube, es geht am Ende vielleicht gar nicht um „Kontrolle verbieten“, sondern eher um eine neue Erfahrung für Muffin:

„Mein Mensch redet mit anderen, findet Menschen nett, Aufmerksamkeit wandert – und trotzdem ist alles okay. Ich muss hier nichts regeln.“

Vielleicht eher:
„Danke, hab ich gesehen – aber das ist mein Job, nicht deiner.“ 😊