Wir haben uns als Ersthund-Halter echt ne Menge Hunde auf Pflegestelle angeschaut. Wir wollten nen erwachsenen, jungen Hund, den wir auch beurteilen können.
Einen haben wir nicht gekriegt (eigentlich war‘n Bodeguero unser Traum… ich stehe auf Terrier und da hieß es „Terrier light“ 😀): Kindsmutter hat Tierhaar-Allergie (lebt aber nicht im Haushalt)… und die Verantwortliche meinte, die hätten zwar wenig Haare, dafür würden die überall klebenbleiben. Wie Recht sie hatte…
Ein weiterer hatte, warum auch immer (war schon als Welpe nach Deutschland auf Pflegestelle gekommen) ein Problem mit Männern. In einem Männerhaushalt (mein Freund wollte den Hund und er hat nen Sohn) eher sub-optimal… heute würde ich’s mir trotzdem zutrauen, aber damals nicht.
Polli sollten wir erst nicht anschauen dürfen: „Hund wäre schon weg“. Mein Freund hat dann noch ne Anfrage ohne Beschreibung von uns gestellt und plötzlich durften wir sie anschauen!
Natürlich flog es auf, aber da hat sich die Pflegestelle schon für uns eingesetzt. Wie sich herausstellte, hatten sie uns für „zu aktiv“ gehalten. Kind durfte natürlich derweil Polli auch beschnuppern und auch umgekehrt.
Die Kleene war doch ziemlich reserviert und eingeschüchtert, aber ein Freund meinte zu mir: nimm Dir lieber was Schüchternes, das ist viel einfacher zu erziehen! Ich bin ihm heute noch dankbar: Polli hat sich quasi von selbst erzogen und selbst das Kind, was sehr sehr skeptisch war („wenn ein Hund einzieht, ziehe ich aus!“… er ist da sehr deutlich🥴), hat inzwischen nen, wenn auch speziellen, Draht zu ihr!
Polline war echt das Beste, was uns überhaupt passieren konnte… und wir würden‘s immer wieder so machen!🤗
PS: Das Bild ist auf dem ersten Probespaziergang mitten in Kreuzberg… da is sie echt ganz schön skeptisch!