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Kerstin
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Anzahl der Antworten 100
zuletzt 19. Mai

Kranke oder Hunde mit Handicap

Meine Frage an euch ist wie steht ihr dazu ? Würdet ihr einen Hund nehmen der krank ist und regelmäßig seine Medikamente benötigt oder vielleicht sogar gespritzt werden muss? Ein Handicap hat z.B dass er nur mit einem Auge sieht oder nur drei Beine hat oder der Schwanz nur noch zur Hälfte dran ist oder sonst irgendein Handicap besitzt? Ich frage das,weil wir hatten letztens eine Diskussion in der Runde und da waren einige dabei die eigentlich nur einen Hund möchten der für sie schön ist und keinen der ein Handicap hat oder schon alt und krank ist. Die Diskussion entfachte einen großen Streit denn ich bin der Meinung jeder Hund egal welcher, ob mit oder ohne Handicap hat ein Recht auf Liebe Geborgenheit und leben so wie wir Menschen auch und sollte ein schönes Zuhause haben. Wie hättet ihr reagiert? Ich bin der Meinung, dass ich von nun an weiß, was ich von einigen Menschen zu halten habe und meide sie
 
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Heike
15. Mai 05:46
Ein wichtiger Punkt ist das finanzielle Risiko bei der Übernahme eines alten/kranken Hundes.
Wenn ich selbst irgendwann körperlich nicht mehr so belastbar sein sollte und nicht mehr im Berufsleben stehe, also zu Hause bin und Zeit genug für die Rundum-Versorgung vorhanden ist, bleibt die Frage, ob es bei den heutigen Tierarztkosten genug finanzielle Polster gibt, um den Hund ohne mögliche Versicherung medizinisch zu versorgen.
Es müsste eine Tierschutz-Krankenversicherung geben, wo auch alte Hunde mit Vorerkrankungen aufgenommen werden zu einem festen, überschaubaren Monatsbeitrag. Da damit aber keine Gewinne zu erzielen sind, wird es die nicht geben.
Vielleicht würden dann noch mehr Hunde mit gesundheitlichen Problemen eine Chance zur Adoption bekommen.
 
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Uta
15. Mai 05:56
Ich frage mich, was die Leute tun, wenn ihr junger, fitter Hund alt oder krank wird und dann nicht mehr "in ihr Leben passt". Abgeben? Einschläfern lassen?
Abgeben oder einschläfern? Ist das wirklich eine Option? Nee, ich find ein Hund ist über die Jahre ein Familienmitglied, wo man eigentlich mit ihm durch dick und dünn gehen sollte. Aber leider gibt es solche Menschen...😑
 
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Juli
15. Mai 06:25
Ich stimme meinen Vorredner:innen zu: jedes Leben ist lebenswert, jedes Tier ist liebenswert. Jedes Tier hat ein gutes Leben verdient. Egal ob mit oder ohne Handicap oder Krankheit.
Aber ich finde es auch okay, wenn Menschen von Anfang an sagen, dass bestimmte Krankheitsbilder oder Handicaps nicht in ihr Leben passen oder wenn Menschen sich Gedanken über potentielle Kosten und Probleme machen.
Was soll jemand, der regelmäßig Bergsteigen geht mit einem alten Hund mit Arthrose oder einem Dreibeinchen?
Ich finde es sogar richtig gut, wenn Menschen VOR dem Hundekauf/der Vermittlung gründlich überlegen, ob der Hund zum Menschen passt (oder umgekehrt). Denn dann sind die Chancen, dass dieser Hund nicht im Tierheim landet wesentlich höher, als wenn der Hund als ein Spontankauf oder eine Mitleidsadoption angeschafft wurde.

Seltsam finde ich jedoch, dass die vermeintlich schönen Hunderassen, die aktuell am trenden sind und die man überall sieht, oft Qualzuchten sind. Die sind nicht selten ihr Leben lang krank und haben so gesehen auch Handicaps. Keine Ahnung, ob das in der Ursprungs-Diskussion von Relevanz war, aber ich werf's einfach mal mit in den Raum.
 
