Hallo Sebbi + Rainer, hätte gerne ne Quelle zu deiner Behauptung, dass Hunde keinen Spaß verstehen und es ihnen rein biologisch nicht gegeben sei. Das interessiert mich...
Da habe ich mich wohl etwas missverständlich oder zu knapp ausgedrückt, was das Misstrauen deinerseits und von Sylvia durchaus erklärt.
Hunde können weitgehend schon Glücksgefühle empfangen und empfinden, die biochemischen Bausteine wie Dopamin und Endorphine sind bei ihnen durchaus vorhanden wie bei uns Menschen.
Was ich meinte ist der abstrakte, kognitive 'Spaß' an einer Verkleidung, also unseren menschlichen Humor. Den gibt es für sie biologisch einfach nicht. Sie empfinden Freude, aber das ist eben etwas völlig anderes als unser Konzept von 'Spaß'.
Deshalb empfinden sie sowas wie „Nicht witzig“ oder Ironie ebenfalls nicht.
Wenn ihr beiden da tiefer eintauchen wollt, sind die vergleichende Verhaltensbiologie und Kognitionsforschung (z. B. Forschungen zum Oxytocin- und Dopaminsystem wie von Nagasawa et al., 2015 oder Romero et al., 2014) die richtige Adresse.
Sie belegen ziemlich genau, dass wir zwar die neurobiologische Hardware für Basisemotionen teilen, solches Denken und Verstehen aber dem menschlichen Gehirn vorbehalten ist.☝🏼
Ich hoffe, ich konnte damit euren Horizont etwas erweitern. Wenn euch das nächste Mal so ein Begriff wie Liebe, Hass oder Spaß in Bezug auf Hunde begegnet, könnt ihr euren Finger erheben ☝🏼 und sagen: „Moment mal…“
Ich bin übrigens darauf gestoßen, weil ich mal wissen wollte, ob ein Hund eigentlich Liebe im menschlichen Sinne empfindet.🧐