Das kann ich ihm erklären..
Die Dankbarkeit ist das Vertrauen in den Menschen, trotz StraßenhundErlebnissen. Diese Dankbarkeit bekommt man nicht serviert, die muss man sich erarbeiten mit Souveränität und nicht mit der Brüstung ein wunderbarer Retter zu sein🤷🏻♀️
(Du darfst mich gerne zitieren, wenn er sowas nochmal sagt)
Bei meinem ersten eigenen Hund aus dem Tierheim gab es ein Hundeleben lang immer wieder Situationen, wo er mich spontan von einer Sekunde zur anderen anknurrte, bis kurz vor einem Beißangriff.
Scheinbar habe ich durch mein Verhalten etwas ausgelöst, was ihn an frühere schlechte Erlebnisse in seinen ersten zwei Lebensjahren erinnerte, das sitzt ganz tief.
Trotzdem haben wir 13 sehr schöne Jahre miteinander verbracht, ich habe versucht, auslösende Situationen zu vermeiden, obwohl sie manchmal schwer einzugrenzen waren. Gebissen hat er mich nie, aber anfangs war das schon oft frustrierend, weil ich dachte, er muss doch jetzt Vertrauen aufgebaut haben und das aggressive Verhalten müsste sich irgendwann mal verlieren 🤷🏼♀️
Es wurde immer seltener, in den letzten Lebensjahren war es nur noch, wenn ich ihn mal tragen (wegen Verletzung) oder hochnehmen musste, z.B. beim Tierarzt. Es wird immer gesagt, Tierschutzhunde sind besonders dankbar, wenn man sie adoptiert, aber sie haben auch ihre Erlebnisse der Vergangenheit oft tief verwurzelt in sich.