Richtig, auch ohne Vorgaben vom Verein sollte man doch in der Lage sein, auf den Hund aufzupassen.
Da hast du recht: Wir wissen nicht, was im Vorfeld besprochen wurde. Aber am Ende ist es fast egal, ob der Verein gar nicht aufgeklärt hat oder ob Annelie die Warnungen einfach ignoriert – das Ergebnis ist für den Hund lebensgefährlich.
Ein seriöser Verein muss bei der Vorkontrolle spüren, ob jemand die nötige Ernsthaftigkeit mitbringt. Wer nach dem vierten Mal Entlaufen noch von einem „Spiel“ schreibt, hat das Prinzip Hund nicht verstanden.
Genau hier liegt der Unterschied zu vielen deutschen Tierheimen oder wirklich seriösen Orgas.
Dort wird oft viel strenger geprüft, teilweise sogar unangemeldet nachkontrolliert oder die Nachbarschaft befragt.
Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass unerfahrene Menschen bei den „schwarzen Schafen“ der Vermittler oft Hunde bekommen, denen sie fachlich gar nicht gewachsen sind.
Diese Tiere sind Überlebenskünstler und keine Anfängerhunde. Wenn die Verantwortung dann an der Heckklappe des Transporters endet, ist das kein Tierschutz, sondern ein Glücksspiel auf dem Rücken der Tiere.
Vielleicht sollten sich die Vereine einfach mehr Zeit für Qualität statt Quantität nehmen.