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Celine
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heute 19:28

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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Michi
heute 18:39
Ich finde die ganze Geschichte gelinde gesagt,sehr merkwürdig.Ich würde zu gerne wissen,was genau passiert ist.Wie ja alle anderen auch.Am meisten irritiert mich,das es in den neusten Berichten heißt,der Bruder des getöten wollte jetzt den Hund.Ich finde ,auch für Tiere gilt die Unschuldsvermutung.Der Hund ist ja wohl offensichtlich an den Bissverletzungen schuld,aber warum hat er zu gebissen und dann das Herrchen verteidigt?
Dass er gebissen hat, das steht fest.
Warum er es tat, das wird niemand herausfinden können.
Allerdings ist es ja auch nicht wirklich ungewöhnlich, dass Hunde ( wie Raubtiere auch ), ihre " Beute " verteidigen.
 
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Sina
heute 19:03
Das war wohl offensichtlich maximal realitätsverdrängendes Wunschdenken. Da braucht der Richter nur folgende Frage zu stellen, um das abzulehnen: "Herr 'Daniel', wie stellen sie sich vor, den hohen Anforderungen für Sams Haltung nachzukommen, wenn sie bereits jetzt auf Spendengelder angewiesen sind, obwohl der Hund noch gar nicht bei ihnen lebt?"
Die Frage muss der Richter ja nichtmal stellen, denn Herr "Daniel" s Klage bezieht sich doch auf die Anforderungen.
Er klagt gegen die Auflagen, die er anscheinend nicht erfüllen kann, oder will.

Das ist schon eine außergewöhnliche Dreistigkeit und schwer nachzuvollziehen, dass er diese Chance, die er schon unverständlicherweise bekommen hat, jetzt noch auf diese Weise versiebt.
 
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Sina
heute 19:10
Dass er gebissen hat, das steht fest. Warum er es tat, das wird niemand herausfinden können. Allerdings ist es ja auch nicht wirklich ungewöhnlich, dass Hunde ( wie Raubtiere auch ), ihre " Beute " verteidigen.
Wobei ich aber nicht glaube, dass er wirklich ernsthaft verteidigt hat, ohne jetzt die Sache an sich herunter spielen zu wollen.

Die Ersthelfer werden natürlich Respekt vor dem Erscheinngsbild des Hundes gehabt haben, der nicht von der Seite weichen wollte.
Viel mehr wird da nicht gewesen sein.

Hätte er wirklich ernsthaft seine Beute verteidigt, und man den Hund schon vor Ort als gefährlich eingestuft, hätte man ganz andere Maßnahmen ergriffen und ihn nicht einfach der Mitbewohnerin in die Hand gedrückt und mit ihr nach Hause gehen lassen.
Das wäre sonst ja eine grobe Fahrlässigkeit.

Ändert aber natürlich nichts an den Tatsachen, dass der Hund verantwortlich für den Tod seines Besitzers ist.
 
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Michi
heute 19:12
Wobei ich aber nicht glaube, dass er wirklich ernsthaft verteidigt hat, ohne jetzt die Sache an sich herunter spielen zu wollen. Die Ersthelfer werden natürlich Respekt vor dem Erscheinngsbild des Hundes gehabt haben, der nicht von der Seite weichen wollte. Viel mehr wird da nicht gewesen sein. Hätte er wirklich ernsthaft seine Beute verteidigt, und man den Hund schon vor Ort als gefährlich eingestuft, hätte man ganz andere Maßnahmen ergriffen und ihn nicht einfach der Mitbewohnerin in die Hand gedrückt und mit ihr nach Hause gehen lassen. Das wäre sonst ja eine grobe Fahrlässigkeit. Ändert aber natürlich nichts an den Tatsachen, dass der Hund verantwortlich für den Tod seines Besitzers ist.
Genau .
Der Hund hat seinen Halter getötet.
Warum wird ein Mysterium bleiben.
 
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Christine
heute 19:22
Bin aber echt fassungslos über die Kommentare in Social Media… „der sieht doch gar nicht so aus, der war das bestimmt nicht!“. Au man, da fällt einem echt nix mehr zu ein!!!😳
Das ist natürlich Schwachsinn,aber ich gebe zu,mein erster Eindruck war allerdings auch,er sieht völlig entspannt aus .Das Bild ist ja auch oben zu sehen und ich finde es immer noch ungewöhnlich.Allerdings habe ich auch keinerlei Erfahrung mit diesem Thema,und trotzdem...🤔
 
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Christine
heute 19:25
Wurde mir gerade online angezeigt. https://www.petbook.de/hunde/hundeerziehung/american-bully-toetet-halter
Ohne den Bericht gelesen zu haben,solche Experten finde ich bedenklich.Hunde,auch wenn sie einer Rasse angehören,sind ja wohl immer noch Individuen.
 
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Christine
heute 19:28
Ich wäre sogar für einen generellen Wesenstest, unabhängig von der Rasse. Und anhand dessen, können HH Auflagen oder eben auch Freiheiten bekommen.
Besser ein Haltungsnachweis.Was nützt der beste Hund,wenn der Mensch nicht verantwortungsvoll handelt?