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Gisela
15. Mai 06:37
Behinderung wurde mich nicht stören, aber alt schon. Ich habe zuviel Angst, ihn bald zu verlieren.
 
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Frauke &
15. Mai 07:59
Abgeben oder einschläfern? Ist das wirklich eine Option? Nee, ich find ein Hund ist über die Jahre ein Familienmitglied, wo man eigentlich mit ihm durch dick und dünn gehen sollte. Aber leider gibt es solche Menschen...😑
Nein, für mich wäre das keine Option! Ich würde aber auch jederzeit einen kranken Hund aufnehmen.
Ich hatte mal einen Hund mit einem Gendefekt. Er war wegen seiner Erkrankung abgegeben worden. Jeder Tierarzt sagte eine maximale Lebenserwartung von einem Jahr vorher. Aber Benni und ich hatten dann fast 9 wunderschöne Jahre zusammen. Ich habe diese Entscheidung nie bereut. Auch wenn es gelegentlich herausfordernd war.
 
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R
15. Mai 08:04
Wenn man sich einen Hund holt, hat man bestimmte Ziele. Ist es wirklich rein die Partnerschaft - unabhängig von den Alltagsvorlieben des Hundes - dann denke ich, ist Alter oder Handicap zweitrangig. Einige Rassen empfinde ich grundsätzlich als nur Begleithund, wo einfach aufgrund der Merkmale keine sportliche Neigung Sinn macht.

Ich habe einen zweiten Hund übernommen.
Ich hatte und habe (das ist nicht verändert) starke Bedenken, da sie komplizierte Probleme hat und Alter undefiniert. Also im Prinzip ein Handicap Senior. Dazu ist sie groß. Sie gehörte bereits zur Familie und ich konnte mir nicht vorstellen, sie noch an Andere- für die sie neu und undefiniert ist- abzugeben. (Diese Hundeprofis sind für so ein mädel einfach nicht verfügbar).

Ich habe hart daran zu knabbern- denn ihre Therapie kostet Zeit, Geld und vor allem muss man es nervlich abkönnen, mit Schmerz und Plagen und Sorgen umzugehen. Dazu kommt das Alter und die Bedenken, irgendwann entscheiden zu müssen- das Handicap wird wahrscheinlich schneller als ihr biologischer Zustand das Ende herbeiführen...

Und das dann in der Gesellschaft und Öffentlichkeit- wo Junghunde "nur spielen" und Pubertiere "am fremden Hund lernen" usw. Ist manchmal wie 200euro im Monat für Doofheit anderer... 😐✌🏼 Bzw einschränkung in der Zeit... Wenn's schlecht geht, gehts eben nicht schnell oder flüssig. Auch Training ist eingeschränkt. Bei ihr zumindest.
Bei einem Dreibein oder ähnlichem - ist das sicher noch ganz anders 😅

Ich hab in ihr eine zärtliche,loyale, treue und beschützende Partnerin, die mir auch hilft, bei all dem. Dennoch ist es im Alltag echt unhandlich... Und ich habe oft Probleme damit, das zu bewerten. Mache ich genug? Schone ich zuviel? Habe ich möglichkeiten ausgelassen und ganz klar viel Geld verdienen ist da schwierig, wird aber eigentlich sehr benötigt😐 man kann sich totkaufen an Therapiemitteln.

Ich würde es nicht wieder wollen. Ich habe eher sportliche Gedanken an Hundehaltung. Sehr viel Spaß an Training. Pflege gehört dazu und begleitet eh das Alter und normale Krankheiten.

Es ist viel Zeit und einige Lebensabschnitte, die man damit verbringt. Mit mehr Unterstützung ist das sicher einfacher.
 
