Ich habe gestern mit meinem 4,5 Monaten Mali die 30 m Leine probiert
Ein Desaster , Leine viel zu lang ungewohnt für meinen Max ! Am Anfang ging es noch , ich wollte den Rückruf üben was auch 2-3 mal geklappt hat
Auf dem Rückweg fing er wild an mit der Leine zu spielen und ich konnte ihn kaum beruhigen , er zeigte mir auch ganz klar das er diese nicht mag . Ich nehme die nie wieder hatte weniger Kontrolle über ihn als sonst
30 Meter sind natürlich eine Hausnummer, besonders für einen 4,5 Monate alten Hund, der so eine lange Leine noch gar nicht kennt.
Ich würde deshalb aber nicht gleich sagen, dass die Schleppleine grundsätzlich nichts für euch ist.
Gerade beim Rückruftraining sehe ich ihren großen Vorteil nämlich in der Sicherheit: Der Hund kann lernen, sich auch auf größere Distanz an mir zu orientieren und auf meinen Rückruf zu reagieren, ohne dass ich dafür das Risiko eingehen muss, ihn ungesichert laufen zu lassen. Klappt der Rückruf einmal nicht, ist der Hund trotzdem noch gesichert – genau dafür ist die Schleppleine für mich da.
Ich würde allerdings nie direkt mit 30 Metern arbeiten. Nur weil die Leine 30 Meter lang ist, muss der Hund diese Distanz ja nicht sofort bekommen.
Erst kürzer beginnen, Rückruf aufbauen und festigen und den Radius dann nach und nach vergrößern.
Dass er auf dem Rückweg angefangen hat, mit der Leine zu spielen, würde ich mit 4,5 Monaten auch noch nicht als klares „Ich mag diese Leine nicht“ interpretieren. Das kann genauso gut Aufregung, Überforderung oder schlicht Welpenblödsinn gewesen sein.
Gerade bei einem so jungen Hund wäre mir beim Rückruf Sicherheit wichtiger als möglichst viel Freiheit. Die Schleppleine gibt mir die Möglichkeit, genau diese Freiheit schrittweise aufzubauen, ohne darauf vertrauen zu müssen, dass ein Rückruf, der sich noch im Training befindet, schon in jeder Situation funktioniert.