Ich würde dem Herrn vermutlich erst mal Doppelmoral vorwerfen. Auf der anderen Seite können sich Menschen auch ändern, und das sollte man dann auch anerkennen.
Ich halte sein Projekt durchaus für unterstützenswert. Obwohl die Hunde in dieser Umgebung eher funktionieren als leben, da der Stressfaktor für sie einfach noch zu hoch sein kann. Aber in Anbetracht dessen, dass viele Hunde erst drei Monate nach der Ankunft bei ihrer neuen Familie ihr wahres Ich zeigen, ist das schon mal ein guter Ansatz.
Viele unterschätzen leider Hunde aus dem Tierschutz oder gar dem Auslandstierschutz. Sie denken, sie tun etwas Gutes, verzweifeln dann aber oft an der Aufgabe. Gerade Menschen, die nie zuvor einen Hund hatten.
Jenen, die es durchziehen, muss man folglich deutlich Respekt zollen. Auch wenn es natürlich viele Hunde gibt, die von Anfang an einfach Zucker sind.
Ich habe zwei Siberian Husky, perse schon keine einfache Rasse und Beide kommen unabhängig voneinander aus dem Tierschutz mit teils verstörender Vergangenheit.
Entweder man stellt sich der Aufgabe, denn der Hund hat in den seltensten Fällen ausgesucht wo er leben soll, sondern es ist doch umgekehrt, der Mensch zwängt ihn in eine neue Umgebung.
Tut man es nicht, ist man einfach egoistisch und empathielos gegenüber einem Schutzbefohlenen! Und das passiert sowohl bei Welpen vom Züchter als auch bei Secondhand-Hunden. Erst süß und niedlich, dann das Erwachen dass es mit viel Arbeit verbunden ist.