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Sabine
15. Mai 08:12
Guten Morgen zusammen,
ich hätte mich 2022 für einen alten und kranken Hund aus dem Tierschutz Rumänien entschieden, weil ich ihm so richtig helfen wollte.
Er kam über das Partnertierheim Iserlohn und er war 2 Jahre und 7 Monate bei mir.
Er saß vorher eine lange Zeit in Bukov und hatte kaum Muskeln.
Er hatte 2 Infektionskrankheiten, Schilddrüsenleiden und Arthrose, eingekapselte Bisswunden die operiert wurden und 2 Zahnsanierungen.
Er bekam später Lungentumore, wobei er mit Leben konnte, aber als einer im unteren Bereich auf die Luftröhre drückte, musste ich ihn gehen lassen.
Die Zeit mit ihm war die schönste im Leben
 
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Sabine
15. Mai 08:36
Ja…wir haben Lucy genommen…trotz Epilepsie, kaputter Hüfte und vieler Baustellen mehr.Sie hat wie jeder Hund eine Chance verdient und es so viel schwerer, ein Zuhause zu finden.
Krankheit kann jeden Hund treffen…auch wenn ich ihn vermeintlich gesund übernehme…es gibt keine Garantie.
Aber ich verstehe, wenn Menschen sagen…ich traue mir das nicht zu und finanziell ist es eine große Herausforderung.
Nichts desto trotz…wenn man die Verantwortung übernimmt…das Tier krank wird…muss man es auch tragen…es kann einem immer passieren.
Ich finde diese Einstellung traurig…spiegelt aber unsere Gesellschaftsentwicklung wieder.
 
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Dogorama-Mitglied
15. Mai 08:47
Ein wichtiger Punkt ist das finanzielle Risiko bei der Übernahme eines alten/kranken Hundes. Wenn ich selbst irgendwann körperlich nicht mehr so belastbar sein sollte und nicht mehr im Berufsleben stehe, also zu Hause bin und Zeit genug für die Rundum-Versorgung vorhanden ist, bleibt die Frage, ob es bei den heutigen Tierarztkosten genug finanzielle Polster gibt, um den Hund ohne mögliche Versicherung medizinisch zu versorgen. Es müsste eine Tierschutz-Krankenversicherung geben, wo auch alte Hunde mit Vorerkrankungen aufgenommen werden zu einem festen, überschaubaren Monatsbeitrag. Da damit aber keine Gewinne zu erzielen sind, wird es die nicht geben. Vielleicht würden dann noch mehr Hunde mit gesundheitlichen Problemen eine Chance zur Adoption bekommen.
Das ist echt nicht zu unterschätzen. Pico war fünf, als ich ihn adoptiert habe. Es war klar, dass es für ihn keine Versicherung gibt (chronisch krank, nicht mehr jung). Er hat bisher mehr gekostet als mein Auto. Allein mit den regelmäßigen Tierarztbesuchen und der aufwändigen OP (Entfernung des Gehörgangs).

Das ist eine finanzielle Belastung, die uns vorher bewusst war. Trotzdem kann (und will) das nicht jeder stemmen. Und Pico ist „nur“ taub.
 
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Miriam
15. Mai 09:53
Wenn das Tier gewohnt ist Medikamente oder eine spritze zu bekommen ist das absolut einfach und stellt null Probleme dar. Ich habe vor ewigkeiten eine alte Katze mit Diabetes adoptiert und die hat es null gejuckt wenn ich die spritze in den Nacken setzte. Anfangs war ich da etwas unsicher und hab mir alles sehr genau zeigen lassen aber das war echt gar kein problem.
Da muss man nur sicher sein dass man sich die Kosten leisten kann.

Handicap kommt darauf an. Muss der Hund getragen werden ?
Passt meine Wohnung / Haus zu den Bedürfnissen? Ich wohne im zweiten Stock. Ich könnte jetzt zbsp keine 40 Kilo hoch und runter schleppen mehrmals am Tag.

Also: recht auf ein schönes Leben? Außer frage. Jedes Tier hat ein Recht darauf.
Ist jeder geeignet ein krankes oder eingeschränktes Tier zu versorgen ?
Nein. Umstände etc müssen passen.