Du hast eine völlig falsche Vorstellung vom richtigen Gebrauch der Flexi, wie leider so einige hier. Der Stopper ist nicht dazu da , den Hund wie einen Jojo ständig im Lauf zu stoppen. 🙈🙈🙈Dann und nur dann kann es auch zu diesen Rattergeräuschen kommen, nämlich dann, wenn er nicht vollständig runtergedrückt wird. Wie du schon sehr gut bemerkt hast, sollte der Hund gut an der Leine laufen und auf Kommandos reagieren. Mein Hund zieht nicht an der Flexi und tobt auch damit nicht herum. Zum Toben und Spielen wird er abgeleint. Alles andere ist zu gefährlich. Wenn uns ein fremder Hund entgegen kommt, hole ich meinen Hund ins Fuß ran zu mir und habe beim Vorbeigehen am anderen Hund den Daumen auf dem Stopper. Damit kann mein Hund gar nicht in Richtung zum anderen Hund springen und es gibt auch keinerlei Geräusche. Dann hat nämlich die Flexi die Länge einer kurzen Führleine. Vor diesem Geräusch würde gerade Mila sich auch sehr erschrecken. Bei uns gibt es dieses Geräusch nicht. Und für die Langlebigkeit der Leine ist dieses Rattern übrigens auch nicht gerade zuträglich. An der Straße läuft das genauso. Es wird mit dem Kommando halt gewartet und ich habe ebenfalls zur Sicherheit den Daumen auf dem Stopper, falls Madame doch auf die Idee käme, zu zeitig loszulaufen. Ich stoppe also damit eigentlich gar nicht den Hund, sondern verriegele nur die Leine kurzfristig. Man kann sie auch langfristig verriegeln, z.B. wenn es in der Stadt mal eng wird. So nutzt man eine Flexi und dafür muss man den Hund auch an keinem Geschirr haben, denn es gibt keinen heftigen Ruck am Halsband.
Es wäre also ein absolutes Unding, wenn es diesen Stopper nicht gäbe. Dann kannst du die Leine entsorgen.
Ich glaube, wir liegen mit unserer Vorstellung vom richtigen Umgang mit der Flexi gar nicht so weit auseinander.
Genau das ist ja mein Punkt: Der Hund sollte auch an der Flexi vernünftig laufen, ansprechbar sein und sich über Signale führen lassen – und nicht permanent über den Stopper reguliert werden.
Hättest du meine weiteren Kommentare dazu gelesen, wäre vermutlich auch deutlicher geworden, worauf meine Kritik eigentlich abzielt. 😉
Nämlich genau auf dieses „Jojo-Prinzip“, das du selbst beschreibst: Hund läuft los, Stopper rein, Hund wird abrupt gebremst, Stopper wieder los – und das Ganze von vorne. Das ist für mich „Stoppen“.
Was du beschreibst, ist dagegen etwas anderes: Du holst deinen Hund erst zu dir und verriegelst anschließend vorsorglich die Leine auf einer bestimmten Länge. Der Stopper bremst in diesem Moment keinen Hund aus, sondern verhindert lediglich, dass weitere Leine ausgegeben wird. Diesen Unterschied zwischen Stoppen und Verriegeln hatte ich in meiner ursprünglichen Aussage tatsächlich nicht ausreichend berücksichtigt.
Und genau deshalb relativiere ich meine Aussage, den Stopper komplett abzuschaffen. Zum Verriegeln und als zusätzliche Absicherung hat er absolut seine Berechtigung. Als permanente Bremse für einen bereits loslaufenden oder ziehenden Hund sehe ich ihn weiterhin kritisch.
In einem Punkt hast du meine Sicht also tatsächlich verändert: Nicht der Stopper ist das Problem, sondern die Art, wie er eingesetzt wird.
Und damit bin ich wieder bei meinem eigentlichen Standpunkt: Ich verurteile niemanden aufgrund der Leine, die am Hund hängt. Entscheidend ist für mich der Umgang damit.