Wenn man sich einen Hund holt, hat man bestimmte Ziele. Ist es wirklich rein die Partnerschaft - unabhängig von den Alltagsvorlieben des Hundes - dann denke ich, ist Alter oder Handicap zweitrangig. Einige Rassen empfinde ich grundsätzlich als nur Begleithund, wo einfach aufgrund der Merkmale keine sportliche Neigung Sinn macht.
Ich habe einen zweiten Hund übernommen.
Ich hatte und habe (das ist nicht verändert) starke Bedenken, da sie komplizierte Probleme hat und Alter undefiniert. Also im Prinzip ein Handicap Senior. Dazu ist sie groß. Sie gehörte bereits zur Familie und ich konnte mir nicht vorstellen, sie noch an Andere- für die sie neu und undefiniert ist- abzugeben. (Diese Hundeprofis sind für so ein mädel einfach nicht verfügbar).
Ich habe hart daran zu knabbern- denn ihre Therapie kostet Zeit, Geld und vor allem muss man es nervlich abkönnen, mit Schmerz und Plagen und Sorgen umzugehen. Dazu kommt das Alter und die Bedenken, irgendwann entscheiden zu müssen- das Handicap wird wahrscheinlich schneller als ihr biologischer Zustand das Ende herbeiführen...
Und das dann in der Gesellschaft und Öffentlichkeit- wo Junghunde "nur spielen" und Pubertiere "am fremden Hund lernen" usw. Ist manchmal wie 200euro im Monat für Doofheit anderer... 😐✌🏼 Bzw einschränkung in der Zeit... Wenn's schlecht geht, gehts eben nicht schnell oder flüssig. Auch Training ist eingeschränkt. Bei ihr zumindest.
Bei einem Dreibein oder ähnlichem - ist das sicher noch ganz anders 😅
Ich hab in ihr eine zärtliche,loyale, treue und beschützende Partnerin, die mir auch hilft, bei all dem. Dennoch ist es im Alltag echt unhandlich... Und ich habe oft Probleme damit, das zu bewerten. Mache ich genug? Schone ich zuviel? Habe ich möglichkeiten ausgelassen und ganz klar viel Geld verdienen ist da schwierig, wird aber eigentlich sehr benötigt😐 man kann sich totkaufen an Therapiemitteln.
Ich würde es nicht wieder wollen. Ich habe eher sportliche Gedanken an Hundehaltung. Sehr viel Spaß an Training. Pflege gehört dazu und begleitet eh das Alter und normale Krankheiten.
Es ist viel Zeit und einige Lebensabschnitte, die man damit verbringt. Mit mehr Unterstützung ist das sicher einfacher.